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Zitat von Luna70:
Glaub mir, ich kenne die Situation. Mein Mann hat ja auch Phasen, wo er nicht arbeiten kann und wir stecken deshalb schon ewig in der finanziellen Klemme. Ich denke manchmal, dass die permanente finanzielle Unsicherheit bei meiner Angststörung eine Rolle spielt.

Wieso hättet ihr nicht heiraten sollen? Wie heißt es so schön, in guten wie in schlechten Zeiten. Dazu ist eine Ehe doch da, dass man auch in den schlechten Zeiten nicht gleich weg rennt. Er hat die ganze Zeit zu dir gehalten, es muss ja nicht so sein dass er sich nun wirklich trennen will. Er wird halt ein Signal von dir wollen, dass du nach vorne schauen willst und nicht ewig in der Vergangenheit festhängst.

Seid ihr beide zuhause in der Wohnung?


ja aber er hat so gut wie nie gearbeitet. Die meisten Jahre unserer Ehe haben wir von Stütze gelebt. Und wenn ich dann sehe, was andere aus Ihrem Leben gemacht haben.....
Aber Du hast schon recht, in gute wie in schlechten Zeiten. Ich finde halt, es wäre mehr drin gewesen. Leute zb. mit denen ich meine Jugend verbracht habe, denen geht es heute sehr gut. Finanziell und psychisch

17.10.2017 15:49 • #61


Zitat von juwi:
Ich kenne mich in Beziehungsdingen mangels eigener Erfahrung nicht aus, liebe Maja, aber dass wegen dieser einen Aussage von dir jetzt alles aus sein soll, nach so vielen Jahren, kann ich mir fast nicht vorstellen. Deine Zweifel und deine kritische Sicht auf die langjährige Ehe führe ich auf deinen "Ausnahmezustand" zurück. Ich vermute dasselbe Luna: Deinem Mann wird das auch bewusst sein. Auch wenn ihm die Aussage weh getan hat - er wird sie nicht auf die Goldwaage legen und alles hinschmeißen. Oder hat er dezidiert gesagt, dass er sich von dir trennt und es kein Zurück gibt?


Es könnte doch sein, das mir das unbewusst zu schaffen macht, das wir nie ein Leben wie andere hatten.

Natürlich, wir haben 2 tolle Kinder groß gezogen und es war wie in jeder anderen Familie auch. Doch immer dieses Gefühl, er arbeitet nicht und auch manchmal deswegen lügen zu müssen, das war nicht so toll.
Ich hab mir immer ein normales Leben gewünscht, wo der Mann arbeitet und natürlich auch die Frau.

17.10.2017 16:33 • #62



Evtl Trennung nach 25 Jahren Ehe ?

x 3


yellowBag
Vielleicht hast du es eben verdrängt oder gehofft es wird noch mit der Arbeit.
Aber jetzt nach 25 Jahren ist es eben so.
Sieh mal, dein Mann ist doch nicht nur durch Arbeit definiert ?

Ich meine, ist er ansonsten eine Unterstützung, bei den Kindern früher ode als es dir schlecht ging?
Das macht doch mehr aus als der Status arbeiten zu gehen und sich mehr leisten zu können.

Ob alle die, denen es materiell besser geht deshalb glücklicher sind sei mal dahin gestellt.

Vielleicht redet ihr noch mal in Ruhe, wegen eines unbedacht gesagten Satzes sollte das doch nicht zu Ende sein.
Vor allem nicht in der Vergangenheit rum graben, ist eh gelaufen.
Redet doch mal über die Zukunft, was sich ändern kann und wie.

17.10.2017 16:44 • x 1 #63


Zitat von yellowBag:
Vielleicht hast du es eben verdrängt oder gehofft es wird noch mit der Arbeit.
Aber jetzt nach 25 Jahren ist es eben so.
Sieh mal, dein Mann ist doch nicht nur durch Arbeit definiert ?

Ich meine, ist er ansonsten eine Unterstützung, bei den Kindern früher ode als es dir schlecht ging?
Das macht doch mehr aus als der Status arbeiten zu gehen und sich mehr leisten zu können.

