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Auch mit niedrigem Blutruck kann man jedoch bestimmte BB einehmen. Doch ich denke mal das der Arzt schon den Puls gemessen hat

24.07.2011 11:20 • #21


Betablocker haben bei mir noch nie Lust oder Gefühle jeglicher Art weggedämpft ausser die Ängstlichkeit ein wenig. Vielcit ist das bei Personen so die unter Depressionen leiden. Bei mir war es noch nie so

24.07.2011 11:23 • #22


Zitat von Ozonik7:
Betablocker haben bei mir noch nie Lust oder Gefühle jeglicher Art weggedämpft ausser die Ängstlichkeit ein wenig. Vielcit ist das bei Personen so die unter Depressionen leiden. Bei mir war es noch nie so


Nein, das hat mit Depression nichts zu tun. Es hat aber sicher auch was mit der Dosis zu tun und ob man BB ständig und länger nimmt. Viele kommen super klar. Mein Vater nimmt seit seiner Herz OP vor 12 Jahren auch BB (Beloc) und meine Mutter auch schon bestimmt 8 Jahre. Sexuell läuft da aber nichts mehr von meinem Vater aus und so kenne ich es auch von vielen anderen.

Man muss auch sehen, Adrenalin wird nun mal auch für viel gebraucht, was den Menschen und Reaktionen angeht. Adrenalin hat nicht nur Nachteile und da geht es ja eh in dem Fall hier mehr um Angstpatienten.
Angst ist ja nun mal ein natürlicher Prozess und ohne Angst würde es keine Menschheit mehr geben, sie ist überlebenswichtig. Und daran ist nun mal Adrenalin beteiligt. Und wenn man das, wie mit BB, unterdrückt, dann ändern sich da eben auch einigen Dinge beim Menschen.

Wer z.B. jede Woche 4 mal 20 km joggt oder täglich ausgedehnten Sex hat, der wird das von da an vergessen können, wo er z.B. täglich 150 mg Metoprolol oder 20 mg Nebilet nimmt (o.a. BB in mittlerer bis hoher Dosis). Die Dämpfung durch BB kann auch Müdigkeit und Lustlosigkeit bedeutet, häufig auch Gewichtszunahme.

Ich nehme nun 2 Jahre keine BB und ich hab wegen den Kopfschmerzen in den 2 Jahren bestimmt mit 12 verschiedenen Ärzten geredet, auch wegen BB, weil die werden ja auch manchmal gegen Migräne eingesetzt. Wirklich jeder riet mir von BB ab. Aber eben auch, weil ich schon etliche durch hab und nicht gut vertragen hatte. Weil statt Beruhigung wurde ich unruhig und bekam PA von BB.

24.07.2011 13:06 • #23




Das Du von Betblockern unruhig wirst ist wohl eher die Ausnahme

das muss man aber auch mal sagen

24.07.2011 15:42 • #24


Zitat von Ozonik7:
:D Adrenalin unterdrückt ja auch kein Betablocker. Der verhindert nur das es an die Rezeptoren des Herzmuskels andocken kann

Das Du von Betblockern unruhig wirst ist wohl eher die Ausnahme

das muss man aber auch mal sagen


Sorry, aber da stimmt wenig dran.

Beta Rezeptoren gibt es überall im Körper, also Herz, Hirn, Lunge, Leber etc. und Betablocker wirken eben nicht nur am Herz, sondern überall.

Darum sind sie auch bei vielen Erkrankungen kontraindiziert oder es kann zu Problemen kommen, wie z.B. bei Asthma. Und ich weiß auch von vielen Leuten aus persönlichen Gesprächen, die können seit der BB Einnahme schlechter atmen, auch die Kondition ist gesunken.
BB können auch Diabetes verschlimmern oder gar auslösen.

Es gibt aber auch verschiedene BB, z.B.:
Zitat:
Es gibt kardioselektive (bevorzugt am Herz wirkende) und nichtselektive Betablocker. Bei Diabetes sollten die kardioselektiven eingesetzt werden. Bei ihnen sind Nebenwirkungen wie Anstieg der Blutfette oder Zunahme der Insulinresistenz seltener. Außerdem unterdrücken sie nicht die typischen, durch Adrenalin ausgelösten Zeichen einer Unterzuckerung wie schneller Puls, Zittern oder Schwitzen.

