Zitat von NeonPixie: Warum tut er das? von Lundy Bancroft ist das wichtigste Buch zu dem Thema. Bancroft hat jahrelang als Therapeut mit gewalttätigen und kontrollierenden Männern gearbeitet. Nicht mit den Opfern, sondern mit den Tätern. Das macht das Buch so wertvoll: Er erklärt von innen heraus, wie diese Männer denken, warum sie so handeln und warum Standard-Erklärungen wie "er kann nicht mit Gefühlen umgehen" oder "er hat selbst Trauma" oft zu kurz greifen. Sein zentrales Argument: Kontrollierendes Verhalten ist keine Krankheit, sondern eine Einstellung.
Das war für mich gestern so eine Erkenntnis, bzw Erinnerung.
Erinnerte mich auch kurz an einen Pastor, der sowohl Opferarbeit machte (Notfallhilfe, Einsatz nach Gewalt) und gleichzeitig in der Forensik Täterbetreuung machte.
Mein Leben war häufig von solchen Täter-Opfer Zirkeln bestimmt und dieses Hin und Her aus Erklärung, in Schutz nehmen, Verantwortung nehmen ist mir als Phase da auch bekannt.
Bis man halt merkt, der andere will und braucht das Machtverhalten, das ist kein Unfall und kein Fehler im System,
und man entscheidet sich dazu.
Eine andere Erkenntnis bzw mein eigener Wert von jung an ist "die Freiheit des einen hört da auf, wo die Freiheit des anderen anfängt". Steht im kompletten Widerspruch zu kontrollierenden Menschen....Mir ist das fremd.
Und noch eine Erkenntnis.....für mich hat es einen Wert, welche Entscheidungen Menschen treffen, nach welchen Werten sie leben.