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Hallo wunna,

der Thread ist schon einige Zeit her, trotzdem würde ich gerne ein paar Zeilen loswerden und hoffe, dass sie vielleicht etwas weiterhelfen können. Ich selbst schlage mich seit mehr als 6 Wochen mit Magenproblemen rum. Es sind Reizmagen-Symptome mit Luft-Aufstoßen und gelegentlichem Sodbrennen.

Beim Googeln bin ich auf diese Seite gestoßen und hab mir die Beiträge durchgelesen. Ein luftgefühlter Magen der zu Atemproblemen führt ist gar nicht so selten, wie man denkt. Das habe ich bei meiner Internetrecherche rausgefunden. Ich habe viele Stunden im Internet zugebracht. Damit konnte ich einiges an Erfahrung sammeln, ABER muss auch gleich sagen, eine permanente Beschäftigung mit der eigenen Krankheit hat auch schlechte Seiten. Zum Teil kriegt man richtige Panikattacken, wenn man liesst, dass hinter harmlosen Symptomen schwere Krankheiten stecken können. Davon darf man sich nicht verrückt machen lassen (ist einfacher gesagt).

Zurück zu Luft im Magen und Atemnot. Dieses Phänomen ist unter dem Roemheld-Syndrom bekannt. Mal in Wikipedia eingeben oder googeln. Dabei drückt der Magen gegen das Zwerchfell. Das wiederum kann dann gegen die Lungen drücken und indirekt auch gegen das Herz. Das führt dann auch zu Beklemmungsgefühlen. Das waren auch meine ersten Symptome vor 6 Wochen, ich wollte mich ins Bett legen und merkte eine innere Unruhe, Beklemmtheit und es fühlte sich wie gelegentliche Herzrhythmusstörungen an. Vor einem Jahr hatte ich ein EKG gemacht, völlig normal, also beruhigte ich mich und versuchte einzuschlafen, was aber nicht ging. Ich bin dann aufgestanden, zum Sofa gegangen und im sitzen versucht zu schlafen, das ging schon besser. Am nächsten Tag kamen dann die Magenprobleme, musste nach Mahlzeiten 'ne Stunde lang Luft aufstossen und wenn das nicht war, dann zumindest Magendrücken, oder Sodbrennen. Eine Magenspiegelung ergab, dass ich evtl. ein Reflux hab, aber ansonsten alles normal sei. Deshalb liegt eine funktionelle Dyspepsie nahe, d.h. Reizmagen ohne organische Ursache. Seitdem ich das mit dem Roemheld-Syndrom weiss, bin ich wesentlich beruhigter.

Wunna, es ist natürlich schade, dass Du das Gefühl hast, die Ärzte nehmen Deine Sorgen nicht ernst. So wie Du es beschrieben hast, scheinen die Ärzte keine organische Ursache gefunden zu haben. Das ist eigentlich eine gute Nachricht. Ich weiss aber auch, dass das irgendwie unbefriedigend ist, denn man möchte ja die wahre Ursache wissen. Vielleicht muss man sich damit abfinden, dass eine Reihe von Symptomen rein funktionell sind. Angeblich leidet 20%(!) der erwachsenen Bevölkerung am Reizmagen, nur ein Teil geht damit zum Arzt. Es gibt viele Erklärungsansätze, woher so ein Reizmagen kommt. Ein Ansatz konnte ich sehr gut auf mich projizieren. Man nimmt an, dass ein Teil daher kommt, dass die körperliche Wahrnehmung verändert ist (trifft auch auf den Reizdarm zu). Z.B. kann wenig Luft schon dazu führen, dass die Wahrnehmung glaubt, man hätte einen Blähbauch. In Wirklichkeit, hat man soviel Luft im Bauch, wie normale Menschen auch. Die Psyche kann da auch eine Rolle spielen, allerdings steckt nicht hinter jedem Reizmagen ein psychisches Problem.

