Zitat von EsIstIch:Das sehe ich anders!
Denn VORHER kann man die Probleme angehen, wenn das nicht funktioniert, die aktuelle Beziehung beenden und DANN was anderes suchen.
Das mag im Idealfall so laufen.
Aber nicht selten ist die Sache komplizierter.
Da leidet zum Beispiel ein Ehepartner jahrelang unter der Respekt- und Lieblosigkeit des anderen.
Die Probleme werden nicht angegangen und besprochen, weil man einfach nicht miteinander kommunizieren kann.
Der unglückliche Part dieser Ehe wagt es nicht, einen Schlussstrich zu ziehen - vielleicht weil es gemeinsame Kinder gibt, die nicht unter einer Trennung der Eltern leiden sollen oder aus Gründen finanzieller oder emotionaler Abhängigkeit.
Weil ihm der Mut fehlt, um die unglückliche Beziehung mit allen Konsequenzen zu beenden, versucht er, diesen unguten Zustand irgendwie auszuhalten.
Und natürlich sind die Antennen in solch einer unglücklichen Lebenssituation viel empfänglicher für eine neue Liebe als sie es in einer intakten Beziehung wären.
Zitat von EsIstIch:Die Entscheidung den Partner zu betrügen trifft man bewusst und ab dem Punkt gibt es keine Entschuldigung mehr.
In der von mir geschilderten Situation mag man die Entscheidung des Betrügens zwar bewusst treffen, aber ich finde nicht, dass die Schuld eindeutig bei dem zu suchen ist, der den Betrug vollzogen hat.
Der Begriff "Fremdgehen" ist immer negativ behaftet und stellt den Fremdgänger unweigerlich in ein schlechtes Licht, während der Betrogene als bedauernswertes Opfer anerkannt wird.
Man sollte sich jedoch immer erst dann eine Meinung bilden, wenn man den kompletten Sachverhalt mitsamt seiner vielfältigen Hintergründe kennt.