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42162

Windy
Wobei man hier noch nicht mal genau wissen kann ob ein Mann oder eine Frau den Text geschrieben hat.
Papier läßt sich plagen, ist ein altes schwäbisches Sprichwort.

x 1 #22261


Feuerschale
Zitat von Marc_Sky:
Wie oft habe ich hier schon als Rat lesen müssen im "realen" Leben eine Maske aufzusetzen und eine Rolel zu spielen um ja nichts (oder so wenig wi emöglich) von der eigenen Persönlichkeit Preis zu geben.


Zitat von Marc_Sky:
Menschen haben das Reden verlernt, sind missgünstig und neidisch.

Kann ich gar nicht so bestätigen. Gut, hab auch nicht mehr so viel mit Menschen zu tun und im Beruf muss man oft eine Rolle auch einhalten, aber die macht man ja trotzdem auch mit sich selbst, wie soll man überhaupt real eine andere Persönlichkeit spielen? 🤔 Mag sein dass es ab und an die missgünstigen gibt, denen man besser nichts anvertraut, aber es gibt auch einige wo öffnen möglich ist.
Zitat von Marc_Sky:
Im Umkehrschluss lassen sie dann eben online den Druck an anderen raus, da der Trugschluss der Anonymiotät besteht. Was noch wichtiger ist: sie die Reaktionen und Emotionen im Gesicht des Anderen nicht sehen müssen und den eigenen überproportionalen bishin alleingültigem Wert geben.

"Was ich nicht sehe oder selbst fühlen muss existiert nicht"

Druck rauslassen ist aber doch auch nicht unbedingt die authentische Persönlichkeit?
Sondern eher eine Form, sich irgendwie abzu(re)agieren?

Ich mochte an Foren mal bzw mag es auch heute noch, wenn man Anstöße bekommt, Anstöße gibt, sich mit den eigenen Reaktionen auseinandersetzt....dafür auch Zeit und Raum hat...nicht um sich zu verstecken sondern um Zeit zum spüren überhaupt zu haben und nicht weiß wie schnell überfahren zu werden. Ich finde es auch spannend, wenn sich auch Leute mit sich selbst auseinandersetzen, ob fühlend oder reflektierend, und das lässt sich tw auch durch das Forum spüren.
Die Masse ist es aber mMn nach dann tatsächlich nicht.

Interagieren vor Ort oder auch schriftlich - Hat alles so Vor und Nachteile. Also im rl, mit einem passenden Gegenüber ist der ganze Flow schon stärker, bzw da ist dann überhaupt mal ein gegenseitiger Flow und nicht nur die Innenschau, Kopfkino usw. Und wie gesagt beim Schreiben ist es etwas Anregung fürs Gehirn, soziales Trockenüben oder sowas. Wenn man es nötig hat zu faken, nuja....mir ist es im Prinzip egal ob ich eine interessante Fakepersönlichkeit mit Tiefgang, stellenweise Emotionen und Einsichten hab oder eine echte. Weil es für die begrenzte Welt im inet dann auch so reicht.

Das mit den REaktionen und Emotionen nicht erleben ist halt meiner Meinung nach auch ein Vor und Nachteil.
Heute hatte ich ein Gespräch z B da sind die Emotionen übergeschwappt und da war Offenheit, Trauer, Freude...irgendwie Berührung, das erlebt man im inet nicht.
Wenn ich allerdings eher so Streitgespräche hab oder Diskussionen, brauch ich nicht unbedingt die Emotionen (die sich meist eh verschlossen/verhärtet anfühlen) und im Grunde suche ich die im inet auch gar nicht. (also Diskussionen....also dann eher weil wir hier ja auch in einem Psyche-Forum sind, so selbst-entdeckenden Austausch, und wenn man Leute hat die auch mit sich auf dem Weg sind, ist das für mich so i O)

x 2 #22262


A


Erkenntnis des Tages

x 3


Feuerschale
Zitat von Windy:
Jeder hat eine Maske. Ich würde mich auch nie sofort jedem fremden Menschen geben wie ich bin und sagen was ich denke. Hat mit Höflichkeit und diese abzulegen mit Vertrauen zu tun. Je mehr man jemandem vertraut, desto mehr läßt jemand dahinter schauen, was auch normal und gesund ist.

