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Lonewolf_

Lonewolf_
Mitglied

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Hallo zusammen,
bei meiner Mutter wurde vor zwei Jahren Brustkrebs diagnostiziert. Sie hat das volle Programm an Behandlung durchgemacht. Der Krebs wurde zwar besiegt, aber die Knochen, Muskulatur und Gelenke wurden ziemlich mitgenommen.

Meine Mutter ist 53 Jahre alt. Sie hatte vor der Diagnose auch schon Rheuma. Die letzten Monate hat sie vermehrt abgebaut. Sie hat öfters starke Schmerzen in den Knien. Vor ein paar Wochen hatte sie ein Termin beim Orthopäden. Dieser stellte auch Knorpelschäden am Kniegelenk fest.

Von Donnerstag auf Freitag nacht ist meine Mutter neben das Bett gestürzt.
Es wurde dann eine starke Prellung im Bein festgestellt.

Gestern ist sie ohne um Hilfe zu bitten unter die Dusche gestanden. Ich höre nur ein Schlag und dann Geheule. Sie ist auch in der Dusche ausgerutscht und saß dann da. Ich hab sie alleine nicht hochbekommen, sie konnte nicht aufstehen. Meine Schwester kam dann und hat uns geholfen.

Es hat mich schon sehr mitgenommen. Mama saß da und hat sehr geweint und mehrfach geäußert "Ich bin nur noch ein Wrack".

Wir haben die letzten Jahre viel durchgemacht, sie mit dem Krebs, körperlicher Abbau und ich mit der schweren Depression die sich zu der Zeit noch entwickelte.

Es ist sehr schwierig irgendwie in die Zukunft zu blicken. Besser wird es nicht werden. 🙈🥺

27.06.2026 #1


8 Antworten ↓

Lonewolf_
Es nimmt mich grad alles schon wieder sehr mit.

Meine Mutter war immer meine Bezugsperson, sie war immer da für uns. Mein Vater wurde während meiner Jugend schwer krank und zog dann aus aufgrund des Pflegeaufwands. Er starb 2018 an der Krankheit.

Meine Mutter ist ja schon noch recht jung mit 52 kann man sagen. Aber was sie auch durchmachen musste die letzten Jahre ist echt hart. Das Leben ist leider unfair.

Aktuell hab ich Prüfungsphase, die belastet mich auch noch zusätzlich.
Die letzten Wochen konnte ich kaum Schlafen und das Kribbeln in den Beinen kam auch nachts zurück. Vermutlich ist mein Nervensystem überlastet vermute ich jetzt mal.

x 1 #2


A


Mutter baut körperlich immer mehr ab

x 3


koenig
Deine Mutter hat da ja auch einiges mitgemacht. Schön, dass sie soweit erstmal alles überstanden hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass es gut wäre, mit Sport anzufangen, z. B. erstmal mit Rehasport oder Yoga.
Es gibt in vielen Städten auch spezielle Angebote für Ernährung und Bewegung für Brustkrebserkrankte.

Hat sie eine Reha gemacht?

x 3 #3


Lonewolf_
Ne hat sie nicht gemacht. Wurde ihr auch empfohlen aber dazu kam es nicht.@koenig

Sie bekommt nun Arbeitslosengeld und hat davor ja Krankengeld bekommen.

Sie möchte ja auch wieder arbeiten aber wie soll das bitte möglich sein in dem körperlichen Zustand 5h arbeiten? Was denken sich die Leute die das einschätzen? Gehts noch?

#4


Feuerschale
Hallo, da habt ihr ja auch als Familie einiges mitgemacht, ich denke der längere Krankheitsverlauf deines Vaters und Tod waren sicherlich für euch auch sehr belastend und haben Spuren hinterlassen.
Und auch die Krebsbehandlung nahm bestimmt sehr mit.

Das ist ja erfreulich, dass sie das überwunden hat.
Eine Reha zu machen, die sowohl ins körperliche als auch ins psychische reingeht, halte ich eigentlich auch für eine gute Idee. Darf ich fragen, warum es dazu nicht gekommen ist?

Ich kann mir vorstellen, dass deine Mutter zur körperlichen Unterstützung auch noch psychische braucht, dass da vielleicht auch noch durch die Vergangenheit mit ihrem Mann und die Erkrankung, die derzeitigen Einschränkungen da etwas depressives mit dabei ist. Dann sieht vieles aus wie eine Sackgasse.

Vielleicht wirken dann auch die derzeitigen Einschränkungen mit Rheuma und Knie dann um vieles beschwerlicher als sie sind, durch den Filter der Psyche und der Erfahrungen. Also als wäre sie schon alt und am Ende.

In einer Reha könnte sie das dann vielleicht realer bearbeiten, wo kann sie was verbessern, womit kann sie leben, und ggf. auch wieder etwas Lebensfreude wiederfinden. Wäre deine Mutter denn bereit, in der Richtung etwas auszuprobieren?
Wohnt ihr noch alle zusammen in einem Haushalt?

x 2 #5


User_0815_4711
Das ist eine sehr schwierige Situation.
Irgendwie ähnlich wie bei mir, nur dass meine Mutter 35 Jahre älter ist.

Krebs ist mal besiegt. Probleme sind zur Zeit also Rheuma und Knorpelschäden. Vielleicht auch eine Depression?

Wie auch immer, eine entsprechende Reha oder ähnliches wäre auf alle Fälle gut. Ist auch gut Argumentierbar, wegen Arbeitsfähigkeit.

@Feuerschale hat ja schon alles geschrieben, danke, ich sehe das sehr ähnlich.

x 1 #6


P
Ich kann mich nur anschließen, hier ist Aufbauhilfe von Außen nötig.
Eine überstandene Krebserkrankung und Rheuma sind einschränkend, aber vermutlich bringen sie einen (alleinig) mit jungen Anfang 50 nicht in eine solche Situation.
Ich könnte mir vorstellen, dass hier vor allem die Psyche wirkt.

Versucht, eure Mutter schnellstmöglich in eine Reha mit guter psychologischer Unterstützung oder sogar Fokus darauf zu bekommen.
Zusätzlich macht ihr klar, dass das Leben noch lange nicht vorbei ist und ihr sie braucht. Wenn ihr Lwbenswille und die Hoffnung zündet, kommt sie bestimmt schnell wieder auf die Beine.

Gibt es noch weitere Familienmitglieder oder Freunde, die unterstützen können, dsmit ihr Kinder das nicht alles alleine tragen müsst?

x 2 #7


User_0815_4711
Zitat von Pauline333:
Gibt es noch weitere Familienmitglieder oder Freunde, die unterstützen können

Hier bin ich etwas skeptisch, das kann zu Spannungen und Zerwürfnissen führen.
Man bekommt einen Finger, am Ende wird einem im Gegenzug die ganze Hand ausgerissen.

Bin eher für die Einbeziehung von Profis, wenn das leistbar ist.

Ist aber nur meine ganz persönliche Meinung.

x 2 #8


Lonewolf_
Meine zwei Schwestern sind natürlich auch mit involviert, gibt auch keine Spannungen oder ähnliches.

Ich bin halt hauptsächlich mit ihr auf dem Stock und bekomm das alles dann auch mit. Meine ältere Schwester wohnt im selben Haus und meine andere trotzdem noch im selben Dorf.

Ich vermute mal sie wollte damals nicht über längeren Zeitraum Weg nach der Krebsbehandlung.
Aber ich denke es wäre langsam echt nötig auf körperlicher wie auch psychischer Ebene..

#9





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