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Phaedra
Zitat von Abendschein:
Warum stinksauer sein? Weil das Kind nicht das macht, was er soll?

Nö, weil der Erziehungsversuch vom Papa von der Mama umgehend aufgehoben wurde. Wenn man vor dem Kind quasi gegeneinander arbeitet, kennt es sich einerseits nicht aus, was jetzt eigentlich Sache ist, und andererseits erscheint ein Elternteil dann als der Schwächere, dessen Worte weniger gelten.

05.08.2023 12:34 • #61


Sonnenblume216
Zitat von Phaedra:
Nö, weil der Erziehungsversuch vom Papa von der Mama umgehend aufgehoben wurde. Wenn man vor dem Kind quasi gegeneinander arbeitet, kennt es sich einerseits nicht aus, was jetzt eigentlich Sache ist, und andererseits erscheint ein Elternteil dann als der Schwächere, dessen Worte weniger gelten.


Sicher sind wir nicht immer einer Meinung...wäre auch komisch...aber ich reagiere ja nicht immer so.
Ich lasse meinen Mann auch machen und stimme ihm vor unserem Sohn zu in verschiedenen Dingen.
Aber in dieser Situation musste ich persönlich eingreifen

05.08.2023 12:53 • #62


A


Selbstfindung und andere Baustellen weiß nicht weiter

x 3


Phaedra
Ich denke, bei Euch ist die Grundanspannung derart hoch, dass sie sich dann in solchen Situationen entlädt. Das ist für keinen der Beteiligten schön, und schon gar nicht für euren Sohn. Im Endeffekt schaut es so aus, als würdet ihr beiden Erwachsenen ganz unterschiedliche Sprachen sprechen und ganz unterschiedliche Vorstellungen haben, wie man letztendlich ein harmonisches Familienleben erreicht.
Dass Dein Mann alles auf den S ex runterbricht und der Meinung ist, solange dies ausreichend oft und gut läuft, wäre alles andere auch tutti, ist jetzt keine Seltenheit. Das läuft hier in meiner Familie ähnlich, wobei ich tatsächlich die Erfahrung gemacht habe, dass alles viel ausgeglichener ist, wenn ich ihm da entsprechend entgegenkomme. Im Endeffekt liebt man seinen Partner ja und möchte ihm auch nahe sein, leider kommt einem als Frau öfters der Kopf dazwischen, wo sich tausend Gedanken gleichzeitig um Gehör streiten, und dann soll man auch noch den Mann sexuell zufriedenstellen. Natürlich kann ich mich dann auf den Standpunkt stellen, will ich nicht, kann ich nicht, mag ich nicht, aber ich habe tatsächlich bemerkt, wie viel besser Beziehung und Familienleben läuft, wenn ich mich drauf einlasse. Denn erstaunlicherweise ist es plötzlich möglich, über grundlegende Dinge zu reden, wenn das Totschlagargument wenig S ex plötzlich wegfält.
Ich will dir jetzt keinesfalls etwas einreden, das sind allein meine Erfahrungen. Aber ich denke schon, dass, wenn man sich selbst nicht von seinem Standpunkt wegbewegt, das auch von der anderen Seite nicht erwarten kann.

05.08.2023 13:42 • #63


Sonnenblume216
Zitat von Phaedra:
Ich denke, bei Euch ist die Grundanspannung derart hoch, dass sie sich dann in solchen Situationen entlädt. Das ist für keinen der Beteiligten ...


Also hab ich das richtig verstanden das es bei euch besser läuft weil du dich dann zum S.. hinreißen lässt auch wenn du es eigentlich gar nicht willst?
Wie fühlst du dich denn dann dabei?

Ich könnte ja mal ein 2 wöchiges Experiment starten und gucken ob er dann meine Sachen auch umsetzt...also das emotionale...aber ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich das momentan kann und möchte.
Diese ganze Geschichte hat mich wieder 1 Kilogramm gekostet und ich darf nicht noch mehr abnehmen...

06.08.2023 08:47 • x 1 #64


Phaedra
Zitat von Sonnenblume216:
Also hab ich das richtig verstanden das es bei euch besser läuft weil du dich dann zum S.. hinreißen lässt auch wenn du es eigentlich gar nicht ...