Ja denke ich auch, dass es normal ist sich erstmal nur zu beschnuppern und nicht alles mögliche gleich ins Feld zu werfen.
Aus Respekt vor dem anderen und dessen Grenzen, aus Selbstschutz und Vernunft und weil nicht alles mit allen passt.

x 2 #22263


Feuerschale
Zitat von Misschmid:
Aber es stimmt auch dass das anonym sein einige dazu bringt aus sich raus zu kommen . Sonst schämt man sich im echten Leben.

Ich hatte so ab Ende 20 das inet entdeckt....und mich hat der Austausch im damals Chat z B etwas selbstbewusster gemacht und es hatte sich auch auf mein reales Leben übertragen damals, dass ich schlagfertiger wurde...oder dass man manchmal vielleicht von einem Gefühl, neuer Gedankenwelt usw angestoßen ist. Das offene Reden "draußen" hatte ich aber eher in Seminaren oder Selbsthilfegruppen oder später Gemeinde gelernt/geübt/gewollt. Das geht im normalen Alltag halt auch nicht, ist ja auch nicht überall Therapiegruppe. Und man muss auch sagen, dieses selbstanalytische emotionsoffenbarende Reden kann manchmal auch so ne Schwerfälligkeit mit sich bringen....manche Leute wollen auch einfach mal fun haben und spielen, hab ich so gemerkt. Einmal war ich auch in ner Klinik und überall waren so depressive Murmelgruppen auf den Gängen, da ging mir das selber mal total auf den Senkel, bzw das war wie so ein Spiegel. Hatte mich dann mit zwei Leuten zusammengetan die noch relativ lebensfroh waren und sich nicht ständig analysierten..ab und an ist ja was anderes.

#22264


Feuerschale
Zitat von Windy:
Wobei man hier noch nicht mal genau wissen kann ob ein Mann oder eine Frau den Text geschrieben hat. Papier läßt sich plagen, ist ein altes schwäbisches Sprichwort.

joah aber spielt für mich auch keine Rolle. Mensch mit Emotionen und Gedanken ist für mich nicht geschlechtsabhängig...

x 2 #22265


YellowFerrum
Zitat von Dunkelbunte:
Es ist Fake

Nirgendwo ist hier Fake. Abgesehen von offensichtlichen Beiträgen. Es gibt Dinge, die in deinem Leben vielleicht nicht vorkommen und die du deshalb zu misstrauisch betrachtest.

#22266


M
Zitat von Feuerschale:
Druck rauslassen ist aber doch auch nicht unbedingt die authentische Persönlichkeit?

Warum eigentlich nicht? "Authentisch" heißt im Prinzip nur "echt" in ihrer Exsistenz und hat grundlegend in sich keine Wertung.

Wenn du das auf eine Gesamtpersönlichkeit reduzierst wahrscheinlich nicht (ich habe auch nicht gesagt, dass das als einziger Wert dasteht, aber das Internet wird dafür gerne genutzt), aber als Teil einer jeden Persönlichkeit existent.

Authentisch heißt (zumindest für mich) nur, dass die Emotionen an und in sich da sind, einen Teil von mir ausmachen und ich denen einen angemessenen Raum gebe ohne die zu ignorieren, verdrängen, verfälschen oder aberkennen wollen. Und dazu gehören alle Emotionen, auch "schlechte" (was eigentlich im Endeffekt Emotionen sind die einen Mangel zeigen, der nich gedeckt bzw befriedigt wurde)

Zitat von Feuerschale:
Das mit den REaktionen und Emotionen nicht erleben ist halt meiner Meinung nach auch ein Vor und Nachteil.

Hat es natürlich, allerdings gibt es da zum einen das Überspielen/Verdrängen ("faken") und zum anderen das Akzeptieren und Selbstkontrolle.