Nochmal zurück zum Roemheld-Symdrom, was sehr hilft ist eine bewusste Zwerchfell-Atmung. D.h. die Atmung erfolgt über Heben und Senken des Zwerchfells. Das sieht man daran, wie sich der Bauch nach oben und unten hebt. Man neigt häufig zur flachen Atmung, d.h. man atmet allein mit der Brust. Dadurch bleibt das Zwerchfell ständig oben und drückt dann gegen den Brustkorb. Leider findet man im Internet widersprüchliche Aussagen über die Atmung bei Reizmagen. Die einen sagen, durch das heben und senken des Zwerchfells wird Darm und Magen bewegt und fördert die Verdauung. Die anderen sagen, man solle unbedingt flach atmen, weil ansonsten der Druck im Bauchraum noch stärker wird und man noch mehr aufstoßen muss. Ich glaube aber eher das Erstere. Einmal weil die Zwerchfellatmung die natürliche Art ist, Luft zu holen. Und zum anderen entlastet es die Lungen und das Herz.

So, das war jetzt etwas unsortiert ein paar mögliche Erklärungen auf bekannte Phänomene. Das muss jetzt nicht 1:1 auf die geschilderten Probleme passen.

Gruss
Raj

06.06.2009 16:28 • #21


D
Ich kämpf damit auch schon länger, bis auf die Tatsache, das ich nicht aufstoßen kann, oder nur sehr selten und dadurch das Gefühl habe das ich diesen Druck gar nicht aus dem Magen bekomme den ich da habe..das ist seit 4 Wochen wieder mein ständiger Begleiter nachdem ich nun länger meine Ruhe davor hatte..Ständig dieser Druck im Oberbauch, das Gefühl einen Luftballon im Bauch zu haben, Übelkeit und das Gefühl schlecht Luft zu bekommen bzw Herzprobleme sind mir auch nicht fremd.

Bekomm auch schon wieder die Kriese, weil echt gar nichts dagegen hilft..kurzfristig mal wenn man spazieren läuft aber dann kommt es ein paar Minuten später wieder...Nach dem Essen ist es besonders super erstmal hab ich das Gefühl nach ein paar Bissen schon voll zu sein und zweitens fühl ich mich als hätte ich die 5-fache Menge gegessen als ich hätte sollen..

07.06.2009 18:40 • #22


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Aufstoßen Tipps, Ursachen & Behandlung - ständiges rülpsen

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Hallo Darkmela,

das ist sicher nicht toll, sich so schnell aufgebläht zu fühlen und nach wenigen Bissen schon satt zu sein. In der Form habe ich es zum Glück noch nicht erlebt. Ich habe zumindest mal Lefax probiert. Es half zumindest, weniger Luft im Darm zu haben. Die restliche Verdauung läuft dann auch etwas besser.

Was ich bei mir rausfinden möchte ist, ob ich zu viel Luft beim Essen verschlucke. Man nennt es auch Aerophagie. Vielleicht kannst Du Dich auch informieren. Erst durch langes Suchen bin ich auf den Rat gestossen, beim Runterschlucken der Nahrung vorher auszuatmen. Weil man sonst die Luft der Lungen mit runterschluckt. Auch sollte man beim Runterschlucken die Zunge oben und nicht nicht unten haben, weil man da auch Luftportionen rüberschwappen. Klingt banal, aber ich war erstaunt, dass ich das beim bewusstem Beobachten oft verkehrt mache. Angeblich können da auch Logopäden weiterhelfen.

Gruß
Raj

07.06.2009 19:58 • #23


D
Den Gedanken hatte ich auch schon..ich bemüh mich sogar langsam zu essen...ich hab den Sprudel durch Wasser ohne Kohlensäure ausgetauscht..Manchmal bläht mich ein Kaugummi schon auf oder der Sicherheitsgurt im Auto..Ich hab echt langsam Angst, weil ich hab ja Emetophobie ( Angst zu Erbrechen) und ich hab Angst das es die nächste Stufe ist von dem ganzen Mist mit dem Druck und so.

