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Purrfect
Oh je, ich fall mal gleich mit dem ersten Post ins Haus

Nun, ich nahme einige Jahre Venlafaxin.
Grund waren eigentlich eher leichte Depression, eine gewisse Überempfindlichkeit des Nervensystems, manchmal Antriebsprobleme.

Abgesetzt habe ich Venla, weil es einige unangenehme Nebenwirkungen hatte, z.B. beim Schlafen.

Ich habe mich eigentlich auch weit über 1 Jahr nach dem Absetzen gut gefühlt.

Aaaaaaber in letzter Zeit überfällt mich eine gewisse Empfindlichkeit, ich fühle mich als innerlich zittrig.

Jetzt frage ich mich, ob es doch wieder notwendig ist, mit Venla wieder einzusteigen.

Naja, am Sonntag habe ich das versucht, 75mg eingeworfen.

Und dann. oh je, ein übler Trip.

Herzrasen, Angst, Beklemmung.

Das Medikament, das mir einst Stabilität gegeben hat, hat am Sonntag gegen mich gearbeitet.

Ich habe einen Arzttermin, aber ich wollte mal hören, wer auch solche Erfahrungen hat.

Ich vermisse die innere Stabilität des Nervensystems, aber als ich am Sonntag wieder einsteigen wollte, hat das Venla gegen mich gearbeitet.

Wer hat schon mal Venla abgesetzt und ist wiedereingestiegen?

Gruß
Purrfect

17.11.2020 22:14 • 21.11.2020 #1


5 Antworten ↓


Lu-Ann
Hallo Purrfect,

Oh je - das klingt nicht so angenehm, was du da erlebt hast. An diese Symptome erinnere ich mich, als ich vor etlichen Jahren mit venla, damals noch Trevilor, angefangen habe.
Ich habe mal versucht, das Zeugs abzusetzen, was bei mir zu fürchterlichen Symptomen führte, die nur noch mit Tavor auszuhalten waren. Nicht gut! Es endete bei einem 6-wöchigen Aufenthalt in einer Akutklinik für Psychosomatik, wo sie mir das Tavor weggenommen haben und mich neu auf venlafaxin eingestellt haben. Da ging es vom Entzug des tavors zu den erstsymptomen des venlas.

Ich möchte dir dringend empfehlen, dich von einem Arzt und / oder Therapeuten begleiten zu lassen! Auch wenn du schon mal auf venla eingestellt warst, ist Die Einnahme nach 1 Jahr ohne für deinen Körper nun wieder ein Neustart.
Ich habe bei meinen Experimenten damals gelernt, dass diese Medikamente immer einer guten ärztlichen Betreuung bedürfen und würde es nie wieder auf eigene Faust probieren.
Mittlerweile bin ich bei einer Dosis von 37,5mg und werde diese wohl, laut meiner Ärztin, den Rest meines Lebens behalten. Ich habe es akzeptiert. Gehört zu mir dazu und fertig.

Ich wünsche dir alles gute! Und Kopf hoch! Wenn dein Arzt dir das venla wieder Verordnet, kommst du auch durch die ersten 2-3 Wochen, die zum Aufbau des Wirkspiegels notwendig sind! Du schaffst das!

17.11.2020 22:29 • x 1 #2



Venlafaxin abgesetzt, wieder einsteigen?

x 3


Purrfect
Danke für deine Nachricht!
Ja, das Absetzen von Venla ist ein großes Problem.
Ich habe es ja auf eigene Faust wieder selbst genommen, die 75mg haben heftig eingeschlagen....
Wie gesagt, mir fehlt einfach diese innere Stütze, die ich immer hatte, ich denke oder hoffe, die wieder zu bekommen.
Termin beim Doc ist erst in 14 Tagen. Auf eigene Faust Venla wieder einzuschleichen ist heikel, ich trau es mir kaum...

Wenn überhaupt, würde ich auch nur mit 35mg wieder einsteigen. Ich rechne auch damit, dass wieder dauerhaft zu brauchen.
Gibt viele Leute, die Medikamente dieser Art lebenslang nehmen, so what

17.11.2020 23:25 • #3


Winnie22
Das kenn ich, die erste Tablette war immer die Hölle. Jetzt dosier ich gerade auf und das ist auch kein Spaß.
Es wäre schön, wenn sofort bei Einnahme die innere Ruhe einkehrt aber das klappt leider nur bei Beruhigungsmitteln.
Leider ist das einschleichen bei manchen nicht einfach und verschlimmert erstmal die Symptome.

18.11.2020 12:33 • #4


Mache gerade genau das Gleiche durch (siehe anderer Thread), aber heute geht es mir schon besser. Die ersten beiden Tage waren die Hölle und ohne Benzos hätte ich das nicht ausgehalten. Aber es scheint sich gelohnt zu haben.
Habe hier in einem anderen Thread auch gelesen, am Besten ne Woche krankschreiben lassen und dann Augen zu und durch. Irgendwann geht es dann auch wieder bergauf.

21.11.2020 14:11 • #5


Melanie1506
Nehme jetzt auch seit etwa drei Jahren venla hab aber seit August das Gefühl das die Wirkung nachlässt/nicht mehr reicht.

Gehe voraussichtlich im Januar in eine psychosomatische Klinik und würde da gerne den Medikamentenwechsel ansprechen.
Habe zweimal ziemlich heftige Erfahrungen beim ein und ausschleichen gemacht und Trau mich nicht mehr das ganze ambulant zu machen.

21.11.2020 16:17 • #6




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