Ich kann mich und meine Emotionen durchaus wahrnehmen - auch oder gerade die schlechten? - und mir bewusst vor Augen halten, dass ich diese habe. Die Frage ist dann nur wie ich (oder jeder andere für sich) damit umgehe. Verdränge ich die und schliesse die in einen Kerker? Dann hast du diew immernoch, lässt die abe rmit jeder einzelnen frustrierenden Situation anwachsen bis das kleine Übel zu einem Monster ranwächst und ständig damit zu tun h hast nach aussen ein Grinsen aufzusetzen und zu sagen "mir gehts gut". Was macht das auf Daue rmit dir und deinen Energiereserven?
Was bringt es dir ständig dieses "fdaken" aufrecht zu erhalten, wenn das kleine Monster in dir anschwillt und aus jeder Ritze nach aussen trieft und du immernoch grinsend dastehst und jedem sagst "mir gehts gut"? Irgendwann ist e sersichtlich, dass das nicht der Fall ist

Andersrum (mal etwas überspitzt beschrieben um den Kern zu verdeutlichen): akzeptiere das kleine miese Fellknäuel und mache es zu deinem Haustier. Knuddel es, hege es, pflege es, rede mit ihm und lerne es zu verstehen. Geb ihm den artgerechten Platz und angemessene Zeit um sich mal auszutoben, dann frisst es dich weniger von innen auf bis es zu einem unkontrollierbaren Monster ranwächst. Dannhast du die Kontrolle über dich selbst und kannst entsprechend mit dir umgehen. Ohne kaschieren zu müssen wer du wirklich bist. Oder welches Monster in dir steckt da du es erst garnicht zu einem unkontrollierbaren Ding heranwachsen lässt und es verstecken musst (also eine Maske aufsetzen musst während du von innen zerfressen wirst)

Im Endeffekt geht es dann ums Zulassen und dazu stehen. Egal ob gut oder schlecht.
Wer zu sich selbst stehen kann und Selbstakzeptanz übt braucht am Ende keine energieraubende Rolle spielen oder Maske tragen und kann auch andere eherals das akzeptieren wer die sind.
Wer uz sich und seinen Fehlern steht, reflektiert genug ist und ergründet brauch auch nicht unbedingt mit Scham leben oder denken, er/sie/es müsse sich für eine Eigenschaft schämen da die anderen so "perfekt" sind.
Warum? Weil mein Gegenüber die selbe Schei**e am Schuh kleben hat un dauch nicht unbedingt besser ist, egal wie sehr derjenige sich verbiegt und selbst darstellen möchte. Letztendlich kommt gerade dann das kleine Monster um die Ecke und sagt hallo. Und dann fällt die Maske sowieso

x 1 #22267


Dunkelbunte
Zitat von YellowFerrum:
Nirgendwo ist hier Fake. Abgesehen von offensichtlichen Beiträgen. Es gibt Dinge, die in deinem Leben vielleicht nicht vorkommen und die du deshalb ...

Ich verstehe das Bedürfnis nach "nicht stehenlassen" der Erkenntnis, die ja nunmal subjektiv ist, nicht.

Guck mal Windy, Misschmid und Feuerschale. Die teilen meine Meinung auch nicht oder nur teilweise. Bleiben bei sich selbst, teilen ihre Sicht. Ohne jede Kritik oder gar Angriff.

x 3 #22268


Feuerschale
Zitat von Marc_Sky:
Warum eigentlich nicht? "Authentisch" heißt im Prinzip nur "echt" in ihrer Exsistenz und hat grundlegend in sich keine Wertung.

Zitat:
Authentisch heißt (zumindest für mich) nur, dass die Emotionen an und in sich da sind, einen Teil von mir ausmachen und ich denen einen angemessenen Raum gebe ohne die zu ignorieren, verdrängen, verfälschen oder aberkennen wollen.

