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psychomum
Hallo an alle hier im Forum,



Ich komme mir etwas dämlich vor, so eine Frage hier zu stellen, da sich dass so krass und total verrückt anhört.

Aaaalso: Ich leide an rezidivierenden Depressionen, momentan mittelgradig, PTBS, und emotionale Instabilität, abhängige Persönlichkeit, Dissoziation usw. usw...

Nach vielen schlimmen Ereignissen, war ich am Boden. Aber wirklich. Schwere Depressionen....nichts ging mehr. Nun habe ich von einer Wiedereingliederungshilfe für psychisch Kranke gehört und diese beantragt.

Ich würde es cool finden, wenn jemand Erfahrungen mitteilen könnte bzw. kann.

Herzlichen Dank!

Eure Psychomum

23.11.2017 16:02 • 26.06.2019 #1


5 Antworten ↓


NurIrgendjemand
Liebe psychomum,

Ich war von August 2016 bis August 2017 krankgeschrieben wegen schweren Depressionen, Burnout und sozialen Phobien; im September 2016 habe ich mit einer ambulanten Therapie begonnen und war im Sommer 2017 für 11 Wochen in einer Tagesklinik. Dort kam dann auch noch die Diagnose PTBS dazu.

Im September habe ich dann mit der Wiedereingliederung angefangen. Zuerst vier Wochen lang von Montag bis Freitag zwei Stunden täglich Dienst, danach vier Wochen lang vier Stunden am Tag; ohne Wochenenden (normalerweise habe ich auch am Wochenende Dienst).
Der Vorschlag kam von meiner Psychiaterin; ich habe drei Zettel mitbekommen: einen für mich, einen für die Krankenkasse und einen für den Arbeitgeber.
Ich hatte das Glück, sehr verständnisvolle und rücksichtsvolle Kollegen zu haben, was mir den Widereintritt enorm erleichtert hat. Mittlerweile gehe ich wieder sehr gerne zur Arbeit und habe nicht mehr das Gefühl, das alles nicht mehr schaffen zu können wie ich es vor meiner Erkrankung hatte.

Ich wünsche dir, dass du es auch schaffst wieder ganz ins Leben zurückzukommen. Natürlich ist es nicht leicht, aber mit der richtigen Unterstützung (Ärzte, Therapeuten, Freunde/Familie, Kollegen) kann man alles schaffen. Fühl dich gedrückt!

03.02.2018 00:06 • #2



Erfahrung mit "Wiedereingliederung" Depressionen, PTBS,

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NurIrgendjemand
Zitat:
Ich komme mir etwas dämlich vor, so eine Frage hier zu stellen, da sich dass so krass und total verrückt anhört.

Und deswegen brauchst du dir überhaupt nicht dämlich vorzukommen. Ich finde auch nicht dass sich das verrückt anhört. Ganz im Gegenteil: aus deiner Frage spricht ja ganz eindeutig der Wunsch danach, ein "ganz normales" Leben mit Job usw. zu führen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft bei deinen Plänen!

03.02.2018 00:14 • #3


Veritas
Da kommt eh nichts mehr...

04.02.2018 00:04 • #4


Kann man nach jeder Erkrankung machen so eine Wiedereingliederung machen, Krankengeld zahlt die Krankenkasse weiter und man kann sich die Stundenanzahl einteilen ob man 2,4 oder mehr arbeiten möchte.

12.02.2018 14:26 • #5


Ja, das geht grundsätzlich bei jeder (längeren) Erkrankung. Betrieb sind nach einer mehr als 6 wöchigen Arbeitsunfähigkeit dazu verpflichtet, Wiedereingliederungsmanegment zu betreiben. Üblich ist das Hamurber Modell (stufennweise Wiedereingliederung), wie oben beschrieben. Schwieriger wird dir Sache, wenn es keine forbestehende beschäftigung gibt, in die man zurückkehren kann, Da fehlen mir selbst gerade Lösungen.

26.06.2019 13:41 • #6




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