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Ich bin eher ein wirklich schüchterner Menschen. Bis letztes Jahr war immer so wie ich bin. Aber ich bin immer auf Ablehnung gestoßen, Vorallendingen in beruflicher Hinsicht. Ich müsste offener und selbstbewusster rüberkommen. Ab diesem Jahr mache ich meine Ausbildung nochmal, weil ich die letzte abgebrochen habe. Jetzt verhalte ich mich ganz anders selbstbewusst, offen und teilweise vorlaut. Jeden Abend wenn ich nach Hause komme bin ich total erledigt, weil das sich verstellen so anstrengend ist. Ich hasse es mich verstellen zu müssen, aber anders kann ich in meinem Beruf nicht weiterkommen. Kennt ihr das auch? Wie lange hält man das durch?

22.11.2013 06:32 • 09.12.2013 #1


11 Antworten ↓


Hallo,

ich gehe davon aus, dass du gerne selbstbewusster wärst also sieh das doch als gute Übung an. Wenn du dich so verhalten musst wirst du doch auch irgendwann sicherer. Und bist du nicht stolz abends wenn du das durchgehalten hast oder es gut gelaufen ist auf der Arbeit? Hm und wenn es so anstrengend wird vllt. reicht es auch wenn du etwas zurückschraubst.Vorlaut musst du ja nicht unbedingt sein. Was arbeitest du denn? Bin auch in nem Beruf bei dem ich es mir nicht leisten kann schüchtern zu sein. Aber wenn ich frei habe kann ich mich sozusagen ausruhen. Habe aber auch gemerkt, dass ich mit anderen Leuten besser reden kann seit ich mich so verhalten muss und dadurch gehts mir besser.
LG

22.11.2013 08:04 • #2



Wie lange kann man eine Maske aufrecht erhalten?

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Hey ja ich mir manchmal ich wäre selbstbewusster. Alle sagen wohl ich bin selbstbewusst, aber das bin ich nicht. Ich bin auch abends nicht stolz auf mich. Es ist eher traurig nicht man selbst sein zu können, weil man sonst nicht akzeptiert wird.

22.11.2013 16:08 • #3


Hallo,

ich hatte das selbe Problem. Ich war in der meiner Kindheit extrem schüchtern. Hatte immer Angst es jemanden nicht recht zu machen, Angst vor Ablehnung.
Das grösste Problem war aber, dass ich kein grosses Selbstbewusstsein hatte.

Was mir sehr geholfen hat, waren zwei Rucksackreisen durch Südostasien, die ich alleine gemacht habe (Thailand, Laos, ....).
Hier blieb mir nichts anders übrig, als jeden Tag mit fremden Leuten zu reden, sei es wegen Unterkunftssuche, wo was los ist, wann und von wo der Bus geht.
Ich hab jeden Tag neue Leute kennengelernt. Seitdem ist meine Schüchternheit wie weggeblasen.

Du kannst deine Schüchternheit nur besiegen, wenn du dich dieser stellst und dich in unangenehme Situationen bringst.

Mir ist klar geworden, es gab nie einen richtigen Grund schüchtern sein. Das habe ich mir alles nur eingebildet.

SG

22.11.2013 16:46 • #4


Ob ich finde es mutig, dass du es gewagt hast. Erstens das würde ich mich nie trauen und ich bin hier gebunden. Aber Vorallendingen würde es wegen meiner anderen ängste nicht in Frage kommen. Bin froh, dass ich täglich zur Arbeit gehe

22.11.2013 17:43 • #5


Welche anderen Ängste? Du musst dich deinen Ängsten stellen. Ich weiss, dass hört sich zwar einfach an, kann aber verdammt schwer sein. Wenn du deine Ängste unterdrückst kommen die immer wieder zurück und werden nur noch stärker.

Hier ein Zitat von Dale Carnegie:
“Selbstvertrauen gewinnt man dadurch, dass man genau das tut, wovor man Angst hat, und auf diese Weise eine Reihe von erfolgreichen Erfahrungen sammelt.”

22.11.2013 23:00 • x 1 #6


Schlaflose
Zitat von Noiraks:
Ich bin eher ein wirklich schüchterner Menschen. Bis letztes Jahr war immer so wie ich bin. Aber ich bin immer auf Ablehnung gestoßen, Vorallendingen in beruflicher Hinsicht. Ich müsste offener und selbstbewusster rüberkommen. Ab diesem Jahr mache ich meine Ausbildung nochmal, weil ich die letzte abgebrochen habe. Jetzt verhalte ich mich ganz anders selbstbewusst, offen und teilweise vorlaut. Jeden Abend wenn ich nach Hause komme bin ich total erledigt, weil das sich verstellen so anstrengend ist. Ich hasse es mich verstellen zu müssen, aber anders kann ich in meinem Beruf nicht weiterkommen. Kennt ihr das auch? Wie lange hält man das durch?