Moin,
in dem Punkt sehe ich es ähnlich, was authentisch ist.
Nur wenn ich dann die Verknüpfung zum internet sehe und dem Bsp. ich setze einen kompletten Fake Beitrag mit einer Fake Persönlichkeit auf (das Beispiel hatte ich vor Augen mit "Druck ablassen") und am Ende ihr Satz ätsch ätsch ihr doofen hässlichen degenerierten Menschen, um mal ein ganz plumpes Beispiel zu nennen, es geht auch weitaus subtiler;
dann glaube ich in diesem Szenario halt nicht, dass man an seinen echten Emotionen ist, sie fühlt, sie rauslässt.
Wobei da vielleicht GANZ im Hintergrund iwelche Emotionen zu dem ganzen antreiben.

Bei der Telefonseelsorge wo ich aktiv mitmachte hatten wir z B in der Supervision auch öfters die Frage, es gabe eine Masse an S*xanrufern...da ist die vordergründige Interaktion mit Ziel "ätsch reingelegt" oder auch "ich bekomme dann da was ich will unter Vorwand", aber es gibt dann auch hintergründige Motivationen, warum hat jemand es nötig sowas überhaupt auf diese Weise zu tun? Das Szenario was wir anfangs dargestellt bekommen haben, war fake und gespielt. Fing an von ich wurde gemobbt, auch meine Mutter hat mich geschlagen, aber sie hat mich auf den P* geschlagen und dann wurde das Szenario konkreter ect pp.
Zitat von Marc_Sky:
ich kann mich und meine Emotionen durchaus wahrnehmen - auch oder gerade die schlechten? - und mir bewusst vor Augen halten, dass ich diese habe. Die Frage ist dann nur wie ich (oder jeder andere für sich) damit umgehe. Verdränge ich die und schliesse die in einen Kerker?

Zitat:
Andersrum (mal etwas überspitzt beschrieben um den Kern zu verdeutlichen): akzeptiere das kleine miese Fellknäuel und mache es zu deinem Haustier. Knuddel es, hege es, pflege es, rede mit ihm und lerne es zu verstehen. Geb ihm den artgerechten Platz und angemessene Zeit um sich mal auszutoben, dann frisst es dich weniger von innen auf bis es zu einem unkontrollierbaren Monster ranwächst. Dannhast du die Kontrolle über dich selbst und kannst entsprechend mit dir umgehen. Ohne kaschieren zu müssen wer du wirklich bist.

Zitat:
Wer zu sich selbst stehen kann und Selbstakzeptanz übt braucht am Ende keine energieraubende Rolle spielen oder Maske tragen und kann auch andere eherals das akzeptieren wer die sind.
Wer uz sich und seinen Fehlern steht, reflektiert genug ist und ergründet brauch auch nicht unbedingt mit Scham leben oder denken, er/sie/es müsse sich für eine Eigenschaft schämen da die anderen so "perfekt" sind.

Bei diesen Sachen bin ich ja bei dir, das wäre für mich der "gerade Weg".
Und den Weg kenne ich auch, das KANN im internet auch mal eine Erfahrung sein, dass man sich öffnet, dann erkennt, aha passiert nichts oder sogar noch ein guter Anstoß dabei. Im Grunde ist das ja auch ein Weg in Therapie, Selbsthilfegruppe, Selbsterfahrung.

Aber es gibt auch Entwicklungsstadien und Mittel, da geht man nicht den geraden Weg, da verdrängt man, provoziert man, verstellt sich, führt andere an der Nase rum (meist so Jugendalter oder Leute die da steckengeblieben sind, Leute auf Dro. o ä). Und da denk ich, dass das internet auch eine große Spielwiese bietet....geht dann in Richtung Trollerei, Fakepersönlichkeiten....ggf. noch Persönlichkeiten ausleben, die man gerne hätte - statt Frau Mann sein oder sowas.....mal erleben wie es ist diese Rolle zu haben. Hintergründig mag da iwas dran echt sein, aber es ist auf andere Art so verdreht, dass eine echte Begegnung da mühsam ist.

#22269


Logo
Zwischen den Zeilen lesen bedeutet aber auch, dass jemand was zwischen den Zeilen vermitteln will.

Bestes und vielleicht auch einfach zu verstehendes Beispiel ist die Kabarettszene in der DDR.
Da wurde regelrecht Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen verschlüsselt, so dass es nur die Leute verstehen konnten, die eben zwischen den Zeilen lesen konnten und das zu können, war schon etwas, was den gelernten DDR-Bürger ausmachte.

