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L
Ich kann gut nachvollziehen was Du durchmachst.
Ich habe meine Mutter Gott sei Dank noch, sie ist jetzt 83 und hilft Ihren Kindern heute noch. Sie hat uns immer beschützt und ohne ihre Power wäre ich schon tot. Ich bin viele Jahre krank und wie oft hat sie den Notarzt gerufen, wenn ich kurz davor war zu sterben. Eine Mutrer hat man nur eine und wenn sie eine gute Mutter ist, dann ist es ein wirklich großer Verlust. Und Ihr wart ein gutes Team.
Ich glaube einen derartigen Verlust kann nur ein Mensch nachempfinden, der ein gutes oder nennen wir es ein liebendes Verhältnis zu seinen Eltern hat. Und das ist oft der Fall, wenn auch die Eltern ihre Kinder bedinfgunslos lieben, egal was sie manchmal verbockt haben . Auch hier gibt es manchmal Streit, aber man verzeiht sich auch immer wieder.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, was Du durchmachst und das hat auch nichts mit Mamasöhnchen und unselbständigt zu tun, es ist einfach die Liebe zu den Eltern, auch Gott liebt seine Kinder ...
Und seine Kinder lieben Gott.
Die Liebe ist doch eigentlich das Schönste was es gibt, schade,dass sie auf unserem Planeten so langsam stirbt, Krieg überall werden Menschen getötet...
Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, wenn wir das leben würden gäbe es nicht all das Schlimme was auf der Welt passiert.
Ich wünsche Dir viel Kraft wegen dem Verlust Deiner geliebten Mutter...

x 1 #201


P
Die Trauer hat zwei Seiten, nicht nur die eine, den Verlust. Man selbst leidet an dem Verlust, das ist die eine Seite. Die andere Seite ist genau so wichtig: man muss dem Menschen (ob nach einer Trennung oder dem Tod, der auch eine Trennung ist) erlauben, zu gehen. Man macht es dem Verstorbenen schwer, wenn man ihn nicht gehen lässt.

x 4 #202


A


Meine Mama ist gestorben ich zerbreche

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Linus42
Ihr Lieben,

nach langer Zeit bin ich mal wieder hier. Ich wollte mich schon eher mal wieder melden. Aber, ich stecke irgendwie fest.

Meine Mama ist nun seit über einem Jahr nicht mehr da😟 Es ist einfach die Hölle. Es tut so weh, wie am ersten Tag. Man sagt: Die Trauer verändert sich. Nein, das tut sie doch gar nicht. Ich renne jeden Tag irgendwie gegen eine Wand. Der Verstand kriegt es einfach nicht in den Kopf!

Auf dem täglichen Weg zur Arbeit spiele ich den gut Gelaunten. Sobald aber eine Musik im Auto-Radio läuft, haut es mich aus meiner Schauspielerei und das Geheule geht los.

Mittlerweile habe ich Mama's Auto verkauft. All ihre liebsten Sachen darin habe ich aber behalten. Dazu gehört ein kleiner, weißer Plüschtiger. Den hat sie sich in Las Vegas im Mirage Hotel bei Siegfried und Roy gekauft. Ich weiss es noch, als wäre es gestern gewesen. Das war unser gemeinsamer USA-Road-Trip, den ich meine Mama zum Geburtstag geschenkt habe. Der kleine, weisse Plüschtiger hockt nun bei mir links an der Windschutzscheibe im Auto. Ich habe ihn letztens mal gedrückt - und ich schwöre - ich hatte das Gefühl, Mama zu drücken. Meine Güte, habe ich Gedanken😟 Ich fürchte, viele können das nicht nachvollziehen.

Über ein Jahr ist meine Mama nicht mehr da. Natürlich bin ich oft auf dem Friedhof. Ich erzähle ihr, wie mein Tag war, was ich mache usw. Aber, es zerreißt mein Herz. Es ist so unglaublich. Es geht nicht in den Kopf.

Und dann sag ich ihr immer: "Mama, Du fehlst mir! Ich vermisse Dich!" ❤❤❤

Ich weiss, dass sie nicht gehen wollte. Und ich weiss, dass sie mich nicht alleine lassen wollte.

