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WolfM

WolfM
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Guten Tag,

ich lese hier schon länger mit aber habe mich erst heute hier angemeldet. ()

So nun zu meinem Problem, nehme seit ca. 4-5 Wochen Paroxetin 20mg seit einer Woche 30mg. Wo ich auf Paroxetin hat mir mein Arzt noch eine Packung Tavor 20Stk. a 0,5mg und eine Packung Alprazolam 20Stk. a 0,5mg aufgeschrieben.
Als ich die Benzos genommen habe ging es mir echt erstaunlich gut ich war wieder ich, nur habe ich es Missbraucht ohne es zu merken.
Ich habe in ca. 3-4 Wochen diese 2 Packungen zu mir genommen. Zum letzten mal ich ein Benzo am 06.01.17 genommen.
Der Samstag war noch normal aber seit Sonntag dem 08.01.17 Habe ich eine Unruhe die kaum zum aushalten ist! Ich nehme daher alle 5 Stunden ca. 150 bis 200mg Dimenhydrinat (Reisetabletten) und habe mein Paroxetin auf 30 mg erhöt da diese Unruhe eine mega Panik in mir ausgelöst hat.
Mittlerweile bin ich mir garnicht mehr sicher ob diese starke Unruhe überhaupt davon kommt?!
Meine Angst steigert sich dadurch da ich ab Mittwoch wieder arbeiten soll (Habe eine fahrende Tätigkeit) was in diesem Zustand aber unmöglich ist und ich war die letzten 2 Jahre echt oft Krank und hab deswegen noch mehr Angst meine Arbeit zu verlieren.
Ich kann mir kaum vorstellung das ich solche Beschwerden nur durch diese Menge an Benzos habe, vllt. gibt es hier jemanden der ähnliche erfahrungen gemacht hat.
Geht die unruhe wieder weg?

Tut mir leid wegen der Rechtschreibung aber ich denke ihr kännt es wie man schreibt wenn man zu kämpfen hat das man nicht gleich durch dreht.

Mfg

Wolf

27.01.2017 #1


93 Antworten ↓
R

Reenchen
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Zitat von WolfM:
So guten Tag,

wollte mal ein feedback abgeben. Die letzten Tage waren ziehmlich turbolant. Gestern früh hab ich mich in einer Paniksituation selbst entlassen, weil der Oberarzt einfach über meinen Kopf hinweg mein Paroxetin abgesetzt hat (von 30mg auf 0) da er der Meinung ist das man auf SRRI eine gefahr für die öffentlichkeit ist Aggresive und Suizid gefährdet.

Die Diskussion über die gefährliche Nebenwirkung bestimmter Ads ist schon längere Zeit im Gange und es werden dbzgl. immer noch Studien erstellt.
Hier ist eine Zusammenfassung, die zwar schon einige Jahre alt ist, aber eben immer noch aktuell, da neuere Studien ja auch lange dauern. http://www.arznei-telegramm.de/html/200 ... 40_01.html Paroxetin ist dabei das umstrittenste Medikament und ist mit hohen Negativzahlen behaftet:
Auszug: "Aktuell dokumentiert die britische MHRA in der Spontanerfassung für Paroxetin 456 Berichte zu Aggressivität, 17 Meldungen zu Mordgedanken, 11 zu morbiden Gedanken, 57 zu abnormem Denken, 95 zu Paranoia, 37 zu Persönlichkeitsveränderung, 17 zu "gewaltbezogenen" Symptomen, 357 zu Verwirrtheit, 113 zu Zorn, 9 zu Impulsdurchbrüchen, 112 zu Unruhe sowie 129 Suizide."
Über Paroxetin habe ich überwiegend nur schlechtes gelesen und ich selbst hatte es überhaupt nicht vertragen, nicht nur die körperlichen Nebenwirkungen waren schlimm - auch die psychischen. Ich bin damit in eine schwere Episode geglitten und mußte anschließend ca. 4 Wochen mit allen ADs pausieren. Das war richtig schlimm. Confused

Zitat:
Statt dem Paroxetin wollte er mir Doxepin gegen Angst zustände geben obwohl ich immer wieder gesagt hab das unter den 30 Medikamenten die ich die letzten 5 Jahre probiert habe Paroxetin das einzigste ist was mir wirklich bei meiner Panikstörung hilft und garantiert kein Doxepin.
Du hattest in den vorherigen Posts erwähnt, daß dir Doxepin eigentlich gut bekommen ist. Warum auf einmal bist du gegen Doxepin? Doxepin wird unterstützend in Entzugstherapien angewendet und ich kann mir vorstellen, daß der Klinikarzt diese Wahl getroffen hat, um überhaupt mit dir arbeiten zu können.

Zitat:
Naja jetzt bin ich Ratlos da ich am Mo am liebsten einfach mal zu meinen Psychiater gehen würde und ihm nach seiner Meinung zu fragen aber meine Freundin ist der meinung das es in der Klinik besser wäre aber sowas ist immer leicht gesagt wenn man nicht in der Situation ist.

