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Akut! Am Ende! Er hat sich eben getrennt!

201819.02




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Status: Online online
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Ich hatte auch einmal eine Beziehung mit einer Borderlinerin.
Ich habe selbst kein Borderline, leide nur unter mittelgradigen Depressionen. Ich bin also im Vergleich relativ gesund.
Und das lief nicht anders ab, ich habe am Ende auch sehr viel mit ihr gestritten und irgendwann gemerkt, dass sie mir nicht mehr gut tut.
Es liegt nicht an dir selber, es ist deine Erkrankung durch die es dir schwer fällt mit Gefühlen umzugehen und klaren Verstandes zu bleiben, Borderliner werden langanhaltende und gesunde, glückliche Beziehungen nie führen können, bevor sie nicht ausreichend behandelt wurden, es tut mir leid dass zu sagen, aber das sind meine Erfahrungen und die Erfahrungen die ich von Anderen höre. Das liegt nicht daran, dass dein Freund einfach ein Ar. ist, ihr müsst euch auch mal in seine Lage hineinversetzen, er wird halt auch gemerkt haben, dass er seit der Beziehung noch mehr weint und verletzt ist als vorher, also was ist der Sinn für ihn? Ich hab nach 4 Monaten mit meiner Freundin Schluss gemacht, habe sie noch als Kumpelfreundin, aber dieser Liebeskampf ist vorbei und ich habe damit abgeschlossen und werde mich nicht mehr damit konfrontrieren lassen, auch wenn sie mich anschreibt und sagt, dass sie mich vermisst, gehe ich nicht groß drauf ein.
Ich denke nur so werdet ihr lernen und verstehen, dass ihr an Borderline erkrankt seid und ihr an euch arbeiten müsst, nicht die Anderen.

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  19.02.2018 04:45  
Das war ausgesprochen ehrlich und das Schlimmste ist, dass ich weiß, dass du Recht hast. Er hat so sehr gelitten. Ich wollte ihm nie bewusst so weh tun aber zum Ende hin, hatte ich es einfach nicht mehr unter Kontrolle. Er war nur noch am weinen und diese lebensfrohe Art, die ich so liebte, war völlig weg. Ich habe so Schuldgefühle und will es nur wieder gut machen...
Ich weiß, dass er ohne mich besser dran ist aber ich hab das Gefühl, dass nicht zu überleben.



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Status: Online online
  19.02.2018 04:57  
Es gab eine Zeit, in der ich auch Borderline Symptome hatte und man sich nicht sicher war, ob ich auch daran erkrankt bin, daher kann ich mich da ein wenig einfühlen und verstehe ein wenig was da bei euch vorgeht, irgendwann merkte ich allerdings, dass das nicht richtig, dass das nicht normal war wie ich fühlte und handelte und es mich in mein Verderben führte, ich konnte es auch nicht einfach abstellen, seitdem ich Medikamentös behandelt worden bin und Erkentnisse gesammelt habe, bin ich ein großen Schritt weiter gekommen. Und auch metakognitives Training kann sehr helfen wieder klarer zu werden. Hast du sowas schonmal gehört?



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  19.02.2018 08:31  
Was genau macht denn ein borderliner, das die Beziehung so zerstört?



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Schlumpfhausen
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  19.02.2018 09:03  
Serthralinn hat geschrieben:
Was genau macht denn ein borderliner, das die Beziehung so zerstört?

Borderliner sind extrem emotionell. Ständig am überbewertet und am abwerten von Menschen und Situationen. Und sehr Aufmerksamkeitsfixiert. Alles dreht sich um sie. Und sie können sehr charismatisch und vereinnahmend sein.

Man muss höllisch aufpassen, dass selbst auch 'dran zu kommen' in solch einer Freundschaft oder Beziehung.

Ich habe eine Freundin die hat u.a. Borderline und es hat Jahre gedauert, mit phasenweise Kontaktabbrüchen, um Grenzen abzustecken, ihr auch meine Bedürfnisse klar zu machen und so weiter.

