Zitat von Safira:@Icefalki Interessant ! Genauso habe/bin ich auch

Du meinst eine Widersprüchlichkeit und Zwiespaltigkeit mit sich selbst oder?
kannst Du vll mal ein beispiel einbringen?
Genau. Es ist ein Gefühl. Weil wir gerade beim Thema Fehler sind.
Unvorbereitet oder noch keine Ahnung von sich selbst: Xy kritisiert einen Fehler. Nach aussen bleibt man cool, innerlich beginnt ein Dilemma. Man wütet, kommt sich ertappt vor, bloßgestellt, Zweifel, Zorn, blöde Kuh, man läuft Amok, etc. pp..... was auch immer. Man hat tagelang Stress.
Vorbereitet und sich seiner Problematik bewusst: XY kritisiert einen Fehler. Man hört zu und entweder es war wirklich ein Fehler, dann, sorry, gut dass du mich hingewiesen hast, oder, Moment, hab ich jetzt nicht verstanden, erkläre mir das mal so, dass ich das auch verstehen kann, denn für mich war das so ok. Oder was man auch immer vernünftig sagen kann . Weg bleibt dieses "Ertappt sein, dieses vermeintliche eklige Gefühl, denn man steht einfach zu dem, was jetzt gerade passiert ist. Man weiss, fehlerlos bin ich nicht, und es ist ok, dass man darauf hingewiesen wird. Es geht nur um diesen Fehler, nicht um mich als ganze Person.
Was ich damit ein bisschen hilflos ausdrücken möchte, wenn ich um meine ureigensten, tiefsten Empfindlichkeiten weiss, kann ich dagegen arbeiten. Natürlich dauert das, dieses Annehmen, denn das ganze Drama steckt ja tief in einem. Und sich verzeihen muss geübt werden, Selbstreflektion muss geübt werden, dieses Wegducken und die Selbstzweifel dürfen mit der Zeit weniger werden, man ist doch soviel mehr als nur das, was andere von einem denken. Und selbst wenn sie denken, puh, ist die ne Null, nun, dann wird's Zeit, das zu klären. Manchmal passt man auch nicht rein. Ist doch ok, dann geht man einen anderen Weg.
Ich habe eines nämlich auch noch gelernt. Nie wieder werde ich für mich unerträgliche Situationen ertragen, nur, weil ich Angst vor Veränderungen habe, oder die Klappe nicht aufmachen, wenn ich Angst vor Konsequenzen habe. Die Zeit ist endgültig vorbei. Und mit Klappe aufmachen meine ich sachliche Gespräche. Dafür brauche ich auch mal einen Tag um mir zurechtzulegen, was ich eigentlich sagen möchte, oder was mich wirklich stört.