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Windy
Wobei man hier noch nicht mal genau wissen kann ob ein Mann oder eine Frau den Text geschrieben hat.
Papier läßt sich plagen, ist ein altes schwäbisches Sprichwort.

#22261


Feuerschale
Zitat von Marc_Sky:
Wie oft habe ich hier schon als Rat lesen müssen im "realen" Leben eine Maske aufzusetzen und eine Rolel zu spielen um ja nichts (oder so wenig wi emöglich) von der eigenen Persönlichkeit Preis zu geben.


Zitat von Marc_Sky:
Menschen haben das Reden verlernt, sind missgünstig und neidisch.

Kann ich gar nicht so bestätigen. Gut, hab auch nicht mehr so viel mit Menschen zu tun und im Beruf muss man oft eine Rolle auch einhalten, aber die macht man ja trotzdem auch mit sich selbst, wie soll man überhaupt real eine andere Persönlichkeit spielen? 🤔 Mag sein dass es ab und an die missgünstigen gibt, denen man besser nichts anvertraut, aber es gibt auch einige wo öffnen möglich ist.
Zitat von Marc_Sky:
Im Umkehrschluss lassen sie dann eben online den Druck an anderen raus, da der Trugschluss der Anonymiotät besteht. Was noch wichtiger ist: sie die Reaktionen und Emotionen im Gesicht des Anderen nicht sehen müssen und den eigenen überproportionalen bishin alleingültigem Wert geben.

"Was ich nicht sehe oder selbst fühlen muss existiert nicht"

Druck rauslassen ist aber doch auch nicht unbedingt die authentische Persönlichkeit?
Sondern eher eine Form, sich irgendwie abzu(re)agieren?

Ich mochte an Foren mal bzw mag es auch heute noch, wenn man Anstöße bekommt, Anstöße gibt, sich mit den eigenen Reaktionen auseinandersetzt....dafür auch Zeit und Raum hat...nicht um sich zu verstecken sondern um Zeit zum spüren überhaupt zu haben und nicht weiß wie schnell überfahren zu werden. Ich finde es auch spannend, wenn sich auch Leute mit sich selbst auseinandersetzen, ob fühlend oder reflektierend, und das lässt sich tw auch durch das Forum spüren.
Die Masse ist es aber mMn nach dann tatsächlich nicht.

Interagieren vor Ort oder auch schriftlich - Hat alles so Vor und Nachteile. Also im rl, mit einem passenden Gegenüber ist der ganze Flow schon stärker, bzw da ist dann überhaupt mal ein gegenseitiger Flow und nicht nur die Innenschau, Kopfkino usw. Und wie gesagt beim Schreiben ist es etwas Anregung fürs Gehirn, soziales Trockenüben oder sowas. Wenn man es nötig hat zu faken, nuja....mir ist es im Prinzip egal ob ich eine interessante Fakepersönlichkeit mit Tiefgang, stellenweise Emotionen und Einsichten hab oder eine echte. Weil es für die begrenzte Welt im inet dann auch so reicht.

Das mit den REaktionen und Emotionen nicht erleben ist halt meiner Meinung nach auch ein Vor und Nachteil.
Heute hatte ich ein Gespräch z B da sind die Emotionen übergeschwappt und da war Offenheit, Trauer, Freude...irgendwie Berührung, das erlebt man im inet nicht.
Wenn ich allerdings eher so Streitgespräche hab oder Diskussionen, brauch ich nicht unbedingt die Emotionen (die sich meist eh verschlossen/verhärtet anfühlen) und im Grunde suche ich die im inet auch gar nicht. (also Diskussionen....also dann eher weil wir hier ja auch in einem Psyche-Forum sind, so selbst-entdeckenden Austausch, und wenn man Leute hat die auch mit sich auf dem Weg sind, ist das für mich so i O)

#22262


A


Erkenntnis des Tages

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Feuerschale
Zitat von Windy:
Jeder hat eine Maske. Ich würde mich auch nie sofort jedem fremden Menschen geben wie ich bin und sagen was ich denke. Hat mit Höflichkeit und diese abzulegen mit Vertrauen zu tun. Je mehr man jemandem vertraut, desto mehr läßt jemand dahinter schauen, was auch normal und gesund ist.

Ja denke ich auch, dass es normal ist sich erstmal nur zu beschnuppern und nicht alles mögliche gleich ins Feld zu werfen.
Aus Respekt vor dem anderen und dessen Grenzen, aus Selbstschutz und Vernunft und weil nicht alles mit allen passt.

#22263


Feuerschale
Zitat von Misschmid:
Aber es stimmt auch dass das anonym sein einige dazu bringt aus sich raus zu kommen . Sonst schämt man sich im echten Leben.

Ich hatte so ab Ende 20 das inet entdeckt....und mich hat der Austausch im damals Chat z B etwas selbstbewusster gemacht und es hatte sich auch auf mein reales Leben übertragen damals, dass ich schlagfertiger wurde...oder dass man manchmal vielleicht von einem Gefühl, neuer Gedankenwelt usw angestoßen ist. Das offene Reden "draußen" hatte ich aber eher in Seminaren oder Selbsthilfegruppen oder später Gemeinde gelernt/geübt/gewollt. Das geht im normalen Alltag halt auch nicht, ist ja auch nicht überall Therapiegruppe. Und man muss auch sagen, dieses selbstanalytische emotionsoffenbarende Reden kann manchmal auch so ne Schwerfälligkeit mit sich bringen....manche Leute wollen auch einfach mal fun haben und spielen, hab ich so gemerkt. Einmal war ich auch in ner Klinik und überall waren so depressive Murmelgruppen auf den Gängen, da ging mir das selber mal total auf den Senkel, bzw das war wie so ein Spiegel. Hatte mich dann mit zwei Leuten zusammengetan die noch relativ lebensfroh waren und sich nicht ständig analysierten..ab und an ist ja was anderes.

