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201806.03




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Mich würde mal interessieren ob es Erkenntnisse gibt, wenn ein Blutsverwander ein AD nimmt und es ihm hilft, ob es dann zB. der Tochter dem Sohn der Mutter oder Schwester dann auch hilft. Konnte im Netz nichts finden......

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Status: Online online
  06.03.2018 18:43  
toscout hat geschrieben:
zB. der Tochter dem Sohn der Mutter oder Schwester dann auch hilft.

Dann würde ich an deiner Stelle mal sehr hellhörig werden, wenn so viele in der Verwandtschaft "Depressionssymptome" haben. Hier muss sehr intensiv organische Diagnostik betrieben werden und gezielt nach einer Ursache (mit genetischer Komponente) für die "Depressionssymptome" gesucht werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass man fündig wird, wenn man intensiv genug sucht, da "Depressionssymptome" zig (eher hunderte) mögliche Ursachen haben können. ;)

Man kann natürlich auch allen einfach Chemie geben und die Symptome unterdrücken, aber das ist niemals so gesund und effektiv wie die Behandlung der wahren Ursache für die Symptome.....

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  06.03.2018 18:52  
Also mein Vater sprach niemals auf irgendein AD an. So krass es klingt aber für ihn waren immer Elektro Schocks die Lösung.
Ich hingegen spreche sehr wohl an. Denke Rückschlüsse sind nicht möglich





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  06.03.2018 19:11  
Dein Vater macht EKT, aber sehr interessant ist das Thema schon....man findet echt nichts im Netz....
@@la2la2, was meinst du genau damit das man dann Genetisch untersuchen sollte?



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  06.03.2018 19:33  
Es heißt elektro krampf Therapie. Da findet sich schon was.





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  06.03.2018 19:37  
Das machen sie bei uns in der Klinik auch.....und wie oft muss das dein Vater machen bis es Wirkung zeigt?



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Status: Online online
  06.03.2018 19:50  
toscout hat geschrieben:
@@la2la2, was meinst du genau damit das man dann Genetisch untersuchen sollte?

Die Verwendung der Diagnose "Depressionen" in der Form, wie sie derzeit angewendet wird, ist ein großer Skandal in der Medizin. Viel passender wäre, statt von einer eigenständigen Diagnose, nur von "Depressionssymptomen" zu sprechen. Die Standardbehandlung muss kritisch hinterfragt werden (zig Stunden mit nem Psychologen schnacken und diversen Chemiekram schlucken - bis irgendwas vielleicht irgendwann mal etwas die Symptome unterdrückt). Stattdessen muss individuell nach der Ursache gesucht werden und die Ursache behandelt werden, statt die Symptome zu unterdrücken.

Da bei euch in der Familie sehr viele von "Depressionssymptomen" betroffen sind, spricht alles dafür, dass es KEIN "psychisches" Problem ist, sondern eine organische Ursache bei allen, oder zumindest den meisten in der Familie, die Symptome verursacht. Man muss halt gründlich suchen, wo die Schwachstelle im "System Körper" bei euch in der Familie liegt. Ein paar Beispiele: Aufnahmestörung von B12, Hashimoto, Stoffwechselstörungen, Herzschwäche, genetische Anomalien (wie z.B. eine MTHFR Genmutation, bei der Folsäure kaum verwertet werden kann --> schwerer Mangel --> nur die Einnahme von Methylfolaten hilft), und hunderte andere Ursachen für die Depressionssymptome sind bei euch in der Familie denkbar. ;)

Zitat:
1. Depressionssymptome stehen in direktem Zusammenhang mit chronischen oder akuten Problemen im Leben. --> Psychotherapie statt Chemiepillen.

2. Depressionssymptome sind Folge einer chronischen organischen Erkrankung (Hashimoto, Herzschwäche, .......) --> Behnandlung der grundlegenden Erkrankung hat höchste Priorität. Falls dies nach heutigem Stand der Medizin nicht ausreicht, zusätzlich Psychotherapie und/oder Chemiepillen.

