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Hallo,

Wie in meinem Vorstellungsthread schon erwähnt, habe ich mich schweren Herzens dazu durchgerungen wieder mit einem ad anzufangen...

Es ist einfach nicht mehr auszuhalten gewesen...

Leide unter Dauerschwindel, Benommenheit und Angstzuständen seit der Schwangerschaft mit meinem dritten Kind.

Seit vorgestern bin ich bei 10 mg, nächste Woche will ich auf 20 mg...

Natürlich nehme ich etliche Nebenwirkungen am Anfang mit. Hatte auch keine Illusionen das mir das erspart bleibt.

Ich hoffe das mir ein paar meiner körperlichen Symptome genommen werden. Obwohl ich sehr hoffnungslos bin im Moment. Die Depression hat sich gerade noch mal arg verstärkt...

Nun aber meine konkrete Frage, kennt jemand im Zusammenhang mit Paroxetin ein brennen/kribbeln /missempfinden der Zunge?! Dies tritt immer nachmittags auf... Fühlt sich eigenartig an... Alles andere versuche ich mit Würde wegzustecken, weil ich es kannte als Einschleichsymptome. Aber dieses kannte ich nicht... Was mich natürlich irritiert...

Vielleicht kann mir jemand helfen und mir bisschen Mut machen....

Werde diesen Thread auch gleich bisschen als kleines Protokoll nutzen, wenn das ok ist....

LG murmelinchen....

04.05.2017 16:40 • 05.04.2018 #1


17 Antworten ↓


miriam0707
Zitat von Murmelinchen:
Hallo,

Wie in meinem Vorstellungsthread schon erwähnt, habe ich mich schweren Herzens dazu durchgerungen wieder mit einem ad anzufangen...

Es ist einfach nicht mehr auszuhalten gewesen...

Leide unter Dauerschwindel, Benommenheit und Angstzuständen seit der Schwangerschaft mit meinem dritten Kind.

Seit vorgestern bin ich bei 10 mg, nächste Woche will ich auf 20 mg...

Natürlich nehme ich etliche Nebenwirkungen am Anfang mit. Hatte auch keine Illusionen das mir das erspart bleibt.

Ich hoffe das mir ein paar meiner körperlichen Symptome genommen werden. Obwohl ich sehr hoffnungslos bin im Moment. Die Depression hat sich gerade noch mal arg verstärkt...

Nun aber meine konkrete Frage, kennt jemand im Zusammenhang mit Paroxetin ein brennen/kribbeln /missempfinden der Zunge?! Dies tritt immer nachmittags auf... Fühlt sich eigenartig an... Alles andere versuche ich mit Würde wegzustecken, weil ich es kannte als Einschleichsymptome. Aber dieses kannte ich nicht... Was mich natürlich irritiert...

Vielleicht kann mir jemand helfen und mir bisschen Mut machen....

Werde diesen Thread auch gleich bisschen als kleines Protokoll nutzen, wenn das ok ist....

LG murmelinchen....



Hallo murmelinchen,

ich nehme Paroxetin 20mg jetzt ca ein Jahr und am Anfang dachte ich auch das schaffst du nicht.
Ich hatte natürlich auch sämtliche Nebenwirkungen, die haben mich fast zum verzweifeln gebracht. Auch dieses eigenartige Gefühl auf der Zunge kenne ich.

Aber das Durchhalten lohnt sich wirklich, es wurde immer besser und die Nebenwirkungen verschwanden nach und nach.
Nach ca. sechs Wochen waren Sie komplett weg.

Also halt durch, es wird ganz bestimmt besser.

Liebe Grüße Miriam

04.05.2017 18:11 • x 1 #2



Paroxetin gegen Angst und Depression, Nebenwirkungen

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Zitat von miriam0707:


Hallo murmelinchen,

ich nehme Paroxetin 20mg jetzt ca ein Jahr und am Anfang dachte ich auch das schaffst du nicht.
Ich hatte natürlich auch sämtliche Nebenwirkungen, die haben mich fast zum verzweifeln gebracht. Auch dieses eigenartige Gefühl auf der Zunge kenne ich.

