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L
hallo bin neu hier im Forum,

Ich habe seit einem Monat regelmäßig Panikattacken und neuerdings eine Herzphobie entwickelt. Ich weiß einfach nicht mehr weiter hat jemand es von euch schon geschafft, das wieder los zu werden ? Ich möchte es wenn möglich ohne Medikamente schaffen, hab zwar einmal Tavor eingenommen aber bei dem einem Mal soll es auch bleiben.

05.11.2016 22:39 • 07.11.2016 #1


28 Antworten ↓


inna7
Hey Du.
Also ich möchte nicht sagen, dass ich es überwunden habe. Aber es ist viel besser geworden. Mit Panikattacken komme ich mittlerweile sehr gut zurecht und weil ich verstanden habe das sie mir nicht gefährlich werden, konnte ich sie los werden. Die Angst an sich hab ich mal im Griff und mal haut sie mich um. Aber ich bleibe dran.
Das war harte Arbeit, doch ich habe Mittel und Wege gefunden, die schlechten Phasen so gut wie möglich zu überstehen.
Medikamente wollte ich auch nicht nehmen. Es ging auch ohne. Vielleicht war das nur Glück.
Hast du schon kleine Tricks gefunden um in Akutphasen auf dem Boden zu bleiben?

06.11.2016 00:01 • #2


A


Regelmäßig Panikattacken mit Herzangst - ohne Medikamente?

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L
Hey so wirkliche Strategien oder Tricks habe ich noch nicht gefunden. Allerdings habe ich mir zwei Selbsthilfebücher geholt. Darin werden auch verschiedene Übungen beschrieben, ich versuche mich gerade an den Atemübungen und irgendwie hilft das schon etwas bei ner akuten Panikattacke. Was meinen Zustand erheblich verschlechtert ist natürlich, das ewige suchen nach HerzkrAnkheiten im Internet. Da habe ich mir Jetzt auch ein Verbot erteilt ... Yoga mache ich auch seit einiger Zeit es hilft zwar schon sehr gut sich zu entspannen aber nur für kurze Zeit, weil mein Gehirn einfach nicht die Klappe halten kann ich hoffe ich komme da wieder raus keine Lust mehr ständig meinen Puls zu checken etc. das ist echt schwachsinnig.

06.11.2016 00:12 • #3


inna7
Als ich mich hier angemeldet habe, wurde mir gesagt googeln ist ab sofort verboten. Das ist so zusagen ein ungeschriebenes Gesetz.
Yoga ist ein guter Anfang. Bewegung im allgemeinen hilft sehr.
Hast du dich schon ärztlich untersuchen lassen?

06.11.2016 02:02 • #4


L
Ja zwei mal EKG ohne Befund, vorn paar Jahren haben Sie mein herzbkomplett gecheckt mit Echo und 24-Stunden EKG kam auch nichts heraus. Ich hab Hashimito aber derbArzt will mir noch keine Tabletten geben da meine Werte noch okay sind

06.11.2016 12:03 • #5


Stamper
Was löst denn die Panikattacken bei euch aus?

07.11.2016 15:53 • #6


L
Ich kontrolliere ständig meinen Puls bei der kleinsten Unregelmäßigkeit geht es schon los oder auch einfach nur der Gedanke, dass mein Herz einfach stehen bleiben könnte löst eine Attacke bei mir aus.

07.11.2016 15:57 • #7


Stamper
Herzneurotikerin. Scheinen ja wirklich viele von hier zu sein. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, lass das Pulsmessen sein und stop deine Gedanken. Warscheinlich hast du auch schon alle Symptome gegoogelt und herausgefunden, dass jeder Mensch die Stolperer hat. Je öfter du daran denkst, umso mehr treten sie auf. Das ist strange aber echt wahr. Als ich das damals hatte habe ich mich 1x so krass da reingesteigert, dass ich richtig Herzrasen, kribbelnde Hände und Schwindel bekommen habe. Danach hat mein ganzer Körper gezittert, schon heftig was die Psyche mit einem machen kann. Versuch einfach nicht meh daran zu denken!

07.11.2016 16:07 • x 1 #8


P
Hi, ich kenne das selber aus eigener Erfahrung. Einfach ignorieren ist nicht leicht, ich weiß, aber es ist das einzig sinnige!
Sollte wirklich das Herz stehen bleiben dann hat man auch keine Zeit mehr darüber nachzudenken.
Eine Neurologin hat mal zu mir gesagt, dass ich mich freuen soll, dass mein
Herz schlägt, weil das ja ein Lebenszeichen ist.
Die wenigstens Menschen mit akuten Herzproblemen schaffen es noch und suchen Hilfe in einem Forum sondern können mit viel Glück noch die 112 anrufen.
Also leb dein Leben denn du hast nur das eine.