Ob alle die, denen es materiell besser geht deshalb glücklicher sind sei mal dahin gestellt.

Vielleicht redet ihr noch mal in Ruhe, wegen eines unbedacht gesagten Satzes sollte das doch nicht zu Ende sein.
Vor allem nicht in der Vergangenheit rum graben, ist eh gelaufen.
Redet doch mal über die Zukunft, was sich ändern kann und wie.


Hallo yellowBag,
Deine Worte klingen sehr Weise. Ich sollte wirklich darauf pfeifen, ob mein Mann jetzt 25 Jahre gearbeitet hat oder nicht. Es ist, wie du schon schreibst Vergangenheit.

Daran lässt sich jetzt nix mehr ändern. Eigentlich hatte meine Familie durch mich jahrelang die Hölle auf Erden, weil ich mit meinem alten Medikament sehr oft aggressiv war, was zu extremen Streitereien führte manchmal, bis hin zu Handgreiflichkeiten, die ich verursacht habe.
Vor 3 Jahren habe ich meinen Mann so heftig provoziert, das die Fetzen flogen und ich die Erinnerung immer noch habe, in Form meines rechten Daumens, der heute noch manchmal weh tut.
Ich bin auch nicht unschuldig. Und ich habe immer diesen Gedanken, das es mir ohne meinen Mann besser gehen würde. Ich wäre so froh, wenn alles letztlich gut werden würde, und wir alle wieder glücklich sein könnten, ob jetzt miteinander oder alleine. Ich bin mir meiner Gefühle auch momentan nicht sicher. Vielleicht ist es so, wie mir andere geschrieben haben, das ich im Moment gar nicht in der Lage bin, zu berurteilen, was gut für mich ist.

Liebe Grüße
Maja

17.10.2017 17:12 • x 1 #64


Liebe Maja,

ich finde es ein bisschen schade, dass Du Dich und Deinen Mann ständig mit "anderen" vergleichst.

Persönlich finde ich es total super, dass das Leben meines Mannes und mir sich total von "anderen" unterscheidet. Es ist mir völlig Banane wie, wo und warum andere so leben wie sie leben und ich bin eigentlich froh, dass ich in diesem Strudel nicht mit schwimmen muss.

Es muss doch im Zusammenleben mit Deinem Mann auch tolle Ereignisse und Momente gegeben haben? Kannst Du vielleicht für ein paar Momente mal die anderen ausblenden und einfach nur mal über Euch nachdenken, was Euch verbindet/verbunden hat, welche Gemeinsamkeiten es gibt/gab etc...

17.10.2017 17:50 • x 2 #65


Zitat von Süssmaul:
Liebe Maja,

ich finde es ein bisschen schade, dass Du Dich und Deinen Mann ständig mit "anderen" vergleichst.

Persönlich finde ich es total super, dass das Leben meines Mannes und mir sich total von "anderen" unterscheidet. Es ist mir völlig Banane wie, wo und warum andere so leben wie sie leben und ich bin eigentlich froh, dass ich in diesem Strudel nicht mit schwimmen muss.

Es muss doch im Zusammenleben mit Deinem Mann auch tolle Ereignisse und Momente gegeben haben? Kannst Du vielleicht für ein paar Momente mal die anderen ausblenden und einfach nur mal über Euch nachdenken, was Euch verbindet/verbunden hat, welche Gemeinsamkeiten es gibt/gab etc...


