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Jochanan
Vielen Dank für deine Ausführliche Antwort. Ich hoffe, du gestattest mir noch eine Frage.

Ist es bei SSRI häufig der Fall, dass man stark grübelt und Gedankenrassen hat?

23.02.2017 22:56 • #21


Zitat von Levent:
Vielen Dank für deine Ausführliche Antwort. Ich hoffe, du gestattest mir noch eine Frage.

Ist es bei SSRI häufig der Fall, dass man stark grübelt und Gedankenrassen hat?


Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Bei 125mg hatte ich sowas. Bei 100mg hab ich kein grübeln oder ähnliches.

23.02.2017 23:21 • x 1 #22


Jochanan
Danke.

23.02.2017 23:26 • #23


petrus57
Zitat von Levent:
st es bei SSRI häufig der Fall, dass man stark grübelt und Gedankenrassen hat?


Ich könnte mir vorstellen, dass dies auftritt wenn man zu viel nimmt. Mir wurden in der Klinik vom Arzt 150 mg verordnet. Das war für mich eindeutig zu viel. Auch Ärzte können leider nicht wissen, welche Dosis die richtige ist. Da wird auch meist nur herumprobiert. Daher entscheide ich mit welcher Dosis ich am besten klarkomme.

Als ich in der Klinik war musste bei einigen Patienten das Sertralin abgesetzt werden, weil die massive Selbstmordgedanken bekamen.

24.02.2017 08:20 • #24


Vero
Hallo zusammen habe seit Wochen schlimme Ängste wegen nichts. Nehme seit Jahren Sertralin hilft aber nicht mehr bin so verzweifelt

08.01.2018 01:45 • x 1 #25


Medikamente bekämpfen bei psychischen Leiden keine Ursachen, sondern sorgen rein für ein verstärktes abklingen der Symptome.
Was du brauchst ist eine Veränderung deiner Auffassung was deine Ängste betrifft. Man hat nie Ängste wegen nichts, es gibt für sowas immer einen Grund, der mag dir aber jetzt erstmal nicht bekannt sein, muss er dir am Ende auch nicht.
Das Ding ist, wenn du willst das es dir besser geht, dann nehme dir das vor. Du musst davon überzeugt sein, dass es dir besser geht und zwar nicht durch Medikamente oder irgendetwas anderes, sondern einfach dadurch das du es eben so willst. Unser Kopf ist zu sowas fähig, die meisten warten nur unterbewusst mit dem Umsetzen. Es hilft aber nur, wenn du diesen neuen Glauben, als deinen eigenen auffasst und diesen tief in deinem Unterbewusstsein integrierst.
Sage dir ab sofort immer in deinem aktiven Bewusstsein das es dir gut geht und du keine Angst hast, spiele die Angst runter, bis sie nicht mehr existent ist, dann verschwindet sie von ganz alleine. Und Veränderungen brauchen auch keine Jahre, wir alle haben die Fähigkeit unsere Auffassungen innerhalb weniger Minuten komplett zu ändern, die meisten Menschen machen dies aber nicht, das liegt vor allem am sozialem Druck. Denn wenn es dir über Jahre schlecht geht und du innerhalb eines Tages entscheidest das es dir wieder gut geht und du von da an keine Probleme mehr hast, würden dann nicht alle anderen Menschen denen du davon erzählt hast behaupten: "Dann kann es ja nicht so schlimm gewesen sein?". Was aber völliger Blödsinn ist, die meisten wissen nur nicht um die Macht, die unser Gehirn hat, Dinge in Blitzmomenten zu verändern oder anzupassen.
Schritt 1: Zweifle an deinem bisherigen Glauben, das du Angst hast.
Schritt 2: Mache dir bewusst, dass du ganz alleine für eine langfristigen Verbesserung deiner Situation verantwortlich bist
Schritt 3: Mache dir bewusst, dass sich etwas ändern muss und mache dir klar, was die Konsequenzen in deinem Leben in der Zukunft wären, wenn du es nicht tust.
Schritt 4: Mache dir bewusst, dass du die Fähigkeit hast dich zu verändern
Schritt 5: Deine Veränderung startet nicht in irgendeiner weit entfernten Zukunft, sondern jetzt. In diesem Augenblick ist es für dich an der Zeit zu sagen, bis hier und nicht weiter mit der Angst.
Schritt 6: Entwickle einen neuen positiven Glauben: Ich habe keine Angst mehr.
Schritt 7: Untermauere diesen Glauben mit Referenzen. Bsp. breche Auffassungen von Angst in anderen Bereichen. Du hast zusätzlich zu deinen Angstattacken eine leichte bis schwere Spinenphobie? Geh zur nächsten Spinnenausstellungen und nehme mal eine lebende Tarantel auf die Hand. Zerstöre deine Auffassungen, dass du vor belanglosen Dingen Angst haben musst.