Und wie gesagt, BB können auch Depression auslösen und das ist nicht selten. Ich war vor 2 Jahren 1 Wochen im Krankenhaus auf der Kardiologe und war erstaunt, wie viele Männer da BB nehmen und Depression haben. Und mit denen ich sprach, die sagten alle, es fing erst mit der BB Einnahme an, nur hatten die keine Wahl, weil sie eben alle BB nehmen mussten.
Zitat:
Die Substanzen, die am häufigsten Symptome einer Depression verursachen können, sind Antikonvulsiva, Benzodiazepine (vor allem nach Entzug), Zytostatika, Glucocorticoide, Interferone, Antibiotika, Lipidsenker, Neuroleptika, Retinoide, Sexualhormone und Betablocker.

http://de.wikipedia.org/wiki/Depression

Ich weiß von Kardiologen aus Gesprächen und auch von anderen Ärzten, es gibt da seit Jahren schon ein Umdenken, was BB angeht. Wenn es nicht anders geht, werden sie verschrieben. Aber in vielen Fällen, wo sie lange Jahre zu schnell verschrieben wurden, sind sie nicht mehr 1. Wahl.
Und wie ich schon sagte, was ich so aus der Psychiatrie mitbekommen, da haben BB keinen guten Ruf mehr, wenn es nur um das Beseitigen kleinerer körperlicher Symptome geht oder wegen Aufregung etc. Und ich bin nicht bei einem Dorf Doc, sondern bei Psychiatern in der Berliner Charité. Und da sagte mir erst neulich eine Psychiaterin, auch im Studium bei den Ärzten gibt es seit einigen Jahren eine etwas veränderte Sichtweise zu BB, die früher jedem sofort hinterher geschmissen wurden, was man heute nicht mehr macht, aber das ist noch nicht überall bei den Ärzten angekommen.

Keine Frage, BB sind sinnvoll und helfen vielen Leuten. Trotzdem sollte man BB nur nehmen (täglich), wenn es nicht anders geht.

24.07.2011 16:11 • #25


Scheint eine etwas andere Zusammensetzung zu haben.

Andere Frage wenn Du Dich so supi auskennst. Was nimmt man den als Ersatz von Betablockern ?

Das sie für Ängste und Panik nicht geeignet sind is ja klar. Nur jemandem der Herzrasen aufgrund seiner Ängste hat, bis zu einer Therapie Antidepressivum zu verschreiben, wovon als Hauptnebenwirkung (HERZRASEN) meist hervortritt oder Herzstolpern ist ja auch wenig sinnvoll oder ??

24.07.2011 17:41 • #26


Zitat:
Das sie für Ängste und Panik nicht geeignet sind is ja klar. Nur jemandem der Herzrasen aufgrund seiner Ängste hat, bis zu einer Therapie Antidepressivum zu verschreiben, wovon als Hauptnebenwirkung (HERZRASEN) meist hervortritt oder Herzstolpern ist ja auch wenig sinnvoll oder ??

Herzrasen ist relativ.
Letzte Woche lief im MDR die Sendung "Hauptsache gesund" und da sprach eine Professorin als Gast auch über Herzrasen etc. Und sie sagte auch, sein Herz quasi schlagen zu spüren (was ja bei Angstpatienten oft ein Problem ist), ist normal und kein Grund für irgendwelche Medikamente, auch nicht bei Herzrasen.

Es kommt halt darauf an, ist es eine körperliche Ursache (Störung am Herz), psychisch oder was auch immer. Entscheidend ist hier, ob es körperlich/organisch ist und wenn dem so ist, dann ist ein BB sicher sinnvoll.
Bei vielen ist es aber so, die hatte immer Puls zwischen z.B. 65 und 75 und plötzlich immer zwischen 85 und 100. Organische Ursachen werden nicht gefunden, Herz und alle Untersuchungen i.O., Blutdruck eigentlich auch. Und dann ist aber eine Angststörung oder was auch immer da. Und dann ist es doch klar. Der Puls wird hier von der Psyche auf Trab gehalten und sehr sehr oft ist das auch so.

Und da sollte man dann keinen BB verschreiben, sondern mal die Kondition betrachten. Viele fangen nämlich an, sich dann mit ihren Angststörungen zu schonen.

Klar, man kann seine Angststörung fein pflegen, sich immer schön schonen und Medikamente futtern, auch BB. Das ist aber der falsche Weg.