Hey süsmäulchen,
Du hast recht, wir hatten auch wunderbare Momente. Wir waren zb. mal im Kino in einer Komödie, die jeder zum lachen fand, nur wir beide nicht, also standen wir einfach auf und gingen und lachten uns om Auto schlapp darüber, warum man diesen Film so komisch fand.
Wir konnten immer viel zusammen lachen und sagen komischerweise ( früher öfter) oft das selbe Wort im selben Moment. Mein Mann ist der beste Vater, den sich ein Kind nur wünschen kann.
Bei beiden Kindern stand er nachts auf, um sie zu füttern und zu wickeln.
Und schlug sich manchmal die Nacht um die Ohren, wenn eines der Kinder krank war.
Er schaute sich dann die ganze Nacht Disney Filme mit dem kranken Kind an.
Er war immer an meiner Seite, als das mit meiner Angst vor 11 Jahren begann. Jeder andere wäre schon längst weg, nicht er, er war wie ein Fels in.der Brandung immer da, hat sich um beide Kinder gekümmert und mich auch noch getröstet und aufgefangen. Ich fühle mich schuldig für meine Gedanken, eine Bilderbuch Familie haben zu wollen.

Maja

17.10.2017 18:04 • x 1 #66


Zitat von Maja72:

Hey süsmäulchen,
Du hast recht, wir hatten auch wunderbare Momente. Wir waren zb. mal im Kino in einer Komödie, die jeder zum lachen fand, nur wir beide nicht, also standen wir einfach auf und gingen und lachten uns om Auto schlapp darüber, warum man diesen Film so komisch fand.
Wir konnten immer viel zusammen lachen und sagen komischerweise ( früher öfter) oft das selbe Wort im selben Moment. Mein Mann ist der beste Vater, den sich ein Kind nur wünschen kann.
Bei beiden Kindern stand er nachts auf, um sie zu füttern und zu wickeln.
Und schlug sich manchmal die Nacht um die Ohren, wenn eines der Kinder krank war.
Er schaute sich dann die ganze Nacht Disney Filme mit dem kranken Kind an.
Er war immer an meiner Seite, als das mit meiner Angst vor 11 Jahren begann. Jeder andere wäre schon längst weg, nicht er, er war wie ein Fels in.der Brandung immer da, hat sich um beide Kinder gekümmert und mich auch noch getröstet und aufgefangen. Ich fühle mich schuldig für meine Gedanken, eine Bilderbuch Familie haben zu wollen.

Maja



Liebe Maja, ich danke Dir für die offenen Worte!

Bis auf die Kinder könnten diese Worte durchaus auch meine sein. Gleichzeitig das selbe Wort sagen, sich gemeinsam totlachen wobei man zum Schluss manchmal gar nicht mehr wusste warum.

Auch mein Mann war IMMER für mich da. Als das bei mir mit der Panik anfing waren wir gerade 7 Jahre verheiratet, ich hätte verstanden wenn er gegangen wäre, aber er blieb. Ich liebe ihn für alles was er ist und was er für mich tut und getan hat. Alles was wir durchgestanden haben, haben wir gemeinsam ausgehalten und das hat uns zusammen geschweißt.

Ich sage immer: Gemeinsam sind wir unausstehlich, und das ist auch gut so! Egal was angepackt wird, wenn wir es zusammen machen, wird es was.

Du solltest mächtig stolz sein auf Deinen Mann, liebe Maja, er hat Dir zur Seite gestanden und liebt Dich so sehr! Er hat 25 Jahre lang nicht gearbeitet? Na und? Er hat trotzdem alles getan, was nötig war um Deinen Kindern und Dir ein angenehmes Leben zu bereiten.

17.10.2017 18:20 • x 1 #67


Maja, du müsstest echt mal raus in das reale Leben...Kontakte mit anderen Menschen knüpfen und dann sehen wie andere Beziehungen ablaufen. Dann würdest du mehr wertschätzen was du hast.

Ich habe auch den Eindruck das du sehr unselbstständig bist und ganz und gar nicht mitten im Leben stehst.

Was hast du denn "angepackt" seit du das Thema eröffnet hast?

Wie konkret sieht eigentlich dein Tages und Wochenablauf aus?

17.10.2017 18:21 • x 1 #68


Icefalki
Weisst du liebe Maya, bei anderen ist immer alles besser. Denk mal, wie viel besser du es hast, 2 tolle Kinder zu haben, 25 Ehejahre auf dem Buckel, aus der Sicht eines wirklich einsamen Menschen, der sich verzweifelt eine Familie wünscht.
Ich könnte noch genügend Beispiele nennen,die dich förmlich reich aussehen lassen, aus der Sicht eines anderen.