Wie lange man das durchhält, hängt von der Leidensfähigkeit ab. Ich habe es über 20 Jahre durchgehalten und immer wieder die Zähne zusammengebissen, immer im Hintergrund, dass ich Geld verdienen muss, weil ich niemanden habe, der mich finanziell untersützt. Ich war Lehrerin und musste mich tagtäglich vor die Klassen stellen und den Boss spielen, obwohl ich jedesmal vor Angst Bauchschmerzen hatte und vor allem unter extremen Schlafstörungen litt. Aber die letzten Jahre hatte ich immer weniger Kraft und mehrfach Nervenzusammenbrüche mit längeren Krankschreibungen und einem 8-wöchigen Klinikauftenhalt. Was mir letzlich half, war, den Beruf aufzugeben und etwas anderes zu machen, was besser zu meiner Persönlichkeit passt (Bürojob in der Verwaltung).

23.11.2013 14:26 • #7


Man kann das schon recht lange aufrecht erhalten. Ich halte die Fassade (optisch und vom Verhalten her) auch aufrecht. Außer meinem Mann weiß ja keiner, das ich eine psychische Erkrankung habe. Ok außer Ärzten und Therapeutin und den Arzthelferinnen. Man sieht es mir auch nicht an und ich bin peinlich darauf bedacht, dass es niemand merkt.
Nach meiner ersten Phase habe ich auch niemandem davon erzählt. Ich konnte über viele Jahre wieder arbeiten gehen. Aber irgendwann hat es mich leider wieder heim gesucht.
Ist deine Ausbildung denn das Richtige für dich?
Mit meiner Ohnmachtsangst war ich im Büro natürlich ganz gut aufgehoben. Und da war ich auch ganz normal und kam mit allen prima aus. Nur mit meinem letzten Chef, einem Choleriker mit Wahnvorstellungen, bin ich nicht ausgekommen.
Inzwischen weiß ich aber, dass ich viel lieber etwas Soziales machen möchte. Weil mir Alte, Kranke und Arme besonders am Herzen liegen.

23.11.2013 19:51 • #8


Zitat von Noiraks:
Jetzt verhalte ich mich ganz anders selbstbewusst, offen und teilweise vorlaut. Jeden Abend wenn ich nach Hause komme bin ich total erledigt, weil das sich verstellen so anstrengend ist.


Ist das überhaupt verstellen? Ich denke eher, dass es in deiner Persönlichkeit angelegt ist: Du hast neben deinem schüchternen auch diesen lauten Persönlichkeitsanteil. Zumindest kann ich mir das kaum vorstellen, dass man selbstbewusst und vorlaut Sein vorspielen kann. Verstellen ist für mich eher, wenn man Interesse am Job vorgaukelt und man den Job in Wirklichkeit nur wegen des Geldes macht.

23.11.2013 21:07 • #9


Es ist wohl ein persönlichkeitsteil, das mag stimmen. Ich bin nur manchmal so sauer, dass ich oft nicht einfach schüchtern sein darf. Auf der Arbeit anders sein zu müssen ist so anstrengend, dass ich abends um 9 Uhr fast Scheintod bin.

28.11.2013 20:20 • #10


Mich würde jetzt auch mal interessieren, was du machst. Büro, Verkauf, Handwerk? Musst da ja nicht ins Detail gehen.
Ich war früher extrem schüchtern und mir half ein Sprung ins kalte Wasser. Sprich, ab in den Verkauf und Kundenkontakt. Das hat geholfen.
Heute ist es immer noch so, wenn ich etwas Neues beginne, andere Abteilung, z.B., dann bin ich zu Anfang sehr zurückhaltend, weil unsicher.
Sobald ich aber eine gewisse Routine entwickelt habe, werde ich sicherer. Auch selbstsicherer.
Würdest du an meinem Arbeitsplatz erzählen, dass ich schüchtern sei, würde es dir keiner glauben.

Das ist aber kein Verstellen. Ich denke, dass hat eher was mit Unsicherheit zu tun.

09.12.2013 17:33 • #11


Ich bin Steuerfachangestellte. Ich rede auch mit Mandanten und so kein problem. Nur die zwischenmenschlichen Kontakte fallen mir schwer

09.12.2013 18:57 • #12



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