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Ich nehme zur Zeit fünf Tabletten Opripamol täglich um meine Angst in den Griff zu bekommen. Ich nehme diese Tabletten schon sehr lange, ca. 20 Jahre mit längeren Unterbrechungen und meist nicht in so hoher Dosierung, aber zur Zeit ist es wieder schlimm mit den Ängsten. Kann man wohl bei so einer langen Einahme dieser Medis mit Organschäden rechnen.

Ich fange gar nicht erst an mit den Ärzten über diese Langzeitschäden zu sprechen, sonst wollen sie die Medikation noch umstellen. Das will ich absolut nicht.
Ich will nächstes Jahr gerne nach Bad Bramstedt. Muß mal sehen ob es klappt. Ich brauche echt eine Familienauszeit.

Ich danke fürs Lesen.
LG
Möbchen

28.11.2008 23:58 • 30.11.2008 #1


10 Antworten ↓


Hi Möbchen,
ich war in Bad Bramstedt 1997 und ich wünsche dir viel Glück bei der Therapie!
Dort wird man einmal gecheckt, dann werden die Medis umgestellt um sie letztendlich ganz weg zu bekommen und du findest viele "Leidensgenossen". Dann gibt es Sport, verchiedene Therapien wie Kunst und Co, Einzelgespräche, Gruppengepräche, Aufbau eines Entstehungsmodels, erlernen der progressiven Muskelentspannung usw. Sie haben ein kleines Schwimmbad und Tischtennis ^^
Der Bau ist ( war ?) sehr , sehr schön und gemütlich. Eigenen Arzt ( mit Sprechzeiten ) auf der Station und die medizinische Versorgung 24 Std. am Tag, nebst einer Cafèteriea.
Liebe Grüße
Iris

29.11.2008 09:45 • #2



Über 20 Jahre Opripamol-Langzeitschäden?

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Ich danke Dir liebe Iris.
Ich würde sehr gerne dort hin. Ich ziehe es auch durch. Nur habe ich zwei Kinder, die versorgt werden müssen. Mein Menne bekommt maximal nur 4 Wochen Urlaub und das dauert doch bestimmt länger, oder?

Aber es muß wirklich mal sein.

Medikamentenumstellung?? Ich würde halt nur runterkommen wollen, von der jetzigen Tablettenanzahl. Denn meine Tabletten wirken ja. Sonst würden mich ja die Nebenwirkungen der anderen Medis oder die Angstzustände selber erstmal wieder lahmlegen und man kann dann doch dort nicht an sich arbeiten. Puhhh ich bin irgendwie total erschöpft, dieses sch....... denken. Ich wünsche mir dort auch so gerne ein Einzelzimmer, ist das wohl möglich?

Ich danke Dir Iris für die liebe Antwort.
LG Möbchen

29.11.2008 12:55 • #3


Privatpatienten bekommen meistens eins, manchmal auch Kassenpatienten. Es dauert mindestens 6 Wochen, ich habe 6 Wochen gebracuht, aber meistens wird es verlängert auf 8 - 12 Wochen. Die medikation wird mit dir besprochen. Auch ich habe mich geweigert, meine leetzte Tavor abzugeben und man hat mich gelassen. nach 3 Tagen gab ich sie freiwillig ab
Die Kinder sind natürlich ganz wichtig, sie müssen für dich PERFEKT untergebracht werden, dazu wünsche ich dir ganz viel Glück!
Liebe Grüße
Iris

29.11.2008 13:04 • #4


Liebe Iris,
dann warte ich mal geduldig ab.

Opripamol macht ja nicht abhängig. Nur mein Bromazanil, was ich nur immer bei mir habe, aber nicht nehme. Mal schauen.

Ganz liebe Grüße Iris und danke
Kirsten

29.11.2008 14:00 • #5


Gerne geschehen, ich nehme Broma
Übergangsweise eben.
Viel Glück
Iris

29.11.2008 14:22 • #6


Liebe Iris, noch eine kurze Frage. Hat Dir Bad Bramstedt gut geholfen, auch für längere Zeit?
LG
Kirsten

29.11.2008 14:38 • #7


Christina
Hallo Kirsten,

ein Freund von mir war Anfang dieses Jahres zum zweiten Mal in Bad Bramstedt. Da hat sich inzwischen das eine oder andere geändert. V.a. die Wartezeiten sind irre lang geworden, er hat ab Einweisung sieben Monate (!) auf einen Platz gewartet. Schneller geht es mit einer Akuteinweisung, dann könnte es innerhalb von vier Wochen klappen. Dafür haben wohl die meisten Stationen mehrheitlich Einzelzimmer, im Zweifelsfall müsstest Du eben noch ein bisschen länger warten und/oder es vom einweisenden Arzt medizinisch begründen lassen. Die Sonderbehandlung für Private liegt in einem gesonderten Speisesaal mit besserer Verpflegung und Nachmittags-Kaffee-und-Kuchen, außerdem m.W. im Fernseher auf dem Zimmer (inklusive), mieten kannst Du den als Kassenpatientin auch (Mitbringen ist verboten, aber trotzdem machbar... ). Du hast Telefon auf dem Zimmer, allerdings seit einiger Zeit nur noch mit 0180-Sonderrufnummern. Da lohnt sich vorher eine Handy-Flatrate oder so ein Partnervertrag, dass Du wenigstens unbesorgt mit Deinen Lieben telefonieren kannst. Obwohl Handys offiziell in Bad Bramstedt auch nicht erlaubt sind. Die Rahmenbedingungen sind ein wenig kommerziell, dafür aber auch hotelmäßig...

Von der Behandlung scheinen die meisten Patienten sogar sehr zu profitieren, der Versuch lohnt sich offensichtlich.

Liebe Grüße
Christina

29.11.2008 15:58 • #8


Liebe Christina,
ich danke Dir sehr für Deinen ausführlichen Bericht. Menschen habe ich hier Zuhause immer um mich herum, ein Einzelzimmer wäre einfach nur sehr erholsam.

Ich werde alleine schon nur den Aufenthalt geniessen, trotz therapeutischer Arbeit. Ich war ewig nicht weg von dem Alltagstrott hier.

Ups ich bin ja ausnahmsweise mal egoistischer gepolt, sollte das etwa ein erste Erfolg sein?

Ich freue mich schon sehr, vermischt natürlich wiedermal mit Sorgen

Ich danke Dir nochmal ganz lieb
Kirsten

29.11.2008 16:43 • #9


Ja, das hat es und auch heute greife ich noch auf das dort Erlernte zurück. Nur mein Kopf ist leider einen Hauch zu kreativ, um die Angst abzulegen
Man unterschätze für gewöhnlich das allgemeine Anspannungsniveau, aber auch das wirst du dort erlernen, bezw. es zu senken.
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Liebe Grüße
Iris

30.11.2008 10:15 • #10


Liebe Iris,
da bin ich wirklich sehr gespannt. Hauptsache ich komme mal endlich für eine lange Zeit ohne Medis aus. Man zweifelt ja echt an sich selber. Immer mehr, immer mehr Tabletten und das mit 41 Jahren. Wenn das so weiter gehen würde, dann wäre ich ein seelisches Wrack, wenn die Kinder aus dem Haus sind.Neeeeee das will ich doch schon gar nicht.

Ganz liebe Grüße und danke
Kirsten

30.11.2008 11:52 • #11



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