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Hallo alle zusammen,

mal eine Frage in die Runde. Ich habe vor ca. 2 1/2 Jahren Citalopram von der niedrigsten Dosierung abgesetzt. Jetzt nach dieser Zeit habe ich immer noch teilweise Stromschläge, Schwindelgefühl, Konzentrationsschwierigkeiten, Gefühl neben mir zu stehen, Angstgefühle und erhöhten Blutdruck. Ich habe gelesen, dass das Absetzsyndrom bis zu 5 Jahre anhalten kann. Hat das jemand hier im Forum auch?
Mein Arzt aber auch Psychologe kennen das zwar, Therapie ist aber wohl, wenn man keine AD´s mehr will, Aussitzen und Entspannungsübungen und Bewegung. Bewegung und so ziehe ich auch durch, da kommt aber eben dieses erwähnte verschwommene Sehen und Schwindelgefühl auch auf. Seltsam.
Meine Hoffnung ruht im Prinzip jetzt auf dem Besuch bei einer Heilpraktikerin, die mit Tiefenentspannung und Meditation arbeitet.

Danke für evtl Antworten würde gerne mal wissen ob es noch andere gibt, die das betrifft.

Grüße

J.

08.01.2014 13:31 • 11.02.2014 #1


15 Antworten ↓


habe sertralin abgesetzt vor monaten, das ist normal mit den stromschlägen und so weiter...
ich glaube du hast die beschwerden nicht wegen dem absetzen sondern, weil du kein medikament mehr nimmst.

08.01.2014 15:34 • #2



SSRI Absetzsyndrom

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Danke Chris für die Antwort,

aber nach 2 1/2 Jahren immer noch Absetzsymptome ist schon recht seltsam. Ich werde die Woche mit Lasea anfangen, ich denke dass hilft auf jeden Fall. SSRI nehme ich auf jeden Fall keine mehr.
Klar würden die Symptome weggehen, wenn ich das Citalopram wieder nehme aber ich will es so schaffen.

08.01.2014 17:54 • #3


Ich habe seit Monaten (weiß nicht mehr wieviele) jede Nacht Alpträume.
Die begannen nach dem Absetzen von Citalopram.
Ist dann wohl auch eine längerfristige Absetzerscheinung.

Entspannung hilft mir auch kurzfristig gegen die Angst.
Ich mache Atemübungen mit einer CD.

08.01.2014 18:43 • #4


Des hab ich ja noch nie gehört, dass man JAHRE Absetzsymptome haben soll.

08.01.2014 18:47 • #5


Ich auch nicht Krausix.
Aber wie ich merke, können es auf jeden Fall lange Monate sein.
Warum dann nicht auch Jahre.

Die Psychopharmka verändert ja das Gehirn.
Zumindest weiß ich das von Neuroleptika.
Aber warum sollten da ADs besser sein?

Es geschieht ein Umbau im Gehirn.
Wenn das Medikament wegfällt, dann muss sich das Gehirn wieder neuformieren.
Und so was kann dauern.

08.01.2014 18:55 • #6


Ich halte das Wort "verändern" für falsch. Meines Wissens wird ja keine Gehirnmasse bzw. Nervenzellen verändert. Aber wie auch immer, es passiert irgendwas krasses

08.01.2014 19:12 • #7


Ja, krass finde ich auch, dass manche Pillen sogar Schmerzen auslösen können.
Ich hatte von Cymbalta richtige Körperschmerzen.

Gegen die Angst hats nix gebracht.

08.01.2014 19:23 • #8


Hallo KennethGreen!

Willkommen im Club! Ich bin seit etwa 7 Monaten mit dem Ausschleichen vom Venlafaxin beschäftigt und die letzten mk sind die Hölle! Ich habe auch solche Symptome wie Du sie beschreibst. Da ich nur noch langsam und mit der Kügelchenzählmethode ausschleiche, habe ich keine Stromschläge mehr im Kopf und auch keine Übelkeit. Aber wenn ich zu viel weglasse, geht´s los. Wut und Aggressionen, Stromschläge, heftige Übelkeit, Weinerlichkeit usw.

Jetzt wo ich auf 6,9 mg war kamen dann noch Gefühle neben-sich-zu-stehen dazu, Depersonalisierung wie ich das nenne, abends Panikattacken, Sehstörungen, Nervenschmerzen, wieder Herzrhythmusstörungen, Palpitationen usw. Das hatte ich vorher noch nie.
Ich empfehle Dir dringend, Dich mal beim adfd.org umzuschauen und mal querzulesen. Es kann sehr gut sein, daß auch nach Monaten nach der letzten Einnahme des Antidepressivums Entzugssymptome auftreten. Da findest Du auch einen Bericht, wonach erwiesen ist, daß zeitlich verzögerter Entzug möglich ist und gar nicht mal so selten!