Aber das mit dem Ausatmen beim Essen schlucken das beachte ich nun auch mal..Danke

07.06.2009 20:33 • #24


W
Hallo. Es hat keiner auf meinen Text reagiert, darum werde ich meinen Account nach diesem Beitrag löschen. Nur soviel: Ich habe, leider oder Gott sei Dank, die Ursache für meine Beschwerden herausgefunden, nachdem sich die Symptome verändert und dadurch herauskristallisiert hatten. Zum einen habe ich den Reflux nach wie vor und der Magen schließt nicht ganz. Dazu kommt eine Zwerchfellhernie von 3 cm, durch die sich mein Magen in Krämpfen stülpt. Bei einer Magenspiegelung wurde mir sogar Buscopan gespritzt, aber die Krämpfe konnten nicht unterbrochen werden. Ich war durch Diazepam ( gehört zur Untersuchung ) nicht bei Bewusstsein. Eine chronische Magenschleimhautentzündung wurde vom Labor bestätigt; man hatte Proben aus Magen und Zwölffingerdarm genommen ( kein Helicobacter ). Die Galle hatte sprudeln reagiert ( keine Gallensteine ) und das heißt, meine gesamte Verdauung ist extrem überaktiv und springt schon bei einem Schluck Wasser an. Meine Magenschmerzen sind immens; ich habe 15 Kilos abgenommen. Leider besteht bei mir der Verdacht auf ein endokrines Karzinoid. Das sind entartete Zellen ( Drüsen) im Darm, die unkontrolliert Hormone produzieren. Dadurch entstehen Anfälle, jetzt auch tagsüber, mit Bluthochdruck und dadurch Herzrasen bis zur Herzrythmusstörung, Atembeschwerden und Magenkrämpfen bei denen natürlich wieder Luft ohne Ende hochkommt. Ausgelöst durch Essen, Erregung oder Alk. ( ich drinke nicht ). Die Hormone werden von der Leber abgebaut. Da es bei mir zu den sogenannten Flushs kommt, heißt das, ich habe wahrscheinlich Metastasen in der Leber. Mein Kreislauf ist down. Mein Seelenleben merkwürdigerweise nicht. Ich bin zu pragmatisch für Psychosen. Probleme löse ich oder ich arrangiere mich damit. Es gibt Medikamente, die die Auswirkung und das Wachstum dieser Tumore hemmen. Damit kann man gut leben. Operieren sollte man schon, aber eine Auswirkung ist leider, dass unter Narkose die Wahrscheinlichkeit eines Lungenversagens steigt. Ich bin schon Asthmatiker. Ich finde, das Risiko ist auch so schon hoch. Ich musste zusehen, wie meine Tochter vor Jahren auf der Intensivstation erstickte nach einem Ileus. Ich meine immer, da Sie so schlimm sterben musste, kann ich nicht verlangen einfach friedlich einzuschlafen. Es ist in Ordnung so, ganz einfach. Ich mach das Beste aus meiner Zeit, das tue ich schon seit Jahren, aber wenn es Zeit wird heimzugehen werde ich das angehen und mich auf mein Kind freuen. Und das ich jetzt eine ungefähre Ahnung von meinem Tod habe, beunruhigt mich nicht, sondern kommt meinem Wesen entgegen. Ich weiß lieber früher als später womit ich es zu tun habe und stelle mich darauf ein. Ich gehe gerne auf Nummer Sicher. Tja, das war's also. Magenblähungen durch die Krämpfe, übersteigerte Verdauungsaktivität, Schleimhautentzündung und Krebs. Ist schon in Ordnung. Ich bin nicht depressiv, aber ich vermisse mein Kind ( Trauer ist normal! )und da muss ich auch nicht hundert Jahre alt werden. Lasst Euch doch nichts erzählen von diesen unsäglichen Ärzten. Sie können hilfreich sein, ja, aber sobald Sie Eure Beschwerden nicht ernst nehmen, sucht nach dem richtigen Arzt und lasst die untauglichen einfach zurück. Es ist nicht Eure Schuld und man kann ja wohl auch krank werden, wenn man psychische Probleme hat, oder ist man dann automatisch unverwundbar? Ich habe übrigens keine, ich hatte nach Magenblähung im Netz gesucht und dachte, dies hier wäre ein Erfahrungsaustausch. Ich kann aber sagen, mir sind einige Ärzte begegnet, denen ich als Menschen nicht mehr begegnen möchte. Seit tapfer und vertraut auf Euer Bauchgefühl. In den meisten Texten ist ja doch der Unmut über schlechte Ärzte zu hören und als solche werden Sie auch erkannt. Warum zieht Ihr nicht die Konsequenzen und sucht nach den richtigen Ärzten? Es gibt Sie. Naja, jedenfalls viel Glück Euch allen. Bye.