Naja, nicht wollen... Ich bin niemand, der unbedingt 5x die Woche durchs Bett turnen muss, und prinzipiell ist es bei mir auch so, dass ich zuerst entspannt sein möchte/muss, damit ich Lust drauf habe. Aber nachdem ich in dieser Frage etwas in mich gegangen bin - wann bin ich schon wirklich entspannt mit zwei Kindern, Job, Haus und Garten? Und man liebt seinen Partner auch, und will ihm nahe sein, deshalb hab ich mich dann gefragt, was möchte ich eigentlich von der Beziehung? Und wie weit kann ich von meinem Partner verlangen, auf mich einzugehen, wenn ich das auch nicht tue? Ihm ist Sex wichtig und mir andere Dinge - ja, ich habe da einiges an Pragmatismus, aber seitdem läuft alles besser.
Versteh mich nicht falsch, wenn es mir jetzt zutiefst zuwider wäre, würde ich mich auch nicht dazu überwinden, aber wenn dem so wäre, könnte ich die Beziehung ja gleich beenden.

06.08.2023 17:07 • x 1 #65


Sonnenblume216
Zitat von Phaedra:
Naja, nicht wollen... Ich bin niemand, der unbedingt 5x die Woche durchs Bett turnen muss, und prinzipiell ist es bei mir auch so, dass ich zuerst ...


Danke für deine Antwort. Wenn es für euch beiden passt dann ist das doch schön
Die Frage die sich mir dabei stellt wäre jetzt was passieren würde wenn du jetzt doch mal 1,2 Wochen überhaupt keine Lust hättest...würde dann alles den Bach runter gehen?

Ich hatte mich jetzt eigentlich auch mit meinem Mann geeinigt es 2 Wochen so zu versuchen und zu gucken ob sich was ändert und ob von ihm auch was zurückkommt.
Aber teilweise habe ich da echte Bedenken. Weil ich mich doch öfter überwinden muss...
Weiß nicht ob es das richtige ist.
Meine Mutter (die ja meine beste Freundin ist) sagt da nichts zu. Sie würde es wahrscheinlich nicht so machen. Sie möchte auch nicht unbedingt das wir uns trennen, merkt ja aber das es mir seit Anfang des Jahres stetig schlechter geht. Sie glaubt denke ich nicht daran das sich großartig was ändert bzw das der richtige Weg ist

08.08.2023 06:30 • #66


Sonnenblume216
Ich werde dieses Gefühl nicht los das ich mich selbst verloren habe und nicht widerfinde.
Ich weiß inzwischen nicht mal mehr was ich gerne mache, außer fernsehen.
Die letzten 5 Jahre war ich ja oft mit meinem Sohn beschäftigt und hatte nicht viel Zeit...aber seit vorgestern ist er bei Oma und ich mit meinem Mann alleine...mich nervt es langsam das ich so wenig von mir selbst weiß scheinbar...
Möchte das gerne wieder ändern. Aber nichts macht wirklich Spaß.
An Musik komme ich nicht mehr ran (war früher anders), ab und zu male ich gerne...und das wars dann auch schon. Die meiste Zeit hänge ich leider am Telefon und spiele irgendwelche Spiele oder schaue fernsehen.

Könnte jetzt eigentlich auch nochmal die Baustellen in unserer Ehe ansprechen. Aber immer wenn es darum geht ist mein Kopf wie leer. Wenn ich mit meiner Mutter darüber spreche klappt das wesentlich besser...das ist frustrierend...

19.08.2023 11:58 • x 1 #67


Hotin
Zitat von Sonnenblume216:
.mich nervt es langsam das ich so wenig von mir selbst weiß scheinbar...


Offenbar hast Du schon herausgefunden, was Du selbst zu sehr vernachlässigt hast.

Zitat von Sonnenblume216:
ab und zu male ich gerne...und das wars dann auch schon. Die meiste Zeit hänge ich leider am Telefon und spiele irgendwelche Spiele oder schaue fernsehen.

Dann lass Dir mal etwas einfallen, wofür Du Dich interessieren würdest.

