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Hallo,

ich (42 J. )habe seit ca. drei Monaten Durchfall, erst nur breiig, dann dünnflüssig mit Gespritze. Zwischendurch war es sogar mal eine Woche ganz normal, nur sehr viele Blähungen abends nach Hotel-Essen.

Jetzt aber wieder jeden Morgen 1 - 2x Durchfall, ganz dünn - nicht wässrig. Blut oder Schleim kann ich nicht feststellen. Alle bisherigen Untersuchungen (Stuhl, Blut) haben nichts ergeben. Jetzt soll eine Darmspiegelung gemacht werden.

Ich habe panische Angst, Darmkrebs zu haben.

Gibt es irgendwelche unterschiedlichen Symptome bei Darmkrebs oder Reizdarm? Irgendetwas mit dem ich mich beruhigen kann. Oder wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es was bösartiges ist.

Tagsüber geht es mir ganz gut. Nur momentan habe ich leichte Schmerzen in der linken Seite, aber eher in der Leistengegend, etwas drüber. Können das schon Metastasen sein, die drücken?

Wie fängt ein Reizdarm an? Ganz plötzlich?

Ich hoffe, Ihr könnt mir hier helfen mit meinen vielen Fragen und der Angst.

Vielen Dank

Gelisa

23.02.2005 22:18 • 26.05.2012 #1


19 Antworten ↓


Hallo Gelisa,

evt. beruhigt dich, dass ich breiigen Stuhlgang seit Jahren kenne, der dann aber auch mal wieder eine Zeit normal ist.
Extrem breiig ist er bei mir seit einigen Wochen wieder und seit dem Wochenénde zunehmend krampfig und seit 2 Tagen dünn mit "Gespritze" wie du es beschrebst. Die Panik mit Darmkrebs kenne ich allzugut, trotzdem drücke ich mich vor einer Darmspiegelung Rede mich dann heraus, dass ich ja eigentlich seit Jahren diese Beschwerden in regelmäßigen Abständen habe, obwohl es mich jedesmal wenn es denn wieder so arg ist in die gleiche Panik versetzt
Dann kommen auch Gedanken an Morbus Chron oder Colitis Ulcerosa...

Ich könne grad auch nur heulen, weil ich unbedingt wieder fit werden muß und grad mal wieder auf 48 Kilo runter bin...

Ich glaube also nicht dass du etwas Bösartiges hast, aber geh auf jeden Fall zur Spiegelung, mach es besser als ich ...

LG Erdbeere

23.02.2005 22:34 • #2



Reizdarm oder Darmkrebs - riesige Angst!

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Zitat:

Folgende Beschwerden können im Zusammenhang mit Darmkrebs stehen:

+ Blutauflagerungen auf dem Stuhl
+ Darmkrämpfe
+ Wechsel zwischen Durchfällen und Verstopfung
+ Änderungen der Stuhlgewohnheiten
+ Blähungen
+ Schmerzen
+ Häufige "falsche Freunde" (ungewollter Abgang von Stuhl bei Blähungen)
+ Unerklärliche Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit

Außerdem wird untersucht, ob Metastasen - also Absiedlungen - in den Beckenlymphknoten oder in anderen Organen wie Leber oder Lunge vorhanden sind. Dazu müssen alle Lymphknoten untersucht werden. Wenn sich an anderen Stellen metastasen gebildet haben sollten ist ein sog. StreuKrebs

Da die Veränderungen bei Darmkrebs oft nur langsam eintreten, bemerken viele Patienten die Erkrankung kaum. So berichten nur etwa 12% der Betroffenen von Änderung der Stuhlgewohnheiten und von "Bauchschmerzen". Blutauflagerungen auf dem Stuhl können das einzige Frühzeichen von Darmkrebs sein und sollten in jedem Fall genau abgeklärt werden.





LINKS zu Darmkrebs:






LINKS zu Darmspiegelung:




24.02.2005 09:42 • x 1 #3


Lass doch bitte in diesem Fall die Posterei von irgendwelchen Diagnose/Symptomlisten....ich erklär Dir auch warum...
wenn jemand eh schon Angst hat, eine bestimmte
Krankheit zu haben, sind solche Links einfach
nur Streichholz und Raketentreibstoff für *beep* Panik.
Dann zwackts hier und da plötzlich mehr und
man findet an sich garantiert mindestens noch
zwei Symptome, die EINDEUTIGT Hinweise für...
(hier gewünschte Seuche eintragen) sind,

Man kann "wunderbare" Dinge im Netz finden und lesen,
zum Beispiel die tragische Geschichte von Oberarzt
einer Krebsambulanz, der seinen eigenen Darmkrebs
nicht bemerkte und jämmerlich dran vereckte oder von Leuten die plötzlich einenperforierten Darm wg. Morbus Crohn hatten, aber eigentlich nie Durchfall.