07.11.2016 16:24 • x 2 #9


L
Darf ich Fragen, ob ihr diese Ängste überwunden habt ? Zurzeit ist es so schlimm, dass ich es mir nicht vorstellen kann jemals wieder ohne diese dämmliche Angst leben zu können.

07.11.2016 16:32 • #10


Stamper
Das habe ich damals auch gedacht. Aber ich habe Sie überwunden. Natürlich hab ich ab und an noch mal ein Stolpern aber ich kriege sie garnicht mehr mit, weil ich meinen Puls auch nicht mehr messe. Ich huste dann einmal kurz und das passiert auch fast garnicht mehr. Früher war es jeden Tag.

07.11.2016 16:35 • #11


L
Okay das beruhigt mich schon mal etwas, danke

07.11.2016 16:39 • #12


H
Als mein Vater gestorben ist, habe ich für kurze Zeit eine Herzphobie entwickelt. Auslöser für seinen doch recht frühen Tod war ein Herzinfarkt – wobei dieser nicht die Todesursache war, sondern eine missglückte Notoperation.
Jedenfalls habe ich auch über mehrere Monate hinweg furchtbare Angst davor gehabt, mein Herz könnte plötzlich stehen bleiben. Selbst nachdem ich mich ausführlich hab untersuchen lassen und klar war, dass ich komplett gesund bin, hat mich die Angst weiterhin begleitet. Mit der Zeit habe ich seinen Tod überwunden und somit auch die Herzphobie. Dennoch hab ich seitdem Panikattacken und kommt es hin und wieder vor, dass ich das Gefühl habe, ich könnte sterben. Ich nehme pflanzliche Beruhigungsmittel ein – wenn es extrem wird auch chemische. Mir haben jedoch auch Beruhigungstees immer sehr gut geholfen. Wenn ich die Attacke nicht mitten in der Nacht erlebe, dann versuche ich immer, mich abzulenken. Aus eigener Erfahrung ist es nicht optimal, wenn man die Dinge immer wieder kontrolliert, da man sich leicht einbildet, es könnte etwas nicht stimmen, obwohl alles ist, wie immer. Ich wünsche dir jedenfalls, dass es dir damit besser geht, aber du wirst sehen – irgendwann denkst du an die Zeit zurück und bist froh, es überwunden zu haben.

07.11.2016 16:39 • x 1 #13


L
Das mit deinem Vater tut mir sehr Leid dein Beitrag hat mir ebenfalls Mut gemacht, Vielen Dank. Ja ich hoffe auch, dass ich das ganze endlich mal in den Griff bekomme...

07.11.2016 16:57 • x 1 #14


H
Vielen Dank! Es ist immer schlimm, wenn man einen Menschen verliert, dem man nahe gestanden hat. Ich vermisse ihn nach wie vor, aber ich lasse mein Leben nicht mehr davon bestimmen, da ich es leider nicht ändern kann.
Es freut mich zu lesen, dass ich dir weiterhelfen konnte. Ich kann gut nachvollziehen, wie es ist, wenn man das Gefühl hat, es würde etwas ganz Schlimmes passieren. Dieses Gefühl habe ich oft genug und meistens weiß ich nicht, warum. Ich finde es wichtig, nicht immer daran zu denken Was wäre, wenn?. Zu wahrscheinlich 99% trifft das nicht ein und du nimmst dir dadurch die Freude am Leben. Es gibt zum Glück mehr als unsere Ängste.

07.11.2016 17:06 • #15


L
Ja ich kann das nachvollziehen solche Verluste sind sehr schwer. Aber du hast recht man muss weiter machen. Ich will leben und das ohne diese übersteigerte Angst. Das Leben ist viel zu schade um sich mit Szenarien auseinanderzusetzen, die wahrscheinlich so nicht eintreffen werden

07.11.2016 17:51 • #16


H
Das sehe ich auch so. Leider kann ich mich aber nicht immer selbst dran halten – sonst wäre ich wohl nicht hier.
Mir fällt es viel leichter, anderen Menschen Mut zu machen als mir selbst. :'D

07.11.2016 17:54 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

L
Hahaha ja geht mir leider genau so

07.11.2016 17:56 • #18


H
Dann weißt du ja, wovon ich spreche.
Aber wie gesagt: So lange nichts passiert, macht es wenig Sinn, sich Sorgen zu machen. Zudem gibt es ja Wege, wie man Herzkrankheiten vorbeugen kann.

07.11.2016 18:00 • #19


L
Ja dieser Stress ist da eher kontraproduktiv

07.11.2016 19:36 • #20


A


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Dr. Matthias Nagel