3. Depressionssymptome sind Folge eines Mangels/Überschuss/.... im Stoffwechsels oder "Behandlungen" (Mangel an Eisen, Folsäure, B12,.... oder Die Pille, Hormonspirale, andere Medikamente, ........)
---> Behebung des Mangels oder Ersetzen des Auslösers durch Alternativen (Kond. statt hormonelle Verhütung, .......).

4. Depressionssymptome ungeklärter Ursache. Wahrscheinlich in der Praxis zunächst die häufigste Form. Bei dieser Form muss systematisch und ergebnisoffen vorgegangen werden (auf keinen Fall Schubladendenken wie seit vielen Jahren verbreitet). Psychotherapie und/oder Chemiepillen sind hier ein Versuch wert. Lässt sich das Problem dadurch lösen, ist es gut. Bringen jedoch beide Behandlungsmethoden trotz intensiver Versuche (15-25 Sitzungen beim Psychologen und 4-6 verschiedene Chemiepillen) keine nennenswerte Besserung, ist eine sehr gründliche(!) organische Diagnostik erforderlich. Dabei dürfen nicht nur die häufigsten Ursachen beachtet werden.

5. Depressionssymptome aufgrund vieler verschiedener Ursachen gleichzeitig. Dürfte viel öfter vorkommen, als man denkt. Ist allerdings ein riesen Problem bei dieser Form alle Ursachen zu finden und zu behandeln. Führt Psychotherapie und/oder Chemiepillen zu einer deutlichen Besserung, wird in den seltensten Fällen noch gründlich gesucht, ob nicht noch eine andere Komponente hinzukommt (z.B. Schilddürsenprobleme oder der Mangel an einem Vitamin oder Mineralstoff). Dabei sind bei dieser Form die akuten oder chronischen Belastungen im Leben oft nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt......

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  06.03.2018 20:04  
Hm, aber warum tritt das dann immer nach paar Jahren auf? Wenn doch irgendwas nicht passen würde dann müsste es doch durchweg sein?



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Status: Online online
  06.03.2018 20:10  
toscout hat geschrieben:
Hm, aber warum tritt das dann immer nach paar Jahren auf? Wenn doch irgendwas nicht passen würde dann müsste es doch durchweg sein?


la2la2 hat geschrieben:
5. Depressionssymptome aufgrund vieler verschiedener Ursachen gleichzeitig. Dürfte viel öfter vorkommen, als man denkt. Ist allerdings ein riesen Problem bei dieser Form alle Ursachen zu finden und zu behandeln. Führt Psychotherapie und/oder Chemiepillen zu einer deutlichen Besserung, wird in den seltensten Fällen noch gründlich gesucht, ob nicht noch eine andere Komponente hinzukommt (z.B. Schilddürsenprobleme oder der Mangel an einem Vitamin oder Mineralstoff). Dabei sind bei dieser Form die akuten oder chronischen Belastungen im Leben oft nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt......

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  06.03.2018 20:36  
Ja die Verträglichkeit ist zu einem gewissen Grad erblich.
Und zwar unter diesem Aspekt:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/37331 ... rausfischt
Und hier:
http://flexikon.doccheck.com/de/Cytochrom_P450_2D6
Und etwas weniger fachlich:
https://psychiatrietogo.de/2014/08/08/h ... zu-finden/

Ich selbst bin ein >poor Metabolizer> auf verschiedenen Cyp Varianten und kann die Arzneimittel dementsprechend nicht abbauen weil bei mir das entsprechende Enzym vollkommen fehlt.
Deshalb kommt es bei mir zu maximalen Nebenwirkungen und sogar Vergiftungen unter geringsten Dosen.

Meine Freundin ist ultra rapid Metabolizer und da ist auch gewisse Vorsicht geboten und sie braucht vier bis fünfache Dosen der normalen Gabe um überhaupt eine Wirkung zu erzielen.

Bis das mal klar wurde und die Ärzte entsprechend reagiert haben, hat ewig und drei Tage gedauert.

Diese Verstoffwechslung ist erblich. Kann aber auch Generationen überspringen.
Bei mir war die Schwester meiner Oma mütterlicherseits davon betroffen. Aber weder meine Oma noch meine Mutter haben den entsprechenden Defekt.

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