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Hallo liebe Forenteilnehmer/innen,

mir ist voll und ganz bewusst, dass Medikamente bei jedem anders wirken bzw. anders wirken können. Und ich weiß auch, dass man im Internet zu jedem Mittel Gutes und Schlechtes findet. Mich würde jedoch aus "erster Hand" die Erfahrung einiger mit "Lyrica" interessieren. Ich habe es hier und traue mich schlicht nicht dran. Dennoch möchte ich das Benzodiazepin "Clonazepam" (ich nehme 3 Tropfen am Tag) loswerden. Auch wenn für viele 3 Tropfen ein Witz sein mögen: Ich reagiere empfindlich. Mein "Vertrauensarzt" hat das Lyrica ganz bewusst ausgesucht - zum Einen, weil es sehr gut mögliche Entzugserscheinungen von Benzos abfangen soll, zum Anderen weil es der Wirkung eines Neuroleptikums gleicht - und ein früheres Neuroleptikum hat bei mir wahre Wunder gewirkt - bis zum Einsetzen übelster Nebenwirkungen nach ca. 6 Monaten trotz einer eher geringen Menge. Antidepressiva schmeißen mich ohne jede Vorwarnung in eine Art "Hypermanie" oder in so gewaltig intensive Alpträume das einem ganz anders wird.

Gibt es hier Nutzer von "Lyrica"? Wenn ja: Wie hat es bei Euch gewirkt oder wie wirkt es? Nimmt es die Angst, wirkt es stimmungsaufhellend? Wie würdet Ihr die Wirkung beschreiben? Setzt es "im Kopf" an und lässt angstauslösende Gedanken verschwinden oder lässt es Euch aufkommende Angst einfach "nur" gelassener hinnehmen? Bei mir ist der Kopf zu 99% der Auslöser für Angst, teils begleitet von vollkommen abstrusen Gedankengängen. Das Neuroleptikum hat das wunderbar "ausgeschaltet" ohne mich dabei zu "belämmern".

Ich freue mich auf jeden ehrlichen Erfahrungsbericht....

27.04.2013 20:57 • 01.05.2013 #1


19 Antworten ↓


Versuch es einfach und gut ist, bei dem einen hilft Medikament a und bei dem anderen macht es alles schlimmer, so ist das mit allen psychopharmaka.
aber um deine frage zu beantworten ich nehme ein ad+nl(sertralin 200mg+seroquel prolong 300mg) bei mir war die Wirkung so das die Angstzustände/Attacken/pausenloses Gedankenkreisen um die Angst von Woche zu Woche weniger wurden und nach etwa 4-6 Monaten ganz weg sind.
ich fühle mich einfach nur gut und genieße das Leben in vollen Zügen, die Angst ist komplett in Hintergrund gerrückt, sämtliche Zwangsgedanken, egal ob diffuse Krankheitsängste oder sonstwas sind in Hintergrund gerrückt oder ich kann sie problemlos bei Seite schieben was vorher nicht möglich war

28.04.2013 07:22 • #2



Suche persönliche Erfahrungen mit Lyrica?

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Hallo,

ich habe nach Lyrica gefragt, ganz gezielt und nicht um Wiederholung meiner Worte und die Beurteilung anderer ADs gebeten. Bei mir haben 10mg Sertralin nach nur 5 Tagen bombig gewirkt. Am 6ten Tag hatte ich Nesselfieber und rot-weiße Quaddeln am Körper. Aber: Das war nicht die Frage...

28.04.2013 07:57 • #3


jaja du mich auch, du brauchst dringend hilfe von morgens bis abends machst du dir gedanken über irgendwelche symptome, wie 1 tropfen von sonstwas wirkt usw, was irgendein zwicken hier und da bedeutet, dein leben kreist nur noch um die angst...merkst du es garnicht?
egal ob du dich als nello, burgman oder casadero anmeldest wenn man sich deine beiträge durchliest sieht man das du total am rad am drehen bist und medikamente können das bewirken das dieses Gedankenkarusel ausgeschaltet wird und man wieder lebt
achja man erkennt dich an deiner schreibweise und was du dir für hirnamputierte gedanken machst..

hier hast du eine Menge Erfahrungen mit Lyrica...

http://www.sanego.de/Medikamente/Lyrica/

28.04.2013 08:06 • #4


blubel:

Wer einen neuen Nick anmeldet aus Angst davor den echten eventuell zu "verhunzen", sollte entweder noch mehr angstlösende Mittel nehmen oder andere nicht (vor)verurteilen.