Und Morgen schaue ich wieder in meinem Auto links an der Windschutzscheibe ihren kleinen, weissen Plüschtiger an. Drücke ihn... und kann meine Mom irgendwie spüren... Sie fehlt mir so sehr....

x 6 #203


Windy
Herzliches Beileid und viel Kraft, um diese sehr schwierige Zeit zu überstehen!

x 2 #204


boomerine
Es ist ein großes Loch in das man fällt.
Es dauert.
Ich sende dir ganz viel Kraft und Energie
( ich hab im März meinen Vater verloren )

x 4 #205


Waldträumerin
Lieber Linus, ich habe meinen Vater vor knapp zwei Jahren verloren, und ich hing auch sehr an ihm. Viele Jahre, eigentlich Jahrzehnte lang hatte ich Angst vor dem Moment - ich wollte es einfach nicht wahrhaben, dass er immer älter und gebrechlicher wurde; ich dachte, ich kann ihn nicht gehen lassen, obwohl er schon über 90 war, und ich brauchte noch seine Liebe, die er mir zu Lebzeiten oft nicht zeigen konnte. Meine Angst vor dem Moment ging so weit, dass ich bei jedem Handyklingeln einen Adrenalinkick und Herzrasen bekommen habe, weil ich immer dachte, das könnte jetzt meine Stiefmutter sein, die mir die Nachricht bringt, dass er gestorben ist. Als es dann so weit war, konnte ich es auch erstmal nicht wirklich realisieren, ich bin irgendwie orientierungslos innerlich herumgeirrt, konnte ihn nicht gehen lassen. Bis ein Freund, der ein Therapeut für Familienaufstellungen ist, quasi einen Schalter bei mir umgelegt hat. Man kann über Familienaufstellungen denken, wie man möchte; ich bin in manchen Dingen ein ziemlich rationaler Typ und dachte mir früher, "so ein Humbug". Jetzt sehe ich es anders. Mein Freund hat mit mir eine Familienaufstellung gemacht und gespürt, dass mein Vater eine "Botschaft" für mich hatte. Mein Freund sagte mir: "Ich glaube, dein Vater ist jetzt sehr glücklich in der Leichtigkeit des Lichts und der Liebe... Und ich soll dir liebe Grüße von ihm sagen. Er wird auf eine neue Art immer bei dir sein."
Und mit diesem Augenblick konnte ich meinen Vater gehen lassen und mein Leben wurde viel leichter. Ich habe das Gefühl, er ist bei mir und beschützt mich, wie eine gute Energie, die um einen herum ist. Es ist eine neue Art der Gegenwart, wie mein Freund sagte. Ich vermisse ihn schon noch und die Gespräche mit ihm, aber es ist nicht mehr quälend, sondern sogar schön, an ihn zu denken. Mein Leben ist in gewisser Weise reicher geworden... Indem wir weiterleben, lebt ja auch ein Teil unserer Eltern weiter. Und deine Mutter möchte bestimmt nicht, dass du so traurig bist. Sie hat dir ja das Leben geschenkt und möchte, dass du es genießen kannst. Lass sie los, und sie wird trotzdem auf neue Art bei dir sein.
Vielleicht könnte dir eine Familienaufstellung auch helfen?
Ganz liebe Grüße und alles Gute!

x 6 #206


Valivale
Mein herzliches Beileid. Ich hoffe, du hast Zeit, das alles zu verarbeiten. Bleib stark!

x 1 #207


S
Ich muss es jetzt einfach mal ansprechen: Ich finde nicht, dass sich das, was du da beschreibst, gesund anhört.

Zum einen: Es ist normal, dass Elternteile vor den Kindern sterben. Das ist etwas, dass die allermeisten Menschen erleben - und es ist gewiss besser als der umgekehrte Fall, oder?

Zum anderen: Der Tod deiner Mutter ist nun über ein Jahr her.Natürlich darf jeder trauern, so lange er trauern will. Aber wann willst du denn wieder ins Leben zurück, in dein Leben. Du hast nur eins.

Für mich liest sich da eine krankhafte Fixierung auf die Mutter raus. Dein "Lieblingsmensch". Natürlich darf man seine Mutter, seinen Vater lieben - aber sucht man sich nicht irgendwann einen eigenen Lieblingsmenschen, außerhalb der Familie?

Und nein, für mich liest sich deine Mutter auch nicht wie eine liebevolle Mutter. Hat sie dich aufs Leben vorbereitet? Nein. Sie hat dich auf eine ganz und gar nicht gesunde Weise festgehalten, ohne sie scheinst du kaum lebensfähig zu sein.

