App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

37

sandracookie

sandracookie
Mitglied

Beiträge:
534
Themen:
18
Danke erhalten:
607
Mitglied seit:
Hallo zusammen,
da es mir die letzten zwei Wochen nach einer schlechten Nachricht an der Arbeit wirklich schlecht ging (Zittern, Unruhe, Angst bis hin zu Panikattacken) und ich anschließend drohte durch negative Gedanken und Selbstabwertung wieder in die Depression zu rutschen, habe ich meine Psychiaterin nach einem Bedarfsmedikament gefragt.
Sie hat mir daraufhin Promethazin Tropfen verschrieben, wo ich mich erstmal vorsichtig mit der Dosierung ran tasten sollte, damit es nicht zu müde macht.
Ich habe jetzt seit Dienstag vier Tage lang (bis auf gestern) 10 Tropfen genommen und es hat wirklich was bewegt und positiv verändert! Was eine Riesenerleichterung ist und mich vor einer Krankmeldung bewahrt hat.
Da ich es aber eigentlich nur bei Bedarf nehmen soll/will, fange ich jetzt schon an mich zu fragen, ob es okay ist das erstmal täglich zu nehmen?
Momentan ist der gefühlte Bedarf nämlich hoch🙈
Die 10 Tropfen sind laut Packungsbeilage noch niedrig und das soll ja eigentlich auch nicht abhängig machen, aber ich hab Angst, dass ich doch Gefahr laufe, ein Abhängigkeitsgefühl zu entwickeln, einfach weil es hilft und ich alles den Panikattacken im Alltag vorziehe🫤
Deswegen würde ich mich sehr über andere Erfahrungen freuen, damit ich das besser einschätzen kann, was denn jetzt okay ist für den Akutfall und ab wann ich vorsichtig sein sollte 🙂
PS: Ich nehme aktuell keine AD mehr, nur das Promethazin und andere Medikamente gegen Allergien/Asthma und Desogestrel (ist der Psychiaterin auch bekannt).

15.07.2026 x 1 #1


24 Antworten ↓

Dunkelbunte
Zitat von sandracookie:
Ich nehme aktuell keine AD mehr,

Hallo.

Darf ich fragen warum?
Hat das weglassen deine Angststörung verschlimmert?

Ich zb nehme ein SSRI. Citalopram und das schon seit 16 Jahren. Seitdem brauche ich was Angstattacken betrifft kein anderes Mittel mehr.

x 3 #2


A


Promethazin - Erfahrungsaustausch

x 3


SilentRoG
Zitat von sandracookie:
Hallo zusammen, da es mir die letzten zwei Wochen nach einer schlechten Nachricht an der Arbeit wirklich schlecht ging (Zittern, Unruhe, Angst bis ...

10 Tropfen sind wirklich wenig.
Ich musste damals 17 Tropfen nehmen um etwas zu merken und selbst das war unter der Mindest Dosis.

Es ist ja ein Bedarfsmedi. Dann nehme es doch nur bei Bedarf.
Einfach probieren ohne loszulegen und wenn du merkst es geht nicht mehr, dann kannst du die Tropfen ja nehmen. Sie wirkten, zumindest bei mir, innerhalb einer halben Stunde.

Ich habe aber eher versucht durch beruhigende Atmung runterzukommen. Außerdem hatte ich Magnesium, B12 und Folsäure supplementierent. Seit dem habe ich seit langer Zeit jetzt kein Bedarf mehr gehabt.

x 3 #3


Peekay
Hallo,
ich habe ca 30 Jahre lang 100mg Promethazin genommen, immer gut vertragen, und habe sie vor kurzem innerhalb sechs Wochen ausgeschlichen, was gut klappte.
Das Medikament war damals für mich ein Segen, kann nichts nachteiliges darüber berichten.

x 3 #4


kadisha
Zitat von Peekay:
Hallo, ich habe ca 30 Jahre lang 100mg Promethazin genommen, immer gut vertragen, und habe sie vor kurzem innerhalb sechs Wochen ausgeschlichen, was ...

