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kurkuma

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Kann ein Medikament wenn es die Wirkung mit der Zeit nachgelassen hat irgendwann wieder wirken. Hat bei mir viele Jahre gut gewirkt. Dann nicht mehr. Nach etwa 1 Jahr neuer Versuch für einige Monate, wieder keine Wirkung. Nun ist es wieder ein paar Jahre her. Andere SSRI wirken gegen meine zur Zeit extreme Zwangskrankheit nicht. Wert einen 3. Versuch zu starten? Fluoxetin, Escitalopram und Paroxetin Null Wirkung.

06.11.2018 08:35 • #21


Mediator123


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Warum wirkt Sertralin nicht mehr ?

Hallo zusammen,

Bin neu hier im Forum und hoffe stark auf ein paar aufmunternde Worte von Euch

Kurz zu meiner Person: ich bin 40 Jahre alt, habe Familie und einen recht fordernden Beruf in der Automobilindustrie. Meine erste Panikattacke hatte ich mit 20, danach kam ich das erste mal mit Sertralin (Gladem) in Berührung. Ist ja schon lange her und ich kann mich nicht mehr wirklich erinnern, wie lange es gedauert hat, bis eine Besserung eingetreten ist, aber Fakt ist: es wurde besser! Irgendwann mit Mitte 20 wurde Gladem ausgeschlichen und ich war 5 Jahre beschwerdefrei. Zu meinem 30 dann ein Rückfall und wieder zurück auf Sertralin (Gladem). Auch da wurde es wieder besser. Mit Mitte 30 dann wieder ein Rückfall und seitdem habe ich ständig 50 mg Sertralin (Gladem) genommen. Mir ging es sehr gut damit, sodass ich vor 3 Jahren auf 25mg reduziert habe und schließlich vor ungefähr einem Jahr auf 25mg alle zwei Tage.

Nun hat mich meine Angst wieder eingeholt, diesmal aber auf andere Art und Weise. Ich saß auf einem Sessellift und hätte plötzlich das Gefühl die Kontrolle über mich zu verlieren, den Bügel zu öffnen und einfach runter zu springen. Das hat mir eine Sch***angst gemacht und diese hat sich dann richtig breit gemacht. Was wenn ich das Auto plötzlich verreiße, wenn ich meiner Familie an den Kragen gehe, wenn ich schlicht und einfach verrückt werde. diese Zwangsgedanken haben nun wieder zur einen oder anderen Panikattacke geführt. Vor 4 Wochen habe ich Sertralin (jetzt von Hexal, weil es Gladem nicht mehr gibt) auf 50mg erhöht und vor ca. 10 Tagen in Abstimmung mit meinem Doc. auf 75mg nochmal erhöht. Es will diesmal aber nicht besser werden. ich habe hin und wieder einen Tag, an dem ich denke jetzt geht es bergauf, aber kaum denke ich das, beginnt schon wieder der tiefe Fall. Ich nehme 50mg Trittico zum Einschlafen, wache dann schweißgebadet auf, alles in mir kribbelt und zittert und ich stelle mir ständig die Frage wie soll das weitergehen?. Ständig habe ich eine innere Unruhe, dass ich die Wände hochgehen könnte und gefühlt macht mir gerade alles Angst. Ich schau meine Frau an - Angst, ich schau unsere Katze an - Angst. Ich komme mir vor, als ob ich neben mir stehen würde. Versuche mich mit Telearbeit abzulenken, aber gefühlt macht es das auch nicht besser, eher schlechter.

Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Sertralin. Kann das sein, dass es diesmal einfach länger dauert oder ist mein Rettungsanker Sertralin nicht mehr für mich geeignet?

Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus!

Gruß
Christoph

21.08.2019 07:17 • #22


Sydaemeni

Sydaemeni


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Hey.

Also ich hatte das ganze mit Citalopram. Das erste mal wunderbar, jetzt muss es sertralin sein weil es nemmer geklappt hat.
Die Meinungen sind gespalten aber die Erfahrungen zeigen das es immer wieder passiert das der Körper irgendwann einfach nicht mehr reagiert auf die medis. Das kann, muss aber nicht.
Die dosis ist allerdings auch nicht ausgeschöpft. 75mg sind eher wenig. Meine Mama nimmt 150 glaube ich und kommt klar während ich auch nur 75brauche. Evtl nochmal weiter hoch dosieren und wenn das nicht klappt wechseln. Im Zweifel aber mit dem arzt des vertrauens sprechen
Ich hab zum Beispiel von meiner Psychologin ein "von bis" bekommen. Also was evtl schon funktioniert und aber auch ne zieldosis (falls die nicht klappt aber nach Absprache mehr). Meine zieldosis wäre schon allein bei 100mg wenn benötigt.

21.08.2019 08:09 • x 2 #23


Mediator123


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Hallo zusammen, nach nun 6 Wochen Einnahme von Sertralin (2 Wochen 50mg, dann 75mg) kann ich nun vermelden, dass ich eine leichte Verbesserung verspüre. Was mich aber nachdenklich macht, ist das ständige auf und ab. Erst geht es mir mies, dann aus heiterem Himmel täglich besser nur um dann wieder umzudrehen. Der Fall ist nicht mehr so tief wie früher, aber dennoch ziemlich übel. Ist das bei Euch auch so - ein ständiges auf und ab im 3-4 Tage Rhythmus? Wäre für ein paar aufmunternde Antworten sehr dankbar!

Liebe Grüße
Christoph

03.09.2019 12:46 • #24



Dr. med. Andreas Schöpf


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