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9

S

Stroky2014
Gast

gibt es hier iirgendjemanden der Tavor schon lange nimmt und es auch weiterhin vorhat zu nehmen?
und kann mir jemand sagen ob es langfristig organische schäden verursacht? Shocked

02.11.2014 #1


34 Antworten ↓
K

KK79
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Hallo Stroky,

ich hab mir gestern den Verlauf durchgelesen und muss dazu jetzt einfach etws sagen.
Vorab, ich nehme Tavor jetzt seid 5 Jahren.
Ich hab damals schwere Panickattacken bekommen. Bis zu 15x am Tag. DIe Ärzte haben mich vollgepumpt mit Medikamenten. Nichts hat geholfen. Man wolle mich nicht süchtig machen sagte die Ärzte. Deswegen bekäme ich keine Benzos. Es wurde so schlimm das ich 11 Tage und Nächte nicht geschlafen haben. Ich konnte meinen Namen nicht mehr sagen und war voll weg. Dann bin ich in die Notfallambulance unseres GPZ gekommen. Die Ärztin meinte da hilft nur Tavor.
Flupp, 1mg Tavor und 20 min später hab ich geschlafen wie ein Stein (12 Stunden). Dansch musste ich 21 Wochen in der Klinik bleiben. Und glaub mir, die haben alles ausprobiert. Die ganze AD Kartei von A-Z inklusive Neuroleptika. Ich fange jetzt hier nicht damit an von Nebenwirkungen zu berichten. Das würde den Rahmen sprengen. Danach wurde ich Eingestellt auf Trimipramin und Opipramol. 2 tolle Medikamente. Die nehmen mir zwar die Panickattcken, nur die bekannte nervöse Unruhe vor jeder Panickattacke bleibt. Damit kann ich nicht leben.

Jetzt die erste Frage an alle Gegensprecher von Tavor. Wenn die ganze Bandbreite der Medikamente nur zu 50% hilft, warum soll ich mir mit Tavor nicht 100% holen und mein Leben ist normal?
Ok, jetzt kommt die Aussage Tavor macht Süchtig. Ja ok, sehe ich ein. Aber wo ist der Unterschied wenn ich ein Leben lang AD´s nehmen muss oder Tavor? Die muss ich genau so ausschleichen wie das Tavor.
Jetzt zu den Gehirnschäden die im Vorfeld erwähnt wurde. In 5 Jahren hat Tavor keine sichtbaren Hirnschäden bei mir verursacht. Ich war letztens erst im MRT.
So jetzt zum Beruflichen Teil. Ich arbeite in einer großen Firma im Qualitätsmanagement. Ich hab täglich Besprechungen und Meetings usw. Früher saß ich immer nur da hab kaum etwas gesagt und habe mich darauf konzentriert keine Panickattacken zu bekommen. Jetzt kann ich mich da einbringen, kann reden und diskutieren. Allein das hat mir eine Beförderung um 2 Gehaltsklassen eingebracht. Jetzt können ja alle Leute wider mit dem Kopf schütteln und sagen was das für eine blöde Aussage ist, nur mir ist das wichtig. Wir reden hier von viel Geld und dadurch von einem besseren Lebensstandart. Dazu muss ich auch täglich einen Stapler bedienen und Autofahren. Alles ohne Problem.
Desweiteren muss ich mich regelmäßig Fortbilden. Das bringt immer ein Prüfung mit sich. Bei meiner letzten Prüfung habe ich gedacht, ich nehme keine Tavor. Ich hatte die Befürchtung das ich dann nicht klar denken könnte. Oder vielleicht nicht ganz bei der Sache sei. Tätä... Prüfungssituation=Stress=Panickattacke.....35 von 100 Punkten. Durchgefallen und tschüss. Bei der Wiederholungsprüfung habe ich 1 mg Tavor genommen. Ich war ruhig, gelassen und entspannt. Und bumm 86 Punkte, 2+=Bestanden. Mehr muss ich dazu noch sagen.
Nur noch eins, das Thema Flugangst. Panickattacken schon 2 Tage vor dem Flug. Nächste Woche fliege ich 2 Wochen in die DOM. Rep. (10 Stunden Flug) Ohne Tavor nicht möglich. Jetzt soll noch mal jemand sagen das Tavor mein Leben nicht ENORM verbssert hat.

Jetzt mal zur der Menge die ich nehme. Meine Standartdosis ist 0,5mg. Die nehme ich 3-4 mal die Woche. Manchmal nehme auch 2 Wochen keine, manchmal nehme ich 2 davon am Tag. Je nach dem wie ich es brauche. Wenn ich zu einer Prüfung muss oder zum Zahnarzt, nehme ich 1mg. Auf den angesprochen Flug nehme ich 2,5mg.

Das Erscheingsbild das ich mehr brauche habe ich nicht. Mittlerweil geht es ja bei mir schon 5 Jahre so. Das ich im normalen Tagesalltag mehr als 0,5mg brauche, habe ich nicht.

Mein Arzt ist nicht erfreut darüber aber er toleriert es. Denn selbst er kann meine Aussagen nicht wirklich wiederlegen.
Für mich ist aber auch klar, das ich die genannten Dosierungen niemals überschreite. Sollte das der Fall sein, würde ich mich selbst zur Entziehungskur anmelden.

Als Fazit, ja zu Tavor. Nur bitte mit Bedacht. Man sollte sich schon ein Plan erstellen und vor allem den Arzt einweihen.
Ob der Arzt da mitspiel oder nicht, wissen sollte er es.

Eine klein Sache noch. Ganz wichtig... Immer vor OP´s oder medezinischen Eingriffen den Arzt über deine Medikation informieren. Der gebrauch von Tavor kann erheblich die Dosierung des Narkosemittel beeintächtigen.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Text helfen.
MFG Marco

09.10.2014 08:43 • x 3 #28


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Langzeit Einnahme von Tavor

x 3


M

Mariex
Mitglied

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Hallo Stroky.

Ich nehme Tavor seit 2 Jahren.
Anfangs 1 mg täglich (morgens) und seit Januar 2014 nur noch 0,5 mg.
Ein Absetzversuch ist gescheitert, weil zeitversetzt die massiven Ängste wiederkamen.

Ich habe ca. 6 verschiedene Angstmedikamente probiert, die allesamt versagt haben:
Lyrica, Cymbalta, trizyklische Antidepressiva, Citalopram, Atosil, Fluanxol...

Alle hatte gravierende Nebenwirkungen wie z.B. massiver Haarausfall, Benommenheit, Fettleibigkeit, völlig neben sich stehen usw. Ein Absetzen von Cymbalta war grausam. Citalopram war auch nicht leicht abzusetzen.

Tavor war und ist das einzige Mittel, welches mir bei der gen. Angststörung half und hilft.
Bei mir ist kein Drang zu einer Erhöhung der Dosis vorhanden.

Meine Blutwerte sind völlig in Ordnung. Nebenwirkung: keine

Problem, das Absetzen ist schier unmöglich. Selbst bei der Winzdosis von 0,5 mg.

Mein Psychiater stellt mich irgendwann auf Diazepam um.
Weil man mit Diaz feiner abdosieren kann und ganz langwierig, so dass man nicht so viel mitkriegt.

Ich gehe arbeiten und kann mir keinen Entzug leisten.

Von mir aus würde ich das Tavor auch ewiglich weiternehmen.

Wie ich hier schon so oft gelesen habe, quälen sich einige mit dollen Nebenwirkungen der ach so harmlosen Antidepressiva herum mit begrenzter Wirkung.

Und das Absetzen von manchen ADs ist auch schwer.

Ich habe keine Angst vor Tavor.

Gute Besserung und viele Grüße
Marie

21.09.2014 13:52 • x 2 #26


Zum Beitrag im Thema ↓


S
Was heißt denn bei dir lange?
Und wegen der organischen Schäden solltest du den Arzt fragen der dir das verschreibt

#2


S
mit lange meine ich Jahre

#3


S
Nee, damit kann ich zum Glück nicht dienen
Warum willst du das denn so lange nehmen? Und in welcher Dosis?

#4


S
ich nehme jetzt seit juli 2mg täglich. ärztlich verordnet wegen extremer panikattacken. der ausschleich-versuch vor 2 wochen ist gescheitert. und ich hab jetzt beschlossen, dass ichs einfach nicht absetzen werden. ich weiger mich. ich weiss auch, dass sich mein körper schon dran gewöhnt hat. ist dann halt nur noch der placebo effekt. aber ich werde meinem arzt sagen, dass ich das absetzen verweigere.

#5


Wombel
Du bist die aber drüber im klaren, dass du dir damit ein ein neues Problem schaffen tust? Und zwar ein ganz gewaltiges! Daumen hoch

#6


S
ja

#7


Wombel
Na dann ist ja alles klar! Daumen hoch

#8


S
Warum nimmst du kein AD gegen die Panik und sobald das wirkt kannst du das Tavor ausschleichen. So mache ich das auch. Und kein verantwortungsvoller Arzt wird dir das noch lange verschreiben. Machst du eine Therapie?

#9


S
ich nehme 4 AD (steht auf meiner Seite) ich werde jetzt aber nicht meine ganze story erzählen, ich möchte einfach nur meine frage beantwortet bekommen mehr nicht.

#10


igel
Organische Schäden sind bei therapeutischen Dosen äußerst unwahrscheinlich.

x 1 #11


S
Sorry dass ich dir helfen wollte. Passiert nicht wieder. Dann frag doch in Zukunft deinen Arzt, der wird nämlich dafür bezahlt

x 1 #12


W
Zitat von sonnenblume:
Sorry dass ich dir helfen wollte. Passiert nicht wieder. Dann frag doch in Zukunft deinen Arzt, der wird nämlich dafür bezahlt


Hallo sonnenblume,

nicht ärgern, mir ging es heute auch schon so.

Da verliert man die Lust zu helfen und Tipps zu geben.

Alles Gute für gleich...

L.G. Waage

#13


Bernstein38
Hallo ,
Tavor bzw. Lorazepam sowie Diazepam gehören zu den Benzodiazepinen und sind mit Vorsicht anzuwenden.
Zu einem verfügen sie über ein Abhängigkeitspotenzial !
Desweiteren werden sie über die Leber verstoffwechselt .
Diese Medikamente werden eigentlich nur im Notfall eingesetzt ;
Z.B. Panikschub ......

#14


Bernstein38
Desweiteren ist der Entzug bei Benzos kein Spaziergang. ...
Da wird meist Aponal eingesetzt. ...

#15


S
zustimmung ist mir alles bekannt, trotzdem danke

#16


Bernstein38
Wenn dir das alles bekannt ist ....warum stellst du dann die Frage....verstehe ich nicht....

x 1 #17

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S
weil ich leute suche, die LANGzeiterfahrungen haben damit. sehr LANGE

#18


S
Das war meine Frage: gibt es hier irgendjemanden der Tavor schon lange nimmt und es auch weiterhin vorhat zu nehmen?
und kann mir jemand sagen ob es langfristig organische Schäden verursacht?

sonst nichsts

#19


Bernstein38
Ich kann dir aus meiner beruflichen Erfahrung sagen das es auf langzeit schlecht ist.....und organische Schäden...kann man überhaupt nicht pauschalisieren.....der eine schneller Organschäden und der andere nicht.
Benzos sind schei.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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