Mir hat damals die Kardiologen im Krankenhaus nach dem Herzkatheter ganz klar gesagt: "Ihr Herz ist 100% i.O., auch wenn Ihr Puls immer zwischen 90 und 100 ist, für ein gesundes Herz ist das kein Problem und da müssen Sie sich nicht mit Betablockern belasten. Setzen Sie die Metoprolol ab, verzichten Sie auf Alk., schränken Sie das Rauchen ein und machen Sie was, vielleicht Joggen".

Einen Teil davon hab ich umgesetzt und der Puls sank um 10-15 die Minute und ist heute quasi normal. Ich hätte auch alles so lassen können und weiter BB nehmen, mit Ende 30.
Zitat:
Was nimmt man den als Ersatz von Betablockern ?

Überall ist das nicht Thema. Bei Herzpatienten gibt es da oft keine Alternativen, aber darum ging es mir auch nicht. Oft wird BB aber als Monotherapie eingesetzt, weil der Blutdruck vielleicht 130/100 ist, es geht also meist um den 2. Wert. Und hier könnte man mal sehen, ob man nicht mit einem Blutdruckmedikament ausreichende Erfolge hätte. Vielleicht einen ACS-Hemmer in geringer Dosis oder Blopress, was sehr wenige Nebenwirkungen hat und auch relativ neu ist. In den USA ist da erstmal immer ein Diuretika angesagt, also Wassertablette. Das ist dort in der Blutdrucktherapie sehr beliebt.

Wenn es um Puls und Psyche geht, da gibt es ja nun echt erstmal genug, was man versuchen kann, bevor man zu BB greift. Was auf pflanzlicher Basis. Oder mal Weißdorn versuchen.

Und AD ist auch nicht gleich AD, da gibt es doch große Unterschiede, auch was die Nebenwirkungen angeht. Ich muss nur immer schmunzeln, wenn Leute meinen, ein BB ist immer harmloser als ein AD. Das stimmt nämlich nicht.

Nur mal am Beispiel von Metoprolol:

Zitat:
Nebenwirkungen

Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es gelegentlich zu zentralnervösen Störungen wie Müdigkeit, depressiven Verstimmungen, Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Schwitzen, Albträumen oder verstärkter Traumaktivität, Schlafstörungen und Halluzinationen kommen.

Vorübergehend kann es gelegentlich zu Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Verstopfung, Durchfall) kommen.

Gelegentlich können allergische Hautreaktionen wie Rötung, Juckreiz, Exantheme, Hautausschläge bei Lichteinwirkung (fotosensitivität) auftreten.

Gelegentlich kann es zu Missempfindungen (Parästhesien) und Kältegefühl an den Gliedmaßen, selten auch zu Muskelschwäche oder Muskelkrämpfen kommen.
Auch eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen - einschließlich Patienten mit Verkrampfungen der Fingerschlagadern (Raynaud-Syndrom) - wurde beobachtet.

Die Behandlung mit "Metoprolol ratio 50 Tabletten" kann in seltenen Fällen zu verstärktem Blutdruckabfall, anfallsartiger, kurz dauernder Bewusstlosigkeit (Synkopen), Herzklopfen (Palpitationen), starker Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), Störungen der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen zu den Herzkammern (atrioventrikuläre Überleitungsstörungen) oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) mit krankhaften Flüssigkeitsansammlungen (peripheren Ödemen) und/oder zu Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnoe) führen.

In vereinzelten Fällen ist bei Patienten mit anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina Pectoris) eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.

Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege (bronchospastischen Reaktionen) insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen zu Atemnot kommen.

Selten wurden Mundtrockenheit, Augenbindehautentzündungen (Konjunktivitis) oder verminderter Tränenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten) sowie in Einzelfällen Sehstörungen beobachtet.

"Metoprolol ratio 50 Tabletten" kann die Symptome einer schweren Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.

In seltenen Fällen kann eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) erkennbar werden oder eine bereits bestehende Zuckerkrankheit sich verschlechtern. Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger "Metoprolol ratio 50 Tabletten"-Therapie zu Zuständen mit erniedrigtem Blutzucker (hypoglykämische Zustände) kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers - insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - können verschleiert werden.

Vereinzelt wurden Libido- und Poten. beobachtet.

Unter der Therapie mit "Metoprolol ratio 50 Tabletten" kann es zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyzeride im Blut beobachtet.

Bei Langzeittherapie mit "Metoprolol ratio 50 Tabletten" wurde in Einzelfällen eine Erkrankung der Gelenke (Arthropathie) beobachtet, wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- und Polyarthritis).