Aber das Durchhalten lohnt sich wirklich, es wurde immer besser und die Nebenwirkungen verschwanden nach und nach.
Nach ca. sechs Wochen waren Sie komplett weg.

Also halt durch, es wird ganz bestimmt besser.

Liebe Grüße Miriam


Oh, das ist lieb das du mir Mut machst! Danke dafür.

Ich werde dieses mal dran bleiben... Ich möchte mich endlich wieder so um meine Kinder kümmern wie ich es vorher konnte. Und der Einstieg in den Job steht mir ja auch noch bevor....

Hattest du vorher auch körperliche Symptome, falls ich fragen darf? Sind sie besser geworden mit paroxetin?

LG murmelinchen

04.05.2017 18:49 • #3


miriam0707
Hey,

das kann ich gut verstehen...
Ich war vor der Einnahme von Paroxetin auch mit den kleinsten Dingen überfordert.
Ich wollte auch einfach wieder Mama sein können und arbeiten gehen.
Jetzt funktioniert das alles wieder sehr gut, natürlich gibt es auch immer mal wieder nicht so schöne Tage aber das haben ja alle.

Ich hatte eine Menge von körperlichen Symptome, das liegt mit Sicherheit auch an den Verspannungen.
Jetzt habe ich auch noch Symptome, aber ich kann schon wesentlich besser damit umgehen.

Ich muss dazu sagen das ich Antidepressiva als Stütze sehe, arbeiten müssen wir natürlich an unserenBaustellen selber.
Ich habe zwei Therapien gemacht und gehe regelmäßig zum Sport, was mir unheimlich gut tut.

Irgendwie muss man herausfinden was grade nicht so gut läuft und daran arbeiten.

Liebe Grüße Miriam

05.05.2017 05:36 • x 2 #4


Ich bin so traurig....

Die Depris sind gerade so schlimm. Es ist schwer positiv zu denken.

Habe mich vorhin mit ganz viel Überwindung raus zu einem Geburtstag getraut.... Zu Fuß.... Trotz Schwindel und Angst.

Auf dem Rückweg hatte mich die Angst so im Griff und hat es bis jetzt.... Mir dreht der Kopf, ich zitter.... Beim Gehen vorhin hat es mir den Hals zu geschnürt. Es war reine Konzentration es durch zustehen. Wann hört das nur auf. Meine kleine plapperte fröhlich vor sich hin, mein Mini staunte im Wagen und ich hoch konzentriert. Um nicht in völlige Angst zu verfallen.

Hinter der Haustür erstmal hemmungslose Tränen. Wieder musste die große Sonnenbrille herhalten.

Das hatte ich auch vor Paroxetin schon alles.

Mein Mann ist mit zwei unserer Kinder noch auf dem Geburtstag. Ich hin mit zweien hier alleine.... Deswegen schreibe ich auch.... Ich musste gerade irgendwo hin damit.

Verzeit mir bitte....

PS. 5. Tag 10 mg Paroxetin, davor 3 Tage 5 mg.... Eigentlich wollte ich morgen auf 15. Aber nun fehlt es an Mut.

06.05.2017 18:54 • #5


miriam0707
Hey,

erstmal schön das du trotz deiner Angst überhaupt raus gegangen bist.
Das war bei mir anfangs überhaupt nicht möglich.

Ich kann dich so sehr verstehen, es ist unglaublich schwer und es fällt einem alles andere als leicht an eine Besserung zu glauben.

Du bist noch ziemlich am Anfang mit deiner Einnahme des Medis, es ist leichter gesagt als getan aber du musst Geduld mit dir haben.

Du wirst bald merken das es nach und nach immer besser wird.

Gibt es etwas was dich irgendwie ablenkt?
Hast du Hobbys? Etwas auf das du dich freuen kannst?

