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Hallo Leute,

Ich habe wenig Ahnung, welche Tablette, was bewirkt, auch nicht von Statistiken oder sonst was, will hier auch gar nicht diskutieren, verteufeln oder in den Himmel heben, sondern bloß mal meine persönlichen Erfahrung schildern, und die habe ich mit Diazepan.

Als ich mal ziemlich fertig war hat mein Doc mir das mitgegeben, und ich probierte es einige Tage später, als mich die Ängste nicht schlafen lassen wollten mal aus, ich nahm eine viertel Tablette, und es war der Himmel auf Erden, es war alles was ich mir vorher gewünscht hatte, die Angst verschwand, ich war so ruhig wie schon ewig nicht mehr, ich war teilweise im Halbschlaf und genoss es einfach.

Auf die Minute genau 6 Stunden später verschwand die Wirkung genau so schnell wie sie kam, die Ängste kamen wieder genauso schlimm, wenn nicht schlimmer als vorher.

Der erste Gedanke war gleich mal was nachzuwerfen, wieder abzuheben auf den Planeten der Glückseligkeit, aber das lies ich dann weil ich es als Lüge empfand, als Dro. die mich für 6 Stunden befreit, zu schön um wahr zu sein, aber eben für mich keine Lösung.

Ich weiß nicht ob ihr das kennt, am Anfang hatte ich sie immer dabei, weil ich dachte, egal was passiert, das kann dich für 6 Stunden retten, von der Angst erlösen, aber ich erkannte das das auch nicht stimmt, und ließ sie Zuhause.

Als Fazit, denke ich Heute das jeder mit seinen Ängsten umgehen sollte, wie er/sie kann, man kann pauschal keinem anderen Menschen raten, dafür sind wir zu unterschiedlich, was man aber tuen kann um anderen zu helfen, einen Weg zu zeigen ist Erfahrungen und Gefühle beschreiben.

Meine Meinung zu diesem Thema

08.06.2014 08:23 • x 2 #221


hallo,
ich denke mal auch, das muß jeder für sich entscheiden, und
da sollte man den anderen auch nicht bevormunden.

wer kann denn ein hilfreiches schalfmittel
"anbieten", habe schon viele durch.

rose

08.06.2014 09:08 • #222


Sorry, ich habs total verpeilt, ich nehme im Moment:
Cipralex 25 mg
Lyrica 150-75-150

Ach so und was ich noch nehme: bin zZ wieder am einschleichen von L-Thyrox wg meiner Hashimoto Erkrakung (seit heute 37Mikrogramm, Enddosis wird aber bestimmt um die 100 liegen, aber das dauert Monate mit der Einstellung)
Außerdem muss ich noch Dekristol nehmen, da bei mir ein massiver Vitamin D Mangel gemessen wurde (Wert 10: Norm 40-120), auch diese Aufsättigung wird mindestens 4 Monate (!) brauchen um überhaupt an den unteren Rand der Norm heranzukommen.
Dazu muss ich Magnesium und Calcium in höherer Dosierung nehmen um die Vitamin-D Aufsättigung machen zu können.
Ihr seht ziemlich viel im Umbruch zur Zeit...

08.06.2014 10:22 • #223


@Darkdays: Dein Posting führt mit klaren Worten zum eigentlichem Kern der gesamten Problematik : Wenn jemand individuell seinen Weg zur Verbesserung oder Erleicherung von den Angststörungen gefunden hat, soll er den weitergehen, sofern er nicht mit erheblichen Risiken verbunden ist. Nicht mehr und nicht weniger. Basta.

Wenn jemand seine Ängste dadurch reduzieren kann, indem er oder sie stundenlang mit Legosteinen Häuschen baut - völlig in Ordnung. Und das meine ich durchaus ernst.

08.06.2014 10:53 • #224


Zitat von Kater Carlo:
@Darkdays: Dein Posting führt mit klaren Worten zum eigentlichem Kern der gesamten Problematik : Wenn jemand individuell seinen Weg zur Verbesserung oder Erleicherung von den Angststörungen gefunden hat, soll er den weitergehen, sofern er nicht mit erheblichen Risiken verbunden ist. Nicht mehr und nicht weniger. Basta.

Wenn jemand seine Ängste dadurch reduzieren kann, indem er oder sie stundenlang mit Legosteinen Häuschen baut - völlig in Ordnung. Und das meine ich durchaus ernst.