In Einzelfällen kann es zu einer Erhöhung der Leberenzyme (GOT, GPT) im Blut oder zum Auftreten einer Leberentzündung (Hepatitis) kommen.

Desweiteren wurden in Einzelfällen Haarausfall, Hörstörungen oder Ohrensausen, Gewichtszunahme, Persönlichkeitsveränderungen (z.B. Gefühlsschwankungen, kurz dauernder Gedächtnisverlust), eine Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), ein allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica) oder eine Induratio P. plastica (Peyronie's disease) beobachtet.

Besondere Hinweise:
Beta-Rezeptorenblocker (z.B. "Metoprolol ratio 50 Tabletten") können in Einzelfällen Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu schuppenflechteeähnlichen (psoriasiformen) Hautausschlägen führen.

Beta-Rezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen. Bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu überschießenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.


Das ist heftiger als bei manch einem AD und selbst die Packungsbeilage von Tavor ist dagegen ein Witz.

Jeder Mensch reagiert anders, aber ich weiß von vielen Ärzten, genug Patienten haben nach Langzeiteinnahme von BB dann eben doch etliche dieser Nebenwirkungen, bestimmte Werte verschlechtern sich etc.

24.07.2011 18:36 • #27


Also in Listen von Nebenwirkungen könnten wir hier wetteifern. Ich kenne übrigens HCT Wassertabletten in Zusammenhang mit Atacand ein sehr verträgliches Blutdruckmittel in Verbindung mit Bisolich. Gegen zu hohen Blutdruck alles. Nehme ich jeden Tag trotz Sport.

Da fällt mir ein. Betablocker hatte ich damals gerade weil ich untrainiert war und bei jeder Anstrengung die Pumpe auf 160 hoch ging. Da setzte man Betablocker Propanolol ein ,damit ich wieder Sport anfangen konnte ! Sonst wenn Du mit 160 Schlägen anfängst bist Du schnell an Deinen Grenzen und es löst noch mehr Angst aus. Deshalb finde ich es gut das ich Betablocker bekam. So war ich in Ruhe um die 70 Pulschläge statt 100-120 in Ruhe

Und unter Belastung bei 120 -130 Pulschlägen statt über 170. So war auch weniger Angst da und ich konnte endlich trainieren,was mein Herz mir damit dankte das ich die Dinger wieder absetzen durfte als es trainiert genug war

Abgesehen davon hatte ich vom Blutdruck und dem Herzrasen über Jahre ohne Betablocker eine Herzwandverdickung bekommen die mit viel Glück, Betablockern und Lisinopril nach 2 Jahren wieder ganz zurück gegangen ist. Dank dieser Medikamente

Und nu kannste mir Beipackzettel bringen ohne Ende. Hätte ich die Dinger nich gehabt wäre ich heute schon ein Pflegefall wegen Herzmuskelschwäche . So. Das mal zu meiner Geschichte .

Mir haben die wunderbar geholfen. Ohne Nebenwirkungen

Trotzdem _Danke für die Mühe und die interessante Aufklärung

Jeder is halt anders

24.07.2011 20:00 • #28


@ Ozonik7

Damit wir uns nicht missverstehen, ich hab nichts gegen BB und die sind auch wichtig. Es gibt viele Leute, für die sind sie wichtig und z.T. lebensnotwendig. Meine Vater muss sie wegen künstlicher Herzklappe auch nehmen und da sind sie wichtig. Nach Herzinfarkten, bei Angina Pectoris oder was auch immer, BB sind wichtig.

Aber worum es mir ging, sie werden oft noch zu schnell verschrieben und ohne das sie es nun absolut unbedingt müssten.

Wenn jemand Normalgewicht hat, keine psychischen Störungen, Sport macht, nicht raucht und nicht zu viel Alk. trinkt, sich gut ernährt und dann trotzdem hohen Blutdruck und Puls hat, ok, dann wird nichts gegen BB sprechen. Aber wenn man an diesen genannten Faktoren noch was ändern kann, weil eben genau das Gegenteil der Fall ist (Übergewicht, Kettenraucher, wenig Bewegung etc.), dann sollte man das erstmal tun und aktuell ist das in der Kardiologie auch der absolute Trend.

Viele Leute erfüllen 2, 3 oder 4 Risikofaktoren, haben dann Beschwerden und stopfen sich mit 2-3 Medikamenten voll und das z.T. schon unter 40. Man sollte vielleicht mal die Risikofaktoren abbauen.

