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Hallo,
ich weiß gerade nicht was ich machen soll, daher würde ich gern eure Meinung hören.
Anfang 2020 begann meine generalisierte Angststörung. Ab Ende 2020 nahm ich Venlafaxin 75mg was mir wirklich sehr geholfen hat. Das habe ich im März/April 22 langsam abgesetzt, was auch gut geklappt hat. Gut 2 Monate später hatte ich meine alten Symptome zurück. Frühes Aufwachen am Morgen, Übelkeit mit Brechreiz teilweise bis zum Übergeben, Schweißausbrüche, Durchfall. Schnell habe ich mit Venlafaxin wieder angefangen, erst 37,5 mg dann 75mg. Die nehme ich jetzt ca 6 oder 7 Wochen. Mein Zustand hat sich allerdings nur ganz leicht verbessert.
Was würdet ihr machen? Venlafaxin erhöhen oder umstellen auf z.B. Escitalopram?
Leider ist mein Psychiater verstorben, so dass ich gerade keinen habe.

11.07.2022 05:40 • 11.07.2022 #1


5 Antworten ↓


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Zitat von frauausgold:
Hallo, ich weiß gerade nicht was ich machen soll, daher würde ich gern eure Meinung hören. Anfang 2020 begann meine generalisierte Angststörung. Ab Ende 2020 nahm ich Venlafaxin 75mg was mir wirklich sehr geholfen hat. Das habe ich im März/April 22 langsam abgesetzt, was auch gut geklappt hat. Gut 2 Monate ...

Hast Du parallel zum Medikament noch eine Therapie gemacht oder sonst gegen Deine Ängste angearbeitet? Ein AD ist nur eine Krücke, wieder laufen lernen musst Du selbst. Das Absetzen macht nur Sinn, wenn Du bereit bist, Dein Leben zu ändern oder Deine Art, mit den Anforderungen des Lebens umzugehen.

Hast Du beim Absetzen Entzugserscheinungen gehabt? Wenn ja, könnte es auch sein, dass Du gerade wieder ein Absetzfenster hast - die können durchaus noch Wochen und Monate nach dem Absetzen periodisch wieder auftreten. Dadurch, dass es so einen großen Zeitverzug zum Absetzen gibt, bringen die meisten die Symptome nicht mehr mit dem Absetzen in Verbindung sondern denken, dass die eigentliche Krankheit wieder da ist.

Wenn die Symptome sich langsam nach und nach wieder manifestiert haben würde das eher für ein Wiederaufflammen der alten Krankheit sprechen. Kamen sie schnell oder schlagartig, würde das eher für ein Absetzfenster sprechen.

11.07.2022 08:47 • x 1 #2


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Brauche Rat - Venlafaxin erhöhen oder umstellen?

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Zitat von Kruemel_68:
Hast Du parallel zum Medikament noch eine Therapie gemacht oder sonst gegen Deine Ängste angearbeitet? Ein AD ist nur eine Krücke, wieder laufen ...

Ja, ich habe eine Verhaltenstherapie und auch eine 5-wöchige Reha gemacht.
Bei Absetzen hatte ich ein wenig Probleme z. B. mit Blitzschlag im Kopf. Aber das war alles aushaltbar.
Die jetzigen Symptome haben sich ganz langsam wieder angeschlichen. Ich glaube nicht, dass sie vom Absetzen kommen.

11.07.2022 08:58 • #3


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Zitat von frauausgold:
Ja, ich habe eine Verhaltenstherapie und auch eine 5-wöchige Reha gemacht. Bei Absetzen hatte ich ein wenig Probleme z. B. mit Blitzschlag im Kopf. Aber das war alles aushaltbar. Die jetzigen Symptome haben sich ganz langsam wieder angeschlichen. Ich glaube nicht, dass sie vom Absetzen kommen.

Hast Du denn das Gefühl gehabt, dass die die Verhaltenstherapie was gebracht hat? Wenn nicht, würde ich hier erst nochmal einen neuen Versuch starten. Was eine gute Therapie bewirken kann, in der man ein wirkliches Vertrauensverhältnis zum Therapeuten aufbauen kann, habe ich erst im dritten Anlauf gemerkt. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zu den ersten beiden Therapien. Daher bin ich auch fest davon überzeugt, dass man mit einer Therapie mehr erreichen kann wie mit Medis - wenn es denn passt.

Falls das für Dich keine Option ist und mit den aktuellen Symptomen nicht leben kannst/willst, bleibt ja immer noch die Option, eine anderes AD zu probieren.

11.07.2022 09:04 • #4


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Zitat von Kruemel_68:
Hast Du denn das Gefühl gehabt, dass die die Verhaltenstherapie was gebracht hat?

Ja, gute Frage. Ich dachte eigentlich ja, weil es mir besser ging. Vielleicht war es auch damals hauptsächlich den Medikamenten geschuldet.
Ich habe noch einige Therapiesitzungen offen, die könnte ich auch bei einem anderen Therapeuten nehmen, oder?
Ich bin ganz froh noch eine Alternative an Therapeuten zu haben.

11.07.2022 15:29 • #5


Wofo
Hallo ich habe bei mir persönlich
In so eine geringe dosis nicht viel
Gemerkt sondern erst ab 225 mg
Ich würde das mit einen anderen
Arzt absprechen danach aufdosieren
Und schauen ob es dir dann besser geht
Wenn es garnix bringt vielleicht ein
Anderes Antidepressiva kann aber
Aus erfahrung schreiben am besten immer
In Rücksprache mit denn arzt


LG

11.07.2022 20:12 • #6





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Dr. med. Andreas Schöpf