Hast du psychologische Unterstützung? Wenn nicht, such dir welche.

x 2 #208


Abendschein
Zitat von boomerine:
ich hab im März meinen Vater verloren )

knuddeln Trost

x 1 #209


Abendschein
Zitat von Schachfuchs:
Ich muss es jetzt einfach mal ansprechen: Ich finde nicht, dass sich das, was du da beschreibst, gesund anhört. Zum einen: Es ist normal, dass Elternteile vor den Kindern sterben. Das ist etwas, dass die allermeisten Menschen erleben - und es ist gewiss besser als der umgekehrte Fall, oder? Zum anderen: Der Tod ...

Ich sehe das etwas anders, als Du. Gut, Linus hat keine Partnerin und seine Mutter war sein ein und alles.
Trauer kann nicht gesteuert werden. Bei einem dauert sie länger, beim anderen kürzer. Wer mag da urteilen, was richtig oder falsch ist? Ich habe einen Partner und habe trotzdem sehr lange getrauert. Ist das dann falsch in Deinen Augen? Jeder ist anders. Meine Mama ist jetzt 8 Jahre nicht mehr hier und mein Papa ist jetzt 20 Jahre tot.
Es ist noch immer unvorstellbar, das sie nicht mehr da sind. Wenn ich das bei meinem Bruder anspreche, merke ich, wie seine Augen flackern und er anfängt mit den Tränen zu kämpfen.

Linus hatte "nur" die Mama, sie haben viel zusammen gemacht, da ist es doch normal, finde ich, das er trauert und was ist ein Jahr? Nichts, gegen ein ganzes Leben. Der Tod von Linus Mama kam so plötzlich, mitten im Leben, aus dem Leben.

Eine Bekannte hatte Damals gesagt zu mir, Deine Mama ist jetzt beerdigt worden, ich sollte doch mal langsam aufhören um meine Mutter zu trauern. Sie ist nicht mehr meine Bekannte. Und eine andere meinte, das meine Mutter doch schon alt war....!


Ach Linus, ich fühle mit Dir. 💕

x 5 #210


S
Für Trauer gibt es kein Patentrezept. Meine Mama ist am 9. Juli 2019 gestorben und um diesen Termin herum ging es mir jetzt wieder richtig mies, bis mir bewusst wurde, dass es Trauer ist und ich dann auch endlich mal wieder weinen konnte, was es etwas gelöst hat. Der Kopf hat es verstanden, dass sie nicht mehr da ist. Mein inneres Kind tut sich da allerdings schwerer.😢
Wer jemanden verloren hat und lange gar nicht mehr im eigenen Leben ankommt, sollte sich Unterstützung, am besten in einer Trauergruppe holen. Dort wird man in der Regel am besten verstanden und aufgefangen.

x 8 #211


Moonlight_74
Zitat von Waldträumerin:
Lieber Linus, ich habe meinen Vater vor knapp zwei Jahren verloren, und ich hing auch sehr an ihm. Viele Jahre, eigentlich Jahrzehnte lang hatte ich ...

Danke, dass Du das mit uns teilst.

Ich kenne diese Ängste, genau so wie Du sie beschreibst. Bei jedem Anruf, jede Nachricht, halte ich die Luft an. Stehe aufgrund dessen oft unter Strom.

Habe Deine Erfahrung mit sehr großem Interesse gelesen.

Danke.

Kein Mensch wird davon verschont, nur geht jeder anders damit um.

In Dir habe ich mich nun wieder erkannt.

Schon immer war das mein Thema, ich spüre aber deutlich, der Moment kommt immer näher, wo auch ich für immer loslassen muss.

Es muss irgendwie weiter gehen.

Danke!


Zitat von Waldträumerin:
wird auf eine neue Art immer bei dir sein."

Zitat von Waldträumerin:
Ich habe das Gefühl, er ist bei mir und beschützt mich, wie eine gute Energie, die um einen herum ist. Es ist eine neue Art der Gegenwart, wie mein Freund sagte.


Diese Gedanken finde ich sehr tröstlich und irgendwie glaube ich auch daran..

x 2 #212


S
Zitat von laluna74:
Ich kenne diese Ängste, genau so wie Du sie beschreibst. Bei jedem Anruf, jede Nachricht, halte ich die Luft an. Stehe aufgrund dessen oft unter Strom.

