Zusammenfassung meiner aktuellen Situation
Ich befinde mich aktuell in einer sehr belastenden Trennungssituation nach 14 Jahren Beziehung/Ehe und versuche die Situation emotional zu verarbeiten sowie mich und meine Kinder bestmöglich zu schützen.
Wir haben zwei gemeinsame Kinder (12 und 4 Jahre alt).
Trennung
Mein Noch-Ehemann hat sich vor 8 Wochen sehr plötzlich getrennt und ist abrupt ausgezogen.
Besonders belastend war für mich, dass er mir nur wenige Tage vor der Trennung noch einen sehr emotionalen Liebesbrief zu meinem Geburtstag geschrieben hat. Die Trennung kam für mich daher völlig überraschend.
Kurz vor der Trennung lag er außerdem weinend neben mir und führte mit mir ein sehr langes emotionales Gespräch über seine Vergangenheit. Dabei sprach er unter Tränen über:
- emotionale Kälte in seiner Kindheit
- wenig Liebe und Freude im Elternhaus
- den Seitensprung seines Vaters in der Vergangenheit
- dass er nie verstehen konnte, wie seine Mutter seinem Vater verzeihen konnte
- wie sehr ihn der plötzliche Tod seines Vaters belastet
Er sagte mir damals, dass ich mir nicht vorstellen könne, wie schwer das alles für ihn sei.
Wenige Tage später erfolgte dann plötzlich die Trennung und sein Auszug.
Nach der Trennung folgten viele widersprüchliche Aussagen von seiner Seite:
- er liebe mich nicht mehr
- wir hätten uns auseinandergelebt
- er sei schon länger unglücklich gewesen
- einen Tag nach der Trennung sagte er mir sogar, er habe mir alles nur vorgespielt
- gegenüber anderen Personen nennt er teilweise andere Trennungsgründe
Zusätzlich habe ich aktuell den Verdacht, dass sehr kurz nach der Trennung bereits eine neue Partnerin kennengelernt wurde bzw. möglicherweise bereits eine neue Beziehung besteht. Gesichert bestätigen kann ich dies aktuell jedoch nicht.
Besonders belastend ist für mich außerdem, dass ich aktuell häufig das Gefühl habe, nahezu alleine für das Scheitern der Ehe verantwortlich gemacht zu werden, während sein eigener Anteil kaum reflektiert wird.
Veränderungen seit 2021 / psychische Belastungen
Ein deutlicher Wendepunkt war für mich das Jahr 2021.
In diesem Zeitraum kamen bei ihm mehrere starke Belastungen zusammen:
- Jobverlust
- Diagnose von
- Diagnose einer mittelgradigen
- plötzlicher Tod seines Vaters
Seit dieser Zeit habe ich eine deutliche persönliche Veränderung bei ihm wahrgenommen.
Es liegt eine schriftliche Diagnose einer mittelgradigen vor.
Aktuell streitet er diese Diagnose vollständig ab, obwohl die Diagnose schriftlich vorliegt.
Empfohlene Hilfe (unter anderem eine psychosomatische Kur) wurde nach meinem Kenntnisstand bislang nicht umgesetzt.
Kontrollverhalten / Grenzüberschreitungen
Im letzten Jahr kam es aufgrund massiver Eifersucht, Misstrauen und Kontrollverhalten zu mehreren Grenzüberschreitungen:
- GPS-Tracking
- Nachfahren
- Kontrolle meines Handys
- Einsperren mit meinem Handy im Badezimmer
- starke Eifersucht
- unbegründete Vorwürfe bezüglich Fremdgehen
- Vorwürfe bezüglich Kontakten zu anderen Männern/Frauen
- Vorwürfe bezüglich Datingplattformen
- Vorwürfe bezüglich meiner Sexualität/bi.
- verbale Eskalationen
- Anschreien vor den Kindern
Teilweise wurden diese Vorwürfe auch gegenüber anderen Personen geäußert.
Aufgrund einer Eskalation kam es bereits zu einem Polizeieinsatz sowie einem zeitweisen Verweis vom gemeinsamen Grundstück.
Zusatz:Ich möchte außerdem offen benennen, dass ich selbst vor kurzem(13.05.2026) aus einer emotionalen Überforderung heraus ebenfalls einen Fehler gemacht habe und versucht habe, meinen Noch-Ehemann zu tracken.