11.08.2009 23:40 • #25


kleine mami
wer hat denn für mich einen rat dafür?

ich kann schlecht tief durchatmen ich muss mich richtig dabei anstrengen das es klappt. dann hab ich einen fiesen druck auf dem magen mit übelkeit und das gefühl als wenn mir jeden moment alles raus fliegt.

ich kann nicht richtig aufstossen weil es sonst alles mit kommen würde, ich trinke nur stilles wasser, und seit ich vor einer stunde ein halbes glas getrunken habe ist es noch viel schlimmer geworden. schon beim ein und ausatmen habe ich einen verstärkten brech und würgereiz.

ich hab panische angst jetzt das ich mich gleich übergeben muss. das ist für mich das schlimmste was es gibt.

wie bekomme ich das alles weg? ich trau mich schon gar nichts mehr zu essen oder zu trinken.

lg

16.08.2009 13:25 • #26


wunna
Hallo,

leider erreichte mich keine weitere Erinnerung an diesen Thread, daher merke ich erst jetzt, dass da weitere Beiträge gekommen sind.

Grundsätzlich kann ich ja keine Hilfe sein, da auch ich keine Lösung für das Problem gefunden habe.

Ich möchte allerdings nochmal darauf hinweisen, dass Reizmagen und Reizdarm eine reine Ausschlussdiagnose ist. Also: Wenn keine organische Ursache zu finden ist.

Bei mir ist das nicht der Fall, da ja keine Magen- oder Darmspiegelung stattgefunden hat. Auch eine Prüfung auf Unverträglichkeiten wurde mir ohne Begründung verweigert.

Die letzten Monate habe ich nicht so sehr gelitten, wie zur Zeit meines Threads. Es ist nicht weggegangen, aber ich hatte eben zusätzlich noch andere Probleme und habe versucht mich auf meine Ausbildung zu konzentrieren. Daher habe ich auch oft keine Muße gehabt hier zu schreiben.

Außerdem gab es familiäre Probleme. Das Neueste: Mein Bruder (34) hatte diverse Magen-Darm-Probleme, u. a. auch mal was mit der Galle usw. Und dann, nach fast 2 Jahren wurde endlich eine Magen- und dann eine Darmspiegelung gemacht. Und dabei ein Polyp gefunden. Bösartig. Nach Entfernung traten noch diverse Blutungen auf.

Bei Blutabnahme und weiterem CT scheint es aber so, dass da nix gestreut hat.

Nur: Jetzt hieß es vom Arzt: So frühes Auftreten von Darmkrebs ist nicht normal, Disposition, blabla, andere Geschwister sollten sich auch untersuchen lassen.

Noch habe ich es nicht gemacht, erfreue mich gerade an einer Nierenbeckenentzündung. Gott sei Dank, dass es Antibiotika gibt. Das sind Schmerzen.

Aber das erfreut mich nicht gerade. Nicht, dass ich jetzt direkt in Panik ausbreche und an Darmkrebs als Ursache glaube.

Trotzdem:
Ich könnte lockerer sein, wenn mir diese Untersuchungen nicht vorher verweigert worden wären.

Sorry, wenn das jetzt keine hilfreiche Antwort war. Aber es gehört definitiv zu meinen ersten Threads.

07.09.2009 11:11 • #27


B
Zitat von wunna:
Bin sehr übergewichtig

Was hindert Dich am abnehmen? Ich hab fast keine essbaren Sachen im Haus, d.h. ich *muss* raus, wenn ich mehr als überleben will.
Zitat von wunna:
Das ist ja auch nicht mein einziges Problem und Stress habe ich reichlich.

Jeder hat soviel Zeit, wie er sich nimmt. Ich denke, auf Stress trifft das auch zu.

07.09.2009 19:15 • #28


wunna
Mal abgesehen davon, dass ich das für ganz, ganz oberflächliche Antworten bzw. Fragen halte, die mir in der Sache nicht weiterhelfen:

Es gibt Stress, der nichts mit Zeitdruck zu tun hat. Und an dem man oftmals auch nichts ändern kann, es sei denn man lernt zaubern.