24.07.2011 21:49 • #29




Das sollte man allerdings vom Arzt überprüfen lassen und nicht nur seinem angeblichen mit der Angst ohne zu messen gefühltem schnellen Puls überlassen. Denn manchmal ist gerade bei Panikpatienten viel Einbildung dabei und wenn de dann messen tust ist der Puls vieleicht bei 80-95 was noch völlig im Rahmen liegt , wird aber anders empfunden. Beim ständigen Ruhepuls von 100 oder höher würde ich auf die Dauer aber mal was unternehmen,zumal man ja heutzutage eh ewig auf nen Therapieplatz warten muss

24.07.2011 22:06 • #30


Zitat von Ozonik7:
Es sei denn man hat Panikattacken und Ängste z.B. und der Puls ist wirklich dauernd mit wenigen Ausnahmen zu hoch. Dann finde ich sie schon empfehlenswert, damit der Puls erstmal so weit runter geht das man überhaupt Sport erst machen kann statt sich die Pumpe bis sonst wohin zu jagen

Ja, das ist aber genau der Punkt, den ich meine. Einen hohen Puls, wenn er nur durch eine Angststörung verursacht wird, sollte man dann eben nicht mit einem BB behandeln. Ein Sport, wo man etwas an die Leistungsgrenze kommt, baut das Stresshormon Adrenalin ab, man merkt zudem, sich belasten zu können und ohne gleich zu verrecken. Wer angstbedingt immer einen Puls von 85 bis 100 hat, wird den schnell um 10-15 senken. Dazu muss man nur den inneren Schweinehund besiegen. Und wenn das nach Monaten nichts bringt, DANN kann man immer noch über BB nachdenken.
Und jeder gute Kardiologe würde es genau so empfehlen, natürlich vorausgesetzt, dass das Herz gesund ist.

Und BB kann die Leistungsgrenze herab setzen. Nicht immer und bei jedem so stark spürbar, aber viele merken es.

Zitat:
Betablocker vermindern die Freisetzung des Energielieferanten Zucker (Glukose) aus Speichern in Leber und Muskel.
Deshalb können sie zu Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit, selten auch zu Missempfindungen und Krämpfen in den Muskeln führen. Das kann bei Sportlern, vor allem bei Ausdauersportarten wie Langstreckeradrennen, zu einer Verminderung der Leistungsfähigkeit führen.
Deshalb sind Betablocker nicht die Blutdrucksenker der ersten Wahl bei Leistungssportlern. Außer den Diuretika kommen alle anderen von der Deutschen Hochdruck-Liga empfohlenen Medikamente, also ACE-Hemmer, AT1-Rezeptorblocker und Kalziumantagonisten als Alternativen in Betracht. Fragen Sie Ihren Hausarzt, ob eine Umstellung auf ein anderes Medikament möglich ist.

25.07.2011 10:40 • #31


Richtig. Weil das Herz eben nicht mehr rasen kann und somit auch nicht überlastet wird. Bei einem herz was ca. 110 in Ruhe schlägt bekommen die meisten schon Atemnot. Untrainiert steigt der Puls beim Sport dann gleich hoch,was noch mehr Angst macht und Atemnot. Dann läuft keiner oder joggt freiwillig.hihi Das traut sich dann keiner wenn er eh Panikattacken hat.

Aber nun gut. Mir hats auf diese Art und Weise geholfen.


Meine Güte wie kann man sich nur so verrückt machen. Entweder es hilft ; oder es hilft nicht dann lässt mans weg.

Wir könnten uns auch noch über Quantenphysik unterhalten und darüber warum da irgendwann die Relativitätstheorie von Einstein nicht mehr greift, aber das wäre jetzt ein wenig am Thema vorbei.grins

25.07.2011 14:04 • #32




Für Dich weil Du so angestrengt an den Antworten gearbeitet hast



upps Sorry verkehrter Clip...ähemm

Hier ist der richtige

Bringt auch den Puls runter ohne BBs



Schööööön entspannend .

25.07.2011 14:22 • #33


Warum eigentlich alles rauskopieren ??

Bitte schön.

http://www.herzstiftung.de/Betablocker.html

Zufrieden ?

25.07.2011 14:34 • #34


Den Artikel kannte ich schon.