LG

08.01.2018 12:06 • x 4 #26


YesItsMe0
Sehr guter Beitrag von @HappyAgain !

Ich kann ja mal von mir berichten und wie ich mit meinen Ängsten lebe.

Ich selbst leide zurzeit auch wieder unter Panikattacken und Ängsten. Die Angst ist ständig da, nur manchmal wird sie für ein eine Stunde oder so sehr stark. Ich beruhige mich dann selbst und sage mir dass es nicht so schlimm ist und glaube daran dass ich das vorgenomme schaffen kann! Es klappt zwar nicht sofort aber meine Panikattacke ist normalerweise nach etwa zwei Stunden vorbei. Danach ist die Angst auf einem aushaltbaren Level.

Ich sehe es wie HappyAgain und nehme daher keine Medikamente! Ich bin stärker als meine Angst und habe diese bis auf die extremen Panikattacken unter Kontrolle. Ich bin stark genug mit meinen Gedanken fertig zu werden und lasse mich nicht von Panikattacken und Ängsten kontrollieren. Ich entscheide was ich denke und was ich mache.

Generell gesehen nehmen meine Ängste zu je näher der Abend rückt. Deswegen habe ich einen Laptop vor meinem Bett stehen und schaue irgendwelche langweiligen PC gaming streams auf Englisch. Dies beschäftigt meinen Kopf und ich kann dazu wunderbar in der Regel nach 10-20 Minuten einschlafen. In der Nacht wache ich nur einmal auf und gehe aufs Klo und trinke was. Je nach Müdigkeit und stärke der Angst schalte ich den Stream wieder ein oder nicht. Ich schlafe normal so sofort ein.

08.01.2018 12:36 • #27


Vero
Lieben dank muss abklären lassen ob das an Wechsel liegen kann. Bin fast 49 aber gute Beiträge. Könnte nur im Bett liegen und mich meinen Ängsten ergeben. Versuche echt positiv zu denken

09.01.2018 01:00 • #28


Auch hier kannst du gleich anfangen deine Auffassung zu ändern,
du sprichst von fast 49 was wieder negativ klingt. Versuche ab sofort doch zu sagen ich bin erst 49. Das kann genauso gut erst die Halbzeit in deinem Leben sein und du willst doch nicht die Halbzeit mit was negativen beginnen oder ?
Das du nur im Bett liegen willst ist vollkommen normal, daher musst du dir wirklich vor Augen zeigen was passiert wenn du das nicht änderst, wenn du nicht jeden Tag dich neu konditionierst und veränderst und kämpfst. Wir als menschliche Spezies handeln vor allem meistens um Angst und Schmerz zu vermeiden, also wenn du dir bewusst machst, welche Schmerzen auf dich zu kommen, falls du nichts änderst, motiviert das extrem stark.

09.01.2018 11:57 • #29


16.01.2018 22:41 • #30


Schokopudding
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich die Wirkung nach einem Neueinstieg verändert.
Ich habe zB jahrelang Trittico retard genommen und es problemlos vertragen. Nach mehreren Jahren ohne das Medikament wollte ich wieder damit beginnen, was ich auch gemacht habe. Allerdings habe ich dieses Mal das Medikament überhaupt nicht vertragen und musste es wieder absetzen.
Wie lange nimmst du jetzt deine Medis wieder? Ist die Einschleichphase schon vorbei?

16.01.2018 22:46 • x 1 #31


la2la2
Zitat von Gauloise:
Noch 'was:
da ich keine Wirkung mehr spüre, trinke ich abends zum Einschlafen ca. 0,5l Wein, um die Wirkung zu verstärken...scheint aber nichts zu nutzen, ausser dass ich morgens nicht aus den Federn komme.

Lass den Alk. weg - nicht gut in Kombination mit Benzos!
Nimm lieber Melatonin stattdessen. Habe damit super Erfahrungen gemacht.

Das haben hier schon viele berichtet, dass der Chemiekram nicht mehr wirkt, wenn sie ihn für einige Monate bis Jahre abgesetzt hatten.

16.01.2018 22:55 • x 1 #32


Hallo,

Was ist Melatonin?
Ich habe Mitte September das Alprazolam durch Tranxène ersetzt.
Mitte September habe ich auch wieder Sertraline eingeschlichen, erst 25, dann 50 und seit 4-6 Wochen eben die 100mg.

Danke für Eure Meinungen,
Gute Nacht

16.01.2018 23:42 • #33


Spreadhunter
Man liest es häufiger, dass Medikamente, wenn sie nach einer gewissen Zeit wieder eingenommen werden, nicht mehr so wirken wie man sich das wünscht.
Das tut mir leid. Vielleicht macht es Sinn, auf ein anderes Antidepressivum zu wechseln? Hattest du mal Venlafaxin, Escitalopram oder Paroxetin? Alle sind gegen Ängste gut wirksam. Alles gute für dich.

