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Sonnenzauber
@Mariebelle oh ja die Beichte hinter dem Vorhang 🙈 kenne ich mittlerweile nur noch aus Filmen 🙈

x 1 #20501


Azure
Zitat von Mariebelle:
Trau dich...uns ist nichts Menschliches fern...

Es ging mir hier nicht ums nicht trauen, sondern darum, dass man erkennt, dass das Stilmittel "repetetives Element" mitunter den Witzeerzähler mehr amüsiert als die Zuhörer. Lieber mal was Neues ausprobieren. Und dann gilt vielleicht auch wieder deine Aufforderung "Trau dich"

x 1 #20502


A


Erkenntnis des Tages

x 3


T
Zitat von Feuerschale:
Ich find das eigentlich ok...also bodenständig und gleich. Heißt ja auch nicht gleich die totale Selbstentwertung find ich. Ich denk das man ist ...


Hm, gerade das Gefühl, besonders zu sein, ist mMn kein überflüssiges Aufblasen, sondern im Gegenteil, ein wesentlicher Teil von Identität und Selbstwert.

Menschen brauchen ja iwi das Erleben, dass es etwas Einzigartiges an ihnen gibt. Sei es nun in ihrer Art zu denken, in ihrer Geschichte oder in den Spuren, die sie hinterlassen.
"Bodenständig und gleich" kann zwar Geborgenheit geben wie die Stasi, klar birgt dann aber auch die Gefahr von genereller Austauschbarkeit und Anpassungsdruck.

Wenn man Besonderheit damit abwertet, übersieht man vllt, dass Vielfalt und individuelle Eigenheiten überhaupt erst für die Entwicklung, Kreativität und den Fortschritt sorgen. Das Bedürfnis, nicht nur einer unter vielen zu sein, ist halt zutiefst menschlich und wenn alle darauf verzichten würden, bliebe mMn vom Menschen kaum etwas übrig.

x 3 #20503


hereingeschneit
Zitat von Tekton:
bliebe mMn vom Menschen kaum etwas übrig.

Oder aber es bliebe das übrig, was den Menschen eigentlich ausmachen sollte (womit er sich von den Tieren unterscheidet).


Zitat von Tekton:
Das Bedürfnis, nicht nur einer unter vielen zu sein, ist halt zutiefst menschlich und wenn alle darauf verzichten würden,

dann würde das Bedürfnis besonders zu sein übergehen in das Erkennen und in die Akzeptanz von Andersartigkeit. Es würde Rivalität und Neid wegfallen und es würde sich wandeln in gemeinsam statt gegeneinander.

x 2 #20504


T
Zitat von hereingeschneit:
Oder aber es bliebe das übrig, was den Menschen eigentlich ausmachen sollte (womit er sich von den Tieren unterscheidet). dann würde das ...


Versteh was du meinst, aber halt ich für ne marxistische Utopie einer edlen Gralssuche, die den Menschen verkennt, der wie jedes Lebewesen auch im ständigen Vergleich durch die belebte Konkurrenz steht.

Wärs anders, hättest du mir ja nicht widersprochen. Das Besondere definiert sich selbst durch Abgrenzung, nicht dadurch zu betonen, besonders zu sein.

x 1 #20505


N
Am Ar. hängt der Hammer.
Das ist ja wohl der Hammer.
Ich zeig Dir mal wo der Hammer hängt.

Ich liebe Redewendungen, die nicht jeder versteht.

#20506


Feuerschale
Zitat von Tekton:
Hm, gerade das Gefühl, besonders zu sein, ist mMn kein überflüssiges Aufblasen, sondern im Gegenteil, ein wesentlicher Teil von Identität und Selbstwert.

Menschen brauchen ja iwi das Erleben, dass es etwas Einzigartiges an ihnen gibt. Sei es nun in ihrer Art zu denken, in ihrer Geschichte oder in den Spuren, die sie hinterlassen.
"Bodenständig und gleich" kann zwar Geborgenheit geben wie die Stasi, klar birgt dann aber auch die Gefahr von genereller Austauschbarkeit und Anpassungsdruck.