Danke und Dir einen schönen Sonntag mit folgendem Zitat:

"Wer auf dem Glaspott hockt, sollte keine Steine kacken!"

28.04.2013 08:10 • #5


crazy030
Man, das Netz ist voll mit unzähligen Erfahrungsberichten zu Lyrica und auch hier war es schon oft Thema. Warum denn alles 100.000 mal wiederholen. Sicher ist jedes Problem aus Sicht des Fragestellers neu, aber es gibt genug Antworten, überall. Wenn du nur hier auf psychic.de in der Suche Lyrica eingibst, dann kommen 426 Treffer auf 43 Seiten. Reicht doch, oder?

Aber wenn es dir hilft, ich hab Lyrica kurz genommen. Es mildert sicher die Angst, macht aber müde und träge, nicht selten depressiv oder noch depressiver, als man eh schon ist. Mich störte dieses Gefühl, besoffen zu sein, manche berichten auch von Rauschgefühl.

Ich persönlich fand Lyrica furchtbar und in meinen Augen sollte es das bleiben, was es ist, ein Medikament gegen epileptische Anfälle. Zumal heute auch bekannt ist, war vor Jahren noch nicht so, Lyrica kann beim Absetzen enorme Probleme machen, weil eine Art Abhängigkeit entsteht, angeblich vergleichbar mit Alk. (Entzug).

28.04.2013 12:19 • #6


Hallo.

Ich nehme Lyrica seit etwa 3 Wochen.
Beginnend zu meinem Tavorentzug.

Tavor ist ein Benzo. Ich habe es ein halbes Jahr genommen.
Lyrica mildert den Entzug von Benzos. Das habe ich jetzt am eigenen Leib erfahren "dürfen".

Ich habe Tavor wegen massiver Dauerangst genommen.
Gut, jetzt habe ich kein Tavor mehr... und die Angst ist natürlich wiedergekommen.
Sehr massiv.

Ich nehme 3x am Tag 50 mg Lyrica. Es hat nach der ersten Einnahme geholfen.
Das ist das positive an Lyrica. Es wirkt sofort.
Du musst nicht erst 5 Wochen Nebenwirkungen aushalten wie bei ADs z.B..

Nebenwirkung bei mir: Anfangs schwankender Gang wie eine Betrunkene.
Aber ich bin auch zu schnell von 0 auf 200 mg hochgegangen. Mein Rat: Langsam einschleichen.

Es war so eine Erleichterung für mich, dass ich endlich ein Medikament gefunden habe, was mir gegen die Angst hilft. Und zwar innerhalb von 1 Stunde.

Ich muss allerdings alle 5 Stunden eine Lyrica 50 mg einnehmen, sonst kommt die Angst wieder.

Eine anfängliche Nebenwirkung war auch, dass ich am dritten Tag knallrote Flecken im Gesicht hatte. Aber wie gesagt, ich habe zu schnell aufdosiert.
Ansonsten fühle ich mich jetzt nach drei Wochen Lyrica nicht mehr so wackelig auf den Beinen. Aber das Medikament geht schon etwas auf die Kondition muss ich sagen.

Zusätzlich nehme ich noch Citalpram und Atosil.

Habe Imapspritzen, Cymbalta, Fluanxol probiert. Nichts half.
Lyrica hilft wenigstens. Ich würde es empfehlen.

Ich bin körperlich etwas schlapp aber das könnte auch am Tavorentzug liegen.
Gegen die Entzugssymptomatik wird Lyrica auch gern verschrieben.
Hätte es ohne Lyrica nicht geschafft vom Tavor loszukommen.

So, ist aber lang geworden.
Wie lange nimmst du schon ein Benzo?

Lieben Gruß
Marie

29.04.2013 13:58 • #7


Marie, vielen Dank für Deinen Bericht...

