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menschlein
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Hey,

hat jemand von euch Erfahrung mit der Kombination?
Ich bin mir unsicher, ob ich die Medikamente nehmen soll. Der Psychiater bei dem ich war möchte mir Mirtazapin und Escitalopram verschreiben, weil sie wohl gut gegen Zwänge, Angst, Panik und Depressionen wirken.
Kommt es bei der Kombination zu einer starken Gewichtszunahme? Und ist man dann nur noch wie ein Zombie?
Ich bin mir unsicher, ob ich überhaupt Medikamente nehmen sollte/muss und dann direkt zwei auf einmal o.0
Würde eigentlich lieber ohne Medikamente eine Therapie machen, aber der Psychiater meinte, dass bei mir ohne Medikamente eine Therapie schwierig werden würde. Allerdings hat er mich ja auch nur eine halbe Stunde gesehen und ich weiß nicht, ob er mich da nicht falsch einschätzt. :-/

27.07.2024 #1


50 Antworten ↓
Alex1337

Alex1337
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Guten Abend ! Trost

(Vorweg ich habe vor kurzem meinen ersten Beitrag eröffnet und dort genauestens alles geschildert, mache jetzt aber noch hier ein Thema auf,weil ich explizit etwas zu Medikamenten fragen möchte. Falls jemand Details möchte/braucht, bitte mein anderes Thema anschauen zwinkern )

Ich leide unter einer Angst/Panikstörung, habe mittlerweile keine Attacken mehr, aber ein schlimmes ekliges Gefühl im Bauch, das mal größer mal nicht so groß aber immer da ist, auch ein Krankheitsgefühl im Kopf bzw. einen heißen Kopf besonders wenn ich etwas unternehme und ein Gefühl als würde ich gleich umkippen, benommenheit etc.

Als das losging mit meinen Symptomen und ich es nicht mehr ausgehalten habe, habe ich (nach einem Telefonat mit dem Bereitschaftsdienst) während einer Panikattacke, Mirtazapin von meiner Mutter begonnen zu nehmen.
Dies nahm ich dann auch in der Aufnahmestation der Klinik in der ich später war weiter ein (7,5mg). Weiteres haben die mir da noch nicht gegeben.

Nach einer Woche bin ich wieder nach Hause und kämpfe seither selbst damit. Es ist schon deutlich besser geworden, aber ganz weg geht dieses Gefühl halt nicht .
Vor der Entlassung der Klinik habe ich angefragt ob die mir Escitalopram verschreiben können zusätzlich zu Mirta, weil ich das Gefühl hatte das alleine hilft nicht und meine Mutter gute Erfahrungen mit Esci gemacht hat. Die Ärzte in der Klinik wollten mir allerdings nichts verschreiben (da ich nach Hause wollte/musste und arbeiten weil ich sonst meinen Job verloren hätte aber andere Geschichte)
Auch wenn die es mir nicht verschrieben haben, haben sie in meine Entlassungspapiere geschrieben, dass es grundsätzlich möglich ist, Escitalopram, auch zusammen mit Mirtazapin einzunehmen in meinem Fall.

So lange Rede kurzer Sinn, ich nehme beides auf eigene Faust ein.
Zwischenzeitlich war ich nochmal bei einer Psychologin, die mir Escitalopram aufgeschrieben hat, und die meinte ich solle in meinem Fall mindestens 10mg, eher 15mg Esci nehmen.
Mirta weglassen, da ich ohnehin eigentlich gut schlafe. Allerdings ist meine "Angstzeit" eher abends und da hilft mirta schon oft. Auch am nächsten Tag wenn ich aufwache, gehts mir besser wenn ich mirta einen tag vorher genommen habe (habs einmal ohne versucht)

Mein Psychotherapeut meint allerdings das Gegenteil. Ich solle Escitalopram weglassen, weil es so tief in die Psyche eingreift , auch besonders bei jungen Menschen (bin 25) nicht so dolle Nebenwirkungen haben. und "wir das auch so hinkriegen".

Ich nehme seit rund 7-8 Wochen Mirta 7,5mg und seit ca. 6 Wochen lediglich 5mg Escitalopram

Da ich das Gefühl habe, dass es nicht komplett weg geht (vielleicht braucht es einfach noch längere Zeit . ) möchte ich meine Dosierungen ändern.
Da der eine Arzt das eine, der andere das andere sagt, möchte ich mal gerne eure Meinungen dazu hören!