Aber woher weiß ich denn dann ob mein Weg mit Risiken verbunden ist? Mein Weg ist immer noch die Therapie in Verbindung mit Lorazepam wenn ich es brauche. Nicht mehr täglich aber immer noch 10-12 Stück/Monat

08.06.2014 12:14 • #225


So, alia iacta est! Gestern aus dem Nichts in völliger Entspanntheit eine der großen Horror-Attacken gehabt, so à la 3h trotz 2mg Tavor mit Brechkrämpfen, psychotischen Anwandlungen, usw, NIX da, genau diese tramatisierenden PAs sind der Grund, warum ich keine Besserung erreichen kann. Diese wandeln sich dann in Flashbacks und zack beginnt der Teuzfelskreis von vorne. Ich hab die Schnauze voll, lieber Low-Dose Tavor abhängig und Kraft sammeln und dann über Monate ausschleichen.
Ja, das stimmt, diese Angstreduzierung ist nur leben auf Pump, irgendwann muss man dafür bezahlen, aber ich leide JETZT und will JETZT endlich nach Jahren wieder LEBEN, ist ja nicht so, dass ich mit Tavor wieder alleine wohnen etc könnte, es macht zumindest bei mir nur die ganz großen Attacken-Spitzen weg, kleinere PAs und meine Emetophobie Symptome etc hab ich trotzdem.
Ich vermute außerdem dass ich grad mitten in nem Hashi-Schub stecke, seit ein paar Tagen ganz arge Muskel-und Gelenkschmerzen, Fiebergefühl als würde ich krank, und dazu ein fett geschwollener linker Lymphknoten an der SD. Gestern die LT erhöht, vielleicht deshalb die sehr große Attacke?

09.06.2014 07:15 • #226


Alia icata est ? Nee, ein kompeter Psychiater würfelt nicht. Er oder sie gibt Dir das Medikament, welches Dir unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Krankheitsbildes am besten helfen kann.

Leben auf Pump, wobei Du am Ende bezahlen musst ? Welche Rechnung, wofür ?

09.06.2014 10:35 • #227


Meine Psychiaterin ist für vier Wochen im Urlaub. Sie hat schon "alles" an Medis an mir durch von denen sie glaubte sie helfen, sie sagte selbst zu mir "Bei Ihnen bin ich langsam wirklich ratlos", und ich halte sie für eine sehr kompetente Ärztin...
Leben auf Pump ist für mich genau zu wissen, dass ich "irgendwann" einen Entzug dann davon machen werde muss, und dass der kein Kindergartenspaziergang wird ist mir auch klar.

09.06.2014 10:42 • #228


hallo, laua,

ja, es kann, muß aber nicht.

09.06.2014 10:50 • #229


Eben nicht, liebe Loua ! Solange die Dosis stabil bleibt - und das ist ganz wichtig - kannst Du ein Benzo so lange nehmen, wie Du es brauchst. Therapeutische Dosen vorausgesetzt. Wenn sich jemand täglich mit 7,5 mg Tavor oder 30 mg Diazepam bedröhnt, dann wird es Probleme geben. Aber dabei handelt es sich um eine ganz anderen Personenkreis, diese Menschen konsumieren die Medikamente vor dem Hintergrund einer anderen Motivation.

Da gibt es Foren , wo Tipps ausgetauscht werden, mit welchen Medikamenten sich man am besten "chillt"...praktisch wird hier extremer Medikamentenmißbrauch gefördert. Das geht soweit, dass Tipps zum Fälschen von Rezepten ausgetauscht werden. Ein Alptraum.

Streng genommen könnte man sogar dagegen juristisch vorgehen, denn wenn Tipps zum Fälschen von Rezepten gegeben werden, handelt es sich bereits um eine Straftat. Aber was soll es....

Kein Wunder, dass die Patienten, für die diese Medikamente gedacht sind, dann überkritisch werden.

Diese ganzen Horrorgeschichten vom mörderischen Entzug sind aufregend zu lesen, aber völlig frei von Sachverstand.

09.06.2014 10:59 • #230


Sagt mal, kann Tavor oder Oxazepam die alkalische Phospaphase erhöhen und GOT und alle anderen Werte bleiben normal? Nehme es seit gut einem Jahr, wir haben 16 Monate meine schwerkranke Mutter bei uns gepflegt, da brauchte ich sie einfach.Es war eine schwere Zeit,denn sie durfte nicht merken, dass es an unsere Kraft geht. Hätte ich ihr nie antun können. Können die nach einem Jahr den Wert erhöhen? Achso, Gallensteine hab ich auch noch, vor 3 Monaten eine Kolik, bis jetzt aber wieder alles gut.
Antwort wäre lieb.