Ich nahm wie Du 7 Monate Tavor, aber "nur" weil es immer hieß: "Nicht schlagartig absetzen!". Ich schaffte den Absprung binnen 30 Tagen mit "Rivotril", jeden dritten Tag einen Tropfen weniger, Anfangsdosis: 10 Tropfen über den Tag verteilt. Nach 30 Tagen: Null. Dann 2 Jahre lang nix, es ging recht gut... dann kam die Angst wieder, Auslöser: Medikamente (Neuroleptika). Ich nahm wieder "Rivotril", jetzt seit ca. 6 Monaten, aber in einer Minidosis nach Bedarf bis max. 3 Tropfen am Tag (ich weiss, für viele ein Witz), aber ich hänge an diesen drei Tropfen fest. Lyrica soll ja dämpfen, aber ich glaube ich brauche was, dass mein Serotonin anschubbst, nur sanft... tendiere zu Insidon (Opipramol). Aus irgendeinem Grund traue ich mich nicht ans Lyrica... aus welchem Grund: Ich weiss es nicht....

29.04.2013 14:03 • #8


Hallo Nello.

Das Insidion kenne ich leider nicht.

Probier doch erst mal 25 mg Lyrica. Wenn du so sensibel auf Medikamente reagierst, reicht das vielleicht schon für den Anfang.

Ich habe auch "nur" 1 mg Tavor genommen.
Hatte trotzdem Entzugserscheinungen vom Feinsten.

Bin froh, dass ich das hinter mir habe.

Ich habe immer noch seltsame körperliche Mißempfindungen vom Tavor. Sehr unangenehm. Die werden durch Lyrica auch in den Hintergrund gedrängt.

Du hängst nun mal an 3 Tropfen fest. Oft ist es besonders schwer, den letzten Schritt zu tun. Ich wünsche dir, dass du nie wieder ein Benzo brauchst und wenn, dann höchstens für den Notfall für einen Tag.

Benzos sind der letzte Dreck. Horror.

Lieben Gruß
Marie

29.04.2013 14:39 • #9


crazy030
Dann nimm mal einige Monate Lyrica und setze es ab. Spätestens dann wirst du auch da sagen "Lyrica ist der letze Dreck". Jede Wette...

29.04.2013 14:58 • #10


Hmm, wenn man das so liest, hat man das Gefühl, dass Medikamente für Angst-Patienten auf Dauer die Situation nur verschlechtern ...

@blubel:
Ist das hier ein "Angst-Forum" oder ein "Ängstliche-Menschen-haben-einen-Knall-und-brauchen-Medikamente"-Forum ?^^

29.04.2013 15:11 • #11


Ich habe bisher nirgends erwähnt, dass Rivotril der "letzte Dreck" ist. Aber hey: Nimm jemanden mal irgendwelche ADs weg, dann weißt Du, was Entzug bedeutet - das hat nicht nur mit Lyrica im Speziellen zu tun.... Du hast DEINE Erfahrungen, Marie hat ihre... aber schön, wie Du sie mit solchen Aussagen "aufbaust"....

29.04.2013 16:17 • #12


Hallo Nello.

Mich bekümmern solche Postings in der Regel nicht.
Gibt immer Leute die eher rumstänkern als einen Beitrag zu schreiben.

Gut, der letzte Dreck war wohl eine Spontanaussage von mir.
Immerhin konnte ich mit Tavor 1 halbes Jahr auch arbeiten gehen.

Und das Absetzen von ADs ist wirklich nicht ohne.
Beim Cymbalta, was ja auch ein Mittel gegen Generalisierte Angsstörung ist, hatte ich starke Absetzerscheinungen, die aber nicht so schlimm wie beim Tavor waren.

Das doofe ist ja, dass sich Benzos gern im Fettgewebe ausbreiten und das es lange dauert, bis alles wirklich aus dem Körper ist. Im Blut ist es schon längst nicht mehr nachzuweisen aber es verbleibt noch lange im Gehirn z.B..

Grässlich.

Lieben Gruß
Marie

29.04.2013 17:06 • #13


Tja, das ist das Üble an Benzos... ich habe schon mal 6 Tage NIX genommen und mir ging es blendend... am 7. Tag dann Terror pur im Oberstübchen... ein dämlicher Tropfen reichte und es war Ruhe....

29.04.2013 17:09 • #14


crazy030
Lyrica hat GABA-erge Eigenschaften, so wie auch Benzodiazepine, Barbiturate oder Alk.. Darum ist das Abhängigkeitspotential vergleichbar und auch die Probleme mit dem Entzug. Darüber findet man in vielen Foren Unmengen von Beiträgen Betroffener. Und letztlich mach Lyrica auch genau so benebelt im Kopf, wie Benzos oder Alk.

