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5

Berti

Berti
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Hallo ich hoffe es kann mir jemand helfenm
Ich habe seit jahren Angstzustände und Zwangsgedanken, Panikattaken. Teilweise hatte ich derealisation.
Was immer wieder kommt sind so paranoide Gedanken in allen möglichen Formen.
Zb: einmal ist mir ein höhenverstellbarer Sessel runtergeklappt. Danach dachte ich was wenn das kein Zufall war?! Und jemand anders das lenkt.
Oder habe ich mein Handy dort liegen lassen.. habe ich etwas gehört usw..
Diese Gedanken dauern ca 5min an danach kann ich wieder beruhigen. Oft habe ich dann wieder lanfe kein solchen Gedanken
Kennt das vl jemand ? seufzen
Vl doch psychose

20.12.2015 #1


106 Antworten ↓
S

Sarahhau
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Akut ist es vor sechs Wochen geworden. Es war die Trennung von meinem Freund. Danach fing alles an. Ich bin zur Arbeit, da hat sich alles gedreht, dann bin ich mit der Bahn nach Hause und in der Bahn umgekippt. Ich hatte die vergangenen drei Tage auch sehr wenig gegessen. Dann habe ich escitalopram eingeschlichen und dachte vor zwei Wochen noch ich drehe gleich vollkommen durch. Bin dann an einem Tag mit meiner Freundin in die akut Psychiatrie. Da war dann aber bloß in der geschlossenen ein Bett frei. Das wollte die Ärztin mir nicht antun, sie meinte das würde alles nur noch schlimmer machen.

Jetzt bin ich etwas ruhiger und habe nicht mehr so oft das Gefühl ich könnte verrückt werden. Es ist so viel passiert für mich in den letzten sechs Wochen, dass ich in mich selber überhaupt kein Vertrauen mehr habe. Ich bin mir selber so fremd. Wenn ich etwas sage dann hört es sich für mich komisch an. Ich empfinde keine Freude mehr. Fühle mich innerlich wie tot. Nur meine Angst spüre ich ab und an. Als die Ärztin zu mir sagte ich müsse ihr Versprechen dass ich mir nichts antue habe ich noch mehr Angst bekommen. Ich hab gedacht dass passiert hier nicht alles gerade wirklich dir. Ich war so erschrocken von mir und dieser Situation.

Ich wohne seit sechs Wochen bei meiner Freundin. Ich war gestern kurz zu Hause um ein paar Sachen zu hole und es war alles so komisch. Als ob ich nicht mehr die alte wäre. Befremdlich alles. Manchmal denke ich auch dass mein altes ich irgendwo weiter lebt und das alte Leben lebt. Ist doch alles komisch. Eigentlich weiß ich ja dass ich ich bin, es ist dennoch alles komisch.

Ich hatte meine erste therapiestunde. Dienstag habe ich die nächste. Ich habe Angst vor einem stationären Aufenthalt. Ich weiß nicht ob es das richtige für mich wäre. Da hat man auch bloß einmal in der Woche ein Gespräch mit einem Psychologen.

Ich würde so gerne mein altes Leben wieder haben. Mich nicht so fremd mir selber gegenüber fühlen.

Nun ist die Angst in den Hintergrund getreten und ich fühle mich leer. Ich möchte mich wieder freuen können.

Ich frage mich was alles bei mir falsch gelaufen ist. Meine Mutter hatte ständig Depressionen. Ich musste für sie eintreten. Mit mir wurden ziemlich früh auch finanzielle Nöte besprochen. Meine Mutter war nie belastbar. Ich dachte ich hätte es geschafft mir ein schönes Leben auszubauen und nun sitze ich hier und weiß nicht in welche Richtung ich soll weil ich mir selber so im Weg stehe.

22.11.2015 16:27 • #45


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A


Immer wieder paranoide Gedanken psychose?

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S

Sarahhau
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Mitglied seit:
Mir ging es am Anfang gut. Wobei ich diese Beziehung eigentlich nicht so richtig wollte. Ich hab mich trotzdem darauf eingelassen. Während der Beziehung hab ich mich immer wieder gefragt ob es das jetzt war wo ich so lange drauf gewartet habe. Auch mit seiner behinderten Schwester bin ich nicht klar gekommen.

Er ist der Vorgesetzte meiner Freundin gewesen. Ich hatte meine Probleme damit wenn sie sich über ihn aufgeregt hat. Ich habe es so gesehen wie sie aber dennoch hatte ich ein blödes Gefühl so etwas von meinem Partner zu denken oder so jemanden dann als Partner zu haben. Auch habe ich mich teilweise für ihn geschämt weil er nicht größer war als ich. Alles Oberflächlichkeiten, ich weiß. Das hat mir auch zu schaffen gemacht weil ich mich selber dafür verurteilt habe dass ich in manchen Dingen so oberflächlich bin.

Mit meiner Mutter ist es im Sommer eskaliert. Ich war mit ihr in der Psychiatrie aber sie wurde nicht aufgenommen da sie weder selbst noch fremd gefährdend ist. Sie bildet sich alles ein, Tauber Kopf, Kiefer Schmerzen, nicht richtig da zu sein, alles nicht so mitzubekommen. Also es ist nicht wie früher als sie depressiv wochenlang im Bett lag. Das Verhältnis zwischen meinen Eltern ist eher schlecht als recht.