Ist immer so. Man schätzt nicht das, was man eigentlich hat. Und es findet sich immer jemanden, von dem man annimmt, dass derjenige zu beneiden wäre.

Noch etwas gebe ich zu bedenken. Änderungen kommen meistens, wenn man buchstäblich zerstört am Boden liegt. Evtl. Seid ihr jetzt an dieser Stelle. Nutzt die Chance, setzt euch miteinander auseinander. Und gebt nicht einfach auf.

17.10.2017 18:49 • x 3 #69


Zitat von Süssmaul:


Liebe Maja, ich danke Dir für die offenen Worte!

Bis auf die Kinder könnten diese Worte durchaus auch meine sein. Gleichzeitig das selbe Wort sagen, sich gemeinsam totlachen wobei man zum Schluss manchmal gar nicht mehr wusste warum.

Auch mein Mann war IMMER für mich da. Als das bei mir mit der Panik anfing waren wir gerade 7 Jahre verheiratet, ich hätte verstanden wenn er gegangen wäre, aber er blieb. Ich liebe ihn für alles was er ist und was er für mich tut und getan hat. Alles was wir durchgestanden haben, haben wir gemeinsam ausgehalten und das hat uns zusammen geschweißt.

Ich sage immer: Gemeinsam sind wir unausstehlich, und das ist auch gut so! Egal was angepackt wird, wenn wir es zusammen machen, wird es was.

Du solltest mächtig stolz sein auf Deinen Mann, liebe Maja, er hat Dir zur Seite gestanden und liebt Dich so sehr! Er hat 25 Jahre lang nicht gearbeitet? Na und? Er hat trotzdem alles getan, was nötig war um Deinen Kindern und Dir ein angenehmes Leben zu bereiten.


Sorry, zwischendurch hat er schon mal gearbeitet. Ich darf auch nicht vergessen, das er chronisch krank ist.

Maja

17.10.2017 19:04 • #70


Zitat von Maja72:

Sorry, zwischendurch hat er schon mal gearbeitet. Ich darf auch nicht vergessen, das er chronisch krank ist.

Maja



In gewisser Weise sind wir das ja auch, irgendwie

Also chronisch krank, meine ich

17.10.2017 19:08 • x 1 #71


Zitat von Süssmaul:


In gewisser Weise sind wir das ja auch, irgendwie

Also chronisch krank, meine ich



Ja da ist was wahres dran liebe Nicky. Er hat das schon seit seiner Kindheit und es wird mit zunehmenden Alter nicht besser mit der Luft, sondern schlimmer, aber er beklagt sich nie, nicht so wie ich

17.10.2017 19:16 • #72


Zitat von Icefalki:
Weisst du liebe Maya, bei anderen ist immer alles besser. Denk mal, wie viel besser du es hast, 2 tolle Kinder zu haben, 25 Ehejahre auf dem Buckel, aus der Sicht eines wirklich einsamen Menschen, der sich verzweifelt eine Familie wünscht.
Ich könnte noch genügend Beispiele nennen,die dich förmlich reich aussehen lassen, aus der Sicht eines anderen.

Ist immer so. Man schätzt nicht das, was man eigentlich hat. Und es findet sich immer jemanden, von dem man annimmt, dass derjenige zu beneiden wäre.

Noch etwas gebe ich zu bedenken. Änderungen kommen meistens, wenn man buchstäblich zerstört am Boden liegt. Evtl. Seid ihr jetzt an dieser Stelle. Nutzt die Chance, setzt euch miteinander auseinander. Und gebt nicht einfach auf.


Warum kannst Du und so viele andere hier nicht in meinem realen Leben sein. Ich könnte solche Menschen dringend gebrauchen. Und viellecht hast Du recht, aufgeben ist so einfach, kämpfen jedoch sehr schwer. Vielleicht wache ich erst dann auf, wenn es für mich zu spät ist und ich meinen Mann in den Armen einer anderen Frau sehe.
Ich war meinem Mann auch nicht immer die Frau, die er sich gewünscht hat, aber er hat nie was gesagt.