100mg als Einzeldosis? Zum schlafen?

x 3 #5


Flousen
Habe es auch eine Zeitlang genommen. Allerdings unter 10 Tropfen und es war ein angenehmes Gefühl. Es verträgt sich super, keinerlei Nebenwirkungen, und man kann es ruhig einnehmen ohne Angst haben zu müssen das es stark abhängig macht.

x 4 #6


sandracookie
@Dunkelbunte
Huhu, ich habe in der Vergangenheit einige ADs durch und entwender war die Wirkung so minimal, dass ich sie kaum wahr genommen habe oder ich litt unter Nebenwirkungen.
Fluoxetin hatte mir 2018 gut geholfen, später 2023 nicht mehr, dann kam der Wechsel auf Bupropion, was alles extrem verschlimmert hat, weshalb dann Duloxetin kam. Hier war vor allem Müdigkeit, Schwindel, Schwitzen und Gewichtszunahme das Problem - wobei ich mittlerweile das Schwitzen und paar Symptome, die ich so noch habe nicht mehr unterscheiden kann, ob's Nebenwirkung vom AD war oder eigentliche Symptome, weil es sich sehr überschneidet bzw. manches immer noch auftritt.
Ende August, Anfang September 2025 sollte ich nochmal von Duloxetin auf Venlafaxin wechseln und habe nach wenigen Tagen auch wie beim Bupropion sehr heftig reagiert und dann beschlossen abrupt aufzuhören mit den ADs. Es folgten 4-6 Wochen Absetzerscheinungen mit Brainzaps und Kreislaufproblemen, aber nach dem das überstanden war, ging es bei mir seit dem auch ohne AD - zumindest war es nicht besser oder schlechter als mit.
Sollte es nochmal Thema werden, würde ich das Einstellen/Einschleichen zu Beginn mit einem Klinikaufenthalt verknüpfen, damit ich bei heftigen Reaktionen direkt andere medikamentöse Unterstützung bekommen kann.

x 4 #7


sandracookie
@SilentRoG
Von Mitte Februar bis Ende März hatte ich wieder Eingliederung an der Arbeit, davor war ich fast 1 Jahr krank geschrieben.
Bis vor kurzem habe ich es auch gut hinbekommen mich mit Atemübungen, PMR, Meditationen wieder zu regulieren/beruhigen, aber dann kam die Situation, dass Stellenanteile von einem Kollegen gestrichen wurden und wir jetzt in die Monate kommen, wo ohnehin viele Urlaub haben. Ich hardere mit der Situation, dass wir dann an der Arbeit mehr zu tun haben bei weniger Leuten und sich das nicht so schnell ändern wird. Da kommt Angst vor Überforderung und Angst vorm Versagen und beides ist direkt so stark geworden, obwohl da zur Zeit noch kein Erwartungsdruck von außen da ist. Deshalb war ich erstmal froh über das Promethazin und es hilft, nur stehe ich dann an dem Punkt, dass ich mir die Situation irgendwann auch wieder ohne zutrauen muss bzw. muss ich mich ja der eigentlichen Problematik trotzdem stellen, da solche Situationen in der Arbeitswelt keine Seltenheit sind.
Deswegen ist der Ansatz es erstmal so zu testen und dann wirklich nur wenn's doch nicht geht darauf zurück zu greifen, wahrscheinlich auch der sinnvollste👍🏼 auch wenn es mich generell beruhigt zu hören, dass es viele gut vertragen auch bei regelmäßiger Einnahme.
Ich achte auch auf eine gute Versorgung mit den B Vitaminen, Schilddrüse ist abgeklärt und Vit D liegt nach anderthalb Jahren Ergänzung auch wieder im guten gesunden Bereich - aber diese Punkte unterstützen zwar meine Gesundheit, waren aber in meinem Fall nicht ursächlich (zumindest nicht alleinig, da vieles eben nicht dadurch weg gegangen ist).

x 2 #8


Elly79
Ich nehme Promethazin oft Sonntags zum Schlafen. 10 Tropfen bzw 10 mg reichen da bei mir super um kein Hangover zu haben.
Als Bedarf zur Beruhigung tagsüber habe ich es nicht probiert, weil es mich wirklich sehr müde macht.

x 3 #9


sandracookie
@Elly79
Ich hab es auch immer abends genommen bisher so ne Stunde vorm Schlafen. Merke auch, wie ich dadurch wieder besser ein- und durchschlafen kann und zumindest hatte ich das Gefühl, dass es mir tagsüber dann auch noch was gebracht hat und ich doch insgesamt ruhiger war/bleiben konnte, trotz der hohen Grundanspannung.
Zumindest war da ein deutlicher Unterschied zu den Tagen vorher ohne Promethazin, also bin ich echt froh bei der Psychiaterin nachgefragt zu haben und da eine zusätzliche Stütze zu haben. Ansonsten mach ich noch Verhaltenstherapie, die auch sehr hilfreich und wichtig für mich ist.

x 4 #10


Dunkelbunte
Darf man dieses Prometazin auch mit Citalopram nehmen? Würde mich jetzt persönlich interessieren...

x 2 #11


Elly79
@Dunkelbunte Ich nehme ja auch noch Sertralin, keine Probleme. Kommt ein wenig darauf an wie deine Voraussetzungen sind, also QT Zeit, oder ob du stark mit Kreislauf reagierst.