Hm ok, von der Seite gesehen dann schon.
Also dass es Unterschiedlichkeit und Individualität gibt, genauso wie wenn es individuelle Entwicklungen gibt oder auch nicht jede Beziehung zu jedem Menschen oder Tier gleich ist. Ich hab hier z B eine Katze und wie sie sich verhält, wie sie sich mit mir verhält und wie wir gemeinsam interagieren, das ist auch besonders. Da könnte ne andere schöne Katze kommen und die guckt mich vielleicht nur doof an und reagiert auf nix, bzw die hat andere Menschen mit denen sie was besonderes hat.

Vielleicht hatte ich mit dem besonders sein sowas im Kopf wie so ne Art Diva sein oder sich über andere Menschen erheben, sodass es dann des guten zuviel ist. Also die negative Eigenschaft davon.

Hatte mal auch so nen Spruch gelesen der mir dazu gefällt, der ging in etwa so "in vielen Dingen bist du wie alle Menschen;
in manchen Dingen bist du wie einige Menschen; und dann gibt es Dinge, da bist du wie kein anderer Mensch". Das läuft dann vielleicht alles so parallel/synchron und gilt am Ende aber auch für alle Menschen denk ich. Ob alle dann aber ihr Potential erreichen, weiß ich auch nicht.

x 1 #20507


hereingeschneit
Zitat von Tekton:
Das Besondere definiert sich selbst durch Abgrenzung, nicht dadurch zu betonen, besonders zu sein.

Es gibt Menschen, die sind besonders, einfach weil sie es sind ohne dass sie es wollen.

Wenn ein Bedürfnis besteht, besonders zu sein, dann richtet man seine Taten und seine Gedanken danach aus, es zu werden. Dadurch entsteht eben Neid und Rivalität. Der ist besser wie ich, also bin ich schon wieder nicht besonders.

Aber ich gebe dir Recht, dass es eine Utopie ist, dass alle Menschen dieses Bedürfnis los lassen. Man kann das nur für sich selbst entscheiden.

Ich für meinen Teil denke, dass sowieso jeder etwas Besonderes ist. Keiner gleicht dem anderen. Es sind nur unsere Bewertungen, die diese Besonderheit in gut und schlecht einordnen und somit manche Besonderheiten eben nicht als besonders (gut) empfunden werden, sie nicht ausreichen um besonders zu sein. verrueckt Laughing

Deshalb finde ich es sinnvoller nicht besonders, sondern anders zu nennen.


Zitat von Tekton:
Wärs anders, hättest du mir ja nicht widersprochen.

Die Aufgabe eines Bedürfnisses bedeutet doch nicht, dass alles im Gleichklang ist. Man kann doch trotzdem voneinander lernen, sich austauschen. Solange es nicht ums Recht haben geht, sich in den Mittelpunkt stellen möchte, besonders sein möchte.


Zitat von Tekton:
Das Besondere definiert sich selbst durch Abgrenzung, nicht dadurch zu betonen, besonders zu sein.

und somit stimme ich hier auch nicht zu. Wenn ich mich z. B. abgrenze, dass jemand mich nicht anfassen soll, dann mache ich das bestimmt nicht, weil ich etwas Besonderes sein möchte.

Etwas Besonderes ist für mich etwas, was sich von anderen abhebt, unterscheidet. Es ist die erste Stufe einer Siegertreppe. Es ist die Creme ala Creme (schreibt man wahrscheinlich anders) Es ist etwas, was sich durch irgendwas hervorhebt, nicht der Norm entspricht.


Ach jetzt könnte ich noch einiges mehr schreiben, aber habe keine Lust mehr. Wahrscheinlich würde ich mich eh nur selbst verwirren. 😅 Außerdem will ich dich ja nicht überzeugen, will nicht Recht haben, wollte nur einen Gedanken einwerfen. 🤭

x 2 #20508


Feuerschale
Hallo, also bei den letzten Sätzen kann ich nicht ganz folgen, aber das hier empfinde ich auch so
Zitat von hereingeschneit:
Deshalb finde ich es sinnvoller nicht besonders, sondern anders zu nennen.


Zitat von hereingeschneit:
Die Aufgabe eines Bedürfnisses bedeutet doch nicht, dass alles im Gleichklang ist. Man kann doch trotzdem voneinander lernen, sich austauschen. Solange es nicht ums Recht haben geht, sich in den Mittelpunkt stellen möchte, besonders sein möchte.