Maja

17.10.2017 19:23 • x 3 #73


yellowBag
Also dann ist das doch insgesamt ein guter Mann mit großer Geduld.
Der all deine Befindlichkeiten schon ewig mitgetragen hat , obwohl er selbst nicht gesund ist.

Frag dich doch mal umgekehrt, wo wärst du heute ohne ihn? Besser - schlechter?
Mag sein ihr lebt da auch in einer ungesunden Co- Abhängigkeit.

Er mag dich nicht verlasssen, vielleicht auch aus Angst - du kommst allein nicht klar und es passiert wieder was.
Aber kann auch sein , er kann einfach nicht mehr und geht.

Der jetzige Zustand ist für alle nicht mehr gut aushaltbar.
Hol dir Hilfe, gehe für ein paar Wochen in eine Therapieeinrichtung, raus aus dem Umfeld und neuen Input holen.
Das ziehst du durch und gibst deinem Mann auch die Zeit sich etwas zu erholen.

Danach wird man sehen wie es weitergehen kann. Vielleicht Paartherapie.

Wenn du aus deinem Kreislauf heraus kommst , habt ihr sicher noch eine Chance.

17.10.2017 20:29 • x 2 #74


Zitat von Maja72:

Warum kannst Du und so viele andere hier nicht in meinem realen Leben sein. Ich könnte solche Menschen dringend gebrauchen. Und viellecht hast Du recht, aufgeben ist so einfach, kämpfen jedoch sehr schwer. Vielleicht wache ich erst dann auf, wenn es für mich zu spät ist und ich meinen Mann in den Armen einer anderen Frau sehe.
Ich war meinem Mann auch nicht immer die Frau, die er sich gewünscht hat, aber er hat nie was gesagt.

Maja


Auch das kommt mir bekannt vor...

Vielleicht kannst Du einfach nochmal mit ihm reden? Ihm sagen, dass es Dir leid tut was Du gesagt hast? Vielleicht braucht er Deine Hilfe wegen seiner Krankheit?

Du hattest geschrieben, dass Du Deine Gefühle im Moment nicht richtig einordnen kannst, ist verständlich, dennoch hoffe ich, dass Du noch Gefühle für Deinen Mann hast und ihr durch ein gutes Gespräch wieder zueinander findet.

Ich drück Dich mal virtuell

17.10.2017 20:35 • x 1 #75


Zitat von Maja72:

Warum kannst Du und so viele andere hier nicht in meinem realen Leben sein. Ich könnte solche Menschen dringend gebrauchen. Und viellecht hast Du recht, aufgeben ist so einfach, kämpfen jedoch sehr schwer. Vielleicht wache ich erst dann auf, wenn es für mich zu spät ist und ich meinen Mann in den Armen einer anderen Frau sehe.
Ich war meinem Mann auch nicht immer die Frau, die er sich gewünscht hat, aber er hat nie was gesagt.

Maja


Ja, Liebes, kann ich nachvollziehen. Ich habe virtuell , auch aus diesem Forum schon tolle Menschen kennengelernt, die ich im Realen auch ganz gerne kennen würde. Leider tut sich im RL Punkto gute Freunde nicht viel.
Wir sind trotzdem für Dich, auch wenn "nur" virtuell da!

Du schreibst, Du warst nicht immer die Frau, die er sich gewünscht hat? Aber niemand ist doch auf Dauer perfekt, liebe Maja. Wenn überhaupt. Fehler machen ist menschlich.
Und ja kämpfen, weiter kämpfen ist immer schwieriger, man muss aber auch glauben an das wofür man kämpft nur dann klappt das. Momentan bist Du zu bedrückt, zerstreut-so mein Eindruck- überfordert.. Kann ich nachvollziehen.
Ich habe damals, als ich meinen jetzigen Ex nach 10 Jahren verließ, gelitten wie ein Hund, obwohl es von mir ausging. Vom schlechten Gewissen geplagt, von der Frage: tue ich das richtige, werde ich es bereuen...usw.
Es ist nie leicht, solche Entscheidungen und solche Lebensabschnitte.
Ich drück Dich!

17.10.2017 20:42 • x 1 #76


Ich muss was korrigieren. Mein Mann war, als ich das erste mal mit ihm zusammen war ( ich war 15), hat mein Mann bei einer großen Versicherung gearbeitet und war sogar der 9. Beste in Deuschland. Und weil er das damals alles nicht aufgeben wollte, trennte er sich von mir.
Er wäre weiter so erfolgreich geblieben, wäre er nicht damals mit seinen Maklerkollegen nach Rio geflogen.
Die Reise war ein Geschenk der Versicherung an die Besten Leute. In der Zeit, in der er damals in Rio war, hat ein anderer Mitarbeiter gegen ihn intrigiert und als er wieder zuhause war, verlor er alles.

Ausserdem hat er ja auch einen Beruf gelernt. Er ist Koch. Er hätte diesen Beruf nie lernen dürfen, geschweige ausüben. Und wir haben ja auch schon zusammen in einem Restaurant gearbeitet. Und ich habe ja auch immer gearbeitet.
Und er kocht wirklich lecker.
Schlafe wieder schlechter, seit gestern, seit ich weiss, das es zu ende ist.

Maja

18.10.2017 08:03 • #77

Sponsor-Mitgliedschaft

Luna70
Ich arbeite ja selbst in der Versicherungsbranche, da wurde früher (und wird teilweise noch) unglaublich viel Geld verdient. Und die Leute wurden mit solchen Aktionen wie teuren Reisen ständig gepuscht. Da war natürlich auch viel Neid im Spiel. Dein Mann ist da wohl zum Opfer geworden. Wahrscheinlich hat er wie viele auch ein bisschen getrickst, ist verraten worden und schon ist man raus und jemand anders krallt sich den lukrativen Bestand. Ganz ohne Grund wird die Versicherung einen erfolgreichen Verkäufer nicht raus geworfen haben. Aber das ist Schnee von gestern und es nutzt gar nichts, darüber zu sinnieren was früher war.

Mit Asthma kann er als Koch wahrscheinlich nicht mehr arbeiten. Wie alt ist denn dein Mann? Könnte er nicht eine Umschulung machen in einen Beruf, den er trotz seiner Krankheit ausüben kann?

Zitat von Maja72:
Ich fühle mich schuldig für meine Gedanken, eine Bilderbuch Familie haben zu wollen.


Mal ehrlich Maja, kennst du so eine Familie? Ich nicht, es gibt keine Bilderbuch-Familie. Natürlich gibt es Familien, in denen die Eltern arbeiten, ein Eigenheim haben, schicke Autos. Aber das heißt doch nicht, dass die keine Probleme haben. Das sind nur Äußerlichkeiten, die sagen nichts darüber aus, wie es den Familienmitgliedern geht.

18.10.2017 08:26 • x 1 #78


Er macht vielleicht seine Heilpraktiker Ausbildung. Und du hast vollkommen recht. Es gibt keine Bilderbuch Familie. Es ist aus. Ich merke, er distanziert sich von mir. Es tut weh, aber ich wollte es ja so. Ach Luna......

18.10.2017 08:34 • #79


Luna70
Er distanziert sich, um sich zu schützen. Du hast ihm ja wohl sehr zugesetzt in letzter Zeit und das Ganze auch ein Stück weit provoziert.

Nimm es als Chance für einen Neubeginn. Dazu musst du jetzt aber auch wirklich versuchen, nach vorne zu schauen. Hör auf damit, dein früheres Medikament zu glorifizieren und dass damit alles besser war. Das stimmt so ja nicht, und das weißt du doch auch. Außerdem ist das Vergangenheit.

Ihr habt doch noch alle Chancen auf ein besseres Leben. Wir sind doch schließlich nicht alt, sondern in den besten Jahren.

18.10.2017 08:41 • #80



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