06.06.2021 22:14 • #38


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Mirtazapin und Escitalopram

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10Carola43

10Carola43
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Huhu...ihr Lieben...bin neu hier....
Ich hatte letztes Jahr schwere Schicksals Schläge zu verkraften...3 Todesfälle innerhalb des Jahres....im Oktober Verdacht auf Schlag Anfall....nicht betätigt...danach ne schwere Depression über Weihnachten....bekam dann Opipramal...50mg morgens und Abends....nahm ich 2 Monate...kam damit ganz gut zurecht und konnte meistens gut schlafen....meine HÄ und mein Neurolge empfahlen mir escitalopram und zum schlafen Mirtazapin....escitalopram hat nix gebracht und von Mirtazapin war ich nur noch platt und stand neben mir....beides wurde abgesetzt bzw. aus geschlichen....escitalopram nahm ich nur 18 Tage und Mirtazapin 11 Nächte.....beides war für mich Höllenzeugs....nach den Absetzen nehm ich nix mehr....allerdings kann ich Nachts nicht mehr schlafen....mehr wie 4.,Stunden sind es meist nicht Sad ....mich macht das Fertig....wie sind Eure Erfahrungen nach dem absetzen.....kann man seinen natürlichen Nacht Schlaf zurück bekommen ? Was haben die Medikamente in meinem Kopf gemacht ? Ich bin total verzweifelt und möchte gerne schlafen.....ich bin kurz davor wieder Opipram zu nehmen.....aber eigentlich will ich ohne Medikamente schlafen....Wer hat einen Rat ?

25.01.2019 13:29 • x 2 #17


Zum Beitrag im Thema ↓


Schlaflose
Zitat von menschlein:
Kommt es bei der Kombination zu einer starken Gewichtszunahme? Und ist man dann nur noch wie ein Zombie?


Mirtazapin ist auf jeden Fall berüchtigt für Gewichtszunahme. Escitalopram z.T. auch.

Wie ein Zombie wird man von keinem Antidepressivum. Man muss in den ersten 2-3 Wochen mit Nebenwirkungen rechnen, wie Benommenheit, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, Mundtrockenheit u.ä. Aber wenn sich der Körper an die Wirkstoffe gewöhnt hat, ist man ganz normal.

Ich nehme seit 16 Jahren ADs und mir merkt kein Mensch etwas davon an. Ich bin aktiv, treibe viel Sport, gehe normal arbeiten.

#2


evivanvalence
huhu

Mal ne kleine Frage die mich aber brennend interessieren würde... Und zwar, nimmt man eigentlich allein durch die Medikamente (Mirtazapin...) zu, oder erst durch das vermehrte Essen aufgrund den Heißhungers oder dem reduzierten Sättigungsgefühl?

Wer weiss es Mr. Green

#3


J
Sicher wissen tu ich es nicht, ob man "auch so" zunimmt (etwa durch Wassereinlagerungen), aber ich glaube, es kommt nur vom vermehrten Essen. Als ich es nahm (noch dazu in Kombination mit Seroquel), dachte ich pausenlos ans Essen und konnte mich gar nicht beherrschen. Mein damaliger Psychiater meinte auch, es komme nur vom Essen - man müsse nur genügend Disziplin aufbringen (haha), dann entstünden keine Gewichtsprobleme.

x 2 #4


G
Ich würde AUF KEINEN FALL zwei Medikamente gleichzeitig einschleichen.

Warum? Ganz einfach, weil du dann weder bei den Nebenwirkungen noch bei den Wirkungen sagen kannst, welches davon macht welche Wirkungen.

Wenn es dir also furchtbar schlecht geht als Nebenwirkung, wie willst du wissen welches der Medis du nun absetzen sollst, weil evtl ist ja nur eines davon für die Nebenwirkung verantwortlich, und wenn du eine Wirkung bekommst, wie willst du wissen, ob das nicht nur eines davon ist und du das andere völlig unnötigerweise nimmst.

Schleich eines davon ein, und wenn das nichts bringt, setz es ab und probiert was anderes.

Und ich würde mir einen anderen Arzt suchen, diese Verordnung, für jemanden der vorher kein Medikmanet genommen hat ist absolut unseriös.