Also ein angestrengtes Besonders sein ist sicher keins, sondern eher Schauspiel...irgendne Ego Show.
Aber das anders sein das ist natürlich...sieht man eigentlich auch in der Natur, kein Tier (derselben Art) gleicht dem anderen, es gibt auch im Tierreich z B immer mal Homose*ualität usw....

Das Bewerten ist dann irgendwie wieder menschlich, vor allem das Abwerten oder was über und unterordnen.

Recht haben kann auch ziemlich anstrengend sein, vermutlich ist es dann so ein Ringen darum, wer das Sagen hat und wo es langgeht, das will ja die Unterschiede auch wieder ausmerzen dann iwie.

x 1 #20509


Feuerschale
Zitat von NoNameUser:
Ich liebe Redewendungen, die nicht jeder versteht.

Die versteht man doch eigentlich ganz gut 🤔 Wurden in meiner Jugend zumindest auch oft genutzt...ok, was sie genau bedeuten wortwörtlich hab ich mir so keine Gedanken gemacht, aber was sie sagen wollten, das war ja klar.

#20510


T
@hereingeschneit

OK, also ist der Begriff "besonders" für dich quasi ein Label für "besser"? Weil du schreibst von Siegertreppchen, herVORheben, KremS delah KremS, Krupps de la Krupps, also elitär.

So deute ich den Begriff nicht.
Für mich ist zB auch eine Katze besonders. Oder ein Blatt oder eine Wolke. Sie fällt halt auf, aber deswegen ist sie nicht besser oder größer. Eher Speziell. Eigenartig. Unkonventionell.

x 2 #20511


hereingeschneit
Zitat von Tekton:
OK, also ist der Begriff "besonders" für dich quasi ein Label für "besser"?

Nicht nur, es ist ein abheben von der Norm.

Zitat von Tekton:
Für mich ist zB auch eine Katze besonders. Oder ein Blatt oder eine Wolke.

Warum? Eine Katze ist eine Katze, ein Blatt ein Blatt und eine Wolke eine Wolke. Ist jetzt jede Katze, Blatt, Wolke besonders oder nur eine bestimmte, die irgendein besonderes Merkmal hat. Eine besondere Form, ein bestimmter Fleck, ein bestimmtes Verhalten, dass es für dich besonders macht. Also:


Zitat von Tekton:
Eher Speziell. Eigenartig. Unkonventionell.



Aber, ich bin mir sicher, dass die Katze, das Blatt und die Wolke es nicht darauf angelegt haben besonders zu sein.

Es geht ja eigentlich auch gar nicht darum, ob es jetzt Besonders gibt, sondern darum, wie es sich auf die Menschheit auswirkt, dass Menschen das Bedürfnis haben, besonders zu sein. Das war doch die Ausgangslage, wo ich mich eingeklinkt habe.

Du hast gesagt, dass es notwendig ist, damit es Kreativität und Fortschritt gibt, und ich sage, dass man es dafür nicht braucht. Das gäbe es auch, auch wenn der Mensch dieses Bedürfnis nicht hätte.

x 2 #20512


T
Zitat von hereingeschneit:
Das gäbe es auch, auch wenn der Mensch dieses Bedürfnis nicht hätte.


Der Mensch hat dieses Bedürfnis aber, weil er ein soziales Tier ist.

Wir sind eben nichts besseres als Primaten, nur weil wir uns in unserer Selbstüberschätzung iwelche theologischen Konzepte ausdenken, die den Menschen als Spezies negieren und ihn damit erst zu etwas besseren machen möchten.

Besser als andere Tiere.
Sind wir aber nicht.
Auch nicht mit irgendeiner verschwurbelten Moral.

x 1 #20513


hereingeschneit
Zitat von Tekton:
Der Mensch hat dieses Bedürfnis aber,

Nicht jeder Mensch, aber sehr viele.

x 1 #20514


N
Zitat von Feuerschale:
Die versteht man doch eigentlich ganz gut 🤔 Wurden in meiner Jugend zumindest auch oft genutzt...ok, was sie genau bedeuten wortwörtlich hab ich mir so keine Gedanken gemacht, aber was sie sagen wollten, das war ja klar.