Es ist gut, daß du eine so liebe Freundin hast, die auf dich aufpaßt. Ich kann mir denken, daß bei ihrem Zureden es weniger darum geht, daß sie sich nicht vorstellen könnte, wie schwer es in der Klinik ist, sondern daß es ihr vielmehr darum geht, daß sie dich leidend wahrnimmt und nichts ist schlimmer in einer Beziehung, als daß einer leidet. Sie will dich bestärkt und mutig zurückhaben, weil ihr die Zukunft vielleicht Angst macht, wenn du nicht selbst neu anfängst. Das ist nur meine Vermutung, weil ihr das alles wirklich nicht egal ist.

21.01.2017 14:18 • x 2 #76


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Hab ich micht mit Benzos jetzt komplett abgeschossen?

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T

TiffyK
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Bei mir hats nach erst beim zweiten Absetzversuch funktioniert, davor bin ich an körperlichen Entzugssymptomen, die grenzwertig waren, gescheitert.

Zitat von laribum:
Wenn man mit dem Blödsinn auf hört kann man nur gewinnen denn die Spirale dreht sich schleichend nach unten ohne das man das überhaupt mitbekommt!


Ich bin mir da nicht so sicher. Ich habe seit Monaten (seit dem Reduzieren und schließlich Absetzen) eine schwere Depression, mit täglichen S***gedanken, Hoffnungslosigkeit, Zwangsgedanken etc, die absolut nicht besser wird. Nicht mit verhaltenstherapeutischen Ansätzen, und leider hilft auch kein Antidepressivum wirklich. Habe sämtliche SSRI durch (früher hab ich auf Escitalopram sehr gut angesprochen), Mirtazapin, Trazodon, etc. Trizyklische vertrage ich nicht, jetzt bin ich bei einem SNRI gelandet, Duloxetin, auch noch kein Durchbruch.
Manchmal frage ich mich, wie lange ich das noch schaffe.
Depressionen nach Benzoentzug sind wohl nicht so selten.
Ich hab in meinem Leben nie Alk. angerührt, obwohl ich die Angst- und Panikstörung schon als Kind hatte, das Benzo (Clonazepam) hab ich nach einem Krampfanfall infolge eines Reitunfalls 2008 bekommen über mehrere Wochen und schon war ich drauf.
Benzos sind echtes Teufelszeug, ich glaube ernsthaft, dass mein Leben mit 37 am Ende ist deshalb, aber dass "nach dem Absetzen alles besser wird", ist leider wohl häufig auch ein Trugschluss.

Das soll aber auf keinen Fall demotivieren ! Ich war schließlich an einem Punkt, wo es mir mit dem Benzo auch nicht mehr gut ging. Bestimmt ist ein Entzug bei 95% aller Fälle vorteilhaft, ich hab nur nicht mit so einem Zusammenbruch gerechnet. Und Hilfe suche ich in der gesamten mich behandelnden Ärzteschaft vergeblich.

19.01.2017 09:09 • x 2 #59


Zum Beitrag im Thema ↓


petrus57
Wird vielleicht eher am Paroxetin liegen. Ich nehme seit gut 2 Jahren Tavor. Habe zwischenzeitlich 18 Tage pausiert. Ich kann aber in den letzten Nächte kaum richtig schlafen und das trotz Mirtazapin. Habe deswegen heute wieder mal eine 0,5 Tavor genommen.

#2


laribum
Das könnten Entzugserscheinungen sein denn Benzos machen schnell abhängig und sollten daher nur für einen Zeitraum von 7 Tagen genommen werden.

#3


T
Herzlich Willkommen.
Zunächst : Das ist verantwortungslos von deinem Arzt, dir Alprazolam UND Lorazepam ambulant zu verschreiben ! Wie hat er das begründet ?
Wie hast du die eingenommen ? Tagesdosis ? Beide Benzos parallel ?
Paroxetin kann auch sehr unruhig machen, das weißt du ?
Hast du körperliche Symptome ?
Wenn es "nur" psychische Unruhe ist, aushalten, und gleich am Montag nach einem anderen Arzt umsehen.

#4


chris1985991
Ich habe vor 2 Jahren für 3 Wochen Xanor also auch Alprazolam genommen weil ich nicht mehr schlafen konnte vor lauter Angst und Panikattacken. Ich habe auch nach diesen 3 Wochen wieder ohne Probleme aufgehört mein Arzt sagte kritisch wird es erst ab 4 Wochen also keine sorge nach deinen 2 Wochen

#5


J
Zitat von TiffyK:
Das ist verantwortungslos von deinem Arzt, dir Alprazolam UND Lorazepam ambulant zu verschreiben !

Ich habe auch beides daheim. Das eine zum Schlafen, das andere bei Erregungszuständen am Tag (speziell gegen die Aufregung bei Bewerbungsgesprächen). Nehme es aber nur fallweise, vielleicht 2, 3 mal im Monat.

