Hallo,

wollte mich kurz vorstellen: Bin 43 Jahre und hatte vor einigen Jahren Panikattacken, PTBS mit Agoraphobie aufgrund eines Traumas. Die letzten Jahre hatte ich diese, auch nach Unterstützung durch sehr gute Therapeuten, dem Grunde nach hinter mir gelassen.

Diesen Sommer dann leider ein erneuter „Einschlag“ auf den mein Unterbewusstsein mit 2 Panikattacken, Vermeidungshandeln, etc. reagierte. Hab dann dafür gesorgt, dass ich umgehend eine stationäre Therapie in einer psychosomatischen Klinik (in der ich vor 7 Jahren schon mal war und die damals den Durchbruch gebracht hatte) machen konnte.

Dort nun gut das neuerliche Ereignis aufgearbeitet (hoffe ich zumindest) und mir gleichzeitig auch die Ursachen an sich angeschaut, warum ich bei bestimmten Ereignissen (unterbewusst) (über-) reagiere.

Seit einigen Wochen bin ich nun wieder zu Hause, stelle einige Dinge in meinem Leben um. Insbesondere meine Grundanspannung scheint sich nach und nach zu legen. Beispiel: Die ersten Tage wieder zu Hause konnte ich, trotz leerem Einkaufsladen, in diesen nicht hineingehen. Aktuell stell ich mich an Kassen an, bei denen bis zu 4 Personen stehen. Bei mehr lauf ich lieber noch eine Ehrenrunde durch den Laden.

Ich denke, was mir damals (nach einer längeren negativen Odyssee mit unpassenden Medikamenten, unpassenden Therapeuten/Kliniken, etc.) geholfen hat und mich jetzt wieder (gefühlt: viel zu...) langsam in die Spur bringt, ist die Kombination aus das aktuelle Ereignis/Auslöser bearbeiten, die Ursachen dahinter (Kindheit, etc.) betrachten und machbare Lösungen (u. a. einige Dinge im Leben verändern, welche in meinem Leben nicht stimmig sind) erarbeiten. Zusätzlich nun mit „Verhaltenstherapie“ i. S. von (um-) konditionieren des Unterbewusstseins bei solchen Dingen wie Einkaufen, Auto fahren, etc..

Ach ja und seit 6 Wochen mittels einem trizyklischen ADs (Insidon, Wirkstoff Opipramol), welches ab der 3. Woche bei mir gut unterstützend (Grundspannung senkend) und ohne starke Nebenwirkungen, zu wirken scheint. Auch da musste ich umdenken, da vor Jahren ADs (SSRIs), außer Nebenwirkungen, bei mir nullkommanix gebracht hatten und ich daher eigentlich nie wieder Medikamente nehmen wollte.

Womit ich mich gerade noch schwer tue, ist, dass rational ja zum Ende der stationären Therapie grundsätzlich die Dinge im Groben geklärt sind, es meinerseits aber noch viel Geduld braucht bis auch in meinem Unterbewusstsein angekommen ist, dass das Mammut nicht mehr vor der Tür steht und ich lieber die kleinen Tapser zurück zur Normalität/stimmigen Lebensqualität positiv betrachten sollte.

Bin froh hier gelandet zu sein und schon gespannt auf den ein oder anderen Erfahrungsaustausch.

Liebe Grüße Passepartout

24.11.2013 16:02 • 26.11.2013 #1


4 Antworten ↓


Herzlich Willkommen

Ist doch super das du es damals ohne medis geschafft hasst und auch jetzt mit kleinen Schritten
Wieder auf den richtigen Weg kommst.

Ich versuche es auch durch tägliches Training und Konfrontation und es wird zunehmend besser nur den
Grosseinkauf machen wir noch zu zweit.

LG cooky

24.11.2013 17:23 • #2


Herzlich Willkommen auch von mir

24.11.2013 17:29 • #3


@Goldy
@cooky45

Vielen Dank euch Beiden für eure herzliche Begrüßung!

Und ja, das Ding mit dem Großeinkauf lass ich aktuell kategorisch bleiben. Oder gar in einen dieser Läden mit dem „K“. Riesengroße Verkaufsfläche auf zwei Ebenen, ganz hinten die Rolltreppe nach oben und Milch und Brot, genau, retour im ersten Stock (selbstredend) gaaaaanz am anderen Ende. Allein die Vorstellung, dass ich da hineingehen könnte ist (noch) gar gruselig. Bei der Planung dieser GroßWohlFühlTempel bin ich wohl glatt durchgerutscht -*sicherbin!

Edit: Nicht "Mammut"! Passender: "Säbelzahntiger"!

LG PP

26.11.2013 17:06 • #4


Hallo Passe bin auch neu hier! Herzlich willkommen im Forum!
Mfg Ra-Ma

26.11.2013 17:14 • #5




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