Ansche1985

Ansche1985

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Hallöchen,
es geht um meinen Expartner. Wir sind seit Januar getrennt. War aber immer on/oft. Richtig los kommen wir nicht voneinander. Ist ne Art Abhängigkeit. Ich weiß nicht wie man sowas in Griff bekommt. Wie löst man sich aus so ner Abhängigkeit? Nun hat er vorgestern einen Suizidversuch unternommen. Wir sind beide psychisch erkrankt. Er Depressionen, ich Ängste. Abhängig sind wir beide.
Er hat sich mit Lithium vergiftet. Konnte aber gerettet werden. Das kann ich garnicht verkraften bzw verarbeiten. Es fällt mir schwer mal nur an mich zu denken. Ich war auch bis gestern in der Psychiatrie. Ich konnte sonst auch immer mit ihm schreiben. Jetzt hat er kein Handy mehr. Ich hab auch immer zwanghafte Angst vergessen zu werden. Nicht schön. Er muss ja jetzt auch erstmal mit sich wieder klarkommen. Diese Abhängigkeit nervt mich so. Ich kann mich dann garnicht auf andere Dinge konzentrieren. Ich musste mir das jetzt mal von der Seele schreiben. Habe große Probleme mich abzulenken.

20.07.2018 20:49 • 21.07.2018 #1


3 Antworten ↓


Bauer-Jani

Bauer-Jani


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Fühl dich mal lieb gedrückt

Wünsche euch Kraft!

20.07.2018 21:46 • #2


Schokopudding

Schokopudding


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Auch mir erst mal eine liebe Umarmung.

Gibt es Leute, zu denen du Vertrauen hast und die dich etwas auffangen und unterstützen können?

21.07.2018 11:30 • #3


Flame


Das ist schon ein harte Brocken gerade bei Dir...

Ich würde mich auf jeden Fall als zunächst mit anderen Menschen vernetzen:
Als erstes eine Selbsthilfegruppe (Depressionen und/oder Ängste) suchen.
Des weiteren gibt es meines Wissens nach in jeder grösseren Stadt Begegnungsstätten für Psychisch Erkrankte.
Der persönliche Austausch kann unheimlich viel Kraft geben...

Das Wort "Abhängigkeit" ist so negativ besetzt.
Ich brauche meinen Mann ebenfalls,sehe das aber nicht als negativ an denn wir geben einander viel.

Irgendwas scheint euch ja doch immer wieder zueinander zu führen und das ist ja grundsätzlich nichts schlechtes,eher ein Zeichen von Verbundenheit.

Es wär doch schön,wenn ihr zukünftig neue Wege findet,wie ihr einander mehr Halt geben könnt.

Ich war ebenfalls in der Psychiatrie und danach hab ich ambulante Verhaltenstherapie gemacht.
Im Rahmen dieser Therapie war auch ein Paargespräch möglich und das hat uns sehr geholfen.
Weil man sich zu zweit im Gespräch nur im Kreis dreht,während ein Therapeut neue ,positive Impulse setzen kann.

Deswegen würde ich zu einer Verhaltenstherapie raten (beide) und /oder einer Paartherapie.
Inwieweit beides parallel von der Krankenkasse getragen wird,kann ich allerdings nicht sagen,das müsstest Du dann erfragen.

21.07.2018 12:25 • #4