Ich möchte mal den sehen, der unter 150 mg oder mehr am Tag Lyrica einen Job 6-8 Stunden am Tag macht, wo volle Konzentration und Durchblick gefordert ist. Das geht nämlich kaum.

Ansonsten:

www.aerzteblatt.de/archiv/80585/Arzneim ... n-(Lyrica-)

29.04.2013 18:37 • #15


Komisch.... wenn ich meine Benzo-Menge erhöhen WÜRDE (würde!) und das von lächerlichen 3 auf lächerliche 5 Tropfen: Wäre ich die Konzentration und Ruhe selbst, ohne mich benebelt zu fühlen. Und was machen ADs mit dem Körper? Mit Nieren? Leber? Blut? Neuroleptika mit den Hormonen? Auf der einen Seite schreibst Du "ausprobieren", auf der anderen Seite scheinst Du das Zeug zu verteufeln weil es bei Dir nicht angesprochen hat wie es sollte.... wäre ich Indianer, ich würde sagen: "Crazy sprechen mit gespaltener Zunge!"

29.04.2013 19:05 • #16


crazy030
Wieso? Klar kann man es ausprobieren, wenn man wissen will, wie und ob es wirkt. Das hat doch nichts damit zu tun, wie ich was finde.

29.04.2013 19:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Marie, wie würdest Du eigentlich die Wirkung des Lyrica genau beschreiben? Beruhigt es "nur" oder nimmt es auch die ständig um die Angst kreisenden Gedanken, also "sortiert" das Kopfkino? "Betäubt" es Dich oder fühlst Du Dich normal, also nicht unter einem "Chemie-Schleier"?

29.04.2013 21:57 • #18


Hallo Nello.

Ich gehe wieder arbeiten. Deshalb kommt meine Antwort so spät. Entschuldige.

Morgens wenn ich aufwache bin ich schon voller Angst. Die Panik steigt in mir auf.
Bin megamässig angespannt.

Wenn ich das Lyrica nehme werde ich nach 45 Minuten ruhiger.
Manchmal dauert es auch länger bis es wirkt.

Ich nahm heute morgen um 4 Uhr, dann um 9 Uhr dann um 14 Uhr und gleich um 17 Uhr jeweils 50 mg. Das sind jetzt 200 mg pro Tag.

Ich verteile die Tabletten so, dass die Riesenangst erst gar nicht durchblicken kann.

Mit 200 mg bin ich noch im unteren Drittel, denn ich könnte bis zu 600 mg raufgehen.

Und ich habe eine Riesenangst. Bin völlig gelähmt. Nicht auszuhalten.

Mein Kopf ist ganz klar. Ich habe einen Job, wo ich körperlich fit sein muss.
Das klappt auch. Allerdings war ich in der Einschleichphase von Lyrica 2 Wochen lang krankgeschrieben.

Anfangs hatte ich einen Gang wie eine Betrunkene. Das war sehr unangenehm.
Und ein beduseltes Gefühl im Kopf.

Das ging bei mir aber weg. Ich glaube ich nehme Lyrica jetzt 3 Wochen oder so.

Bei mir ist es das bisher einzige Mittel neben Tavor, was mir hilft.
Ich habe allerdings schon zugenommen. Das ist eine häufige Nebenwirkung.

Und ich habe einen Riesenblähbauch.

Ansonsten bin ich wieder arbeitsfähig mit Lyrica.

Schöne Grüße
Marie

01.05.2013 16:47 • #19


Hallo,

vielen Dank. Bei mir hat sich herausgestellt, das sehr viel über Darm und Magen läuft. Seit mir ein Biochemisch arbeitender Arzt klare Empfehlungen gegeben hat ("Das lassen, das essen!") und ich zusätzlich hochdosierte Kulturen nehme (also so etwas wie "Actimel", nur 1000fach höher dosiert damit es überhaupt "ankommt") geht es mir erstaunlich besser, auch der Bauch ist nicht mehr ständig kugelrund. Gluten scheint einer der Hauptverursacher zu sein. Kaum esse ich was mit Weizen (wie vorhin im Leichtsinn eine lecker Waffel auf dem Markt), werde ich müde, es kratzt im Hals und der Magen geht auf wie ein Hefeklotz. Heftig, was der Darm alles auslösen kann....

01.05.2013 17:18 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf