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LittleOne14
Hat jemand positive Erfahrungen oder überhaupt Erfahrungen mit Amitriptylin bei einer Histaminintoleranz gemacht? Bin gerade in der Klinik und nachdem ich Escitalopram und Seroquel nicht vertragen habe, haben wir uns jetzt auf das Ami geeinigt. Ich nehme es heute das erste Mal und habe gleich Schmerzen im Rücken bekommen. Leider ein Symptom meiner Histaminintoleranz, wenn ich etwas nicht vertrage. Weiß aber nicht, ob ich jetzt schon gleich das Handtuch werfen soll. Kenne jetzt auch kein anderes AD, dass bei einer HIT verträglich wäre.

Freue mich über jedwedem hilfreichen Input.

Vielen Dank ️

22.03.2023 21:24 • 27.03.2023 #1


16 Antworten ↓


SweetButPsycho1
@LittleOne14

Sollte klappen

Da Amitriptylin die Histamin-Rezeptoren hemmen KANN, könnten deine Beschwerden bezüglich der Intoleranz besser werden

22.03.2023 23:30 • x 1 #2


A


Amitriptylin bei Histaminintoleranz?

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Sprotte
Da lese ich gerne mal mit, weil mich das auch interessiert.

22.03.2023 23:46 • x 1 #3


LittleOne14
@SweetButPsycho1 Vielen Dank für die Info. Leider soll es auch das Histamin abbauende Enzym DAO blockieren, was die HIT dann dauerhaft verschlimmert...

23.03.2023 06:44 • #4


moo
Wäre eine zusätzliche Einnahme eines Antihistaminikums nicht denkbar?

23.03.2023 08:33 • x 1 #5


LittleOne14
@moo Ja, aber bei Amitriptylin ist das kontraindiziert....

23.03.2023 08:57 • x 1 #6


E
Mirtazapin wäre vielleicht passender. Hemmt Histamin. Allerdings berichten viele, dass, wenn sie es absetzten, die Histaminintoleranz schlimmer wurde als vorher. Ich habe auch eine HIT und nehme kein AD mehr, weil ich auch nichts vertrug. Zuvor nahm ich 10 Jahre unterschiedliche ADS. Fluoxetin vertrug ich immerhin 7 Jahre, aber die Depression war danach direkt wieder da. HIT könnte sogar Folge der SSRI Einnahme sein, da Serotonin ebenfalls ein biogenes Amin ist. Das sagte mir ein Chefarzt, der Aufklärungsveranstaltungen für Patienten über ADs leitete. Ich verlasse mich nicht mehr auf ADs und versuche die Ursachen der Depression zu ändern bzw. mache Sport etc. Mein Psychiater unterstützt das, obwohl ich eine schwere rezidivierende Depression habe. Alleine Medis reichen aber eh nicht aus. Und gerade mit HIT ist natürlich auch die Ernährung wichtig.

23.03.2023 09:20 • x 2 #7


LittleOne14
@Mailin Danke dir vielmals für dein Feedback. Ich bin ehrlich so verzweifelt.... Wie noch nie in meinem Leben. Das einzige, was mich aktuell noch am Laufen hält ist Tavor.. und davon setzen sie mich jetzt ab, was mich natürlich gerade nochmals schwächt. Gleichzeitig das Amitriptylin... Dass ich aus so vielen Gründen nicht will... Und ich glaube ich komme da nur vom Regen in die Traufe... Da ich die HIT erst vor 2 Monaten entwickelt habe, bin ich nun total am Straucheln.. eigentlich bräuchte ich dringend ein Antidepressivum... Weil ich so verzweifelt und hoffnungslos bin.. und ich da ohne Medis nur sehr schwer rauskommen werde... Aber hier in der Klinik bin ich den ganzen Tag nur unglücklich, weil meine Tochter allein zu Hause sein muss, und weil ihnen außer Psychopharmaka nichts zu meinem Zustand einfällt... Meines Erachtens müsste das Tavor (nehme es seit 2 1/2 Monaten) auch langsamer ausschleichen....

