Hallo Rosalie, ich hoffe ihr seid inzwischen gut angekommen und habt euch schon ein wenig eingerichtet?
Vielleicht kannst du die 3 Wochen nutzen um dir über einiges klar zu werden, die Ansätze sind ja schon da.
Das einem irgendwann das Fass überläuft, wenn man merkt es wird scheinbar nichts getan um zu lernen mit seinen Ängsten umzugehen und man selbst ist nur am rödeln um zu schauen das alles am laufen bleibt kann ich mehr als verstehen.
Auch lähmt es einen immer wieder selbst, wenn der Partner so durchhängt und bereitet einem schlaflose Nächte und zerrt somit einiges an Kraft.
Und mein Mann kann es manchmal auch nur ganz schwer verkraften, wenn ich sage ich brauche jetzt Zeit für mich und möchte nicht mehr weiter diskutieren, da man diese Themen unisono schon mehr als hundert mal durchgekaut hat.
Zumal er dann manchmal auch sehr aggressiv wird und man ihn echt in seine Schranken weißen muss.
Ob man dann aber dafür den Alk. braucht um den Frust am anderen abzulassen ist was anderes, aber ich habe zu Alk. eh ein gespaltenes Verhältnis.
Aber es wird wohl seine Art der Hilflosigkeit sein?!
Ich denke nicht das eure Ehe verloren ist, wenn sie dir wirklich etwas wert ist und du anfängst aktiv an dir und euch zu arbeiten.
Mag vieles noch so im argen sein, aber solange man noch miteinander reden kann und vom anderen auch der Wille da ist etwas zu ändern kann man noch vieles bewirken
Mein Mann ist nach seiner gestrigen Panik (mal wieder die Ohren) heute wieder normaler und im Moment auch etwas kleinlaut, weil ich jetzt diejenige bin, die den Rest der Woche krankgeschrieben ist.
Nachdem es mit meinen Augen nicht besser wurde, bin ich heute doch zur Ärztin und habe die Quittung bekommen.
Nun bin ich zum Nichtstun verurteilt (weil ich Tropfen nehmen muss, die die Pupillen erweitern) und er muss seinen Teil dazu beitragen damit ich das auch tun kann.
Wäre er an meiner Stelle, würde er sich über jedes Symptom verrückt machen.
Ich dagegen nehme meine Medikamente und tue alles um schnell wieder fit zu sein.
Will sagen, vielleicht einfach mal ein bißchen weniger jammern und stattdessen dankbar sein für das was man hat?
Mein Mann macht auch vorwiegend seine Mutter für seine Leiden verantwortlich.
Uns waren leider auch keine Kinder vergönnt, aber du hast zwei davon die denke ich mal gesund und munter sind?
Also das wäre für mich der allergrößte Grund mich anzustrengen, damit ich wieder auf die Reihe komme. Nicht das sie dich auch irgendwann für eine traurige Kindheit verantwortlich machen?!
Ich hoffe das war jetzt nicht zu hart, aber denke in diesem ganzen Spiel einfach an deine Kinder.
Für die lohnt es sich doch allemal zu kämpfen, oder?