#22264


Feuerschale
Zitat von Windy:
Wobei man hier noch nicht mal genau wissen kann ob ein Mann oder eine Frau den Text geschrieben hat. Papier läßt sich plagen, ist ein altes schwäbisches Sprichwort.

joah aber spielt für mich auch keine Rolle. Mensch mit Emotionen und Gedanken ist für mich nicht geschlechtsabhängig...

#22265


YellowFerrum
Zitat von Dunkelbunte:
Es ist Fake

Nirgendwo ist hier Fake. Abgesehen von offensichtlichen Beiträgen. Es gibt Dinge, die in deinem Leben vielleicht nicht vorkommen und die du deshalb zu misstrauisch betrachtest.

#22266


M
Zitat von Feuerschale:
Druck rauslassen ist aber doch auch nicht unbedingt die authentische Persönlichkeit?

Warum eigentlich nicht? "Authentisch" heißt im Prinzip nur "echt" in ihrer Exsistenz und hat grundlegend in sich keine Wertung.

Wenn du das auf eine Gesamtpersönlichkeit reduzierst wahrscheinlich nicht (ich habe auch nicht gesagt, dass das als einziger Wert dasteht, aber das Internet wird dafür gerne genutzt), aber als Teil einer jeden Persönlichkeit existent.

Authentisch heißt (zumindest für mich) nur, dass die Emotionen an und in sich da sind, einen Teil von mir ausmachen und ich denen einen angemessenen Raum gebe ohne die zu ignorieren, verdrängen, verfälschen oder aberkennen wollen. Und dazu gehören alle Emotionen, auch "schlechte" (was eigentlich im Endeffekt Emotionen sind die einen Mangel zeigen, der nich gedeckt bzw befriedigt wurde)

Zitat von Feuerschale:
Das mit den REaktionen und Emotionen nicht erleben ist halt meiner Meinung nach auch ein Vor und Nachteil.

Hat es natürlich, allerdings gibt es da zum einen das Überspielen/Verdrängen ("faken") und zum anderen das Akzeptieren und Selbstkontrolle.

Ich kann mich und meine Emotionen durchaus wahrnehmen - auch oder gerade die schlechten? - und mir bewusst vor Augen halten, dass ich diese habe. Die Frage ist dann nur wie ich (oder jeder andere für sich) damit umgehe. Verdränge ich die und schliesse die in einen Kerker? Dann hast du diew immernoch, lässt die abe rmit jeder einzelnen frustrierenden Situation anwachsen bis das kleine Übel zu einem Monster ranwächst und ständig damit zu tun h hast nach aussen ein Grinsen aufzusetzen und zu sagen "mir gehts gut". Was macht das auf Daue rmit dir und deinen Energiereserven?
Was bringt es dir ständig dieses "fdaken" aufrecht zu erhalten, wenn das kleine Monster in dir anschwillt und aus jeder Ritze nach aussen trieft und du immernoch grinsend dastehst und jedem sagst "mir gehts gut"? Irgendwann ist e sersichtlich, dass das nicht der Fall ist

Andersrum (mal etwas überspitzt beschrieben um den Kern zu verdeutlichen): akzeptiere das kleine miese Fellknäuel und mache es zu deinem Haustier. Knuddel es, hege es, pflege es, rede mit ihm und lerne es zu verstehen. Geb ihm den artgerechten Platz und angemessene Zeit um sich mal auszutoben, dann frisst es dich weniger von innen auf bis es zu einem unkontrollierbaren Monster ranwächst. Dannhast du die Kontrolle über dich selbst und kannst entsprechend mit dir umgehen. Ohne kaschieren zu müssen wer du wirklich bist. Oder welches Monster in dir steckt da du es erst garnicht zu einem unkontrollierbaren Ding heranwachsen lässt und es verstecken musst (also eine Maske aufsetzen musst während du von innen zerfressen wirst)

Im Endeffekt geht es dann ums Zulassen und dazu stehen. Egal ob gut oder schlecht.
Wer zu sich selbst stehen kann und Selbstakzeptanz übt braucht am Ende keine energieraubende Rolle spielen oder Maske tragen und kann auch andere eherals das akzeptieren wer die sind.
Wer uz sich und seinen Fehlern steht, reflektiert genug ist und ergründet brauch auch nicht unbedingt mit Scham leben oder denken, er/sie/es müsse sich für eine Eigenschaft schämen da die anderen so "perfekt" sind.
Warum? Weil mein Gegenüber die selbe Schei**e am Schuh kleben hat un dauch nicht unbedingt besser ist, egal wie sehr derjenige sich verbiegt und selbst darstellen möchte. Letztendlich kommt gerade dann das kleine Monster um die Ecke und sagt hallo. Und dann fällt die Maske sowieso

#22267




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