Es ist saumäßig anstrengend und ich kann immer jeden verstehen der die Flucht ergreift.

Danke1xDanke


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Kreis Aachen
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  19.02.2018 14:39  
Hi!
Das ist natürlich deine Sache mit dem Abbruch es ist sehr schade aber wenn es einfach nicht passt und du weißt das sich deine Situation in nächster Zeit nicht ändern wird, wird es vielleicht das beste sein :(
Das mit den Benzos denke ich hättest du in den Griff bekommen du hast ja schon runter dosiert was gut ist.
Das mit dem Borderline ist natürlich so ne Sache aber ich denke das er mit dem wie er allein schon sein Geld verdient und wie er überhaupt sein Leben führt das sicherlich nicht nur an deinem Borderline lag das ihr so viel Stress deswegen hattet, auch Frauen die es nicht haben würden wahrscheinlich sowas nicht akzeptieren zumindest keine die sich die Zukunft ausmalen und planen möchten. Er interessiert sich ja auch jetzt nicht dafür das du schwanger bist das zeigt dem seinen Charakter ganz ehrlich, ich kann dir nur immer wieder sagen auch wenn es schmerzt sei froh das du ihn los bist es wäre so oder so niemals gut gegangen.
Ich hab ja auch Borderline aber ich bin komplett das Gegenteil von dem was viele hier immer schreiben mit Ausraster usw. Ich verliere schneller das Interesse an einer Beziehung wenn sie gerade mal nicht so läuft, bin weder eifersüchtig noch aggressiv bin dann eher neutral. Mein Partner darf auch allein Feiern gehen oder Kumpels können immer vorbei kommen alles kein Ding. Bin auch gerne mal einfach nur für mich.
Es kommt auf die Form dieser Erkrankung an und vielleicht denkst du in ein paar Jahren auch mal anders darüber ;) als ich jünger war, war ich auch Mal ein HB Männchen ;)
Ich hätte das Kind auf jeden Fall auch allein groß gezogen aber es ist eben dein Ding!
Egal wie du dich entscheidest ich wünsche dir alles Gute und wünsche dir das du deinen Weg gehst um auch endlich glücklich zu sein und ein zumindest halbwegs vernünftiges Leben führen zu können :)


LG!



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  21.02.2018 03:46  
Hallo Davina,

meine Partnerin (Frau) ist auch an PTBS Typ Borderline erkrankt. Sie ist heute gerade 10 Jahre älter als du (ich wesentlich älter). Wir sind seit über 15 Jahre zusammen und haben irgendwann während der Beziehung auch geheiratet.

Es stimmt nicht, dass man keine glückliche Beziehung führen kann. Der Unterschied ist vielleicht, dass man die glücklichen Momente schätzt und gemeinsam versucht diese zu verlängern.
Ich habe verstehen gelernt, dass ich nicht der Adressat bin, wenn meine Frau sich schlecht fühlt, alleine sein muss oder die ganze Welt hasst. Ich bin aber gemeint, wenn sie glücklich und eine liebevolle Frau ist.
Ich musste lernen, dass manchmal Dro. (Alk./THC/Medis) unerwartet eine Rolle spielen. Auch musste bzw. muss ich gerade lernen, dass Suizidversuche vorkommen können.

All diese Dinge machen diese Beziehung vielleicht außergewöhnlich, so in etwa wie eine Beziehung, in der der Partner eine körperliche Behinderung hat. Aber eines macht mich diese Beziehung garantiert nicht: "Unglücklich".
Meine Frau leidet leider mehr darunter, weil sie nicht begreifen will oder noch nicht kann, dass ich zu ihr stehe, auch wenn sie noch hundert Purzelbäume schlägt. Und ich halte auch nicht an dieser Beziehung fest, weil ich Sorge hätte, mich nimmt sonst keine mehr, sondern weil das einfach mein Leben ist und sie dazugehört und es ist schön so.

