Sommergewitter
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ich schreibe mir hier mal den Frust von der Seele. Vielleicht hat ja jemand Lust es zu lesen.
Ich leide gerade wirklich unter meiner Beziehungssituation und es steht eine Trennung im Raum.
Mein Partner und ich sind seit 3 Jahren zusammen. Er und seine Expartnerin haben einen 18 jährigen Sohn mit dem er seit ein paar Monaten alleine lebt. Vorher haben alle 3 zusammen in einer Wohnung gelebt. Ich habe das also schon fast 3 Jahre so durchgehalten und bin dementsprechend froh dass er endlich ausgezogen ist. Ich habe zu seiner Familie wenig bis gar keinen Kontakt weil es von deren Seite scheinbar nicht gewünscht war. War für mich ok, solange es keine Unstimmigkeiten zwischen uns gibt.
Jetzt fährt mein Partner mit dem Sohn gemeinsam weg. Mein Partner bleibt deutlich länger weg als der Sohn. Seine Ex hat gesagt, sie möchte seine Pflanzen gießen und möchte in die Wohnung weil sie den Sohn vermisst. Ich bin damit gar nicht einverstanden gewesen und hatte ein langes Gespräch mit ihm über Grenzsetzung (ich weiß das fällt ihm generell, aber vor allem gegenüber der Mutter seines Kindes sehr schwer) und dass mich das sehr verletzt als Partnerin, dass er diese Aufgabe ihr überträgt anstatt mir. Auch, weil er ja erst ausgezogen ist und sie mir vorher auch Grenzen gesetzt hat. Ich habe die alte Wohnung nie kennengelernt.
Darauf hat er mir letztlich seinen Schlüssel gegeben weil ich gesagt habe, ich möchte das gerne machen. Mein Vorschlag war, dass der Sohnemann seine Mutter ja einladen kann wenn er wieder da ist, da halte ich mich raus. Ich wollte also eigentlich nur in die Wohnung solange beide weg sind und mich um alles kümmern.
Aber nun war ich Pflanzen gießen und habe Sachen von ihr in der Wohnung gefunden. Das heißt sie war zwischendurch dort. Da habe ich nachgefragt. Angeblich hat der Sohn ihr seinen Schlüssel gegeben und mein Partner möchte ihr scheinbar keine Grenze setzen. Er sagt mir, dass er es nicht erklären kann. Aber es scheint ihm nicht möglich zu sein.
Nun habe ich meinen Schlüssel in den Briefschlitz geworfen und gesagt ich kann das so nicht mehr. Und da das nicht die erste Situation war in der sie sehr präsent ist und von ihm keine Grenze kommt (ein Ja-Sager wie er im Buche steht), habe ich ihm gesagt dass ich die nächsten Monate wenig bis gar keinen Kontakt möchte und er sich ne Lösung einfallen lassen kann wenn er noch eine Zukunft möchte.
Ich weiß, dass ihm das jetzt auch wehtut aber ich glaube auch, da wird trotzdem nichts passieren.
Das ist das erste Mal dass ich so hart durchgegriffen habe. Ich habe eh schon Probleme für meine Bedürfnisse einzustehen. Jetzt bin ich psychisch eh schon nicht auf der Höhe aber momentan hat mich die Situation voll gepackt. Ich fühle mich wie gelähmt, kann an nichts anderes denken. Ich weine manchmal plötzlich, bin konstant angespannt und bin total erschöpft.
Eigentlich weiß ich, dass es besser wäre damit abzuschließen, wenn das nur so einfach wäre. 3 Jahre gehen auch nicht spurlos an einem vorbei. Aber gut, dass es nicht noch mehr sind.
Naja, ich wollte es einfach Mal teilen.
Wie lange habt ihr an einer Trennung genagt?
Kann man verstehen, dass ich da so reagiert habe?
Danke fürs Lesen.
Lieben Gruß,
Sommergewitter
• • 12.08.2026 x 7 #1