19.08.2023 15:23 • #68


Sonnenblume216
Ich bekomme von so viele Seiten bestätigt das ich leide bzw überlastet bin und auch meine Ehe quasi am Ende ist wenn mein Mann nicht mitzieht.
Warum sträube ich mich aber diese Entscheidung zu treffen? Weil sie zu endgültig ist? Weil ich Angst habe das es die falsche Entscheidung ist? Angst vor der Zukunft habe? Oder sitzt das Trauma der Scheidung meiner Eltern so tief in mir das ich mir quasi die heile Familie nicht kaputt machen will? Also die die ich dann irgendwann nicht mehr hatte?

Solche Gedanken gehen mir gerade durch den Kopf...

27.08.2023 14:22 • x 1 #69


Sonnenblume216
Ich frage mich in letzter Zeit öfter wie viel meine körperlichen Beschwerden und Symptome (und das Problem mit dem nicht zunehmen, bzw eher abnehmen) mit der Situation hier zutun haben und ob sich da wirklich was dran ändern würde wenn ich mich trennen würde. Habe Angst das es mir dann noch schlechter geht...

29.08.2023 07:56 • #70


Hotin
Zitat von Sonnenblume216:
Ich frage mich in letzter Zeit öfter wie viel meine körperlichen Beschwerden und Symptome (und das Problem mit dem nicht zunehmen, bzw eher abnehmen) mit der Situation hier zutun haben und ob sich da wirklich was dran ändern würde wenn ich mich trennen würde. Habe Angst das es mir dann noch schlechter geht...

Wer soll Dir das sagen können?

Mit Entscheidungen ist es oft etwas schwierig. Erst hinterher weiß man, ob eine Entscheidung richtig war.
Wenn man das vorher schon wissen könnte, dann brauchte man sich nicht für etwas entscheiden.
Es kann sein, das es Dir nach einer Trennung besser geht.
Es kann aber auch sein, dass Du Dich danach erst einmal schlechter fühlst.

Wie auch immer Du Dich entscheidest.
Auch wenn Du Dich erst einmal schlechter fühlst. Ein jeder kann aus seiner persönlichen Situation etwas
Positives machen. Auch Du.

29.08.2023 13:01 • x 1 #71


Sonnenblume216
Ich habe das Gefühl das ich schon mein ganzes Leben klein gehalten wurde. Erst von meinem Vater und die letzte Jahre (vielleicht unbewusst) von meinem Mann. Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer etwas zu verändern...ich merke zwar das sich etwas ändern muss aber die Situation wie sie ist ist auch (so blöd es klingt) vertraut und damit Sicherheit. Und das würde ich aufgeben und quasi in die Unsicherheit rein und davor habe ich Angst. Weil ich dann nicht mehr zur Sicherheit zurück kann. Deshalb relativiere ich wahrscheinlich auch vieles. Es ärgert mich das er ist wie er ist, aber wenn er dann wieder was tolles macht denke ich mir...so schlecht ist er eigentlich nicht...andere sind viel schlimmer. Aber er zieht mir ja zusätzlich Energie ab anstatt sie mir zu geben...
Ich warte erstmal noch seinen Geburtstag nächste Woche ab...

15.09.2023 07:11 • x 2 #72


Hotin
Zitat von Sonnenblume216:
Ich habe das Gefühl das ich schon mein ganzes Leben klein gehalten wurde. Erst von meinem Vater und die letzte Jahre (vielleicht unbewusst) von meinem Mann.

Teilweise mag das stimmen.
Als Kind hat ein Mensch manchmal keine Möglichkeit, sich gegen Eltern zu behaupten und
durchzusetzen. Wenn Du einen Vater hattest, der alles versucht hat zu bestimmen, wirst Du
es nicht einfach gehabt haben. Völlig anders ist es dann, wenn man erwachsen ist.

Ein Verhalten, das Du in Deinem Elternhaus gelernt hast, kannst Du natürlich auch in die Beziehung
zu Deinem Mann mitgebracht haben.
Das kann bedeuten. Oft wirst Du bei Entscheidungen nachgegeben haben, obwohl Du es nicht so
ganz wolltest. Möchtest Du Dein Verhalten nun verändern, hat das starke Auswirkungen auf
Deinen Mann und auf Dich. Je mehr Du Dich innerlich freischwimmst, umso schwieriger ist
das dann für Deinen Mann. Der muss nämlich dann erst einmal damit klar kommen, dass sich
seine Frau immer häufiger anders verhält als früher.
Ihr lebt in einer Gemeinschaft. Da gibt es viele ungeschriebene Regeln. Wer entscheidet was.
Wer gibt lieber nach. Wer entscheidet meistens, wie die Freizeit gestaltet wird. Und vieles andere

Zitat von Sonnenblume216:
. Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer etwas zu verändern...ich merke zwar das sich etwas ändern muss aber die Situation wie sie ist ist auch (so blöd es klingt) vertraut und damit Sicherheit.

