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Hallo,

ich wende mich mal mit einer Apotheken-Frage an euch. Beim Googeln stoße ich diesbezüglich immer nur auf das Schlagwort Abhängigkeit, bzw. unbegründetes "nicht auf Dauer nehmen".

Kurz zu mir: Ich hab seit jeher Einschlaf-Probleme, relativ stark. Durchschlafen kann ich aber. Nachdem ich in der Jugend Alk. als Schlafmittel entdeckt habe, habe ich regelmäßig (zu viel) davon als Einschlafhilfe konsumiert. Irgendwann dämmerte mir aber, dass ich das besser sein lassen sollte und trinke seit geraumer Zeit unter der Woche nichts mehr, am Wochenede moderat. Mir geht es damit sehr viel besser, ich habe abgenommen und einige Ängste sind auch schwächer. Also nur Gutes von der Seite her.

Nun bleibt das Einschlaf-Problem. Ich habe mir aus der Apotheke Schlafsterne besorgt (vor einigen Monaten) und bin restlos begeistert davon. Eigentlich sollte man ein bis zwei Tabletten nehmen, mir reicht allerdings 1/4 bis 1/2, damit ich gut einschlafen kann. Ich habe weniger irre Träume und wache nach 7 bis 8 Stunden entspannt und erholt auf.

Nun sind Schlafsterne ja ein Antihistaminikum früherer Generation. Wird auch über die Leber abgebaut. Was also kann passieren, wenn ich die Einnahme so fortsetze? Muss ich dann bald mit Leberzirrhose rechnen? Besser als Alk. sollte ein freiverkäufliches Mittelchen zwar allemal sein, aber warum wird von der Langzeit-Einnahme abgeraten? Eine Abhängigkeit ist mir insofern egal, als dass viele andere Menschen irgendwelche Medikamente nehmen müssen, die insgesamt dem Körper mehr Schaden zufügen, damit sie einigermaßen Lebensqualität haben... Und die Dosis habe ich bis jetzt ja nicht erhöhen müssen...

Was meint ihr? Gefährlich oder nicht?

16.08.2017 19:42 • 17.08.2017 #1


5 Antworten ↓


Schlaflose
Du müsstest deine Leberwerte regelmäßig checken lassen, dann wird sich zeigen, ob es schadet oder nicht.
Bei mir wirken die Dinger leider nur manchmal ein wenig.

16.08.2017 20:19 • #2



Schlafsterne/Antihistaminika regelmäßig einnehmen

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@schlaflose, nimmst du denn irgendwas? Hast du etwas verschrieben bekommen oder hilfst du dir mit Hausmitteln? Und wie verträgst du ggf. Medis? Habe gestern erst gelesen, dass bei Schlafmittelkonsum (also die gängigen ärztlich verordneten) das Krebsrisiko bis zu 35% ansteigen kann.

16.08.2017 20:32 • #3


Schlaflose
Ich nehme seit 18 Jahren schlafanstoßende Antidepressiva und bei Bedarf zusatzlich noch verschreibungspflichtige Schlaftabletten bzw. Beruhigungungsmittel (3-4 Mal im Monat). Die nehme ich seit ca. 30 Jahren. Vor den ADs war es viel häufiger.
Die finden doch ständig von irgendetwas heraus, das das Krebsrisiko erhöht. Demnach dürfte man fast nichts mehr essen oder verwenden.

17.08.2017 08:10 • x 1 #4


petrus57
Zitat von Persikka04:
Was meint ihr? Gefährlich oder nicht?


Bei der geringen Dosierung brauchst du dir wohl keine Sorgen machen. Da ist der ständige Alk. gefährlicher.

17.08.2017 08:18 • #5


Zitat von Schlaflose:
Die finden doch ständig von irgendetwas heraus, das das Krebsrisiko erhöht. Demnach dürfte man fast nichts mehr essen oder verwenden.


Ja, da hast du recht. Allerdings fand ich das schon 'ne Hausnummer.
Aber das ist schon ein Teufelskreis, den ich niemandem wünsche. Nicht schlafen zu können und den eigenen Körper ruhigstellen zu müssen.

Zitat von petrus57:
Bei der geringen Dosierung brauchst du dir wohl keine Sorgen machen. Da ist der ständige Alk. gefährlicher.


Ja, das denke ich mir auch. Allerdings gibt es keinerlei Langzeitstudien dazu. Wenn man aber endlich etwas gefunden hat, mit dem man gut zurechtkommt und im Gegenzug die Quälerei über viele Jahre sieht... Dann entscheide ich mich für diesen Weg.

17.08.2017 12:59 • #6




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Dr. med. Andreas Schöpf