Ich habe als es mir so schlecht ging ganz viele Dinge ausprobiert um mich abzulenken und habe sehr viele Dinge gefunden die mir sehr viel Spaß machen und bei denen ich einfach mal abschalten kann.
Nimm dir Zeit für dich, dass ist sehr wichtig. Bei mir gibt es jetzt die Regelung das ich mir abends ein bis zwei Stunden nur Zeit für mich nehme und mache auf was ich Lust habe.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen

06.05.2017 19:18 • x 1 #6


Liebe Miriam,

Ganz lieben Dank für deine Worte....

Es kostet mich immer große Überwindung los zu gehen. Mag einfach nicht dahin wo so viel um mich herum los ist. Viele wissen nicht was mit mir los ist, und reagieren überrascht wenn sie merken wie ich mich verändert habe.... Und dann diese Frage immer.... Geht's dir besser? Schön oder? Ich weiß was die alle hören wollen....

Im Moment bin ich so benommen, dass es mir schwer fällt meinen hobbys nachzugehen. Ich bin abends so platt, vom diesem bisschen was man hier zuhause macht. Es ist wirklich unglaublich, wie wenig man belastbar ist.

Jetzt habe ich eben noch die drei großen geduscht.... Mein Mann legt heute Abend noch Musik auf.... Und sein kleiner ist auch noch da. Macht vier Kinder...

Wie soll das bloß alles werden wenn ich wieder arbeiten gehe....

Ich hoffe so sehr dass du recht hast.... Dass es bald besser wird...

Ich hader so oft mit meinem Leben, so wie es momentan ist...

Ganz liebe Grüße, Murmelinchen

06.05.2017 20:17 • #7


Seit zwei Tagen nehme ich 20 mg und es geht mir extrem schlecht. Die depris sind so stark dass es mich Mühe kostet stand zuhalten. War gestern bei meiner Psychologin, die hat Alarm geschlagen, sie sagt dass es nicht gut dass es so heftig ist, und meint ich soll sofort zum Arzt. Nur leider habe ich keinen Psychiater.

Ich muss gleich erstmal telefonieren. Weiß nur überhaupt nicht was ich jetzt heute morgen nehmen soll.

Hatte gestern extreme Zwangsgedanken, kann mich überhaupt nicht mehr aufraffen, heule stundenlang hemmungslos weil ich keinen Sinn mehr sehe. Mein Mann ist gerade total überfordert, meine Mutter hat gleich mitgeheult als sie mich sah.

Ich rede fast kein Wort mehr, und wenn versteht man mich kaum weil ich keine kraft zum laut sprechen habe.

Die Psychologin hätte am liebsten dass ich in die Klinik gehe, aber ich habe keinen der sich um die kinder kümmern kann.

Ich habe so eine riesen Angst vor dem Tag, vor den Gedanken und dass es nie wieder gut wird. Ich will einfach nicht mehr.

11.05.2017 06:30 • #8


Rosmarin
Hallo Murmelinchen,

du hast die Dosis viel zu schnell gesteigert ! Gehe bitte umgehend zu einem Arzt!

Und es gibt auch offizielle Stellen die sich um die Kinder kümmern können, hier bei mir wären es die Landfrauen oder das DRK (von denen hatte ich jemanden als ich zur Kur war)

11.05.2017 06:47 • x 1 #9


Stgroupro
Hallo Murmelinchen,

ich kann deine Angst/Panik sehr gut nachvollziehen. Hast du den vormittag einigermaßen bewältigen können.

Gruß

Stgroupro

11.05.2017 12:49 • x 1 #10


Ich war bei meinem Psychiater, der hat das ganze sehr ernst genommen und mich in die Klinik eingewiesen.

Das paroxetin wird umgehend abgesetzt, man geht von einer starken Unverträglichkeit aus....

Das was ich die letzten zwei Tage erlebt habe war wirklich zu heftig.

Ich habe mich als absolute Gefahr für mich selbst gesehen....

11.05.2017 15:10 • x 1 #11


Rosmarin
Hallo Murmelinchen,

bin ich froh das du zum Arzt gegangen bist

Das wird schon wieder laß dich da ertmal richtig durch checken, auch bitte den Vitamin und Mineralstoffhaushalt, da kann ein Mangel auch zu Depris führen.