Tonfall, Körpersprache, Kontext, Mimik, Beziehungsebene und auch die Bereitschaft der Zuschauer aktiv die versteckten Botschaften aufzunehmen, wurden ein Erfolgskonzept der Kommunikation, Unausgesprochenes, ja auch Verbotenes, trotzdem zu kommunizieren und wahr zu nehmen.

Leider entstand diese Fähigkeit unter dem Druck von Repressalien, wenn man direkt Kritik übte.

Heute denke ich, ja die alten Ossis können das noch, weil gelernt und der Rest ist eher auf emotionale und empathische Eigenschaften angewiesen, als Voraussetzung, dazu in der Lage zu sein.

Hier im Forum erlebt man es meistens in einer gänzlich anderen Richtung, nämlich Leute so versteckt anzugreifen, dass man selbst nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden kann oder versteckt hinter Ehrlichkeit und Meinungsfreiheit.

x 3 #22270


YellowFerrum
@Dunkelbunte Das verstehe ich einerseits, andererseits fällt es mir schwer, das stehen zu lassen, denn ich habe einen vollkommen anderen Eindruck.
Die Menschen sind eben unterschiedlich, manche reden sich alles von der Seele, manche reden nicht über ihre Probleme (wie ich), manche sehen ihre vorteilhaften Seiten zu häufig (auch ich), manche sind heute warmherzig und morgen unwirsch (auch ich). Aber einen Fake sehe ich deshalb ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, dass sich keiner anders darstellen kann als er ist.

x 1 #22271


Dunkelbunte
Zitat von YellowFerrum:
Aber einen Fake sehe ich deshalb ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, dass sich keiner anders darstellen kann als er ist.

Das beurteile ich nicht.
Ich beurteile oder bewerte nur, wenn ich die Realität 1000 % kenne. Weil ich den Menschen hinter dem User kennen lernen durfte. Privat.

Und bei ein paar hier durfte ich das und es liegen Welten zwischen dem was wirklich ist und war und dem, was hier gezeigt und geschrieben wird.

Und da sage ich "Fake".
Und auch so unnötig.
Sind wir hier weil wir perfekt sind? Nein. Also müssen und dürfen Unzulänglichkeiten ihren Platz haben. Finde ich.
Authentizität ist erfrischend ehrlich und sympathisch 😌

x 4 #22272


Logo
Fake hat für mich immer so den Beigeschmack, dass sich jemand absichtlich verstellt.
Mag ja auch für den einen oder anderen zutreffen.

Nur wenn man bedenkt, wo wir hier schreiben, kann eine Falschdarstellung der eigenen Persönlichkeit einfach darauf zurückzuführen sein, dass die Selbstsicht und Reflexion der eigenen Persönlichkeit gestört ist.

x 4 #22273


YellowFerrum
@Dunkelbunte Dann stimme ich dem zu, denn es basiert nicht auf Vermutungen, die man aus ein paar Sätzen hier bezieht, sondern aus dem, was du selbst erlebt hast.
Sicher will man immer das Bild im Kopf vervollständigen, um jemanden einschätzen zu können und unterliegt dann oft einem Trugschluss. Das passiert mir natürlich auch. Ich sehe ein Fake eher wie der Herr Logo; es muss ein absichtliches Vortäuschen sein. Manchmal ist es vielleicht so, dass man sich an guten Gedanken, Wünschen und Phantasien festhält, um über den Problemen zu stehen.

x 3 #22274


M
Zitat von Feuerschale:
Wobei da vielleicht GANZ im Hintergrund iwelche Emotionen zu dem ganzen antreiben.