Da kannst Du recht haben. Eine gewisse Sicherheit ist auch viel wert.

Zitat von Sonnenblume216:
Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer etwas zu verändern...ich merke zwar das sich etwas ändern muss aber die Situation wie sie ist ist auch (so blöd es klingt) vertraut und damit Sicherheit. Und das würde ich aufgeben und quasi in die Unsicherheit rein und davor habe ich Angst.

Es gibt einen anderen Weg. Der ist am Anfang etwas schwierig. Auf diesem Weg kannst Du
einige Deiner Sorgen und Probleme zumindest teilweise lösen.
Wenn Du Dir anschaust, wie Entscheidungen in eurer Beziehung laufen, dann ist es möglich,
dass Du beginnst, immer häufiger kleine Dinge zu machen und zu entscheiden, ohne Deinen
Mann zu fragen. Du kannst dann sehen, wie er darauf reagiert. Sollte er das kritisieren, was
Du machst, ist es dann wichtig, dass Du ihm erklären kannst, warum Du das so gemacht oder
entschieden hast.
Auch könntest Du beispielsweise sagen.Es gibt viele Dinge die du entscheidest. Das und das
möchte ich jetzt mal entscheiden.

Zitat von Sonnenblume216:
Es ärgert mich das er ist wie er ist, aber wenn er dann wieder was tolles macht denke ich mir...so schlecht ist er eigentlich nicht...andere sind viel schlimmer. Aber er zieht mir ja zusätzlich Energie ab anstatt sie mir zu geben..

Wenn Du das so empfindest, dann versuche mal zu beschreiben, warum Du es so empfindest,
das er Dir Energie abzieht? Mit welchem Verhalten würde er Dir Energie geben?
Wie würdest Du denn Dein Verhalten beschreiben? Gibst Du Deinem Mann Energie? Oder kann es
sein, dass auch Du ihm manchmal Energie abziehst?

15.09.2023 11:20 • #73


Sonnenblume216
Zitat von Hotin:
Teilweise mag das stimmen. Als Kind hat ein Mensch manchmal keine Möglichkeit, sich gegen Eltern zu behaupten und durchzusetzen. Wenn Du einen Vater ...


Ich danke dir für deine ausführliche Antwort und werde darüber nachdenken und dann antworten.

Das Problem das ich hier in der ganzen Sache sehe ist das ich wahrscheinlich innerlich schon die Hoffnung auf Besserung aufgegeben habe...zumindest zum großen Teil. Das macht das ganze nicht besser...
Ich glaube unterbewusst weiß ich schon eine Weile das es eigentlich das Beste wäre sich erstmal zu trennen. Auch wenn sich ein anderer Teil in mir wünscht das es wieder besser wird und funktioniert...

15.09.2023 12:28 • x 1 #74


Hotin
Zitat von Sonnenblume216:
Das Problem das ich hier in der ganzen Sache sehe ist das ich wahrscheinlich innerlich schon die Hoffnung auf Besserung aufgegeben habe...zumindest zum großen Teil.

Dann versuche diese Sichtweise zu verändern
Man kann und sollte immer versuchen Situationen zu verbessern. Nur nicht um jeden Preis.
Wenn man keine Verbesserung erreicht, dann sollte man Dinge auch schon mal bis auf
Weiteres verschieben.

15.09.2023 12:56 • x 1 #75


Sonnenblume216
Zitat von Hotin:
Wenn man keine Verbesserung erreicht, dann sollte man Dinge auch schon mal bis auf
Weiteres verschieben.


Wie genau meinst du das? Meinst du das darauf bezogen das man die Probleme dann quasi ignorieren sollte? Für eine gewisse Zeit?
Das kann ich nicht mehr. Ich hab schon so lange immer qieder geredet und gehofft...

