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Hallo,

Kann mir jemand von euch schreiben was der Unterschied zwischen Maprotilin und Clomipramin ist?

Danke schon mal für die Info.

Mit Freundlichen Grüßen

Jandro

02.06.2017 08:32 • 04.06.2017 #1


6 Antworten ↓


Kann mir keiner von euch die Frage beantworten?

03.06.2017 07:20 • #2



Unterschied zwischen Maprotilin und Clomipramin?

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Clomipramin:
Es hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin (5HT) sehr stark.
Es hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin mäßig stark.
H1 Rezeptor Bindung ist mäßig stark, d.h. es sediert etwas, macht etwas Appetit und lässt einen i.d.R. ein paar kg zunehmen.

Maprotilin:
Es hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin mäßig stark (Ganz ganz schwach auch die Wiederaufnahme von Dopamin und Serotonin)
H1 Rezeptor Bindung ist sehr stark, d.h. es sediert ordentlich, macht Appetit und bringt i.d.R. Gewichtssteigerung mit sich.
Es wirkt weniger anticholinerg als Clomipramin.

Maprotilin und Mianserin sind sich sehr ähnlich.
Mirtazapin unterscheidet sich insofern von den oberen beiden, als dass es kaum noradrenerg wirkt.

https://www.researchgate.net/publicatio ... l_Approach
PDF, Table 1, Page 57.

03.06.2017 23:29 • #3


Allerdings: Maprotilin hat ein hohes Interaktionspotential mit vielen anderen Medikamenten, außerdem wohl eine höhere Inzidenz für Krampfanfälle, Leukopenie und Hautreaktionen als klassische TCAs, deswegen wird es heutzutage nur noch selten verschrieben. Ähnliches gilt für Mianserin (Blutbildungsstörungen, darunter Agranulozytose, weitere Knochenmarkschäden)

Will man das ungefähre Wirkprofil von Maprotilin/Mianserin haben, dann nimmt man heutzutage Mirtazapin und fügt ein NRI hinzu, z.B. Reboxetin oder Bupropion.

03.06.2017 23:38 • #4


Für welches Krankheitsbild willst Du es denn einsetzen?

04.06.2017 00:21 • #5


Für Zwänge, Ängste, Depressionen und Schwere Unruhe mit Schlafstörungen.

04.06.2017 06:03 • #6


Zitat von Jandro:
Für Zwänge, Ängste, Depressionen und Schwere Unruhe mit Schlafstörungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Trizyklis ... Komponente

Clomipramin wäre definitiv einen Versuchen wert, wobei ein TCA vom Amitriptylin-Typ vielleicht eher passen würde, da du unter schwerer Unruhe und Schlafstörungen leidest. Falls Du mit den Nebenwirkungen von TCAs klarkommst, ist es eigentlich das beste was machen machen kann, gerade bei deinem Krankheitsbild.

04.06.2017 06:17 • #7




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Dr. med. Andreas Schöpf