Moin, ums mal wegen Kaffeemangel kurz zu fassen:

Was treibt einen Menschen wohl an andere zu erniedrigen? Wenn die Antwort geringer Selbstwertr(gefühl) ist: richtig.
Und wi ebekomme ich das auf einem einfachen Weg in ein anderes, "mir" (dem der erniedrigt) passendes Licht und Wohlgefühl zu rücken, ohne den anstrengenmden Weg zu gehen an mir selbs und meinem Leben zu arbeiten?
Richtig, ich erniedrige und reize andere soweit, dass die noch unter meinem Niveau landen. Somit fühle "ich" mich besser und habe "mein" Ziel auf dem Weg des geringsten Übels (Arbeit und Reflektion) erreicht.
Warum mache "ich" das? Weil "ich" selbst ein Trauma durch mangelnde/keine Aufmerksamkeit im engsten Familienkreis habe und eventuell auch Gewalt erfahren habe und auch nicht fähig bin Empathie zu fühlen (oder fühlen zu wollen, weil dann bei "mir" Emotionen getriggert werden, die ich verdränge - re das kleine Monster). So bekomme ich die Aufmerksamkeit, die mein verletztes (kindliches) Ich haben möchte (Anm.d.Red.: und das die Person eigentlich auch braucht, aber auf dem falschen Weg genereiert)
Und da "ich" im Internet auch niemandem ins Gesicht sehen muss und die Reaktionen/Entgleisungen (Betroffenheit, Trauer, Tränen, Schmerz) sehen muss und selbst dabei emotional getriggert werde mache "ich" das eben im Internet. Weil es ja "nur" Worte sind und die verletzen ja nicht, stimmts? (Achtung, ganz großes Ironie Schild - Worte sind schlimmer als jede Kugel aus einer Waffe) 😉

Das Beispielö Telefonseelsorge ist da eigentlch das gleiche Prinzip Mangel. S*exuelle Erniedrigung und trollen ist genauso Gang und Gäbe wie ra.ssiste Kommentare und Erbiedrigung, simpolke und derbe Beleidigungen, Sachverhalte falsch und bvewusst schädlich darstellen etc. Das Mittel heiligt den Zweck - auf welchem Weg das erreich wird is egal solange es funktioniert und das Grundproblem (Trauma, Mangel, Aufmerksamkeit) bedient und befriedigt.


Zitat von Feuerschale:
Im Grunde ist das ja auch ein Weg in Therapie, Selbsthilfegruppe, Selbsterfahrung.

Da solchge Leute ständig in Verdrägung lebenm reden die sich dementsprechendauch ein, dass die selbst nich das Problem haben sodern alle anderen und somit das auch ablehnen und oft nichtmal auf die Idee kommen das therapeutisch zu regeln.

x 1 #22275


M
Zitat von Logo:
Fake hat für mich immer so den Beigeschmack, dass sich jemand absichtlich verstellt.
Mag ja auch für den einen oder anderen zutreffen.

Genau das ist es was Fake bedeutet: sich verstelklen, eine Rolle spielen, eine Maske tragen, sich verstellen.
Das trifft nicht auf den einen oder anderen zu sondern ALLE.

Fake heisst aus dem englischen übersetzt nichts anderes als "unecht"

x 1 #22276


G
Zitat von Marc_Sky:
Was treibt einen Menschen wohl an andere zu erniedrigen?

Es könnte auch ein klein wenig Narzissmus dahinter stecken.

x 2 #22277

Mitglied werden - kostenlos & anonym

M
@Gedeon Ja allerdings äussert sich reiner Narzissmus etwas anders
In den Fällen wäre das eher eine gewisse Selbstverliebtheit/Selbstüberschätzung wenn es in die Richtung geht wo wir dann wieder bei Verdrängung mit Selbsttäuschung landen

#22278


YellowFerrum
Jeder trägt eine Fassade, eine Maske? Das mag wohl sein. Dient es zur Verfälschung des eigenen Ich? Ich glaube nicht, denn es gehört zum Ich und bildet einen Filter, mal als Schutzschicht, mal als Anpassung an eine Situation.

x 5 #22279


G
Zitat von Marc_Sky:
Ja allerdings äussert sich reiner Narzissmus etwas anders


Deswegen sagte ich ja auch

Zitat von Gedeon:
Es könnte auch ein klein wenig Narzissmus dahinter stecken.

#22280


A


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