17.01.2018 08:04 • x 1 #34


@gauloise,

du nimmst nicht wirklich 3x50mg Alprazolam!?

Gruß

17.01.2018 11:45 • #35


Wie geht es dir denn jetzt unter den 100 mg Sertralin? LG

17.01.2018 12:00 • #36


Ich denke es liegt eher am benzo.
Eventuell hast du einen benzoentzug?
Das verliert (meist) relativ schnell die volle Wirkung und wird dann immer höher dosiert.
Hat dein Arzt nie mit dir über das suchtpotential von benzos gesprochen?

17.01.2018 13:02 • x 1 #37


Hallo Spreadhunter,

Danke für Deine Info. Ich dachte nur, dass es doch wirken muss, wenn ich gleich die doppelte Menge nehme.
Okay, ich spreche dann den Arzt darauf an. Ich habe schon einige Antidepressiva durch: Citalopram, escitalopram, Zoloft, und vorher noch einige andere, die ich inzwischen vergessen habe. Aber der Markt ist da ja recht gross....irgendeines wird sich schon (wieder) finden.
****
Hallo Acanthurus,
ich nahm bis vor kurzem 3x50mg Alprazolam, ja. In Krisenzeiten waren es auch 4x50mg.
Jetzt nehme ich 4 x 10mg Tranxène - kann es aber nicht beurteilen, welche stärker beruhigt, weil mir am Anfang das Tranxène ja besser half als das Alprazolam, das ich zuvor Jahre nahm.
****
Hallo mauser17,
Danke der Nachfrage: ich habe wirklich den Eindruck, dass es gar nicht mehr wirkt.
Oder es liegt daran, dass ich seit Wochen Durchfall habe und die Medis deshalb gar nicht richtig vom Körper aufgenommen werden können? Auf die Idee hast Du mich eben erst gebracht! Danke!
****
Hallo nektarine,
Klar hat der Arzt mir gesagt, dass Benzos abhängig machen. Aber in Frankreich liegt die Psychotherapie noch in den Kinderschuhen und die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen! Mein Arzt sagte schon vor Jahren klipp und klar, dass er mir leider nur medikamentös helfen könne. Wenn es nach ihm ginge, würde er mich in eine psychotherapeutische Klinik nach Freiburg schicken.
Gott sei Dank bin ich jetzt umgezogen und kann auch ohne Führerschein nach Deutschland fahren, wo ich nun seit Januar nach 13 Jahren endlich eine Therapie machen kann!
Aber wieso ist es Deiner Meinung nach ein Benzoentzug? Vorher war es Alprazolam, jetzt ist es tranxène und beides sind doch Benzos?
****

Danke Euch allen für Eure Antworten! Es tut gut, wenn man weiss, man ist nicht alleine!
Viele liebe Grüsse,
Gauloise

17.01.2018 14:46 • #38


Hallo!
Wegen entzug:
Vielleicht war dein benzo davor stärker, bzw. hat stärker gewirkt.
Jedes benzos wirkt ein bisschen anders.

17.01.2018 15:06 • x 1 #39


Hallo nektarine,

ich war im September im Krankenhaus und dort ging es mir mit 3x50mgAlprazolam immer schlechter und ich wurde suizidal, woraufhin mein Arzt mir Tranxene anstelle vom Alprazolam veschrieb. Und siehe da: meine Suizidgedanken waren verschwunden und ich hatte plötzlich einen Tatendrang, den ich so nie von mir kannte.
Dann liess die Wirkung aber wieder etwas nach und pendelte sich auf ein Normalmass ein.

Jetzt habe ich im Internet eine Benzodiazepin-Umrechnungstabelle gefunden:
https://psychiatrietogo.de/2012/01/29/b ... sierungen/

Nach dieser Tabelle nahm ich mit 1,5mg Alprazolam umgerechnet 30mg Diazepan zu mir, während ich jetzt mit 40mg Tranxène 26,66mg Diazepan einnehme. Also nehme ich tatsächlich weniger ein als vorher. Insofern könnte das passen mit Entzugserscheinungen!
Als ich anfangs nur 30mg Tranxène nahm, da waren es sogar umgerechnet nur 20mg Diazepan.
Ich weiss jetzt nicht, ob man das so gleichsetzen kann, da die Wirkstoffe ja auch eine andere Halbwertszeit haben. Aber ich kann ja meinen Arzt mal darauf ansprechen.

Danke Dir und
viele liebe Grüsse

17.01.2018 19:23 • x 1 #40




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Dr. med. Andreas Schöpf