Ich habe dies unmittelbar abgebrochen, mein Verhalten eingeräumt und mich dafür entschuldigt.
Mir ist bewusst, dass dieses Verhalten falsch war.
Ich möchte dies in der Beratung offen ansprechen, da ich verstehen möchte, warum ich emotional inzwischen selbst an meine Grenzen komme und wie ich künftig gesünder mit dieser Belastung umgehen kann.
Familiäres Umfeld / aktuelle Wohnsituation
Mein Noch-Ehemann lebt aktuell bei seiner Mutter.
Diese Wohnsituation bereitet mir zusätzlich Sorgen im Hinblick auf die Kinder.
Nach dem Polizeieinsatz bei uns zuhause kamen seine Mutter und seine Schwester zu unserem Zuhause.
Im Rahmen dieser Situation wurden mir gegenüber abwertende Aussagen gemacht, unter anderem, dass ich „gestört“ sei und mich „einweisen lassen“ solle.
Unsere Kinder waren bei diesen Situationen teilweise anwesend.
Ich empfinde dieses Umfeld aktuell nicht als stabil und deeskalierend und mache mir Sorgen, ob diese Wohnsituation für regelmäßige Übernachtungen und eine ruhige Betreuung der Kinder aktuell geeignet ist.
Kinder / aktuelle Betreuung
Ich trage aktuell den überwiegenden Teil der Betreuung und Organisation unserer Kinder.
Ich übernehme überwiegend:
- Schule / Kita
- Arzttermine
- Freizeitaktivitäten
- Betreuung bei Krankheit
- Alltagsorganisation
Unsere jüngere Tochter äußert aktuell wiederholt, dass sie nicht beim Vater übernachten möchte.
Sie äußert dies sowohl mir gegenüber als auch direkt ihrem Vater gegenüber.
Auch bereits festgelegte Betreuungstage wurden teilweise von beiden Kindern abgelehnt.
Ich dokumentiere diese Situationen sachlich.
Trotzdem versuche ich weiterhin, den Kontakt zum Vater zu ermöglichen und keine Umgangsverweigerung herbeizuführen.
Mein Wunsch ist eine kindgerechte, stabile und realistisch umsetzbare Betreuungssituation.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen meinem Noch-Ehemann und mir ist aktuell sehr konflikthaft.
Sachliche Kommunikation funktioniert überwiegend nur dann, wenn es direkt um die Kinder geht.
Deshalb kommuniziere ich inzwischen überwiegend nur noch über die Eltern-App, um Eskalationen zu vermeiden und Kommunikation nachvollziehbar zu halten.
Teilweise sichere ich mich bei Übergaben zusätzlich durch anwesende Dritte bzw. Zeugen ab, da ich Sorge habe, dass mir später falsche Vorwürfe gemacht werden könnten.
Aktuelle rechtliche Situation
- Anwältin ist eingeschaltet
- war bereits involviert
- Unterhaltsthemen laufen aktuell
- mögliche psychologische Begutachtung steht als Frage im Raum
Meine eigene Belastung
Die gesamte Situation belastet mich aktuell psychisch und körperlich stark:
- ca. 10 kg Gewichtsverlust
- Schlafprobleme
- starker Stress
- Grübelgedanken
- Schuldgefühle
- emotionale Überforderung
- innere Unruhe
- Wut
- Trauer
- Angst vor weiterer Eskalation
Ich frage mich häufig, was ich selbst falsch gemacht habe.
Ich weiß, dass ich ebenfalls Fehler gemacht habe und nicht perfekt war.
Trotzdem habe ich aktuell das Gefühl, dass ich für sehr vieles allein verantwortlich gemacht werde.
Teilweise habe ich Angst, Dinge falsch einzuordnen und wünsche mir deshalb eine neutrale fachliche Einschätzung.
Mein Ziel in der Beratung
Ich möchte lernen:
- die Situation besser einzuordnen
- meine Grenzen besser wahrzunehmen
- Schuldgefühle besser einzuordnen
- emotional stabiler zu werden
- mich und meine Kinder zu schützen
- gesunde Co-Parenting-Grenzen aufzubauen
- wieder zu mir selbst zu finden