Es ist echt toll, dass du offenbar eine Alternative für dich gefunden hast... Hättest du noch konkretere Tipps?

TAUSEND DANK!

23.03.2023 09:52 • x 1 #8


E
Das verstehe ich sehr gut wie verzweifelt du bist.

Das mit der beginnenden HIT habe ich nicht verstanden. Warum „beginnend“? Es wurde aber diagnostiziert, die Werte im Blut nachgewiesen? Gab es einen Auslöser?

Dass du Tavor verträgst, ist ja schon ziemlich krass. Wenn deine Ängste so stark sind, wäre Mirtazapin wahrscheinlich sehr passend.

Mein Psychiater ist Klinikarzt. Klar, ich könnte jederzeit ein Medikament mir verschreiben lassen und auch stationär wäre, aber es ist alles keine Dauerlösung. In den ersten Jahren halfen mir aber Medikamente extrem um wieder den Unterschied zu spüren, wie alles normal ist und dass sich das Nervensystem beruhigt.

Helfen tun auch Dinge, an die manche null denken. Nichts puschendes zum Beispiel. Null Kaffee, viel Laufen (wirkt nachgewiesen antidepressiv), Körperarbeit, nichts unterdrücken, sondern gut anschauen und mit Therapeuten besprechen, EMDR (kann man auch selbst in den Alltag einbauen), Meditation, genug Schlaf, genug Trinken, gesunde Kontakte und klare Tagesstrukturen mit Pausen. Auch schauen, was da mit dem Magen nicht stimmt, nach Mängeln wie Vit D, C,B12 , andere Bs (Nerven) schauen. Schau dir mal die ARTE Dokus zum Thema Psyche an, z.B „Der Bauch, zweites Gehirn“.
Ich hoffe, in der Klinik findet auch andere Therapie als nur medikamentös statt.
Tavor ist ein krasses Medi und eigentlich nur Notfallmedi und macht schnell abhängig. Sich immer nur abschießen bringt nichts, man muss an die Ursachen und was ändern. Mit deiner Tochter, das ist doof, wie alt ist sie denn, dass sie alleine zuhause ist und du dir so Sorgen machst?

23.03.2023 10:12 • x 1 #9


LittleOne14
@Mailin Bei mir hat alles nach einer COVID Infektion im Dezember angefangen... Hatte komischen Reizhusten, der sich ebenfalls als nicht therapierbare erwies. Daraufhin habe ich Escitalopram genommen, weil mich der Huste und die Atembeklemmungen total mitgenommen haben. Und im Laufe der Therapie mit Escitalopram könnte ich dann immer weniger essen
Vertrug plötzlich nix mehr. Magenschmerzen ohne Ende etc. Habe es dann durch einen Allergologen (Privatarzt) feststellen lassen. Inklusive Leaky gut, Dünndarmfehlbesiedlung...

Meine Tochter ist 16, aber wegen ADHS sozial nicht gut mit Gleichaltrigen vernetzt... Sie ist nun die ganze Zeit allein.

Alle raten mir, hier noch bis zum Ende des Entzugs dazubleiben. Aber ich Frage mich, was dann? Ohne Alternativ AD...

23.03.2023 10:59 • x 1 #10


E
Zitat von LittleOne14:
@Mailin Bei mir hat alles nach einer COVID Infektion im Dezember angefangen... Hatte komischen Reizhusten, der sich ebenfalls als nicht therapierbare erwies. Daraufhin habe ich Escitalopram genommen, weil mich der Huste und die Atembeklemmungen total mitgenommen haben. Und im Laufe der Therapie mit Escitalopram ...