So ging es mir auch, war emotional eine sehr anstrengende Zeit.

x 2 #213


Linus42
@Schachfuchs:
Zu DIR fällt mir wirklich gar nichts mehr ein. Hast Du ausser Beleidigungen überhaupt etwas hier mitzuteilen? Es ist eine Frechheit von Dir, zu behaupten, dass meine Eltern oder meine Mom mich nicht auf's Leben vorbereitet haben/hat. Ich ohne sie nicht lebensfähig sei. Unfassbar! Du kennst weder mich noch meine Familie. Weisst Du eigentlich, was ich im Leben schon alles durchgemacht habe? Mehr möchte ich über meine Meinung zu Deinen dummen Aussagen besser nicht sagen.... Na ja: Es gibt so viele nicht sehr helle Menschen.

x 4 #214


Astrid63
Lieber Linus24, auch von mir mein herzlichstes Beileid.

Meine Mama ist am 05.12.25 gestorben, es ist also noch nicht lange her. Mein Vater starb bereits 2021. Ich habe keine Geschwister, bin nicht verheiratet und sozusagen nun alleine. Ich habe meine Mama zu Hause gepflegt und ich war bei ihrem letzten Atemzug bei ihr. Und nein, das war nicht tröstlich für mich. In der folgenden Nacht hatte ich allerdings einen Traum: ich sah meine Mutter, wie sie wieder jung war und mit meinem Vater zu ihrem Lieblingslied tanzte. "Ich tanze mit dir in den Himmel hinein, in den siebenten Himmel der Liebe." Sie sah so glücklich aus. Und ich habe mich entschieden, dass das ein ganz deutliches Zeichen war, dass es meiner Mutter gut geht. Sie ist wieder bei Papa. Und nein, meine Mutter wollte nicht sterben. Aber es ist passiert und es geht ihr gut. Ich weine auch noch viel, nicht jeden Tag aber oft. Ich vermisse meine Mutter sehr. Sie war meine Konstante und meine Freundin. Ich werde lernen, ohne sie zu leben.

Ich habe angefangen ein Tagebuch zu schreiben. Dort notiere ich die Dinge, die ich meiner Mama erzählen möchte oder erzählt hätte, wäre sie noch hier.

Ich habe auch einige Wochen nach schuldigen gesucht. Mama war zwei Wochen vor ihrem Tod noch im Krankenhaus und ich war sauer auf die Ärzte, die sie entlassen haben. Dann war ich auf den Palliativdienst sauer, der sie betreut hat und habe denen die Schuld an Mamas Tod gegeben. Bestimmt haben sie die Tabletten falsch dosiert etc. Ich wollte fast wieder ins Krankenhaus fahren und den Arzt zur Rede stellen. Ich habe es nicht getan. Diese Wut, diese Suche nach Schuldigen ist ein Teil der Trauer. Auch das nicht wahrhaben wollen, ist ein Teil der Trauer. Ich weine auch noch im Supermarkt, wenn ich Mamas Lieblingseis in der Kühlung liegen sehe, und ich habe, seit dem sie gestorben ist, kein Eis mehr gegessen. Ich habe Eis geliebt, aber ich kann es im Moment nicht. Trotzdem versuche ich weiterzumachen. Sie wird immer ein Teil von mir sein und ich werde sie für immer in meinem Herzen tragen. Ich werde noch viele Tränen vergießen aber ich werde weitermachen. Das würde sie auch wollen. Auch Deine Mutter hätte nicht gewollt, dass du an ihrem Tod zerbrichst. Ich persönlich finde, dass Du ja auch ein paar Ansätze hast, um weiterzumachen. Du fährst in Urlaub, auch wenn es noch nicht schön ist. Das dauert vermutlich auch noch. Aber auch ich habe das Gefühl, dass Du Dich sehr in der Trauer verlierst. Und das soll Deinen Schmerz nicht schmälern. Es gibt wohl kaum einen größeren Schmerz, als einen geliebten Menschen zu verlieren.

Dennoch finde ich es schade, dass Du die "Andersdenkenden", die hier schreiben, als Hater empfindest. Diese Menschen hassen dich nicht und sie wollen dir nichts Böses. Ganz im Gegenteil empfinde ich es so, dass sie sich Sorgen um Dich und Deinen Weg machen. Niemand will Dir Deine Trauer nehmen. Trotzdem gibt es vielleicht Möglichkeiten, Dein Befinden zu verbessern. Und das kann z.B. durch eine Trauergruppe passieren oder, wenn Du nicht so gerne mit vielen Menschen persönlich redest, mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin. Das ist nichts, für das man sich schämen müsste. Aber ich denke, für dich ist es wichtig, dass Du dich irgendwann auf die letzte Stufe der Trauerarbeit begibst und das ist die Neuorientierung. Ich verstehe, dass Du Deine Mama nicht loslassen willst und das brauchst du auch nicht, aber Dein Leben geht weiter. Deine Mama wird immer bei Dir sein. Was hätte Deine Mama sich für dich gewünscht? Würde sie wollen, dass du jeden Tag zweimal auf den Friedhof gehst und nach einem Jahr noch immer in der ersten Trauerphase feststeckst und ein "normales" Leben für Dich kaum möglich ist? Und auch dies ist kein Vorwurf. Es ist meine Sorge um einen Menschen der leidet. Ich fühle Deinen Schmerz und ich sende Dir unbekannter Weise die Kraft, die ich selbst im Moment noch erübrigen kann. Aber kann es so für Dich wirklich weiter gehen?