Ich schreibe das, weil ich möchte, dass du aus deinem Maulwurfshügel schauen sollst. Weil ich möchte, dass du in den Spiegel siehst und mit dem kleinen Teufelchen, was dich dann anschaut, besprichst was denn nun damit ist, was man landläufig "Das Leben" nennt. Und dass du diesem kleinen Teufelchen sagst, dass du weißt, das du krank bist! Aber dass man diese Krankheit vielleicht heilen kann, ganz sicher aber lernen kann, damit umzugehen.
Und damit meine ich sowohl die Borderlinestörung, als auch die Sucht (sofern es denn eine ist). Und wenn das Teufelchen dich immer noch ungläubig ansieht, dann sag ihm, dass du längst weist, dass das nicht von heute auf morgen geht und manchmal wehtun kann, als zerreißen dir alle Eingeweide gleichzeitig. Aber sag ihm auch, dass es sich lohnt zu versuchen, glücklich zu sein. Aber auch wenn das nicht gelingt, ein zufriedenes Leben auch erstrebenswert ist.

Ohne Therapie wird das aber viel schwerer, wenn nicht sogar unmöglich. Vielleicht brauchst du auch immer wieder Auffrischungstherapien in deinem Leben, aber gemessen am Glück oder Zufriedenheit, ist das ein Klacks.

Ich möchte aber auch, dass du dir das mit dem Kind überlegst (mir waren leider keine vergönnt, weil siehe Einleitung). Auch wenn ein Kind das eigene Leben vollenden kann, ein Kind kann keine Seele ganz machen. Mit einem Kind ist man glücklich, kann es aber nicht werden. Ein Kind soll dein Leben erfüllen, aber nicht heilen. Diese Last ist dem Wurm zu schwer, es wird an dieser Aufgabe zerbrechen.

Such dir Menschen aus, mit denen du zu tun haben möchtest und lass dich nicht aussuchen. Im Augenblick kann ich deine Situation so sehr nachfühlen. Meine Frau hat gerade einen frischen Suizidversuch hinter sich und ich fühl mich auch gerade unendlich einsam.
Aber du musst versuchen von den Medikamenten wegzukommen. Du wirst mit psychoakitven Substanzen nie vernünftig lernen können, was dich glücklich machen könnte, wofür du brennen möchtest, was dich interessiert im Leben. Deswegen müssen in deiner Situation Menschen mit aktivem Suchtproblemen absolutes "nogo" sein. Stell dir einfach vor, dass diese Menschen weit über 90 Jahre und scheintot sind. Bei mir klappt das. Ich bin nett und freundlich aber der Zutritt zu meinem Leben ist ihnen leider verwehrt.

Ich wünsch dir alles Gute

Danke3xDanke


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Schlumpfhausen
675
  21.02.2018 06:27  
der kleine prinz hat geschrieben:
Hallo Davina,


Aber du musst versuchen von den Medikamenten wegzukommen. Du wirst mit psychoakitven Substanzen nie vernünftig lernen können, was dich glücklich machen könnte, wofür du brennen möchtest, was dich interessiert im Leben.

Ich wünsch dir alles Gute

Definiere mal bitte fett gedrucktes.
Fällt darunter ein AD?



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  21.02.2018 07:08  
Hi,

auch ADs fallen darunter. Aber, i.d.R verschreibt ein Arzt selten ohne Sinn und Verstand Medikamente. Es kann durchaus auch Sinn machen, während einer Therapie ADs einzusetzen. Auch darüber hinaus sind ADs gut geeignet um Zeiträume zu überbrücken, oder auch sonst Lebenslagen zu unterstützen.
Es gibt sicherlich nichts, was es nicht gibt, aber mit Benzos, THC, Alk. oder Amphetaminen u.a. sehe ich eine z.B. Verhaltenstherapie eher kritisch.



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  21.02.2018 07:31  
Zumal ADs keine typische Sucht erzeugen noch berauschend wirken etc
Zumindest in den wenigsten fällen

Danke1xDanke

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