Da gibt es verschiedene Krankheiten, z. B. von Familienmitgliedern oder berufliche Probleme oder eigene Krankheiten, meist sogar alles vermischt. Es gibt Probleme mit Nachbarn oder finanzielle Probleme oder in der Partnerschaft.

Das alles erzeugt Stress, der nichts mit Zeitdruck zu tun hat. Und wenn man das alles gleichzeitig hat, dann fällt es übrigens besonders schwer auf seine eigene Gesundheit im Sinne von Abnehmen zu achten. Aber ich denke, dass geht vielen so und ist keine Besonderheit.

Aber wer hat sich denn hier über mein Gewicht beklagt? Das war eine sachliche Information, die vielleicht näher zur Bestimmung der Ursache hätte beitragen können. Mehr nicht.

Wenn man nicht die einzigartige Gabe hat sich bei Bedarf komplett abschotten zu können und nur an sich rankommen zu lassen, was einem passt (Kennst du jemanden, der das kann?), ist es keine Frage, ob man sich diesen Stress mal eben so gönnt. Da ist man schon froh, wenn man mehr ist als eine Kugel im Flipperautomaten des Lebens.

Danke für diesen wenig hilfreichen Beitrag.

07.09.2009 19:33 • #29


R
Hallo wunna,

kann mich noch an Deinen Beitrag von damals erinnern.

Zitat von wunna:
Bei mir ist das nicht der Fall, da ja keine Magen- oder Darmspiegelung stattgefunden hat. Auch eine Prüfung auf Unverträglichkeiten wurde mir ohne Begründung verweigert.


Hattest Du nicht mal geschrieben, dass der Arzt sagte, dass diese Untersuchungen noch gemacht werden müssen? Oder verwechsel ich das jetzt?

Gruss
Raj

08.09.2009 20:16 • #30


wunna
Als ich damals am Anfang bei meinem Hausarzt war, da meinte er es wäre wohl sinnvoll mal zum Gastroenterologen zu gehen, der würde dann wohl auch ne Magenspiegelung machen, das würde er als Hausarzt nicht tun.

Bis zum Termin dauerte es allerdings Ewigkeiten, in denen natürlich nichts gemacht wurde. Ich wartete ja auf den Termin, der sollte endlich genaue Untersuchungen bringen. Der Gastroenterologe meinte dann während des Gesprächs es würde sich nach Reizdarm anhören. Dann machte er noch kurz nen Ultraschall, konnte nichts erkennen, der Bauch wäre schön weich und gab mir ein Rezept für so Zeug mit Indischen Flohsamenschalen. Er meinte es wäre bestimmt Reizdarm und würde dadurch besser werden.

Und ich wurde nervlich immer fertiger und war ja dann in Therapie, während der eine Stuhlprobe gemacht wurde wegen Krankheitskeimen und noch ein Ultraschall. Ach, genau, man (sprich, die Allgemeinärztin in der Klinik) hatte mir probehalber auch Enzyme (ich glaube Bauchspeicheldrüse oder so) verschrieben, so vonwegen: Wenn es Ihnen nicht besser geht, wenn sie das ein paar Tage nehmen, dann ist es das nicht gewesen und wir müssen weitersehen. Ich musste das mehrere Wochen lang nehmen, bis ich gesagt habe, dass sich offensichtlich keine Besserung einstellt und die paar Tage schon vorbei sind und die dann ja auch nicht mehr nachbestellt werden müssten. Offensichtlich wurde das als Verweigerung meiner Therapie aufgefasst, anders kann ich mir das nicht erklären.

Und damit hatte sich das wohl insgesamt erledigt und da die Ärztin, die mir das verschrieben hatte im Urlaub war und die Vertretung nur meinte, dass ich das ja wohl mit der Ärztin besprochen hätte und er dazu nichts sagen könnte, wurde gar nichts mehr gemacht. Kein Termin, keine Untersuchung, nichts. Lag vielleicht an dem Bericht, den der geschrieben hat. Aber sowas wird einem ja nicht mitgeteilt.