Die Symptome, die Du beschreibst, kenne ich sehr gut und bei ist es erwiesen, daß es Entzug vom Venlafaxin ist.

Du leidest nicht alleine unter so blöden Symptomen... Halte durch!
Seitdem ich einen Ausschleichstopp gemacht habe, geht es mir langsam wieder besser. Auch die PA nachts werden besser und das Gefühl der Depersonalisierung auch. Toi toi toi.

Ich wünsche Dir alles Gute und schnelle Besserung!

Lieben Gruß von Jess

08.01.2014 20:32 • #9


Ich verstehe nicht, wie du so sicher sein kannst, dass es "Entzugserscheinungen" sind.

"Gefühle neben-sich-zu-stehen dazu, Depersonalisierung wie ich das nenne, abends Panikattacken, Sehstörungen, Nervenschmerzen, wieder Herzrhythmusstörungen, Palpitationen".

Für mich sind das Symptome der Angst. Klassische Panikstörung.

08.01.2014 20:38 • #10


Hey Krausix!

Als ich damals die PA als Grunderkrankung hatte, hatte ich die ganzen Symptome vorher nie! Ich habe all das erst mit dem Absetzen bekommen. Und jetzt, wo sich mein Nervensystem langsam beruhigt, geht es mir auch wieder besser. Ich fühle mich soweit auch ganz gut, eben nur müde, aber auf keinen Fall depressiv wie damals. Ich hatte definitiv nie was mit dem Herzen, auch nicht als die Grunderkrankung 2005 auftrat. Und wenn man das alles erst bekommt, wenn man das Ausschleichen muß, dann weiß man ganz genau, daß das Entzug ist!
Und wenn man einen Ausschleichstopp macht und die Symptome besser werden, dann weiß ich das ganz genau, daß es was mit dem Entzug zu tun hat.

Ich habe mit Sicherheit derzeit keine klassische Angststörung. Ich bin mir zu 100 % sicher, daß es Entzug ist. Wie gesagt, gerne auch mal beim adfd.org informieren, wenn verlinken in Ordnung ist.

08.01.2014 20:47 • #11


Boah wann man da liest, dann vergeht es einem echt...warum schreiben die nur über die neueren AD? Finde ich schade.

08.01.2014 22:12 • #12


Hey Jess,

willst du aktuell ganz weg von AD oder würdest du auf Trizyklisch wechseln?

08.01.2014 22:56 • #13


Hey Krausix!

Ich bin ja noch beim Ausschleichen und wenn das "erledigt" ist, rät mir mein Arzt das erst einmal ohne AD zu probieren, weil sich auch viel an meiner Situation geändert hat, seitdem die PA 2005 erstmalig aufgetreten sind.
Mir wurde auch geraten es nur mit dem Opipramol zu versuchen, weil das sehr gut bei mir wirkt und ich bislang nur eine kleine Dosis brauchte um Besserung zu bekommen.

Wenn ich wieder ein AD nehmen sollte, dann wird mich der Arzt da beraten. Bislang hieß es ja nur, erst mal ausschleichen und abwarten. Es gäbe ja noch viele andere Medikamente außerdem dem Venlafaxin, waren die Worte des Arztes...

LG Jess

09.01.2014 09:34 • #14


Hallo Leute,

erst mal danke für eure Antworten. Mein Psychologe meinte auch, dass die Symptome die ich so beschreibe von der Angststörung her kommen. Komischerweise habe ich aber kein Gefühl einer Angst, wenn die Symptome auftreten. Naja ich muss wohl erst mal durch und abwarten was 2014 bringt. Ggf. gehe ich mal zu einem einer psychosomatischen Klinik und zu einer mir empfohlenen Heilpraktikerin.
Ich habe halt nur nach dem Ärzte-Marathon 2010-2013 einfach die Schnauze voll von Ärzten und Kliniken, weil es mir ja nicht wirklich besser geht. Um meine Lebensqualität dauerhaft zu verbessern bleibt mir aber nichts anderes übrig.

Dann danke ich euch nochmal und wünsche allen alles Gute!

Grüße

Jo

09.01.2014 09:46 • #15


Hallo nochmal,

ich nehme jetzt seit längerem "Johanniskraut" und die Heilpraktikerin hat mir mit Tiefenentspannung weitergeholfen. Seitdem werden die Symptome immer weniger. Das Johanniskraut hilft mir wahrhaft genial.Bin echt glücklich, dass ein Naturprodukt hilft.

Grüße an euch alle

K.

11.02.2014 08:36 • #16



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Dr. med. Andreas Schöpf