#6


laribum
Zitat von chris1985991:
Ich habe auch nach diesen 3 Wochen wieder ohne Probleme aufgehört mein Arzt sagte kritisch wird es erst ab 4 Wochen also keine sorge nach deinen 2 Wochen


Jeder Körper reagiert anders bei dem einen macht es schnell abhängig, beim anderen nicht. Das hat auch viel mit dem momentanen psychischen Zustand zu tun...

x 1 #7


chris1985991
Da geb ich dir natürlich recht meinte nur da es bei mir so war

#8


T
Zitat von juwi:
Zitat von TiffyK:
Das ist verantwortungslos von deinem Arzt, dir Alprazolam UND Lorazepam ambulant zu verschreiben !

Ich habe auch beides daheim. Das eine zum Schlafen, das andere bei Erregungszuständen am Tag (speziell gegen die Aufregung bei Bewerbungsgesprächen). Nehme es aber nur fallweise, vielleicht 2, 3 mal im Monat.


Das ist dann ja ein ganz spezieller Fall. Beim Einschleichen eines SSRI beides "dazu verschreiben" ist absolut verantwortungslos seufzen

#9


WolfM
Hallo zusammen,

schön das ihr antwortet.
Also mein Arzt hat mir beides aufgeschrieben nach dem ich ihm kein Ruhe mehr gelassen habe, weil ich was für den Notfall da haben wollte, und dann wollte ich am Anfang nur die Wirkung testen wie es dann im Notfall ist, aber dann ist es völlig außer Kontrolle geraten, ich habe nicht jeden Tag in den 3-4 Wochen ein Benzo genommen aber mind, jeden 2. Tag in unterschiedlichen dosen und hab auch dazu getunken weil es so geschmeckt hat. Ja ich weiss ich wahr verdammt Blauäugig, vom Paroxetin bin eig. nie unruhig geworden eher damals vom Escitalopram und Venlaflaxin.
Aber diese Unruhe ist damit nicht zu vergleichen, mein Körper zittert auch bei dieser Unruhe und es fühlt sich auch nicht danach an das es weniger wird. Und die treibt in mir die Panik vorran.

#10


W
Es ist ein Entzugsymptom wahrscheinlich, du wirst es schaffen. Eine Frage an Benzoskonsumenten: Warum greift ihr so schnell an Tabletten? Hab 7 Tage Opipramol genommen und mir war klar dass es keine Lösung ist. Der Wirkstoff verändert Denkweise aber nicht ich selbst.

x 1 #11


chris1985991
Also Benzos sollten ein Notfallmedikament sein und ic war froh das ich damit endlich wieder schlafen konnte

#12


W
Kann ich gut verstehen aber der Körper wird auf natürlicherweise den Rhytmus nicht lernen.

#13


N
Hallo!
ich habe benzos (temesta) nur einmal bei einem stationären aufenthalt bekommen. habe sie für 4-5 tage bekommen, und am ersten nulltag war mir komisch. ich habe ganz schlimm gezittert, konnte nichts mit den händen halten. nach einem tag war das zum glück weg. man kann also auch nach so kurzer zeit schon absetzerscheinungen haben, wenn man empfjndlich ist.
liebe grüße

#14


W
Das habe ich in der Klinik auch von vielen gehört. Ärzte sollen Patienten besser warnen!

#15


N
@Williams im kh wurden benzos sehr sparsam gegeben. ich habe auch keine mit nach hause bekommen, weil das abhängigkeitsrisiko sehr hoch ist. stattdessen habe ich ein neuroleptika bekommen, ein retadiertes als langzeittherapie und ein unretadiertes für akute unruhe- oder angstzustände.

#16


petrus57
Zitat von nektarine:
stattdessen habe ich ein neuroleptika bekommen, ein retadiertes als langzeittherapie und ein unretadiertes für akute unruhe- oder angstzustände.


Neuroleptika sind aber auch mit Vorsicht zu genießen.

x 1 #17

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WolfM
Zitat von nektarine:
@Williams im kh wurden benzos sehr sparsam gegeben. ich habe auch keine mit nach hause bekommen, weil das abhängigkeitsrisiko sehr hoch ist. stattdessen habe ich ein neuroleptika bekommen, ein retadiertes als langzeittherapie und ein unretadiertes für akute unruhe- oder angstzustände.

Was hast du denn für ein Notfallmedikament gegen Unruhe?

#18


WolfM
Was mich halt wundert und schockiert ist,
kann man wirklich von insgesammt 10mg Tavor und 10mg Alprazolam abhänig werden bzw. diese Symptome haben.
Oder kommt es doch woanders her, das Paroxetin schließe ich aus, davon hatt ich davor ja auch keine Unruhe, ich muss mir halt überlegen was ich mache entweder Benzo nehmen und arbeiten gehen, oder es so versuchen und evtl. arbeitlos werden Sad

x 1 #19


W
Arbeiten gehen ohne Benzos. Kommst besser frischer zu recht.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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