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Zottelchen85

06.05.2021 08:55 • #181


Lottaluft
Zitat von Zottelchen85:
Hallo zusammen, Ich habe seit Dezember 2020 mirtazapin bekommen, anfangs 15mg dann später 30mg. Nun war mit der Therapeutin abgesprochen wieder auf ...


Ist nicht ideal das du es vergessen hast aber ist mir auch schon passiert nimm es heute Abend einfach wieder und stell dir am besten am Handy einen Wecker zur Einnahme

06.05.2021 08:59 • x 2 #182


A


Mirtazapin Erfahrungen

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Railway
Hallo zusammen, ich habe eine Frage zum mirtazapin. Ich habe vor 14 Tagen mit escitalopram angefangen wegen starker Unruhe und Angstgefühlen. Ich wache jeden Morgen um 4 Uhr auf und kann nicht mehr schlafen. Ich denke das ist eine von den ganzen Erstversxhlimmerungrn von escitalopram. Gestern habe ich für die Nacht das erste mal mirtazapin 3,75mg genommen. Geschlafen habe ich super. Ich bin den ganzen Tag nun schon relativ "ruhig" also kaum noch Unruhe. Kann das so schnell von der einen minitablette mirta kommen?
Denn ich hoffe, dass dem nicht so ist und es mir besser geht wegen dem escitalopram

23.06.2021 18:03 • #183


Reticent
Mirtazapin macht schon müde. Aber 3,75 mg ist schon sehr wenig. Keine Ahnung wie da die Wirkung ist.

Ich habe jeden Abend 30 mg genommen. 7 Jahre lang.

25.06.2021 12:21 • x 1 #184


petrus57
Zitat von Railway:
Kann das so schnell von der einen minitablette mirta kommen?
Denn ich hoffe, dass dem nicht so ist und es mir besser geht wegen dem escitalopram


Die schlafanstoßende und beruhigende Wirkung von trizyklichen AD setzt sofort ein. Obwohl 3,75 mg schon recht wenig sind.

25.06.2021 12:30 • x 1 #185


Railway
Zitat von Reticent:
ch habe jeden Abend 30 mg genommen. 7 Jahre lan

Ui. Ich hatte 1 mal 15mg genommen. Den ganzen nächsten Tag konnte man mich nicht gebrauchen weil ich so müde war. Hast du zugenommen durch die Einnahme?
@petrus57 du nimmst jetzt aber ESC oder? Meine ich zumindest gelesen zu haben

25.06.2021 12:41 • #186


petrus57
Nein ich nehme kein Escitalopram. Ich hatte das mal für 1 Jahr genommen. Als es mir danach nicht bedeutend besser ging , habe ich es wieder abgesetzt. Gegen Depression hat es gut geholfen. Ängste etc blieben aber.

25.06.2021 12:49 • #187


N
Mirtazapin - Erfahrung und WICHTIGE INFOS

Liebe Leidensgenossen, ich leide seit sehr vielen Jahren an teils schweren Depressionen und zusätzlich noch unter einigen körperlichen Erkrankungen und Handicaps. Hier möchte ich mal kurz und kompakt über meine Erfahrungen mit Mirtazapin berichten und was man dabei unbedingt beachten sollte, damit es einem wirklich nachhaltig hilft.

Vorab, ich hatte schon sehr viele andere AD versucht, SSRI alle nicht vertragen und konnte über ein Jahr das Haus nicht verlassen, es war die absolute Hölle. Hatte Mirtazapin auch vorher schon mal versucht gehabt, aber wegen dem starken Heisshunger, der Verwirrtheit und der Müdigkeit gleich wieder abgesetzt. Vor etwa zwei Jahren dann neuer Versuch und heute geht es mir deutlich besser, kann wieder raus gehen und meinen Alltag wieder viel besser bewältigen. Hier möchte ich nun mal kurz schreiben, was ich für sehr wichtig halte zu wissen und was ich erst durch sehr viel Recherche und Versuche herausgefunden habe:

- Mirtazapin wirkt vollkommen anders als alle anderen AD. Es beeinflusst auch Serotonin, aber durch einen vollkommen anderen Mechanismus als SSRI und SNRI.