Zuerst wurde mir nämlich gesagt, dass die Ärzte auf jeden Fall auch erstmal gucken würden, ob es zusätzlich auch körperliche Ursachen gäbe. Ich war schon voller Hoffnung, weil ich dachte, dass da wirklich die Untersuchungen gemacht würden, die ein normaler Mensch bekommen würde. Zitat: Man kann ja Flöhe und Läuse haben. Es wurden mehrere andere Untersuchungen, eben auch Magenspiegelung und Test auf Unverträglichkeiten aufgeschrieben, aber, so lange ich stationär war, nicht gemacht.

Stattdessen meinte die Oberärztin zu mir, sie wäre sicher, dass ich nur aus Angst Luft einatme und dass es keine körperlichen Gründe gäbe. Aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus. Sie würde keine weiteren Untersuchungen machen. Einfach so während der Visite, fertig, Ende, aus.
Und es wurde mir die Wahl gelassen entweder zu gehen und mich gründlich durchchecken zu lassen oder zu bleiben und die Therapie zu machen.

Im Anschluss daran wurde ich dann von meiner betreuenden Psychologin in der Tagesklinik angeraunzt, dass bei mir doch schon so viele Untersuchungen gemacht worden wären und dass ich sozusagen endlich einsehen müsste, dass das alles psychisch bedingt wäre und ich sonst gehen könnte.

Die wurde vielleicht wütend als ich sagte, dass bei mir bisher nur Ultraschall und der Stuhlgang-Check gemacht wurde.
Sie meinte, es stände doch in der Akte und sie würde hier jetzt nicht mit mir diskutieren und ich hatte keine Wahl als nachzugeben, weil ich sonst hätte direkt an dem Tag gehen können. Also musste ich mich verpflichten während der Therapie keine einzige Untersuchung mehr machen zu lassen.

Und im Moment traue ich mich nicht zu fragen, ob ich vielleicht doch mal ne Magenspiegelung oder sowas machen lassen kann (obwohl ich das zur Vorsorge wohl mal machen lassen sollte, Bruder, Krebs, usw.), denn ich bin nicht so gut auf enge Röhren und Betäubungen usw. zu sprechen und mich kann auch niemand begleiten bzw. zurückbringen.

Sorry, ich kann mich einfach nicht kurz fassen, wenn es um sowas geht. Tut mir leid.

19.09.2009 14:43 • #31


F
Hallo.

Ich hab folgendes Problem!
Und zwar leide ich an einem ständigen rechtsseitigen Aufstoßen. Ich glaube das das rechtsseitig ist, weil ich nen permanenten allergischen Blüher-Schnupfen habe. Evt. kann ich nächstes Jahr durch ne Therapie den Schnupfen wegkriegen.

Aber ich hab auch eine Menge Angstgefühle im Alltag und alles und kann gut sein das mein Magen sich deshalb nie beruhigen kann. Ich fühle mich innerlich verkrampft. Nur wunder ich mich immer um dieseses scheinbar rechtsseitige Aufstoßen, was mir dann auch rechtsseitige Kopfschmerzen verschafft. Hat da einer ne Idee. Ist auch oft so ein Gefühl wie ein Kloß im Hals. Kenn die Grenzen zwischen Einbildung usw. nicht.

Ist evt. alles psychisch. Aber vielleicht kann mir einer beim weitigen Vorgehen helfen.

26.10.2009 13:48 • #32


wunna
Es tut mir leid, dass ich dir dazu nichts Hilfreiches sagen kann. Habe selbst noch keine Lösung gefunden.