Zitat von Hotin:
Dann versuche diese Sichtweise zu verändern
Man kann und sollte immer versuchen Situationen zu verbessern. Nur nicht um jeden Preis.


Da stimme ich dir zu. Ich habe so lange versucht etwas zu verändern bzw zu verbessern...aber irgendwann kann ich auch nicht mehr. Mein Mann will nicht...Er erzählt auch schon seit Monaten das er sich neue Arbeit suchen will...ich habe ihm auch Stellen rausgesucht...er macht aber nichts.
Er ist fertig von seiner Arbeit...und gesteht sich das selbst nicht ein. Ich hab genug mit mir zu tun...wenn er sich nicht helfen lassen will...dann muss ich irgendwann mich selbst und meinen Sohn schützen...
Ich weiß nur wirklich nicht wie es dann weitergehen soll wenn er ausziehen sollte...ich verdiene ja kein Geld momentan und mit fehlt auch die Kraft noch um wieder arbeiten zu gehen. Wir leben momentan nur von seinem Geld...

15.09.2023 14:53 • #76


Hotin
Zitat von Hotin:
Wenn man keine Verbesserung erreicht, dann sollte man Dinge auch schon mal bis auf
Weiteres verschieben.

Zitat von Sonnenblume216:
Meinst du das darauf bezogen das man die Probleme dann quasi ignorieren sollte? Für eine gewisse Zeit?

Probleme bis auf Weiteres verschieben heißt doch nicht, sie ignorieren.
Es bedeutet, Du siehst ein Problem, weißt also, das es besteht und legst es zur Seite.
Sollte sich dann irgendwann mal eine Lösungsmöglichkeit ergeben, dann kannst Du ja versuchen das
Gewünschte dann zu verändern.

Zitat von Sonnenblume216:
Das kann ich nicht mehr. Ich hab schon so lange immer qieder geredet und gehofft...

Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstehe.Du sprichst davon, Dein Mann soll etwas verändern.
Er hat aber doch eine eigene Meinung.
Würde er hier schreiben, würde er vermutlich auch schreiben.
Ich hab schon so lange immer wieder geredet und gehofft...
Ihr habt offensichtlich jede und jeder gewisse Erwartungen an den Partner. Allerdings, geht ihr
bisher da überhaupt Kompromisse ein, die beide akzeptieren können?

Zitat von Sonnenblume216:
Da stimme ich dir zu. Ich habe so lange versucht etwas zu verändern bzw zu verbessern...aber irgendwann kann ich auch nicht mehr.

Es reicht nicht aus, dass Du versucht hast etwas zu verändern. Eine Chance habt ihr nur, wenn ihr
beide versucht etwas an eurer Situation gemeinsam etwas so zu ändern, dass ihr euch beide
besser fühlt.

15.09.2023 16:24 • #77

Sponsor-Mitgliedschaft

Hotin
Zitat von Sonnenblume216:
Er erzählt auch schon seit Monaten das er sich neue Arbeit suchen will...ich habe ihm auch Stellen rausgesucht...er macht aber nichts.

Das wird so auch nicht gehen.
Wenn er davon spricht, dass er sich eine neue Arbeit suchen möchte, dann hat er Vorstellungen
im Kopf, was für ihn in Frage kommen würde. Ein anderer kann mir wohl kaum eine andere
Arbeitsstelle suchen. Das kann nur in ganz, ganz seltenen Fällen funktionieren.

Zitat von Sonnenblume216:
.wenn er sich nicht helfen lassen will...dann muss ich irgendwann mich selbst und meinen Sohn schützen...

So ist es, dann musst Du Dir selbst helfen.

Zitat von Sonnenblume216:
Ich weiß nur wirklich nicht wie es dann weitergehen soll wenn er ausziehen sollte...ich verdiene ja kein Geld momentan und mit fehlt auch die Kraft noch um wieder arbeiten zu gehen. Wir leben momentan nur von seinem Geld...

Da sind wir wieder bei den Entscheidungen. Du hast die Wahl.
Entweder oder? Wie möchtest Du Dich entscheiden?
Nach einer Trennung wird es beiden finanziell deutlich schlechter gehen. Gerade deshalb sollte es
hilfreich sein, neue Gemeinsamkeiten zu finden und zu leben.

