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Als mein Vater gestorben ist, habe ich für kurze Zeit eine Herzphobie entwickelt. Auslöser für seinen doch recht frühen Tod war ein Herzinfarkt – wobei dieser nicht die Todesursache war, sondern eine missglückte Notoperation.
Jedenfalls habe ich auch über mehrere Monate hinweg furchtbare Angst davor gehabt, mein Herz könnte plötzlich stehen bleiben. Selbst nachdem ich mich ausführlich hab untersuchen lassen und klar war, dass ich komplett gesund bin, hat mich die Angst weiterhin begleitet. Mit der Zeit habe ich seinen Tod überwunden und somit auch die Herzphobie. Dennoch hab ich seitdem Panikattacken und kommt es hin und wieder vor, dass ich das Gefühl habe, ich könnte sterben. Ich nehme pflanzliche Beruhigungsmittel ein – wenn es extrem wird auch chemische. Mir haben jedoch auch Beruhigungstees immer sehr gut geholfen. Wenn ich die Attacke nicht mitten in der Nacht erlebe, dann versuche ich immer, mich abzulenken. Aus eigener Erfahrung ist es nicht optimal, wenn man die Dinge immer wieder kontrolliert, da man sich leicht einbildet, es könnte etwas nicht stimmen, obwohl alles ist, wie immer. Ich wünsche dir jedenfalls, dass es dir damit besser geht, aber du wirst sehen – irgendwann denkst du an die Zeit zurück und bist froh, es überwunden zu haben.
07.11.2016 16:39 •
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