Ich verstehe das Dilemma.Es ist nun aber wichtig, dass du dich stabilisierst und auch eine Perspektive nach dem Klinikaufenthalt hast mit Therapieplatz und guten Ärzten. Die Magendarmproblematik kenne ich von mir. Wenn du nichts verträgst, geht es eben nicht mit einem AD. Du solltest dann aber schauen, was du zum Darmaufbau beitragen kannst, weil sich Defizite diesbezgl ja stark auf die Psyche auswirken.

Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit der Entlastung/Hilfe auch für deine Tochter in der Zeit, in der du in der Klinik bist, damit du nicht so viel zusätzlichen Druck hast?

23.03.2023 11:43 • x 1 #11


SweetButPsycho1
Zitat von LittleOne14:
@SweetButPsycho1 Vielen Dank für die Info. Leider soll es auch das Histamin abbauende Enzym DAO blockieren, was die HIT dann dauerhaft ...

Davon weiß ich leider nichts, habe auch nichts darüber gelesen, nur das es das Histamin einbremst und bei einer HIT gegeben werden kann

23.03.2023 12:20 • x 1 #12


LittleOne14
@Mailin Ja, vielen Dank nochmal Meine letzten Krisen habe ich immer mit 1 Woche Tavor und 3-4 Monaten Escitalopram gemeistert. Die Histaminintoleranz hat nun alles gekillt... Klar, danach mache ich dann Therapie usw. Will vom Amitriptylin, sollte es klappen, so bald wie möglich wieder runter....

Das mit meiner Tochter... Die Nachbarn kommen Ende März aus dem Urlaub und würden sich dann ein bisschen mit um sie kümmern... Aber insgesamt... Ist es nicht das gleiche.... Und ich weiß ja noch nicht wie es mir geht, wenn ich mit dem Einzug durch bin. Vielleicht geht dann bei mir erst Recht nix mehr und ich kann gar nicht mehr nach Hause, auch wenn ich wollte. Aber egal... Es hilft nichts... Trotzdem Danke!

23.03.2023 12:28 • x 1 #13


E
Zitat von LittleOne14:
@Mailin Ja, vielen Dank nochmal Meine letzten Krisen habe ich immer mit 1 Woche Tavor und 3-4 Monaten Escitalopram gemeistert. Die Histaminintoleranz hat nun alles gekillt... Klar, danach mache ich dann Therapie usw. Will vom Amitriptylin, sollte es klappen, so bald wie möglich wieder runter.... ...

Ich wünsche dir alles Gute und dass sich dein Nervensystem bald beruhigt!

23.03.2023 12:30 • x 1 #14


LittleOne14
@Mailin Vielen Dank ️

23.03.2023 17:48 • x 1 #15


X
@LittleOne14 Berichte einmal wie es weiter ging. In der Klinik entziehen die im Normalfall viel zu schnell. Damit haben etliche Menschen Probleme. Mittlerweile wird auch zum ambulanten langsamen Entzug geraten. Es kommt halt immer auf die Dosis an, die man vorher genommen hat, aber 2 Wochen und raus damit, kann nicht klappen. Das ist meine Meinung dazu.

27.03.2023 19:41 • x 1 #16


LittleOne14
@xmystre Vielen Dank der Nachfrage Hier sind wirklich alle sehr nett und verständnisvoll. Sie gehen jede Woche 0.25 mg runter. Ab dieser Woche nehme ich nun noch 0.25 mg morgens und abends. Amitriptylin vertrage ich bis jetzt einigermaßen... Hoffe, dass es auch meine inzwischen ausgeprägte Depression und Hoffnungslosigkeit bessert... Sie haben sogar angeboten noch langsamer runter zu gehen... Aber das will ich nicht .. nur wenn es ganz unerträglich wird. Meine Tochter ist allein daheim... Und hat sich zu allem auch noch den Arm gebrochen!? Langsam ist das alles nicht mehr zu fassen! Alles Gute auch für dich.

27.03.2023 19:48 • #17


A


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