Vielleicht schaust Du sonst einfach mal bei einem Buchhändler Deiner Wahl. Es gibt so viele gute Bücher über Trauer. Und glaub mir: ich komme auch nicht jeden Tag gleichermaßen gut zurecht. Ich sehe fast jeden Tag das Gesicht meiner Mutter und höre ihren letzten Atemzug. Und auch mich zerreißt es noch. Aber ich lebe weiter. Ich habe viele Stunden, in denen ich nicht weine. Ich kann in die Zukunft denken. Tue Dir etwas Gutes. Du bist jetzt der wichtigste Mensch, den Du hast. Ich sende Dir unbekannter Weise eine ganz feste Umarmung von einer Trauernden zu einem Trauernden. Und entschuldige bitte, dass ich so viel geschrieben habe. Ich hoffe, Du kannst Dich da durchwühlen und vielleicht einen Impuls mitnehmen oder einfach nur mein tief empfundenes Mitgefühl.

x 3 #215


E
Das mit deiner Mama tut mir wirklich sehr leid und ich kann vieles ganz gut verstehen oder nachfühlen.

Ich habe meine Mam auch 2024 verloren nach einer 2 Jährigen Erkrankung ist sie irgend wann eingeschlafen.

Es ist wirklich unglaublich schwer sich wieder neu zu orientieren, ich habe auch sehr viel mit ihr unternommen, Urlaub, kleinere Ausflüge, Kaffee trinken, TV Abende, wir konnten uns gut unterhalten, wir ergänzten uns gut und durch meine Angsterkrankung war für mich so wie so einiges schwerer und sie konnte damit gut umgehen und ich mit ihren Macken.

Ich war aber auch nie ein unselbständiger Mensch, ich wurde sehr schnell in meiner Kindheit Selbständig.

Das Problem ist, wir haben dinge unternommen die mir tatsächlich zusagten, mich ansprachen, und nun bekomme ich einiges gar nicht mehr hin und alleine ist es einfach auch nicht so das gleiche wie zu zweit, sich über dinge zu freuen oder über erlebtes zu sprechen, oder wenn man gerade etwas tolles erlebt dies zu teilen, sie war nicht nur meine Mam sie war tatsächlich auch ein Freund und deshalb habe ich beides verloren und das macht es noch schwerer, ich dachte auch es wird irgend wann besser, doch das vermissen und die Sehnsucht ist gleich geblieben, bis heute.

Das neu orientieren fühlt sich nicht leicht an, irgend wie ist es ein, du musst, das ist der einzige Weg, ich mag es nicht wirklich, weil meine Auswahl nicht gerade gross ist, es ist eher eine Notlösung um irgend eine Veränderung herbei zu rufen und manch mal weiss ich nicht mal ob ich bereit dafür bin, oder ob es überhaupt so einen Zeitpunkt gibt, ich mache einfach weil es sonst nichts anders gibt, aber es ist nicht das was ich zu vor mit meiner Mam gemacht habe und das fehlt mir leider sehr.

Man hofft einfach, das irgend wann was kommt was einem wieder richtige Freude bereitet, bei mir ist es so.

#216


SMT
Die geliebte Mutter zu verlieren,ist eine Katastrophe!
Ich habe das auch erleben müssen und jetzt,nach 16 Jahren ist nichts "einfach gut"!
Es ist eine Wunde,die sich nie ganz schliessen wird.
Aber man muss trotzdem irgendwie weitermachen,so gut als möglich.
Das wäre sicher auch Deiner Mutter Wunsch;sie würde Dich unterstützen und beschützen,
wenn sie das könnte.
So halte ich mich schlecht und recht "über Wasser"-indem ich fest daran glaube!

Dir herzlich alles Liebe!

SMT

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