Das ist regional verschieden.
Was bedeutet für dich * Am Ar. hängt der Hammer * ? (nicht googlen Finger )
Nur so in etwa sinngemäß...

#20515


T
Zitat von hereingeschneit:
Aber, ich bin mir sicher, dass die Katze, das Blatt und die Wolke es nicht darauf angelegt haben besonders zu sein.


Das ist richtig. Aber deshalb ist es nicht kategorisch falsch, besonders sein zu wollen und damit eine eigene Identität zu schaffen, die sich abgrenzt.

Der Kapitalismus funktioniert ja genau deshalb so gut als Absatztheorie - weil sich der Mensch untereinander abgrenzen möchte und bereit ist, dafür viel Geld auszugeben. Wer keine besondere Persönlichkeit hat, braucht eben Lachs aufm Teller.

Für kommunistische Tendenzen müsste der Mensch mMn aufhören Mensch zu sein, denn wie schlecht das als Mensch funktioniert hat, hat man ja damals in der DDR gesehen. Oder im gesamten Ostblock.

Alles was irgendwie auch nur ein bisschen Ausdruck der eigenen Identität war, wurde aufgesogen. Das Hosenbein mal ganz mutig hochgekrempelt, das Telefon war was besonderes, nicht Trabi, sondern Lada fahren usw usf.

Es gab natürlich auch Menschen, die sich stromlinienförmig gemacht haben, aber ob die damit glücklich waren? Also mein Vater hat auch in Uniform noch Äpfel geklaut. So viel Identität wollte er sich behalten.

#20516


Windy
Die Seele hat bei mir immer das letzte Wort.

#20517

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hereingeschneit
Zitat von Tekton:
Aber deshalb ist es nicht kategorisch falsch, besonders sein zu wollen

Habe ich auch nie behauptet.


Zitat von Tekton:
Es gab natürlich auch Menschen, die sich stromlinienförmig gemacht haben, aber ob die damit glücklich waren?

Ich glaube du verwechselst da was. Es ist ein Unterschied, ob man besonders sein möchte (dann arbeitet man daran, hat ein Ziel im Auge, will in irgendwas besser, anders sein als andere, will sich in irgendeiner Weise hervorheben) oder ob man es einfach ist. Man ist so, wie man sein möchte, nicht weil man sich in irgendeiner Weise abgrenzen möchte, sondern einfach, weil es dem entspricht, was man für gut und richtig hält. Ob man dann von anderen als Besonders wahrgenommen wird, das liegt dann ja nicht in unserer Hand.

Besonders sein wollen = abhängig von den Bewertungen von anderen
Besonders zu sein = das zu leben, was für einen selbst wichtig ist

x 2 #20518


T
Zitat von hereingeschneit:
Es ist ein Unterschied, ob man besonders sein möchte (dann arbeitet man daran, hat ein Ziel im Auge, will in irgendwas besser, anders sein als andere, will sich in irgendeiner Weise hervorheben) oder ob man es einfach ist


Logisch.

Zitat von hereingeschneit:
Besonders sein wollen = abhängig von den Bewertungen von anderen
Besonders zu sein = das zu leben, was für einen selbst wichtig ist


Du bist aber als Mensch abhängig von der Bewertung durch andere. Das ist psychosoziales Verhalten.

Das beginnt bereits als Kleinkind durch die Triangulation vom Selbstwert durch die Eltern. Gruppenzugehörigkeit, Akzeptanzverhalten usw.

Meiner Meinung nach kann sich da spirituell unter vielen Steinen versteckt werden, um vor sich selbst als Mensch zu fliehen, aber psychologisch ist das für mich wie die Alko.holsucht - der Wahrheit, ein Tier zu sein, das leiden kann, nicht ins Auge blicken zu wollen.

x 1 #20519


Feuerschale
Zitat von NoNameUser:
Das ist regional verschieden. Was bedeutet für dich * Am Ar. hängt der Hammer * ? (nicht googlen Finger ) Nur so in etwa sinngemäß...

Na eher sowas in die Richtung du hast sie wohl nicht alle / dir gehts zu gut oder sowas. Und bei dir/ eurer Region so?

x 1 #20520


A


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