Ich habe keinerlei Wechselwirkungen.

x 1 #12


Peekay
@kadisha nein, morgens 50 und abends 50.

#13


Tatjana1989
Ich nehme die Tropfen auch nach Bedarf. Bis jetzt haben mir 10
Tropfen immer geholfen. Es gibt Wochen wo ich die jeden Tag nehme und dann wieder nicht. Merke keine Nebenwirkungen und vertrage die gut

x 1 #14


sandracookie
@Dunkelbunte
Das weiß ich nicht, aber scheint sich ja nach @Elly79 Erfahrung nicht generell auszuschließen.
In der Packungsbeilage war auch der Hinweis mit der QT Zeit bei Kombination mit anderen Medikamenten, die Einfluss darauf haben (hab ich bspw. aber auch keine Probleme mit, bei Kombination wie in der Vergangenheit AD + Antihistaminika, das lässt sich ja schnell beim Arzt überprüfen).
Es war auch noch der Hinweis, dass man vorsichtig sein sollte mit anderen dämpfenden Medikamenten, die Einfluss auf die Reaktionszeit haben und müde machen.
Am besten den behandelnden Arzt direkt fragen

#15


sandracookie
@Tatjana1989
Schön, dass dir das so gut hilft. Ich hoffe/denke, dass das bei mir auch ähnlich sein wird und funktionieren kann nach den bisherigen Erfahrungen.

x 1 #16


Dunkelbunte
Danke für eure Auskünfte.
QT Zeiten muss ich alle 3 Monate kontrollieren lassen und herzkrank bin ich.
Dann ist das zu gefährlich.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
Hallo, ihr Lieben. Ich habe jetzt über ein Jahr lang Mirtazapin zum schlafen genommen und hatte heute meinen Check Up Termin beim Psychiater. Habe mit ihm besprochen, dass wir das Mirta absetzen werden weil es unfassbar dick macht, zumindest bei mir, ich hab so viel zugenommen, ganz schlimm. Ansonsten hat es mich super beruhigt und war zum schlafen echt super, nur der Nachhang war meistens extrem. Jetzt hat er mir Promethazin verschrieben und ja, ich hätte nicht googeln sollen, aber ich hab gelesen, dass man das nur bei Bedarf nehmen soll?! Und das es auch eher dick macht? Das macht mir schon wieder Angst, hat da jemand Erfahrungen, vielleicht auch eher positive? Mein Psychiater meinte, dass es eher gewichtsneutral wäre und Mirtazapin eines der schlimmsten sei, was Gewichtszunahme betrifft...Nehme noch 150mg Venla als normales Antidepressiva.

#18


sandracookie
@Smarty_
Hi, also nach 4-5 Wochen 15-20 Tropfen fast immer einmal täglich abends kann ich eigentlich nur Vorteile nennen.
Zwischendurch mache ich immer mal auch einen Tag Pause, wenn ich weiß, dass der Tag bspw. ein ruhiger freier Tag Zuhause ist oder nehme es eben bewusst vor Tagen, wo ich weiß, dass herausfordernde Situationen anstehen. Wenn ich mal Alk. trinken will, nehme ich es auch nicht, das ist mir zu heikel als Kombi.
Eigentlich war es bei mir auch "nach Bedarf" gedacht, aber der ist momentan leider hoch.
Aber da es mir im Grunde das macht, was es soll (leicht beruhigen die Angst und Panikattacken etwas abfedern - auch wenn ich trotzdem noch damit zu tun habe), kann ich damit ganz gut leben.
In Sachen Gewicht bemerke ich nichts, wäre mir auch nicht bekannt bei Promethazin. Ich spüre auch keine bewussten Nachteile, wenn ich mal aussetze. Es macht halt müde, weshalb ich es immer abends nehme.
Für mich aktuell eine gute Lösung im Alltag als Unterstützung zur Therapie.

x 2 #19


S
@sandracookie danke dir, das beruhigt mich schon mal!

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore