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Dunkelbunte
Nicht jedes schlimme Erlebnis hat eine PTBS zur Folge.

Und man kann diese Störung auch nicht mehrfach haben.

Du hast eine PTBS und ggf mehrere Ereignisse/Traumata.

• #21


Wolken
@Mykel

Ich hatte auch ein Nahtoderlebnis.
Meine PTBS wurde auch durch mehrere schwere Traumata in meinen 20ern ausgelöst.
Ich hatte es damals irgendwie übertaucht, irgendwie weiter funktioniert. Der Total - Zusammenbruch kam bei mir dann vor 2 jahren mit psychiatrischer Einweisung. Psychotisch, Dissoziation, Suizidal, Hyperarousal, Schlafstörung, Alpträume etc.

Ich habe das Gefühl, dass Traumatherapie hilft, aber es dauert. Trauma braucht Zeit sagt meine Therapeutin immer.

Mir hilft auch viel der podcast von verena könig, selbstfürsorge, grounding, viel mit dem körper arbeiten.

Wenn ich mehr in den Traumastrudel rutsche, befallen mich auch negative gedanken, wie "das heilt nie" und es "bringt sowieso nichts", oder "ich bin einfach kaputt".

dann gibt es aber wieder bessere phasen. Da schöpfe ich hoffnung, dass es doch besser werden kann.

was belastet dich im moment am meisten, oder ist es mehr so ein ganzer diffuser ball, ein strudel?

• x 1 #22


A


Posttraumatische belastungsstörung

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Wolken
@Mykel

also mit PTBS würde ich es gezielt mit einem Traumatherapeuten versuchen. Medikamente und Psychiater hilft bei mir auch wenig und Verhaltenstherapie war bei mir sogar kontraproduktiv.

Glaube schon, dass Traumatherapie dir helfen könnte. 🙂

• x 1 #23


Malin2
@Mykel du hast so viel erleben müssen, da kann man nur versuchen Stück für Stück Ereignisse aufzuarbeiten. Vielleicht hilft es dir hier im forum ein Tagebuch zu schreiben?

Die Zustände in Krankenhäusern kenne ich, hab leider auch einiges erlebt was absolut nicht passieren darf.

Du bist jetzt aber wieder Zuhause, sag deinem Kopf laut das ihr in Sicherheit seid.

• x 1 #24


Mykel
@Malin2

Hallo,

Nahtoderfahrungen / Traumas / PTBS hatte ich wie folgt:

2 x schwere Verkehrsunfälle, beim einen habe ich einen Schwerverletzten aus dem überschlagen Auto gezogen,
beim nächsten Verkehrsunfall war ich selbst hart getroffen, Sternumfraktur, d.h. Bruch des Sternums über Herz,
---Atemnot / höllische Schmerzen Monatelang u. länger.... Ich habe immer noch extreme Probleme mit dieser Fraktur....
Auch hier ist ein Trauma hängen geblieben (die Bilder, die Erlebnisse )

1 x Narkoseproblem mit Ausfall der Lungenfunktion sowie Herzstillstand bei vollem Bewustsein während einer einfachen Kniegelenks OP (Spinalanestäsie) Hiervon habe ich ein reales PTBS, da ich meinen eigenen Tod live, über einen längeren Zeitraum, erlerbt habe

1 x Narkoseproblem mit Herzstillstand während der zweiten einfach Kniegelenks OP. Hier war ich dann an meinem Lieblingsort angelangt, und wurde wieder zurückgebeamt.

2 Jahre im Hospiz, mit meinem peranenten Sterbebegleiter B..

Nachdem sich 37° (Sendung im TV) für das Hospiz interessierte, und die zweite Begleitperson meines Sterbebegleiters einen Dreh abgesagt hatte (Familie gab keine Zustimmung zum Dreh) wurde der Film im Kurpark von mir und meiner begleitenden Familie (beide Schwestern), mit kompletter Offenheit und Bildeinblendungen während des Krankheitsverlaufs, abgedreht!
Insbesondere gab es hier extremste familiäre Probleme, da ich es allen Familienmitgliedern schonungslos offen übermittelte.
Auch hier ist, egal wie Ihrs nennt, ebenfalls ein extremstes Trauma enstanden.

Hier im Hospiz habe ich zeitgleich mit dem Dreh, meine eigene Beerdigung komplett organisiert, d.h. in Begleitung meiner beiden Schwestern bis zum letzten Atemzug, insbesondere wer mich begleiten wird, und wer es offen ablehnt.

Mein Beatmungsgerät hat mir zusätzlich zu etliche / hunderte Nahtoderfahrungen / verholfen. Jedesmal, wenn mein Puls / Herzschlag, sowie die Atmung über einen längeren Zeitraum aussetzt, hat mich dieses Gerät wieder aufgepumpt, zurückgeholt, ein hunderte mal wiederholendes Ereigniss! Auch dieses extreme Traume holt mit permanent ein.

Die Schmerzmittel - Morphium in Höchstdosis -, das kolabieren der Leberfunktion / Nierenfunktion, und jetzt wieder die
Niere, die nur noch eingeschränkt funktioniert, ein weiteres extremes Trauma, oder egal wie wirs nennen PTBS

Die extremen Schmerzen, durch die kaputten Gelenke resultierend aus der körperlichen Arbeit unter der Höchst Dosis an
Morphium 1 3 0 m g (bereits als tödliche Dosis bekannt/ tgl. sowie weitere Schmerzmittel dazu tgl.) haben meinem geschunden Körper, den Rest gegeben.
Unter den extremsten Schmerzmittel spürst Du nicht mehr, ob Du dich gerade verletzt hast! Die Gelenke bei mir sind
komplett zerstört!

Jetzt bin ich wieder fast so weit, da die (normalen) Schmerzmittel (8 x 500mg Metamiz. / Natr. etc. tgl.) nicht mehr ausreichen, und eine Schmerzmittelsubstanz, bedingt durch die Wirkdauer bei mir nur noch, 1/4 / 1/2 Jahr bis zur nächsten Steigerung (Opiate / Morphine) wirken.
Opiate Wirkdauer 1/2 Jahr, danach Medikamentenwechsel (Dro. Entzug 14tg. stationär mit Ersatzmedi. Methadon od. ähnl.) Ein Horor! Ein Trauma, das ich live etliche male erlebt habe, und mich permanent verfolgt.
Medikamentenwechsel (Ersatzdroge) heißt: 2 Wochen schreien vor Schmerzen, extremste Schweißausbrüche...........


Nachdem Du dies liest, brauche ich Dir sicherlich nicht zu erklären, was mir meine Dipl. Psychologin, sowie mein Sterbe-
begleiter, sowie befreundete Personen in Absprache mündlich übermittelt, haben!
Wunderte es Euch, wenn Tinitus, Hörsturz nach Ereignissen, Migräne, chronisches Schmerzsyndrom, Kopfschmerzen, Atembeklemmung, Herzrasen, nach solchen Ereignissen auftreten? Mich nicht!

Ich frage Euch, wie definiert man Leben, insbesondere lebenswertes Leben, nachdem man das alles erlebt?

PS: Ein Tagebuch reicht hierfür nicht aus! Ich bin bereits bei über 90 Seiten, d.h. es müsste schon ein richtiges, dickes Buch, werden.

• #25


Malin2
Liebenswertes Leben gibt es nur noch in Mini Schritten, Tag für Tag, Moment für Moment die positiven Dinge festhalten, vorausgesetzt es gibt erholsame und gute Erlebnisse trotz allem tragischen. Das Personal in einem Hospitz tut was es kann um den Bewohnern etwas Freude zu bringen.

• #26


Raffa1974
Ein einzelnes schwerwiegendes und extremes Ereignis kann ein Trauma verursachen. Das wiederum kann bei einigen traumatisierten, aber nicht bei allen, zu einer PTBS führen.
Mehrere schlimme Ereignisse, vielleicht sogar über Jahre hinweg, können natürlich auch schwer traumatisieren und in der Folge zu einer K-PTBS (komplexen posttraumatischen Belastungsstörung) führen. Dies unterscheidet sich deutlich von einem einzelnen Trauma, auch ist die Behandlung und auch eine Prognose wesentlich schwieriger und komplizierter.
Es ist umstritten, ob es bei einer K-PTBS überhaupt so etwas wie Heilung gibt. Was bei einzelnen Traumata hilft, kann bei K-PTBS sogar schädlich sein.
Eine Retraumatisierung als Chance zu bezeichnen ist für mich fahrlässig und gefährlich.
Vorsicht bei der Wahl von Therapeuten

• x 1 #27


Mykel
@Malin2
Hallo Main2,

Du hast recht, positive Erlebnisse, beim ir persönlich sehr kleine Ereignisse, versuche ich permanent umzusetzten.
Einen Espresso bei Sonnenschein, wie Heute bei uns in der Stadt, mein Lieblings DJ E. Ostendorf geniesen, oder
Ablenkung in der ehrenamtlichen Reparatur Werkstätte.
Hier kann ich zumindest für 3 Std. eine (bedingte) Ablenkung erfahren.
Einfach nette Leute treffen, positves bewirken, und positives erfahren, einfache Dankbarkeit.

• #28


Mykel
@Raffa1974
Hallo Raffa 1974,

Du hast Recht, bei mir haben sich diese extremsten Trauma über mehr als 20 Jahre eingebrannt.

Danke für den Tipp mit der Therapeuten Auswahl, den ich mir sicherlich zu Herzen nehmen werde, da ich weiteres Chaos unbedingt vermeiden möchte.

• x 1 #29


Mykel
@Dunkelbunte
Hallo Dunkelbunte,
Danke für Deine Nachricht, die mich aufleben läßt. Habe Seit nunmehr über 10 Jahren trotz des Chaos, keinen Therapeuten.

Habe schon überlegt, ob ich eine Psychosomatische Klinik, z. B. Roseneck (Prien am Chiemsee) stationär, nach der Reha im Nov. ev. aufsuche (Wartezeiteen ?), oder einen passenden (Psycho) Therapeuten aufsunche. Bin noch am hardern.

• #30


-juli
Ich würde gerne tiefer auf deinen Beitrag eingehen, kann das aber momentan nicht leisten, weil ich selbst Traumatisierung in Verbindung mit dem Gesundheitssystem erlebt habe, auch wenn es nicht der Hauptauslöser war.

Es hat lange gedauert, bis ich eine Thera gefunden habe, die sich das zugetraut hat und wir arbeiten alles Stück für Stück und vorsichtig auf. Ich mache aber keine offizielle Traumatherapie, die hatte ich noch nie, sondern Tiefenpsychologie. Das hilft mir bisher auch am besten von allem, was ich probiert habe.

Bei mir kam die beginnende Heilung schleichend. Allerdings kann man keine Traumatsierungen vergleichen und meine PTBS ist durch ganz andere Faktoren entstanden und hat sich deutlich gebessert, als ich mit der Zeit durch die Therapie lernen konnte, mir wieder ein Umfeld aufzubauen.

• #31


-juli
@Mykel ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft für deinen weiteren Weg.

• #32


A


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