- Wichtigste Pluspunkte sind zum einen, dass es praktisch keine NW auf Magen und Darm hat und zum anderen, dass es bereits ab dem ersten Tag zu wirken beginnt und nicht lange abgewartet werden muss.

- Es wird auch als Schlafmittel gegeben, doch darum soll es hier nicht gehen.

- Man beginnt mit einer Dosis von 15 mg abends, die nach einer Woche auf 15 mg zusätzlich mittags und wenn nötig und verträglich auch zusätzlich 15 mg morgens erhöht wird.

- Jetzt kurz und kompakt wie das ganze funktioniert: Die wichtigsten Nebenwirkungen sind Verwirrtheit (legt sich nach spätestens einem Monat), Müdigkeit (verringert sich nach einigen Monaten sehr stark), Heisshunger und daraus folgend starke Gewichtszunahme.

- Der Heisshunger reduziert sich im Laufe von einem Jahr immer weiter auf circa ¼. Die Gewichtszunahme beträgt bei sehr vielen zwischen 20 und 30 Kilo. Das hörte sich auch für mich erst hart an, da ich auf keinen Fall zunehmen wollte.

- Doch dazu muss man sagen, dass diese Gewichtszunahme vollkommen normal ist, da a) Mirtazapin den Stoffwechsel verlangsamt, b) durch Heisshunger zu viel gegessen wird und man sich in den ersten Wochen noch nicht so viel bewegen kann um das auszugleichen.

- Wichtig: Sobald ihr mit Mirtazapin startet, stellt eure Ernährung auf eiweissreich um, z. B. Eiweissmüslis, -brot, Tofu usw. - das stabilisiert den Blutzucker und drosselt den Heisshunger. Legt euch kleine Portionen von einem kalorienarmen Müsli- oder Schokoriegel hin (Obst funktioniert erst später wieder).

- Sobald ihr die antidepressive Wirkung verspürt ist es sehr wichtig langsam (!) steigernd ein Bewegungsprogram zu starten, am besten Ausdauersport wie Wandern, Fahrrad, Schwimmen, z. B. erste Woche jeden Tag 5 Min., dann jede Woche steigern bis ihr jeden Tag mehrere Stunden aktiv seid (entfällt bzw. reduziert sich falls ihr wieder hart körperlich arbeiten könnt). Auf diese Weise (Ernährung, Sport) könnt ihr die Gewichtszunahme begrenzen und später wieder komplett abbauen.

- Zusätzlich ist es noch sehr wichtig eine gute (hört da bitte auf euer Gefühl und scheut nicht zu wechseln!) Psycho-, Ergo- oder Soziotherapie zu haben, die euch dabei unterstützt wieder mehr Struktur in euren Alltag zu bekommen und beizubehalten.

- Wenn ihr wieder stabil seid wird das Mirtazapin langsam wieder abgesetzt, d. h. bei einer Tagesdosis von 45 mg jeden Monat 7,5 mg weniger pro Tag. Wenn ihr es zu schnell macht kann euer Gehirn nicht mithalten und ihr riskiert einen Rückfall.

Mir hat all das niemand gesagt und ich musste mir das alles erst hart erarbeiten. Doch es hat sich gelohnt und ich hoffe und wünsche jedem von euch wo es noch mal mit einem neuen AD versuchen möchte ganz viel Glück und Erfolg und das euch meine Tipps helfen können!

LG

Niklas

03.08.2022 10:32 • #188


S
Zitat von niklas220803:
dass es bereits ab dem ersten Tag zu wirken beginnt und nicht lange abgewartet werden muss.

Das kann so nicht gesagt werden, bei mir fing es "erst” nach 4 Wochen an.

Ich finde das eine gefährliche Aussage, es hört Tisch so an, als ob es bei jedem Patienten ab dem ersten Tag anfängt zu wirken.