15.09.2023 16:34 • #78


S
Hallo Sonnenblume,

zu Deinem Thema, was die Arbeit angeht.... bzw. kurz zu mir. Ich habe seit Jahren Depressionen und letztes Jahr noch zusätzlich Burnout und eine Angststörung entwickelt. Das ging soweit, dass ich auf der Arbeit sogar Angst hatte ans Telefon zu gehen, sämtliche Leute nicht mehr ertragen habe und und und...Mein AG hatte mich dann letzten Sommer, nachdem ein Versuch der Widereingliederung nicht geklappt hatte, gekündigt (worüber ich aber eher froh war).
Ich war letzten Sommer zu Reha und habe dort die Empfehlung bekommen, dass eine Rehamaßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben bei mir zu prüfen ist. Das hat die DRV natürlich erstmal abgehlehnt und es gab ein halbes Jahr Diskussionen bis dem Antrag endlich zugestimmt wurde. Ich war in dieser Zeit, aufgrund falscher Beratung, arbeitslos gemeldet, obwohl ich noch arbeitsunfähig war. Ich habe dann selbst nach einer entsprechende Maßnahme gesucht und als ich mein Gespräch mit der DRV hatte, habe ich denen mitgeteilt was ich machen möchte. Es stand fest, dass ich nicht mehr in meinen alten Beruf zurückgehe. Die Maßnahme hieß EBA (Erweiterte Berufsfindung und Arbeitserprobung für psychisch Kranke). Bei allen in dieser Maßnahme ging es darum, wieder Struktur zu finden, berufliche Richtung/Neuorientierung etc. Jeder hier hatte irgendetwas. Depressionen, ADHS, Burnout, Angststörungen etc. Diese Maßnahme geht erstmal 6 Wochen und dann gibt es eine Empfehlung, wie es weitergeht. In meinem Fall bin ich anschließend in ein Berufliches Training gegangen. Dies geht je nachdem zwischen 6-12 Monate. Hier werden Dinge wie soziale Kompetenzen, Selbstsicherheit, Entspannungstechniken, fachliche Erprobungen (in verschiedene Richtungen Wirtschaft Verwaltung, Metall, Handwerk etc.), um herauszufinden, was einem Spaß macht und liegt. Anschließend guckt man dann nach Betrieben/Unternehmen, bei denen man ein Praktikum absolvieren kann (wenn man soweit ist) und wird bestenfalls übernommen oder es steht eine Anschlussqualifikation an. Mir hat bzw. hilft das sehr. Dazu kann man sich mit den anderen Teilnehmern austauschen und jeder Teilnehmer hat sein eigenes Team (eine Psychologin, einen Sozialpädagogen und einen Berufstrainer).
Die Rehamaßnahme Teilhabe am Arbeitsleben läuft entweder über die Arbeitsagentur oder die Deutsche Rentenversicherung. Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter und falls Du fragen hast, kannst Du mich gern anschreiben.

Viele Grüße
Su

15.09.2023 19:45 • x 1 #79


Sonnenblume216
Ich habe vorhin mit meinem Mann gesprochen. Nachdem wir wieder ein unschöne Situation hatten...
Habe ihm gesagt das wir uns mal ein paar Wochen räumlich trennen sollten um uns beide darüber klar zu werden ob wir das weiter führen wollen bzw uns auf Kompromisse einlassen könnten uns. Vorallem möchte ich aber zur Ruhe kommen.
Dabei habe ich mal wieder festgestellt das er nur auf sein eigenes Wohl aus ist.
Er hat doch allen ernstes vorgeschlagen das ich ja mit unserem Sohn ins Frauenhaus gehen kann
Welcher Vater schlägt sowas vor? Mal völlig abgesehen davon das es totaler Schwachsinn ist...aber Hauptsache er hat den einfachsten Weg und bleibt in der Wohnung. Statt zu gucken was für seinen Sohn das Beste wäre.
Aber er müsste ja betteln wenn er einen Kumpel fragen würde ob er mal vorübergehend dort schlafen könnte...
Ich kann das echt nicht glauben...rausschmeißen kann ich ihn nicht. Er steht ja mit im Mietvertrag...

23.09.2023 19:38 • x 1 #80


A


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