Undsoweiterundsofort...

Grüße
light!

24.02.2005 11:02 • x 3 #4


Nur die Ruhe!

Zunächst mal: Darmspiegelungen sind nicht schlimm.
Man macht ein Schlummerchen und kriegt sofort
danach das Ergebnis, ob etwas zu sehen war.
Die Gewebeprobe ist in der Regel zwei Tage
später ausgewertet. Ausserdem ist die
Spiegelung ein sicheres Instrument um
gefährliche Erkrankungen auszuschließen.

Wenn Blut und Stuhl unaufällig waren, ist das schon
mal ein gutes Zeichen.

Morgens Durchfall haben hier übrigens viele und
ja... RD kann man ganz plötzlich kriegen.

Ansonsten kommen für Dauerdurchfall viele
"Übeltäter" in Frage... Pilze, Bakterien, Unverträglichkeiten...

Und noch eine persönliche Bitte, weil ich genau weiß
wie der Hase bei so etwas läuft: Bitte, bitte ignoriere
die Links, die Tura vermutlich im besten Wissen und
Gewissen gepostet hat. Ich habe dort auch erklärt
warum.

Lenk Dich ab, mach ein paar schöne Sachen
während Du auf die Spiegelung wartest und lass
uns wissen was 'rausgekommen ist.

Grüße
light!

24.02.2005 11:16 • #5


Hallo Gelisa!

Also bei mir wurde Reizdarm im Dezember diagnostiziert! Meine Oma ist letzten Sommer an Brustkrebs erkrankt und da sollten sich die zweit Verwanten untersuchen lassen. (Hab ich mal gelessen) und ich bekam auch Panik (Im sommer wuste ich ja noch nichts vom Reizdarm) und hatte ja seit 1 1/2 Jahren sehr oft Durchfall, Stärkere Bauchkrämpfe, ... ich hatte riesen Schiß vor der Ersten Untersuchung beim Facharzt und erzählte ihm vom Krebs in der Familie. ich wurde untersucht (allerdings ohne Darmspiegelung, die hab ich morgen) und es war kein Blut im Stuhl und sonstiges führte alles auf den Reizdarm hin. Er versicherte mir das ich mich wegen Krebs keine Sorgen machen sollte da Darmkrebs erst ab 50 vorkommt und Blut im Stuhl nachweisbar sein muß!vieleicht konnte ich dich ein bisschen beruhigen.. ich weiß in der Situation geht einem alles im Kopf um. Laß Dich auf jeden Fall untersuchen.
Liebe Grüße
Judith

24.02.2005 11:17 • #6


Ich glaube mal ganz stark light, dass DU mir mal nix erklären musst.

Und bitte nun kein dann haste das wohl noch nie erlebt..höhö
Ich hab es zweimal hinter mir und kenn die Angst um Darmkrebs,
aber ich hatte z.B. Blut im Stuhl.
Ich persönlich finde es wesentlich besser sich mit allen etwaigkeiten
auseinander zu setzen, damit man weiß womit man es zu tun hat und
man kann dann auch gezielter Fragen an die Ärzte stellen und fühlt sich
nicht zu sehr abgespeist.

Ob jemand das lesen will oder nicht, sollte ja schließlich jedem selber
überlassen sein.
Und wenn Du es nich lesen willst...es gibt ne IGNORE-Funktion, dann musst
Du meine Listen nicht mehr lesen.

whatever...

24.02.2005 11:19 • #7


Hallo,

im Grunde ist es eher die Verstopfung die zu Darmkrebs führt, weil dann der Kot ewig lang im Darm liegt und die Schadstoffe viel Zeit haben vor sich her zu gären.
Ich habe seit 20 Jahren Durchfall.
Je verrückter du dich machst, umso schlimmer wird es. Mit deinen Ängsten kannst du deinem Unterbewusstsein prima Nahrung geben genau das zu produzieren wovor du Angst hast. Es gibt genug Literatur wo genau das bestätigt ist - das habe ich mir nicht ausgedacht. Also positiv denken!
Alles Gute
Isa

24.02.2005 11:20 • #8


Darum geht es ja nun garnicht....