LG

12.05.2017 06:30 • x 1 #12


Hallo und lieben Dank für eure Antworten....

Bin ja nun in der Klinik, eben wurde massenhaft Blut abgenommen.

Ja. Leider kämpfe ich schon seit Jahren mit diversen Mängeln. Aktuell habe ich quasi keine Folsäure mehr. Und vid d Mangel hatte ich. Das wird wohl alles mitgemacht.

Habe ja auch seit vielen Jahren Hashimoto, mit ner relativ dicken Unterfunktion. Nehme aktuell 150 thyroxin.

Fühle mich seit dem paroxetin wie ausgeknippst.

Heute nachdem gestern schon reduziert wurde und ich es ja nun nicht mehr bekomme bin ich extrem zittrig und unruhig....

Ich hoffe dieser Alptraum hat bald ein Ende.

LG Murmelinchen

12.05.2017 07:14 • #13


Ich bin wirklich deprimiert. Da schleppe ich mich seit einem Jahr mit Angstzuständen rum, die Gott sei Dank nie in richtiger Panik endeten, und nun hatte ich ja am Donnerstag auf dem Weg in die Klinik eine heftige Attacke, die mir extrem in den Knochen saß und gestern wollte ich was einkaufen von der Klinik aus und breche schon wieder halb in Panik aus.

Das verunsichert mich gerade dermaßen.

Kann das mit dem Paroxetin zusammen hängen? Hatte es ja über zwei Wochen auf 20 mg gesteigert am Donnerstag früh schon nur noch zehn genommen und hier in der Klinik hat man es mir sofort gestrichen. Können zwei Wochen so eine Reaktion auslösen?

Mich macht das so traurig. Darf morgen über dem Tag nach Hause und habe jetzt schon die totale Panik vor der Autofahrt.

Ein neues AD bekomme ich erst nächste Woche, die Ärzte wollen das das eine erstmal raus gehen kann.

Mensch, da probiere ich es ewig ohne ad, lasse mich auf sowas ein und dann sowas.

Aber mein Aktionsradius wurde jetzt zum Schluss immer kleiner und der leidensdruck so groß.

Könnte gerade mal ein paar aufbauende Worte gebrauchen.

13.05.2017 18:51 • #14


Habe heute wieder mit 5 mg cipralex angefangen...

Ich habe große Angst dass es nicht besser wird...

15.05.2017 14:06 • #15


Rosmarin
Hallo murmelinchen,
Auch wenn es schwer fällt, das geht nur mit Geduld.
Erstmal das richtige AD für dich finden, jedes spricht eine andere Region im Gehirn an, leider kann man so ohne weiteres nicht heraus finden wo die gerade Sitzt.lg

15.05.2017 21:07 • #16


Danke liebe Rosmarin...

Hatte zum Abend schlimme Panik. und starke Kopfschmerzen.

Hoffe das es morgen besser wird...

15.05.2017 21:09 • #17

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Hallo zusammen, ich schleiche seit 10 Tagen Paroxetin ein. Vor 3 Tagen bin ich von 10mg auf 20 mg hoch. Am 2.Tag mit 20 mg wurde ich noch unruhiger als ich eh scho war, bis ich nur noch wie völlig drauf war/bin. Irrer Blick inklusive. Blutdruck ist erhöht bei 150/100. Mir is schwindlig und ich komm nicht zur Ruhe.
Ausserdem hab ich im Liegen ein sampftes Pulsieren in den Beinen (kann auch vom Rücken kommen, habe starke Verspannungen und blockierte Wirbel).

Hat da jemand Erfahrung damit?

Soll jetzt ab morgen zusätzlich Opipramol 50 nehmen (abends) weil das wohl alles etwas dämpfen würde. In etwa 4 Wochen Opi wieder ausschleichen, dann sollte laut Arzt das Einschleichen vom Paroxetin überstanden sein.

Gruß Sabrina

05.04.2018 19:43 • #18



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