#5


evivanvalence
Also doch.. Ich hab seit mirtazapin nämlich auch keine Stunde mehr an der ich mal nicht ans Essen denke!
Satt werden ist auch so eine Sache.. Mei o mei Rolling Eyes

Ist das ganze denn von Dosierung zu Dosierung unterschiedlich? Nimmt man quasi von 45 mg Mirtazapin mehr zu als von 7,5 mg?

#6


N
Habe mit Venlafaxin 10 kilo abgenommen, also ist bei jedem verschieden!

#7


J
Zitat von evivanvalence:
Ist das ganze denn von Dosierung zu Dosierung unterschiedlich? Nimmt man quasi von 45 mg Mirtazapin mehr zu als von 7,5 mg?


Um wieder meinen früheren Psychiater zu zitieren: Auf die Dosierung kommt es nicht an. Wenn man diese Nebenwirkung hat, dann hat man sie - egal, wie viel Mirtazapin man nimmt. Confused

x 1 #8


Schlaflose
Zitat von evivanvalence:
:huhu:

Mal ne kleine Frage die mich aber brennend interessieren würde... Und zwar, nimmt man eigentlich allein durch die Medikamente (Mirtazapin...) zu, oder erst durch das vermehrte Essen aufgrund den Heißhungers oder dem reduzierten Sättigungsgefühl?

Wer weiss es Mr. Green


Es kommen meist drei Dinge zusammen. Einmal verursacht Mirtazapin Heißhungerattacken, zum zweiten kommt es zu Wassereinlagerungen im Gewebe und drittens wird der Stoffwechsel verlangsamt.

x 1 #9


Schlaflose
Zitat von Nic75:
Habe mit Venlafaxin 10 kilo abgenommen, also ist bei jedem verschieden!


Venlafaxin gehört auch nicht zu den sedierenden ADs, die zu Gewichtszunahme führen. .

#10


evivanvalence
Oh man.. Es ist so nervig ständig hunger zu haben! Haare raufen

#11


M
Ok, also meine Frage hatte auch etwas darauf abgeziehlt, ob das eine fiese Kombination bzgl. des Gewichtes darstellt. So zwei krasse Dickmacher zusammen wäre schon fies.
Bei dem Mirtazapin weiß ich, dass das so sein soll allerdings auch nicht bei jedem. Ich kenn 3 Leute, die das genommen haben und niemand von denen hat massiv (also über 10 kg) zu genommen.
Ich habe aber auch einen Bekannten der wegen Medikamenten echt 30-40kg zu gelegt hat in wenigen Monaten...
Und ja ich habe viele Bekannte, die Psychpharmaka nehmen oder genommen haben Very Happy

@Garfield71
Also der Psychiater hat es schon begründet wieso direkt 2. Weil das Escitalopram gegen Ängste und Zwänge wirkt, aber diese erstmal zu sehr verstärkt und nicht dämpft wäre das alleine nicht gut und das Mirtazapin wirkt wohl nicht gegen Ängste und Zwänge. Daher macht es schon Sinn auch beide direkt zusammen zu nehmen oder wenn dann zuerst das Mirtazapin zu nehmen, wobei das ja auch erstmal wenig Besserung bewirken sollte, da es ja "nur" antidepressiv wirken soll. Und es gäbe einfach kein Medikament das alleine ausreichen würde, bei zweien läge das Minimum. Und das Mirtazapin hilft ja auch gegen Schlafstörungen wenn es abends genommen wird.

Wenn dann würde ich beide auch zusammen nehmen. Eines macht auch in meinen Augen wenig Sinn....

#12


G
Zitat von menschlein:
Also der Psychiater hat es schon begründet wieso direkt 2. Weil das Escitalopram gegen Ängste und Zwänge wirkt, aber diese erstmal zu sehr verstärkt und nicht dämpft wäre das alleine nicht gut und das Mirtazapin wirkt wohl nicht gegen Ängste und Zwänge. Daher macht es schon Sinn auch beide direkt zusammen zu nehmen.



Ja, das steht auf dem Papier, aber ob diese Substanzen auch bei dir genau das tun, und zwar beide ohne ekelhafte unerwünschte Effekte, das steht nicht auf dem Papier.

Von daher: Nicht beide auf einmal einschleichen. Weil, wenn es zB zu unschönen Nebenwirkungen kommt wüsstest du nicht mal, welches der beiden das verursacht und ausgetauscht werden muss. Und: Achtung! Untragbare Nebenwirkungen sind, wie du auch hier lesen kannst, bei Antidepressiva und Psychopharmaka generell nicht selten und sie sind in ihrer Art nicht berechenbar.