Ich bleibe auch dabei, dass es einfach nicht
in Ordnung ist, hier jemandem der
"Riesenangst" im Titel des Posting stehen hat,
eine Linkliste zu posten, wo man sich
Symptome und Todesraten angucken kann.
Das bringt in solchen Fällen NICHTS, ausser
das man sich noch mehr änstigt.
Und so etwas finde ich, Aufklärung hin oder her,
einfach nicht fair.


light!

24.02.2005 11:41 • #9


Hallo Gelisa!
Erstmal keine Angst!
Darmkrebs macht keine Schmerzen,- es verläuft "stumm",- man hat keine Schmerzen, darum wird es bei den meisten Menschen ja immer erst so spät entdeckt,- genauso die Metastasen.
Die Symptome anfangs sind meist Gewichtsabnahme in kurzer Zeit und Widerwillen gegen Fleisch (sogar Eckel)und Apetitlosigkeit.
Sind deine Durchfälle eher morgens nach dem aufstehen oder Frühstück? Das ist typisch für RDS,- genauso wie die Unterbauchschmerzen die du angibst.
RDS entwickelt sich bei jedem anderst. Ich habe es nach Antibiotikaeinnahme bekommen. Erst alle paar Tage Durchfall,- dann wurde es immer schlimmer...
Gelisa Kopf hoch ich glaub nicht daß es Darmkrebs ist,- ich arbeite mit Patienten die Darmkrebs haben tagtäglich zusammen!
Liebe Grüße, Steffi

24.02.2005 12:16 • #10


Hallo,

vielen Dank für Eure Worte.

Light, mir haben die Links und das Posting in der Tat nur noch mehr Angst gemacht.

Ich bin heute, einen Tag vor der Spiegelung, das reinste Nervenbündel.

Mir tut alles weh, und ich hatte jetzt auch mittags zweimal Durchfall.

Verstopfung hatte ich eigentlich in den letzten 12 - 13 Jahren nie. Allerdings war mein Darm schon öfter ganz schön am Arbeiten und man hat oft genau gespürt wo gerade was steckte. Ist das auch ein Reizdarm-Symptom? oder weist das eher auf Krebs hin. Aufgebläht war ich auch oft.

Kann man durch jahrelange Angst und psychische Anspannung Krebs bekommen?

Mein letzter Hämoccult-Test ist zwei Jahre her und damit nicht mehr aussagekräftig.

Ich hoffe so sehr, dass alles gut wird.

24.02.2005 15:34 • #11


Hallo Steffi,

ja, ich hatte ja auch jahrelang nichts. Da kann sich doch schon ein Krebs entwickelt haben.

Der Durchfall ist meistens nur morgens, gleich nach dem Aufstehen oder auch erst nach Kaffee oder Frühstück, manchmal (bis auf heute sicher schon 3 Wochen her) auch mittags.

Appetitlos bin ich nur bei Stress, Ekel gegen Fleisch habe ich nicht (nur gegen fettes Fleisch schon immer).

Ich hoffe, ich überstehe das alles

Danke

Gelisa

24.02.2005 15:38 • #12


Hallo Erdbeere,

hast Du denn überhaupt schon etwas untersuchen lassen?

Wenn man nichts macht, kann man sich wenigstens immer mal wieder beruhigen. Ich war so froh, dass in den Ferien alles in Ordnung war und völlig frustriert, dass es dann gleich wieder losging.

Ich habe solche Angst vor morgen.

Und hoffe so sehr, dass es mir danach besser (spitzenmäßig erleichtert, glücklich) geht.

Alles Gute

Gelisa

24.02.2005 15:41 • #13


Morgen weißt Du mehr!
Und mit ziemlicher Sicherheit wird das Ergebnis
"nix zu sehen" heißen.
Solange "Finger weg" von allen Gesundheitssite
im Netz.

Was ich nicht verstehe...wenn Du morgen zur
Spiegelung musst, dann musst Du doch schon
langsam lecker Darmspüllösung trinken?
Davon geht man ungefähr 23,55 Mal aufs Klo.
Das wäre also ganz normal.

good luck
light!

24.02.2005 15:58 • #14


Guten Morgen,

#ich sollte erst ab 20.ooh trinken. Würg! Deshalb bin ich die halbe Nacht gerannt und musste um 5.00h aufstehen und weitertrinken. Aber es geht nicht mehr. Ich habe den totalen Brechreiz. Da ich schon nur noch klare Flüssigkeit ausgeschieden habe, sollte der Darm hoffentlich sauber genug sein.

Ich melde mich später.

Danke

Geli

25.02.2005 06:38 • #15


Hallo an alle,

ich habe es überstanden, und es wurde nichts gefunden.