29.11.2009 12:33 • #33


K
Zitat von Well:
Hallo. Mein Problem ist akut! Ich bekomme abends bzw. nachts Bluthochdruck, davon Herzrasen, wache auf ca. 3 Uhr nachts mit extremen Aufstoßen und Darmaktivität, durchfallartig obwohl sonst steinartig. Mein Herz ist o.k., aber der Bluthochdruck nachts messbar. Habe, verflixt noch eins, keine psychischen Probleme! Das geht so seit ca. 10 Monaten. Immer nachts bzw. spät abends. Kann nicht beeinflusst werden. Ob ich esse oder faste, viel stilles Wasser trinke oder so gut wie nichts, Kaffee oder kein Kaffee. Bin Nichtraucher, normal gewichtig und liebe mein Leben. Und ich bin nicht gelangweilt oder gestresst. Gallensteine wären eine Möglichkeit. Zumal ich vererbt extrem zuviel Cholesterin habe. Und eine Schilddrüsenunterfunktion. Außerdem Reflux mit nicht ganz schließendem Mageneingang. Omep, na klar. Im Notfall aber auch Maaloxan. Ich spüre wie die Luft im Magen mein Herz einengt und nein, Herrgott nochmal, das ist nicht nur ein Gefühl. Helicobakter werde ich eben nochmal prüfen lassen, aber gegen meine Nächte wird das nicht so schnell helfen. Fühle mich wie ein Soldat, der nachts allen Mut zusammen nimmt, die Angst als Hindernis ausschaltet und ins Gefecht zieht. Morgens bin ich alle. Vegtative Nebenerscheinungen während der Attacken sind Zittern, Beinzucken, kalte Hände und kein Gefühl mehr in den Beinen. Nicht jede Nacht ist schlecht. Wenn es sich tagsüber ankündigt, dann mit Schwindel, Kopfschmerz, Ohrpfeiffen. Ob meine Schilddrüse an den einen Symptomen und die Gallensteine an den anderen Schuld sind oder ob was ganz anderes dahinter steckt, ich find's raus und schreibe dann. Leute, lasst Euch nicht erzählen, dass immer die Psyche dahinter steckt. Ärzte sind viel zu schnell mit dieser Diagnose zur Hand. Oft ohne wirklich dahinter stehen zu können, nur aus Ahnungslosigkeit und , ja ich spreche es aus, Faulheit. Magenblähungen sind altbekannt, existent und haben einen Grund. Und man hat das Recht, die jeweile Ursache dafür zu finden. Deshalb ist man nicht fixiert und sucht auch nicht nach körperlichen Urschen für ein Angstproblem. Wisst Ihr wie viele Fehldiagnosen gestellt werden von Ärzten und hinterher heißt es dann plötzlich, man hätte doch etwas tun können?! Ich melde mich wieder. Bis dahin, nehmt Eure Beschwerden ernst und hört den Psychos einfach nicht zu. Schließlich ist es Euer Körper und was wissen andere denn schon so dringend besser?!



Hi das alles was du da beschreibst hört sich alles voll nach der Schilddrüse an. KOnzentriere dich auf die mal. Alles hängt mit ihr zusammen. Man muss nur eingestellt sein und vor allemes ist eine feineinstellung. Nur es gibt auch SD erkrankungen die man nicht auf anhib feststellt und es vergehen Jahre und man wird ständig deswegen auf die Psyche therapiert. Ausserdem wenn man einmal eine Panikattacke hatte,dann ist der Stoffwechsel sowieso im Kopf anders. Warum das so ist weis man nicht. Das hat mir mein Psychtherapeut erklärt.

