Zitat von kalina:Du hättest diese Gefühle überhaupt nicht erst zulassen dürfen.
Oh.. noch jemand, der meint, dass es irgendwo eine Normativität in Bezug auf Emotionen und dem Leben existiert. In welchem Gesetzbuch steht das? Und wenn Du meinst, moralische Konvention wäre ein objektiv festgeschriebenes Gesetz, dann lachen wir jetzt mal eine kleine Runde zusammen und dann beschäftigst Du Dich mal ein wenig mit subjektiven Wertevorstellungen.
Grundsätzlich "dürfen" wir alles, so lange wir bereit sind, die Konsequenzen dafür zu tragen. Wir dürfen uns sogar in die Schwägerin, die Mutter oder auch Angela Merkel verlieben. Wir dürfen Bedürfnisse haben und dürfen diese sogar ausleben. Es kommt darauf an, wie jemand damit umgeht.
Und wenn jemand Bedürfnisse in seiner Ehe/Beziehung - es ist auch vollkommen egal woraus sich diese motivieren - hat, dann sollte er das vielleicht erst mal innerhalb dieser Struktur klären. Wenn das auf Missfallen des anderen stößt, dann gilt es zu prüfen, wie viel Wert einem die Befriedigung des Bedürfnisses wert ist.
Der von Dir angesprochene Egoismus, könnte im gleichem Maß auch dem anderen zugesprochen werden, wenn dieser ebenfalls nicht bereit ist, die Bedürfnisse des anderen (nochmal, es ist egal welches Bedürfniss herrscht) zu befriedigen, oder gemeinsam mit ihm Wege sucht, damit der Partner, bzw. beide glücklich innerhalb der Beziehung werden.