03.08.2022 10:39 • #189


N
Es ist schon etwas erstaunlich, dass bei einen Beitrag in den viel Mühe investiert wurde und in dem viele Hilfestellungen bei den Herausforderungen mit diesem Medikament gegeben werden, sich auf die eine Stelle die etwas deutlicher als eigene Erfahrung gekennzeichnet hätte werden müssen konzentriert wird. Was daran so gefährlich sein soll kann ich aber nicht erkennen, weiter unten steht ja dass es etwas dauert bis sich die volle antidepressive Wirkung einstellt.

Mein Beitrag ist an alle, denen es zur Zeit sehr schlecht geht gerichtet und die vor der Frage stehen ob Mirtazapin für sie vielleicht einen Versuch wert wäre, da ich genau weiss wie verzweifelt man sich fühlt und grosse Angst hat nur zuzunehmen. Diese Angst wollte ich ein wenig mildern. Wie mir das als etwas schlechtes und sogar gefährliches ausgelegt wird, also sorry aber das find ich einfach nur traurig.

03.08.2022 14:39 • #190


S
Zitat von niklas220803:
weiss wie verzweifelt man sich fühlt und grosse Angst hat nur zuzunehmen.

Wenn mir jemand gesagt hätte, es wirkt schnell, und dann tut es das doch nicht, dann waere ich ja noch verzweifelter.

Das meinte ich damit. Brauchst nicht gleich beleidigt zu sein.

03.08.2022 15:19 • #191


Luise95
@niklas220803 Danke Niklas, diese Zusammenfassung hat mir geholfen und mir Mut gemacht! Ich nehme seit 2 Tagen 7,5 mg und fühle mich heute sehr müde und benommen. Habe aber vor 10 Jahren schon einmal gute Erfahrungen mit Mirtazapin gemacht und möchte nicht aufgeben. Ich leide unter Angstzuständen, im Moment seit einer Woche dauerschwindel und habe das letzte Jahr viele Schicksalsschläge gehabt. Nach Angst vor "Hirnblutung, Herzinfarkt ext" was nicht der Fall aber Google die Angst deutlich stärkte war empfohl mir meine Hausärtin wieder Antidepressiva zu nehmen. Um auch meinen Puls der durch den Schwindel und die Angst so hoch ist in den Griff zu bekommen, ebenso mein "in alles reinsteigern". Ich hoffe diesmal hilft es auch!

27.09.2022 15:13 • #192


jabadoo
Hallo,

Ach mann. Ich versuche es nach mehreren Wochen schlaflosen Nächten ca. jede zweite Nacht und vollkommen verschwindelten übelkeitsdominierten Tagen nach sowas neben escitalopram nun wieder mit Mirtazapin.
Ich glaube, meine Angst vorm Nichtschlafen ist zu groß für das Medikament, und das macht mich fertig.
Die vorletzten 2 Nächte waren toll, letzte aber war ich wieder schlaflos - trotz Mirta, und ich konnte die Sedierung absolut spüren, mein Frust-, Sorgen- und Angstzustand blieb aber trotzdem da und ließen den Schlaf nicht kommen.

Nun habe ich schon meine Erwartungen runtergeschraubt und hoffte einfach nur noch, dass Mirta meine schlaflosen Nächte ein wenig ruhiger macht und vielleicht die Körpersymptome am nächsten Tag etwas abschwächt. Im Vergleich zu vor 4 Tagen ging das auch. Aber jetzt ist es nach 12 und ich liege immernoch mit MEGAschwindel und leichter Übelkeit auf der Couch.
Habe diese allerdings manchmal noch leicht zwischen 10 und 12 vom Escitalopram, das ich seit ca. 1,5 Monaten nehme.

Nach den zwei guten Nächten mit Mirta hatte ich auch Schwindel, aber nicht in dem Ausmaß wie nun nach der schwierigen Nacht.
Wer kennt sich mit schlaflosen Nächten trotz Sedierungsempfinden unter Mirta aus?

Ich hatte zwar schon als Kind mal Angst vor Schlaflosigkeit, aber bis vor 2 Monaten und wenigen kurzen Episoden in meinem bisherigen Leben überhaupt keine Schlafprobleme.
Und nun fühle ich mich zu kaputt für das, was so vielen hilft.

23.12.2022 12:20 • #193


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