06.12.2009 14:47 • #34


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Hallo! Ich möchte niemandem die Hoffnung auf Besserung machen, aber bei mir fing das ständige Aufstoßen vor ca. 7 Jahren in einer extremen Streßsituation über einen längeren Zeitraum an und ging nie wieder weg. Ich habe auch sonst starke Blähungen, nach kleinen Mahlzeiten habe ich oft ein starkes Vollegefühl, als hätte ich Wackersteine verschluckt. Das Aufstoßen fängt morgens nach dem Aufwachen an und ist bis abends vor dem Einschlafen, sodaß ich mich oft noch mehrmals im Bett aufsetzen muss, um Aufzustoßen, bis ich endlich einschlafen kann. Manchmal wache ich auch nachts davon auf, mit Herzrasen, Atemnot und Herzstechen, weil soviel Luft im Magen ist. Bevor das mit dem Aufstoßen anfing hatte ich wie schon gesagt eine sehr schwierige Lebensphase und was noch hinzukam, war das ich sehr gebläht war, die Blähungen aber oft zurückgedrängt habe, weil ich mich dafür geschämt habe, auch zuhause, irgendwann war es dann so, als würde sich die Luft den umgekehrten Weg nach draußen suchen, so als würde alles in die falsche Richtung laufen und dann fing das Aufstoßen an und ging nie mehr weg. Ganz im Gegenteil, es wurde immer schlimmer, ich stoße permanent auf und es ist mir total unangenehm, sodaß ich mittlerweile z.B. nicht mal mehr zum Zahnarzt gehe, weil ich das Aufstoßen während der Behandlung unterdrücken muss und dabei schon solche Bauchschmerzen bekomme habe, daß ich dachte, mein Bauch platzt gleich. Mittlerweile habe ich auch Entleerungsstörungen, ich werde nie fertig auf der Toilette, es kommt nie alles auf einmal raus, habe ich keine Zeit mehr auf die Toilette zu gehen, weil ich Termine habe, dann staut sich alles nach oben hin zurück und ich bekomme einen ganz starken Druckschmerz unter dem linken Rippenbogen. Ich weiß nicht, ob die ganzen Beschwerden von ständiger Anspannung und Verkrampfung des Bauches kommen, mir konnte bisher kein Arzt weiterhelfen, keine Medikamente haben geholfen, ich habe die ganze Palette durch. Ich muss zu meiner Schande gestehen, daß ich auch noch Raucher bin und ich schon merke, daß die Beschwerden dadurch mit Sicherheit verstärkt werden. Auch merke ich ca. eine Woche bevor ich meine Periode bekomme und in den Tagen der Periode sind die Beschwerden noch schlimmer als sonst. Ich habe mittlerweile fast keine Lebensqualität mehr, bin fast nur zuhause, kann nicht mehr arbeiten gehen, meinen letzten Job habe ich deswegen verloren, weil ich mehr auf der Toilette saß als am Arbeitsplatz. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Beschwerden und weiß noch irgendeinen Rat, ansonsten tut es schon gut, sich mal Alles von der Seele schreiben und sich austauschen zu können.

06.02.2010 02:50 • #35


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Sorry... die Hoffnung auf Besserung nehmen.... sollte es eigentlich heißen!

06.02.2010 02:53 • #36


T
Hallo
Mir geht es so ähnlich, habe auch immer das Gefühl aufstossen zu müssen, aber bei mir kommts einfach nicht raus. Dadurch mach ich unbewusst dann den Fehler und Schlucke Luft, und dadurch wirds noch schlimmer, meistens kann ich mich nur erleichtern, wenn ich mir den Finger in den Hals stecke um einen Würgereiz zu erzielen und dadurch kommt dann meist die Luft rausgeschossen. Ich habe zwar eine sehr gute Verdauung, also zumindest kann ich täglich mehrmals auf die Toilette aber im Gegensatz zu früher passt weniger in den Magen und Hungergefühl tritt im Gegensatz zu früher viel später wieder auf. Mein Internist sagte ich hätte Roemheld Syndrom.


LG Tatjana

07.02.2010 09:59 • #37

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Habe noch vergessen zu schreiben, dass ich oft auch das Gefühl habe wie wenn in der Brustkorbmitte eine Luftblase hochsteigt, manchmal auch das Gefühl wie eine Wellenbewegung und manchmal auch richtige Zuckungen. Kann durch meine Rippenblockade, durch Nerven und Muskulatur oder wirklich durch Luft aus dem Magen ausgelöst werden, oder ist es doch das Herz? Keine Ahnung, aber es nervt. Ultraschall vom Magen hat nichts auffälliges gebracht.




LG Tatjana

07.02.2010 10:02 • #38


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Ich hatte vorher jahrelang Schluckauf, seit kurzem ist das weg, ich muss aber immer wieder aufstoßen stattdessen. Hat jemand von Euch ein ähnliches Problem?

16.02.2010 22:19 • #39


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Hallo Wunna, es ist schon etwas länger her wo du geschrieben hast wegen deinem Völlegefühl im Magen, was ist den bei dir damals rausgekommen? Mir geht es genau so habe alle Unterschungen machen lassen von Magen- Darmspieglung, aber nichts. Mir geht es auch nicht gut immer dieses Völlegefühl was mir die Luft zum Atmen nimmt und habe auch diese Panikattaken. Würde mich freuen von dir zu hören.

Trixi

18.09.2013 11:30 • #40


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