09.06.2014 11:21 • #231


Hm, bin weder Arzt noch Apotheker, meine Antwort ist deshalb mit Vorsicht zu genießen.......

Aber : Benzodiazepine docken an speziellen Rezeptoren im limbischen System an, also einem Teil des Zentralnervensystems. Sie wirken praktisch nur dort und beeinflussen andere Systeme nicht oder geringfügig bzw. in massiven Überdosierungen. Das macht sie zu sehr sicheren Arzneimitteln mit grosser therapeutischer Breite.

Bei den ALP handelt es sich um Enzyme, die Phosphatgruppen lösen. Ein erhöhter ALP Wert kann auf einige Krankheiten hinweisen. Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der durch ein Benzodiazepin erhöht wurde. Pharmakologisch sehr unwahrscheinlich, aus meiner Sicht zumindest.

09.06.2014 11:38 • x 1 #232


Steht aber in den Nebenwirkungen und wenn man bissl recherchiert, steht überall, dass die Leberwerte regelmässig überprüft werden sollen.
Alle anderen Werte sind super, nur AP eben, und das kann eigentlich nichts mit der Galle zu tun haben, wenn da keine Entzündung vorliegt? Und mein Internist ist im Urlaub.
Will nächste Woche eigentlich in die Klinik zur Gallenblasenentfernung, jedoch meint dr Vertretungsinternist, würde ernichtt, noch nicht, da keine Gallengänge geweitet oder entzündet.
Nun bin ich ziemlich ratlos.

09.06.2014 11:41 • #233


Aus juristischen Gründen werden alle theoretisch möglichen Nebenwirkungen in den Beipackzetteln aufgeführt. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sie eintreten, gegen Null geht.

09.06.2014 11:46 • x 1 #234


Tja, was könnte dann dr Grund sein? Alle anderen Werte sind bombastisch. Ultraschall hat auch nichts ergeben. Hast Du da ne Ahnung?

09.06.2014 12:03 • #235


hm eine Frage, welche Dosis gilt denn eigentlich (noch) als low dose?die "berühmten" 10mg Diazepam bzw 1mg Lorazepam?

09.06.2014 22:30 • #236


Das ist ne gute Frage. Ich musste in der schlimmsten Zeit insgesamt 50 mg oxazepam nehmen und mg Tavor.

Mittlerweile bin ich auf 20 mg Oxazepam und danach soll das Tavor ausgeschlichen werden. Ich glaube, was immer man erzählt, es kann helfen, hat es mir auch, aber die Dosis für das Abhängigkeitspotential ist schnuppe. Beides macht abhängig und zwar relativ schnell.

Das Einzige, was für mich wichtig ist, ist die Sache mit dem AP-Wert. Da habe ich am WE aber auch bereits ne Info bekommen, über leberwertsteigende Medikamente. Neben den Antidepressiva und noch ner Menge Analgetika etc. gehören die Benzos dazu.

10.06.2014 05:06 • #237


1 mg Tavor, morgens und nachmittag je 0,5.

Sorry

10.06.2014 05:07 • #238


@Sabzii danke für die Info!
Kann der Grund nicht die psychische Belastung sein? Also Gallensteine etc kann doch auch durch psychischen Stress (und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen) entstehen oder?

10.06.2014 06:26 • x 1 #239


Ja siher, es war damald die psychische Belastung, meinte mein Internist auch, deshalb ja die Tabletten. In dem Fall ging es nicht ohne.

Daher kommen vllt. auch die Gallensteine. Aber es liegt keine Gallengangsentzündung vor, nur der AP- Wert ist erhöht. Alle anderen Werte sind top.

Und das schiebe ich auf die Benzos, zumal es auch in den Nebenwirkungen steht und man die Leberwerte kontrollieren lassen soll, regelmäßig bei Einnahme.
Vielleicht hab ich ja auch noch Magengeschwüre, weiss der Himmel. Mal sehn, wenn mein Internist aus dem urlaub kommt.
Jedenfalls werde ich übermorgen das Teil nicht einfach so entfernen lassen, wenn keine Entzündung vorliegt und keine neue Kolik auftritt. Wenn die kommt, gehts eh schnell...und man muss nicht vorher die Angst haben:)
Vielleicht schaff ich es ja, vorher noch weiter runterzukommen von dem Zeugs, über die Hälfte hab ich ja schon.

Gruss
Sabine

10.06.2014 06:45 • #240




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