An Kombimedikationen sollte ein Arzt erst denken, wenn die Medikation mit einer Substanz mit verschiedenen Substanzen nicht gelangt hat. Es gibt wohl Antidepressiva, wo du eine Chance hast, dass sowohl Depression als auch Angst gebessert wird.

#13


S
1. Ja , beide machen sehr hungrig
2. Escitalopram wirkt einigermaßen gut gegen Ängste und ein bisschen gegen Zwangsstörung, aber nur etwas
3. Escitalopram pusht oder macht träge je nach Dosis usw.


Meiner Meinung nach ist das keine optimale Lösung

Ich würde mal das gute alte fluvoxamin probieren

Hilft gegen Ängste , zwänge, Schlafstörungen, unruhe hervorragend und macht nicht sonderlich hungrig

Hab schon viele Medis durch und extremst viel Informationen gesammelt und fluvoxamin ist bei Angst , unruhe zwänge etc wirklich spitze . Keine Ahnung, warum es nur noch so selten eingesetzt wird. Vermutlich weil damit nix mehr zu verdienen ist.

#14


M
Hallo, hat jemand Erfahrung mit den Medikamenten. Ich habe seit April 18 morgens 10 mg Escitalopram und abends 30 mg Mirtazapin. Da ich jetzt in Rente bin und keinen Druck mehr habe, möchte ich den Versuch machen, langsam abzusetzen. Man liest immer viel und vielleicht hat jemand einen Rat um welchen Prozentsatz und wie lange man sich Zeit nehmen sollte?

Gruß Magri

#15


N
Hallo! Es gibt eine Empfehlung alle 4-6 Wochen um 10 % zu reduzieren. Escitalopram lässt sich gut in Wasser lösen, so kommt man auf jede mögliche Menge. Ich würde entweder zuerst das eine komplett ausschleichen, oder abwechselnd, auf keinen Fall gleichzeitig.
Liebe grüße

#16


10Carola43

Kein natürlicher schlaf mehr möglich nach dem Absetzen

Huhu...ihr Lieben...bin neu hier....
Ich hatte letztes Jahr schwere Schicksals Schläge zu verkraften...3 Todesfälle innerhalb des Jahres....im Oktober Verdacht auf Schlag Anfall....nicht betätigt...danach ne schwere Depression über Weihnachten....bekam dann Opipramal...50mg morgens und Abends....nahm ich 2 Monate...kam damit ganz gut zurecht und konnte meistens gut schlafen....meine HÄ und mein Neurolge empfahlen mir escitalopram und zum schlafen Mirtazapin....escitalopram hat nix gebracht und von Mirtazapin war ich nur noch platt und stand neben mir....beides wurde abgesetzt bzw. aus geschlichen....escitalopram nahm ich nur 18 Tage und Mirtazapin 11 Nächte.....beides war für mich Höllenzeugs....nach den Absetzen nehm ich nix mehr....allerdings kann ich Nachts nicht mehr schlafen....mehr wie 4.,Stunden sind es meist nicht Sad ....mich macht das Fertig....wie sind Eure Erfahrungen nach dem absetzen.....kann man seinen natürlichen Nacht Schlaf zurück bekommen ? Was haben die Medikamente in meinem Kopf gemacht ? Ich bin total verzweifelt und möchte gerne schlafen.....ich bin kurz davor wieder Opipram zu nehmen.....aber eigentlich will ich ohne Medikamente schlafen....Wer hat einen Rat ?

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Keyo
Also mir hat nach dem absetzten von Promethazin autogenes Training sehr geholfen wieder natürlichen Schlaf zu finden.
Allerdings hatte ich nicht solche Schicksalsschläge. Das ist schon wirklich... tja... "heftig" ist wohl zu milde ausgedrückt! Ich kann nachvollziehen wie wichtig schlafen dann ist, man möchte dadurch endlich mal das blöde "Kopfkino" loswerden...
Also wie gesagt; Autogenes Training/ Muskelentspannung usw. hat mir sehr geholfen!
Ich wünsche dir gute Besserung! knuddeln

#18


10Carola43

Keyo
Zitat:
Danke....beantwortet leider nicht meine Frage
Das tut mir Leid! dann habe ich deine Frage nicht verstanden... Crying or Very sad

#20


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Dr. med. Andreas Schöpf
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