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Hi,ich bin noch nicht lange hier und suche Leute denen es vieleicht ähnlich geht wie mir.Ich habe Soziale Phobie.

11.06.2009 19:35 • 30.06.2009 #1


17 Antworten ↓


Meli77de
Hi Mitleidender,

ja.

Also, hatte bis 2005 das volle Programm: Esstörung, Angststörung mit Agoraphobie, mittelgradige depressive Episode, soziale Phobie.
Die soziale Phobie war damals so schlimm, dass ich mal in einen Schrank klettern wollte, als es an der Haustür geklingelt hat...

Nach 5 Wochen stationärem Aufenthalt und 1 1/2 Jahren amb. Therapie war ich bis Anfang des Jahres ziemlich gut drauf.
Leider hatte ich einen Rückfall und kämpfe derzeit wieder mit Depris und Angst.

Viele Grüße
Meli

11.06.2009 22:10 • #2



Hi,ist hier jemand aus dem Kreis Aachen?

x 3


Hi,Meli!
Danke für deine Meldung.
Ich finde es sehr beruhigend,das ich soviele aufbauende Antworten bekomme.Ich fange gerade erst an mich meiner Depression zu stellen.
Hast du während deiner behandlung auch Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht Wie schlimm ist denn dein Rückfall?Ist dein Zustand jetzt wieder so wie vor der ersten Behandlung?

Freue mich auf mehr infos

12.06.2009 00:10 • #3


Meli77de
Hallo Mitleidender,

kenne - leider - bislang 4 Medis.
2001/2002 (so lange hantier ich eigentlich schon damit ... habe mit 14/15 den Sch**** mit Esstörungen angefangen) habe ich Paroxetin genommen. Hat mir gut geholfen, kaum Nebenwirkungen. Konnte mich über nix mehr aufregen, aber leider auch über nix mehr freuen Habs dann abgtesetzt.
2004-2006 (da wars am schlimmsten, war 2005 auch 5 Wochen stationär) habe ich citalopram genommen, hat mir sehr gut geholfen. Kaum Nebenwirkungen. Vertrage es nach einer heftigsten Wechselwirkung mit MCP Tropfen im März diesen Jahres irgendwie nicht mehr, schade eigentlich....
Habe im Moment Tavor als Notfallmedi und seit 5 Tagen habe ich mit Insidon angefangen. Kann da noch nicht viel zu sagen, außer dass es mich etwas müde macht...

Nein, zum Glück bin ich nicht wieder bei Null. Das mit den Esstörungen und der sozialen Phobie habe ich jetzt nicht. Hantier eben mit fast permanenter Unruhe, Paniks und Depris....da seit Beginn Insidon auch einige körperlichen Wehwehchen aufgehört haben, scheint jetzt wohl noch was psychosomatisches da zu sein.
Mehr dazu erfahre ich am 18. - also nächsten Donnerstag. Hab da Termin in einer Neuro-Psychiatrischen Praxis.

Bist Du denn das erste Mal erkrankt? Und wie lange hast Du es schon? Meistens kann man ja ganz gut einschätzen, wann die ganze Misere so angefangen hat....

Viele Grüße Meli

13.06.2009 19:00 • #4


Hi,Meli!
Ich nehme auch Citalopram seit drei Wochen aber bin noch beim dosieren 10,20 und seit heute 30mg.Mein arzt meinte ich kann jetzt erst langsam eine Wirkung erwarten.Ich hoffe die kommt jetzt bald sonst kann ich mein Studium vergessen.Ich bin total Antriebslos und hab eine wahnsinns Kontaktangst.
Wie lange ich Sozial Phobie schon habe oder ob das die einzige erkrankung ist die ich habe,kann ich nicht genau sagen.Ich war noch bei keinem Therapeut.
Ich war immerschon extrem Schüchtern aber seit ich vor einem halben Jahr von Meinem Hausarzt erfahren habe das ich Schilddrüsenunterfunktion habe bin ich mir sicher das dies der Auslöser für meine Sozialangst und die spätere Depression war.
Also aus dem Gefühl würde ich sagen das ich Sozial Phobie habe seit ich klein war,also ca.20 Jahre.Aber Depressiv hat es mich erst später gemacht,ungefähr vor 6-7Jahren.

13.06.2009 22:35 • #5


Meli77de
Hi,

ja, so langsam kannst Du eine Wirkung vom Citalopram erwarten. Ich glaube bei mir hat es damals so ca. 4 Wochen gedauert. Die ersten 1-2 Wochen hatte ich allerdings höllische Kopfweh.

Warum warst Du noch nicht beim Therapeuten? Wäre ziemlich wichtig, finde ich. Fange gerade auch wieder mit Therapie an. Es gibt Momente im Leben, in denen man ohne fremde Hilfe wohl nicht weiter kommt. Und das ist völlig okey, sich dann Hilfe zu holen.
Soziale Phobie hat viel mit Angst vor Ablehnung zu tun. Da ich Verhaltenstherapie gemacht habe und wieder mache, habe ich das nur mit üben,üben,üben und Konfrontation in den Griff gekriegt. Zum Ende der letzten Therapie habe ich sogar fremde Leute auf der Straße um Geld angebettelt.
Das schlimmste war aber, als mir jemand tatsächlich Geld gegeben hat. Da habe ich mich echt jämmerlich gefühlt.
Insgesamt hat mir die Übung viel gebracht! Wie gesagt, war aber beinahe der Höhepunkt in der Therapie.