Am schlimmsten war das Abführen. Heute früh konnte ich gar nichts mehr davon trinken, habe alles sofort wieder erbrochen. Zum Glück war der Darm trotzdem sauber genung und es ist alles in Ordnung.

Und jetzt geht es mir viel, viel besser. Noch etwas schlapp, aber total erleichtert.

Ein schönes Wochenende an alle - lasst Euch im Zweifelsfall untersuchen!!

Liebe Grüße


Geli

25.02.2005 15:26 • x 1 #16


Na siehste!
Und trotz Panikmache ist alles gutgegangen!!

Normalerweise lese ich nur im Angstforum, aber da sich dort seit Wochen keiner mehr traut zu posten (wohl aus Angst einen blöden Spruch abzubekommen wie es neuerdings hier üblich ist........nicht umsonst sind wir Angstpatienten;)) spionier ich auch mal in den anderen Foren...........

Die Angst vor Krankheit (Darmkrebs z.B.) ist oft Anzeichen für eine Angsterkrankung,.............. man beschäftigt sich zu sehr mit seinem Körper und dessen Befindlichkeiten und bezieht jedes Symptom auf sich selbst.
Und komischerweise passt auch fast jede Beschreibung von schwerwiegenden Erkrankungen auf die Symptome, die ein Angstpatient mit sich rumschleppt.........

Vor vier oder fünf Jahren hatte ich auch ständigen Durchfall und keine Diagnose........... ich hatte Herzrasen und keine Diagnose........ich hatte Übelkeit und keine Diagnose........

RDS, Angsterkrankung....... wie immer Du es nennen magst, es macht furchtbare Angst!!

Ich hoffe für Dich, dass Deine Furcht allein durch die Untersuchung nun besiegt ist, denn oft "heilt" schon die Gewissheit!
Dein Körper ist gesund!
Das allein zählt!

Und ich wünsche Dir viel Glück, den Rest schaffst Du spielend!

LG, Mildred

25.02.2005 23:17 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Herzlichen Glückwunsch zur Erleichterung
Ein wunderbares Gefühl, ich kenne das. Man könnte Bäume ausreißen. Bewahre dir das Gefühl solange wie möglich!

Ich neige auch zu hypochondrischen Panikattacken und hatte, als mein RDS anfing auch schreckliche Angst vor Darmkrebs. Am Tag der Darmspiegelung war ich fix und fertig. Nach der beruhigenden Diagnose fiel ein halbes Gebirge von mir ab.
Wenn ich jetzt wieder in eine soche Gefühlslage gerate, lasse ich das "Problem" möglichst bald abklären. So schleppe ich die Angst nicht Monate oder gar Jahre mit mir rum. Es hilft ja nix.

Viele Grüße
Tron

02.03.2005 00:31 • #18


Hm........Reizmagen und Reizdarm habe ich j schon seit vielen Jahren wie auch Depressionen und Ängste, Stress.

Seit dem ich mit Sport aufgehört habe, habe ich Verstopfung und wenn dann der Stuhl kommet ist er so groß und hart, das mir jedesmal der After einreißt. Dazu kommen wie immer viele Blähungen und offenbar aber nur nachts Blähungen mit leichtem Stuhlabgang. tagsüber kann ich das kontrollieren.

Ich habe Angst wegen Krebs. Was soll ich machen ?

26.05.2012 10:10 • #19


Gisabelle
hallo Sifu,

du weißt sicher schon, dass der Darm empfindlich auf Stress , Angst und jegliche Veränderungen im Lebensstil (Ernährung, Bewegung u.a.)reagieren kann.
Vor allem auch, wenn man schon einen Reizdarm hat.

Deine Sorgen und Ängste kann ich dir nicht nehmen ,...doch einigermaßen verstehen, da ich auch häufig damit zu kämpfen habe .
Obwohl ich weiß, dass meine Ängste sehr wahrscheinlich unbegründet sind, können sich die Ängste unkontrollierbar in mir ausbreiten.

Mittlerweile nehme ich Antidepressiva , besuche eine Selbsthilfegruppe und mache eine Psychotherapie ..
es hilft mir zu mehr Gelassenheit und Ruhe.

Wegen deiner Reizdarmerkrankung bis du sicher bereits in ärztlicher Behandlung?!
Ansonsten finde ich regelmäßige Vorsorgeunetrsuchungen insgesamt doch sehr sinnvoll.

Hab`s gut
Gisa

26.05.2012 18:15 • #20



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