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Hallo, nehme jetzt seit einem Jahr Opipramol. Wenn es mit gut geht reduziere ich auf 50mg am Abend. Ansonsten 1 Mittag eine Abends.Wenn es mir sehr gut geht vergesse ich sie auch mal. Habe diese Woche einen Absetzversuch gestartet weil es mir sehr gut ging. MO, Die, nur am Abend Mittwoch ging es mir schon nicht so gut. Donnerstag ein bisschen schlechter, habe aber trotzdem den ganzen Tag keine genommen. Heute Freitag ging es mir in der Früh schon nicht gut. Übelkeit, schlechtes Gefühl usw. Merkt man das so schnell ohne? Oder war doch nicht der richtige Zeitpunkt dafür? Wie lange nehmt ihr sschon Opipramol? Kann oder sollte man die solange nehmen? 1 Jahr, 2 Jahre oder eigentlich nur kurzfristig. Bitte nicht sagen Arzt fragen, der hat keine Ahnung. Wenn ich ihm das erzähle weiss ich, er sagt:" Dann nehme sie ihr Medikament wenn es wieder schlechter ist" Mache auch seit Nov Therapie zusätzlich und gehe jetzt dann in Verlägerung.
Vielen Dank für Tips wie es bei euch ist mit den Opis.
LG Stregaline

22.06.2012 11:49 • 23.06.2012 #1


4 Antworten ↓


Christina
Zitat von stregaline1:
Merkt man das so schnell ohne?
Die haben eine Halbwertzeit von ca. sechs Stunden. Daher merkt man's recht schnell.

Zitat von stregaline1:
Oder war doch nicht der richtige Zeitpunkt dafür?
Opipramol ist kein richtiges AD, sondern so ein "Zwischending", das ein bisschen beruhigend wirkt und ansonsten gar nichts bringt. Es ist - wenn man es verträgt - ein sehr harmloses und schwaches Medikament und wird deswegen gerne bei Ängsten verschrieben. Ärztlicherseits kann man damit nichts falsch machen. Es wirkt sofort, man kann es bedarfsweise einsetzen, es geht nicht darum, einen Wirkspiegel aufzubauen oder erstmal ein paar Wochen auf die antidepressive Wirkung zu warten. Antidepressiv wirkt es eh nicht...

Zusammengefasst: Opipramol wirkt, wenn es wirkt, beruhigend - mehr nicht. Es heilt nichts, insofern gibt es auch keinen richtigen Zeitpunkt, es abzusetzen. Man kann es dauerhaft und langfristig nehmen, dann macht einen eine Einzeldosis nicht mehr so müde. Man kann es aber auch kurzfristig oder nur gelegentlich bei Bedarf nehmen. Tagesdosis bis 300 mg. Man kann es so verwenden, wie es einem am besten hilft. Bei Langzeiteinnahme sollten selbstverständlich Leberwerte und Blutbild kontrolliert werden.

Liebe Grüße
Christina

22.06.2012 16:03 • #2



Opis absetzen oder lange Zeit nehmen

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Die helfen nur wenn man auch ganz ganz ganz feste dran glaubt
Und natürlich fühlt man sich dann schlecht wenn man geglaubt hat, dass die helfen..
kannst auch 3x täglich Tic-Tac schlucken, ist die gleiche Wirkung..
nehm die gar nicht mehr.. hab ne tolle Apothekerin- die hat mich darüber mal so aufgeklärt

22.06.2012 16:36 • #3


Was bedeutet denn Halbwertzeit? Heisst das sie wirken ca. 6 Stunden?
Ich finde sie sehr gut und wenn ich hier lese das man sie gar nicht regelmäßig nehmen muss, ist das doch nun wirklich für uns Angsthäschen eine tiolle Stütze, oder?
Die Angst ist leider nur zu besiegen, wenn man sie annimmt und zulässt. Je mehr wir panikartig dagegen ankämpfen und "Sie2 nicht haben wollen umso stärker und intensiver wird sie doch leider.
Ich kenne mich mit den Opi s noch zu wenig aus und mein Ziel ist es natürlich auch endlich "Angstfreier" unbeschwert wieder leben zu können. Augen zu und durch durch die Angstmachenden Situationen. ABER es kostet so verdammt viel Kraft
Vielleicht ist das Opipramol tatsächlich eine hilfreiche Krücke, die man nimmt, um eine der besonders schweren Aufgaben mal einfacher meistern zu können ?
Mich machen sie auch sehr sehr müde, aber es ist ein gutes Gefühl, das innere zittern und unruhig sein mal weg zu haben.
Kann denn jemand bestätigen, das man sie auch nur an besonders schwer bevorstehenden Ereignissen nehmen kann und ansonsten versucht, die "kleinen" Hürden ohne zu meistern?
Als reine TicTac Placebos kann ich sie nicht bezeichnen, denn wie oben schon geschrieben, Zuckungen und TIcs und eben dieses ewige innere Unruhigsein wird wirklich sehr viel angenehmer und tut unheimlich gut
In diesem Sinne Allen ein schönes Wochenende

23.06.2012 15:28 • #4


Christina
Zitat von christkindle999:
Vielleicht ist das Opipramol tatsächlich eine hilfreiche Krücke, die man nimmt, um eine der besonders schweren Aufgaben mal einfacher meistern zu können ?
Mich machen sie auch sehr sehr müde, aber es ist ein gutes Gefühl, das innere zittern und unruhig sein mal weg zu haben.
Kann denn jemand bestätigen, das man sie auch nur an besonders schwer bevorstehenden Ereignissen nehmen kann und ansonsten versucht, die "kleinen" Hürden ohne zu meistern?
Klar kann man die auch nur im Einzelfall nehmen. Wenn das bei dir so funktioniert, ist doch alles bestens. Mich macht Opipramol unglaublich müde und es senkt meinen Blutdruck - da bin ich für nichts mehr zu gebrauchen. Aber wenn man's gut verträgt und es hilft, kann man es sehr flexibel einsetzen.

Liebe Grüße
Christina


P.S.: Halbwertzeit bedeutet, dass nach dieser Zeit die Hälfte des Wirkstoffs vom Körper abgebaut wurde. Meistens ist das auch in etwa die gespürte Wirkdauer.

23.06.2012 15:53 • #5





Dr. med. Andreas Schöpf