6-7 Jahre Depris sind Anlass genug, mal einen Therapeuten aufzusuchen.

Gut, dass es Dir mit Citalopram bald besser gehen wird. Die kannst Du auch ruhig eine ganze Zeit nehmen. Habe sie damals etwa 18 Monate lang genommen.
Nur dauerhaft wird dies keine Lösung sein.

Viele Grüße Meli

14.06.2009 13:30 • #6


Hi,Meli!

Ich weiß das es mir bestimmt helfen würde zu einem Therapeuten zu gehen,aber ich hatte bis jetzt nichtmal genug Antrieb um einen zu suchen.Ich lebe im Moment eigentlich nur total passiv.Ich wäre unendlich glücklich wenn das Citalopram mich wenigstens soweit stärkt das mein Grübelzwang aufhöhrt und ich wieder endschlossener bin.
Die Übung mit dem Geld betteln höhrt sich peinlich an.
Aber ich hab auch schonmal gelesen das mann in der Therapie solche Übungen macht.
Kannst du mir noch schreiben welche dosierung Citalopram bei welchem Körpergewicht genommen hast?

Viele Grüße Mitleidender

14.06.2009 18:42 • #7


Meli77de
... Kommt drauf an, was du für eine Therapie machst. Es gibt neben Verhaltenstherapie noch die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Therapie.

Aber gerne: ich habe mit 10 mg angefangen ca. 2 Wochen lang. Hatte dann bis 40mg erhöht und war letztendlich auf 30mg eingestellt bei einem Gewicht von damals ca. 75kg.

14.06.2009 19:19 • #8


Hi!

Ich glaube bei Sozial Phobie ist eine Verhaltenstherapie angebracht oder?
Hast du auch erfahrung mit Grübelzwang und hast du das bei dir geheilt?

Danke für die Auskunft zu Citalopram.Ich nehme ja jetzt 30mg bei 80kg Gewicht,also könnte es eigentlich wirken.

Gruß Mitleidender

14.06.2009 21:26 • #9


Meli77de
Hi,

welche Therapie gut ist, liegt bei jedem selber und vor allem an der Erkrankung und an der Entstehung der Krankheit.
Das wäre was Du zum Beispiel mit Therapeuten besprechen könntest...

Tja, Grübelzwang. Habe in der stationären Therapie die Technik Grübelstuhl gelernt.
Aaalso, Du kannst es gut googlen. Ich habe gelernt bei den so geliebten Grübelketten (habe da in der Klinik sogar ein Bild dazu gemalt

Viele Grüße Meli

16.06.2009 22:40 • #10


Hi,Meli!

Danke für den Grübel Tip.Ich werde das mal versuchen.Vieleicht hilft es ja ein weiter.
Hoffe bei dir läufts positiv.Ich wünsch dir alles gute.

21.06.2009 19:02 • #11


Meli77de
Hi,

den Grübelstuhl schon ausprobiert?

Bei mir läufts gerade heute nicht so doll. Hab zusätzlich vom Psychiater noch Trevilor verschrieben bekommen. Habe es heute das erste Mal genau nach Packungsanweisung genommen. Die Nebenwirkungen waren verheerend!
Hab nächste Woche beim Doc noch mal einen Termin. Bis dahin lass ich das lieber bleiben.

Viele Grüße Meli

23.06.2009 22:41 • #12


Hi,Meli!

Habe den Grübelstuhl noch nicht wirklich ausprobiert.Aber das ist ja schließlich mein Problem,ich habe ständig gute Vorsätze und Pläne aber kann garnichts davon umsetzen.Im Moment versuche ich den Grübelzwang auszuschalten wenn ich schlafen will.
Ich habe auch schon Trevilor genommen,aber nur drei Wochen.Hatte nur mäßige Nebenwirkungen und keinen Nutzen.
Weißt du denn warum es dir nicht so dolle geht,oder kommt das aus heiterem Himmel.
Ich drück dich gruss Mitleidender

24.06.2009 01:30 • #13


Meli77de
Hi Mitleidender!

Zitat:
ich habe ständig gute Vorsätze und Pläne aber kann garnichts davon umsetzen.Im Moment versuche ich den Grübelzwang auszuschalten wenn ich schlafen will.

Versuch es mit ganz kleinen Schritten und schaffbaren Vorsätzen. Meist ist die Erwartung an einen selbst viel zu groß und wenn man dann "versagt" kommt wieder das Grübeln: warum hab ich das jetzt nicht geschafft? Etc.