Aber um es noch mal auf den Punkt zu bringen. Warum sagte mir denn die Kardiologen noch im OP nach dem Herzkatheter, ich soll den BB absetzen, weil den brauche ich nicht? Und sie wusste, mein Puls ist oft bei 95-100 gewesen, ich war Panikpatient etc. Also wenn man den BB unbedingt, bei einem gesunden Herz, bräuchte in der Situation, warum sagte sie dann absetzen?

Und ich hab die letzten Jahre immer mal wieder die Psychiater gefragt, als ich noch oft Unruhe, Angst, Schweißausbrüche und Zittern hatte, oben ich nicht doch noch mal BB versuchen soll. Jeder sagte nein, keine BB nehmen.

25.07.2011 14:54 • #35


Weil Betablocker nur ein wenig beruhigend wirken und das bei Angst und Panik keines von beiden unterdrückt wie Diazepam oder Tavor z. B.

Das bisschen Beruhigung was die Dinger bringen als Nebenwirkung reicht nicht aus um einen Angst Patienten zhu beruhigen geht bei etwas Angst aber nicht bei stärkeren Ängsten.

Vieleicht von Vorteil bei einer Herzneurose. Damals hatte ich in Ruhe 147 Puls. Tag und Nacht. Da waren die sinnvoll

Und weil die Pharmaindustrie ja ihre neuen Medis auf den Markt bringen will grins...

Bin übrigens gerade von meiner 3 Stündigen Radtour zurück ...lechz ...hechel

Immer schön sprinten macht Freude.hihi Das Bike ist superleicht und hat ne Klasse Überstezung .

Kein Rasen-kein Stolpern und schön ausgepowerd

Mit BB;-) Puls jetzt nach der Anstrengung übrigens bei 100

25.07.2011 19:00 • #36


Bei mir war ja auch das Problem, meine Panikattacken fingen ja damals überhaupt erst mit BB an und darum riet mir dann wahrscheinlich jeder Arzt davon ab. Und paradox war, trotz hoher Dosis BB war der Puls immer noch hoch, selten unter 95. Bei mir haben BB nichts an Angst unterdrückt, sondern eher noch gefördert.

25.07.2011 19:20 • #37


also ich habe auch soziale Phobie, in der Schule bekam ich bei Vorträgen Panikattacken und alle Anzeichen von Nervosität

Damit das an der Uni nicht auch passiert, hab ich mir vom Arzt Propanolol verschreiben lassen.
Ich habe bis jetzt nur einen Vortrag gehabt, habe nur 20 mg eingenommen und ich hatte kein Herzklopfen
während dem Vortrag und damit auch kein Versagen der Stimme und allgm keine Anzeichen von Nervosität
Das war so erleichternd nach all den Jahren , aber unter dem Einfluss der Tablette konnte ich dieses Glücksgefühl
nicht so stark empfinden
und weil ich weiß, dass diese Tabletten depressiv machen, möchte ich das nur bei Vorträgen benutzen
und ich benutze ja nur eine halbe Tablette. Hoffentlich klappt das weiter so, das erspart mir nämlich viel Kummer^^

18.09.2013 20:21 • #38


Bienchen88
Hallo ihr lieben,
ich schütte euch mal wider mein Herz aus. Bin in so ein Gedanken zwispalt

Mein Hausarzt hat mir wegen den Herzrasen die Docition 40mg verschrieben. Ich soll sie nehmen wenn der Puls wider hochschießt oder wenn ich merke das ich eine PA bekomme, da sie ja auch eine beruhigende Wirkung haben sollen. Am Anfang hatte ich nie bedenken und in der Früh eine halbe genommen weil ich wusste das es da am schlimmsten ist. Unter tags eher selten.

Aktuell nehme ich bloß noch im äußersten Notfall eine, weil aus dem nichts herraus, habe ich Angst vor den Tabletten. Mein herz ist ja gesund laut 24h EKG, ruhe EKG und großes Blutbild und die Tabletten sind ja Betablocker.
Zwicksituation im Kopf

Hat jemand in einer ähnlichen Situation schon mal diese Tabletten verschrieben bekommen?
oder kennt jemand die plötzliche angst vor Tabletten? nun muss ich lachen

Wünsche euch noch einen schönen Mittwoch

02.05.2018 12:49 • #39


Psychic-Team
Ich habe Dein Thema mal nach hier verschoben. Hier findest Du ähnliche Themen zu Docition:

angst-vor-krankheiten-f65/dociton-t63329.html
medikamente-angst-panikattacken-f76/dociton-10-mg-bzw-propanolol-ads-t82598.html

03.05.2018 08:32 • x 1 #40




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