Meiner Meinung nach sind sie beide gibt füreinander. Weil wir oft finanzielle Probleme hatten und meine Mutter nicht arbeiten gehen konnte, hat mein Vater sich in dem Alk. geflüchtet. Ich habe immer versucht schlimmes zu verhindern. Habe immer Geld beigesteuert. Sie leben auch jetzt über ihren Verhältnissen. Meine Mutter ist finanziell von meinem Vater abhängig. Sie würde es nie schaffen alleine zu leben. Ihr wurde immer alles abgenommen von meinem Vater. Damit bin ich aufgewachsen. Und nun weiß ich selber nicht mehr weiter.

22.11.2015 16:53 • #47


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alice01
Hallo Berti,
mit Psyhosen kenne ich mich leider nicht aus. Aber ich hatte ähnlich Gedanken während meiner PA-Phasen. Ich habe für mich damals in der Therapie herausgefunden, dass eines meiner Hauptprobleme war und zum Teil auch heute noch ist dieses "die Kontrolle zu verlieren". Ich dachte da stellenweise auch an übersinnliche Kräfte denen ich machtlos ausgeliefert bin. Mittlerweile ist mir bewusst, dass so Dinge wie du sie erzählst jedem passieren und "normal" sind. Das Problem ist, dass wir Ängstler dem ganzen einfach viel mehr Bedeutung schenken. Wäre das vielleicht auch ein Ansatz für dich?
Wie gesagt, inwieweit das mit einer Psychose zusammenhängt kann ich dir nicht sagen. Aber es meldet sich sicher noch jemand, der dahingehend mehr Erfahrung hat.

x 1 #2


Berti
Danke für die Antwort.
Mein Therapeut und psychiater sagt ich solle mir keine Sorfen machen.
Aber ich habe ja immer wieder aus heiterem Himmel solch gedanken. Die bis jetz zwar immer wieder vergangen sind. Aber wer weis

#3


Berti
Keiner eine Idee?

#4


M
Das scheinen weder Paranoia noch eine Psychose zu sein. Musst dir keine Sorgen machen. Smile

#5


Berti
Findest du?

#6


Icefalki
Berti, das ist der ganze normale angstgedankenwahnsinn, den hier bestimmt schon viele erlebt haben.

Da dein Körper vollgepumt mit Adrenalin ist, und die Angst eh hinter jeder Ecke lauert, ist es "normal" , dass solche Gedanken kommen, die rein in dieser Ausnahmesituation schon fast logisch sind.

Du lebst ja in einer " gefährlichen " Welt, also auch gefährliche Gedanken. Passt doch.

Und diese Logik ist dann normal. Also, keine Angst, du bist so normal wie die Angst es eben zulässt.

Klingt ein bisschen daneben, aber ich hatte das auch. Und bin nicht verrückt geworden.

#7


M
Zitat von Berti:
Findest du?

Ja!

#8


Berti
Ich habe nur so eine Angst das ich doch mal eine Psychose bekomme Sad
Aber wahrscheinlich sind es doch nur die blöden Angstzustände

#9


M
Ich habe Erfahrung mit Psychosen usw. So schlimm ist das auch wieder nicht. Wink

#10


Berti
Shocked Hattest du welche ?

#11


M
Ja. Smile

#12


Berti
Und .. wie äuserte sie sich?
Musst du Medikamente nehmen?
Hast du sie weckbekommen?
Lg

#13


M
Ich muss Medikamente nehmen. Ohne geht es nicht weg. Es geht wohl nie wieder weg, soweit ich mich erkundigt habe.
Man kann Realität und Unwirklichkeit nicht mehr auseinander halten. Es ist wie ein intensiver Traum, nur im Wachzustand. Ich habe 2 Leben gleichzeitig. Ein reales und eines im Kopf.

#14


Berti
Kannst du ein normales Leben führen ?
Die Medikamente haben doch schlimme Nebenwirkungen

#15


M
Ja, geht. Die Nw sind nicht schlimm. Ich stumpfe nur ab. Ich fühle mich in etwa wie nach 2 Wochen Maturareise (+Saufgelage).
(Matura=Abi in Österreich)

#16


yellowBag
Zitat von MathiasT:
Ich muss Medikamente nehmen. Ohne geht es nicht weg. Es geht wohl nie wieder weg, soweit ich mich erkundigt habe.
Man kann Realität und Unwirklichkeit nicht mehr auseinander halten. Es ist wie ein intensiver Traum, nur im Wachzustand. Ich habe 2 Leben gleichzeitig. Ein reales und eines im Kopf.

Nur aus Interesse:
Hast du das auch obwohl du Medikamente nimmst oder ist das dann weg?

#17

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M
Es ist zumindest viel besser mit Medikamenten. Die Apathie und das Gedankenrasen, beides weg.

#18


yellowBag
Zitat von MathiasT:
Es ist zumindest viel besser mit Medikamenten. Die Apathie und das Gedankenrasen, beides weg.


Und das mit Realität und Traum ist auch weg?

#19


M
Das wechselt alle paar Tage. Mal so, mal so. Erträglich. Irgendwann geh ich mit den Neuroleptika runter bzw lasse sie weg.

x 1 #20


A


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