Also, ich habe nur die eine Trevilor genommen und davon Abstand genommen erstmal. Ich kann damit definitiv nicht arbeiten gehen.
Zitat:
Weißt du denn warum es dir nicht so dolle geht,oder kommt das aus heiterem Himmel


Seh mal in der Kummerecke unter "Leben ordnen - aber wie?" nach.
Ich glaube, das beantwortet so einiges.
Ich habe mir zu viel aufgebürdet die letzten Monate, dachte, alle würden dass als normal erwarten. Schaff ich aber nicht und fühle mich als Versager. Selbstbewußtsein im Moment bei fast null....

LG Meli

24.06.2009 22:43 • #14


Hi,Meli!

Was meinst du denn mit:
Ich habe mir zu viel aufgebürdet die letzten Monate, dachte, alle würden dass als normal erwarten. Schaff ich aber nicht und fühle mich als Versager. Selbstbewußtsein im Moment bei fast null....

Das höhrt sich nach Workaholic an.Stehst du unter Leistungsdruck?
Zum Selbstbewustsein kann ich im Moment auch nur sagen,das ist ein Buch mit sieben Siegeln.
Ich bin mitlerweile bei mir der Meinung,das es nur was mit meinem Gehirnstoffwechsel zu tuhen hat.Ich beschäftige mich schon Jahre mit Selbsthilfeliteratur und es ist mir auch sachlich sehr einleuchtend,aber wirklich stark macht es mich nicht.

25.06.2009 19:19 • #15


Meli77de
Zitat von Mitleidender:

Was meinst du denn mit:
Ich habe mir zu viel aufgebürdet die letzten Monate, dachte, alle würden dass als normal erwarten. Schaff ich aber nicht und fühle mich als Versager. Selbstbewußtsein im Moment bei fast null....

Hab mich letztes Jahr im März von meinem langjährigen Freund getrennt. Habe Haus und ne Menge Schulden behalten, dazu drei Katzen die allesamt u.a. wegen Krankheit viel Arbeit machen und viel kosten.
Bin für meine reguläre Arbeit pro Woche ca. 50 Stunden insgesamt unterwegs. Die Katzen und das Haus machen nochmal ca. 7 Stunden. Damit ich finanziell über die Runden komme, gehe ich noch bei meiner Großmutter aushelfen. Nochmals Zeit weg...
Es gibt Tage, an denen stehe ich um 5:20 auf (das 5x die Woche) und kann mich abends erst nach 20 Uhr mal setzen. Das meine ich mit zu viel aufgebürdet Meine Eltern finden das total normal und selbstverständlich, schütteln nur den Kopf, wenn ich mal meckere.
Ich selber fühle mich als Versager, wenn ich das alles mal nicht so schaffe, wie ich es vorhatte. Das kleinste Unvorhergesehene bringt mich total aus der Bahn.....

Zitat:
Ich bin mitlerweile bei mir der Meinung,das es nur was mit meinem Gehirnstoffwechsel zu tuhen hat.


Viele psychische Probleme haben was mit Gehirnstoffwechsel zu tun und genau da greifen die Psychopharmaka ein.

Wie geht es Dir denn derzeit?

LG Meli[/quote]

28.06.2009 14:47 • #16


Hi,Meli!

Höhrt sich echt viel an,was du an Verpflichtungen hast.Wenn deine Eltern das normal finden obwohl du über den Stress klagst dann könnte es sein das du deine Beschwerden nicht ernsthaft genug rüberbringst.Vieleicht möchtest du einerseits verständniss aber andererseits willst du keinem zur last fallen.
Sei einfach mal ein bisschen gewissenloser.Wenn ich mich besonders unter Druck gesetzt fühle,wie vor einer wichtigen Prüfung oder schweren Situation,dann sage ich mir einfach das leben ist nur wie ein Spiel.Damit meine ich,ich versuche meine Situation von einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Mir gehts im Moment auch nicht gut.Meine Freundin hat sich vor einem Monat von mir getrennt.Das Citalopram das ich seit fünf Wochen nehme wirkt immer noch nicht und ich bin total Antriebslos.Habe jetzt bald Semesterprüfungen und weiss nicht wie ich die überstehen soll.

28.06.2009 22:02 • #17


Meli77de
Zitat von Mitleidender:
Hi,Meli!

Vieleicht möchtest du einerseits verständniss aber andererseits willst du keinem zur last fallen.

Da hast Du Recht. Ich kann mich sehr schlecht jemandem "zumuten", da bekomm ich direkt ein schlechtes Gewissen

Zitat:
Mir gehts im Moment auch nicht gut.Meine Freundin hat sich vor einem Monat von mir getrennt.
Das tut mir sehr leid für Dich! Trennung ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Geb Dir mit der Verarbeitung mehr Zeit, in einem Monat kannst Du noch nicht viel verarbeiten. Sei geduldig mit Dir!

Zitat:
Citalopram das ich seit fünf Wochen nehme wirkt immer noch nicht

Müsste aber so langsam...sprech den Doc nochmal drauf an!

Viele Grüße Meli

30.06.2009 21:42 • #18



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