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L

LunaW92
Mitglied

Beiträge:
9
Themen:
3
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7
Mitglied seit:
Ich habe in meiner traumatischen Kindheit gelernt ,
egal wie sehr man sich anstrengt,es bringt nichts .Ich mache keine Fehler ,ich bin ein Fehler und ich kriege nichts hin .Durch diese Annahme habe ich nun Schwierigkeiten im erwachsenenleben. Ich habe immer das Gefühl, ich kriege nichts hin.wenn was zu anstrengend ist,geb ich direkt auf .und das fängt schon beim Haushalt an .ich kann kaum zwei sachen im Haushalt machen ,dann bin ich erschöpft und müde und denke mir so "ja das mache ich morgen das ist mir nun zu viel ".mein mann ist das komplette Gegenteil von mir .er geht 9h arbeiten und kommt heim und macht direkt im Garten weiter .er ist gerade unermüdlich dabei,den Garten für unseren Sohn schön zu machen (großer Sandkasten, spielecke usw)und er buddelt und gräbt dem ganzen Garten um .und ich?ich bin müde vom staubsaugen .das belastet mich so sehr .Wie kann ich diese falschen annahmen umändern ? Wie kann ich lernen ,dass man über seine Grenzen gehen muss um sie zu brechen ?Meine Grenzen sind leider sehr schnell erreicht und ich weis ,ich kann mehr schaffen:( ich will mehr schaffen .

08.04.2026 x 1 #1


9 Antworten ↓

G
Hallo Luna,
Traust du dir nichts zu oder hemmt dich vielleicht eine Depression in deinem Tun?
Generell antriebslos und schnell erschöpft?
Wie ist sonst so deine Stimmung, eher betrübt und lustlos oder interessenlos?

#2


A


Falsche Annahme durch üble Kindheit

x 3


L
@Gedeon nein depressiv bin ich nicht.ich liebe das Leben und freue mich über die kleinsten Dinge. Nur ich hab im Kopf eine Art Wand die mich hindert,über mich hinaus zu wachsen

x 1 #3


Simba1302
Also das was du da benennst, nennt man "negative Glaubenssätze" . Mithilfe von Psychotherapie kann man diese durchaus umstrukturieren und umlernen, und neue bilden . z.B. statt "ich kann das nicht" zu "ich schaffe das" . Das ist allerdings ein Prozess, der viel Zeit braucht und man braucht Geduld, dass läuft ja alles unbewusst ab.
Du hast was von traumatischer Kindheit geschrieben , ich vermute , dass dieses "Anstrengungsgefühl" damit im Zusammenhang stehen könnte. Bist du denn in Psychotherapie?

x 3 #4


L
@Simba1302 ich war viele jahre in Therapie, bin aber umgezogen und finde hier keinen Therapeuten. Was mir helfen würde wäre eine Erklärung, wieso ich überhaupt so bin. Möchte mich gerne verstehen lernen .ich hab früher immer Prügel bekommen wenn ich Bedürfnisse hatte ,wenn ich was wollte...oder wenn ich was gemacht habe worauf ich stolz war.mir wurde gezeigt,egal was ich tue ,es ist falsch.wieso aber ,nach so langer zeit ist das immer noch da ?es ist alles gut,ich hab alle Mittel mich zu entfalten und was tue ich? Ich heule rum wenn ich mal abwaschen muss während andere Häuser bauen oder Gärten umgraben

#5


Simba1302
@LunaW92
Ich denke, die Antwort liegt in deiner traumatischen Kindheit, leider. Das was du beschreibst, können typische, späte Reaktionen darauf sein. Dein Nervensystem ist durch deine Erlebnisse schnell dysreguliert. Das zieht viel Kraft und Energie, der Körper arbeitet auf Hochtouren . Das Situativ zu dieser Erschöpfung führt.
Trauma verschwinden nicht einfach, sie hinterlassen tiefe Spuren, auch körperlich im Nervensystem .
Ich spreche leider aus Erfahrung. Habe durch meine traumatische Kindheit eine PTBS. Ich bin auch schneller erschöpft und manchmal überfordern mich normale Alltagssachen, wie z.B. täglich kochen. Ich habe angefangen intensiv damit zu beschäftigen, und mich mit Traumafolgen auseinander zu setzen , und natürlich Therapie gemacht. Ich habe akzeptiert, dass es bei mir so ist. Menschen ohne Trauma, haben dieses Energiedefizit oder die situative Überforderung nicht , es ist auch schwer nachzuvollziehen.

x 4 #6


G
Dass du keine Lust auf Staubsaugen oder abwaschen hast, versteht man ja schon eher.
Wie ist denn bei Sachen, die dir Spaß machen?
Fängst du da auch gar nicht erst mit an, weil es ja doch nichts wird?

#7


Abendschein
Zitat von LunaW92:
@Simba1302 ich war viele jahre in Therapie, bin aber umgezogen und finde hier keinen Therapeuten. Was mir helfen würde wäre eine Erklärung, wieso ich überhaupt so bin. Möchte mich gerne verstehen lernen .ich hab früher immer Prügel bekommen wenn ich Bedürfnisse hatte ,wenn ich was wollte...oder wenn ich was ...

Ich kann nur von mir sprechen, meine Mutter hat mich zur Angst erzogen. Ich war immer ein vorsichtiges Kind und bin es geblieben. Das Du immer Prügel bekommen hast, ist schlimm, es werden Kinder in die Welt gesetzt, um sie zu verprügeln, das tut mir im Herzen weh. 😪

Glaubenssätze zu verlassen ist schwierig, aber vielleicht machbar., Das Du Dir immer wieder sagst, was für ein schöner und netter Mensch Du bist und wertvoll. 💕

Die Glaubenssätze von Früher sind vorbei. Ich habe das auch geschafft. Meine Mutter hatte auch immer
so Sprüche drauf, wie, du kannst das nicht, lass mich das mal machen. Alles was sie nicht konnte, durfte oder
sollte ich auch nicht machen. Habe es trotzdem gemacht und es geht.

Versuch Dich von Früher Gedanklich zu verabschieden. Ich bin sicher das das geht. Nur Mut, Du schaffst das. 🍀🌸

x 5 #8


fourofour
Zitat von LunaW92:
es ist alles gut,ich hab alle Mittel mich zu entfalten und was tue ich? Ich heule rum wenn ich mal abwaschen muss während andere Häuser bauen oder Gärten umgraben

Was und wie man etwas "degegen" unternehmen kann ist völlig unterschiedlich. Gerade bei einem Traumahintergrund und 2x einem der in der Kindheit stattfand.

Als allererstes solltest Du dich mit ein paar Themen ausseinandersetzen. Das erste ist "radikale Akzeptanz" und Eigenliebe.

Grob gesagt ist es das annehmen und akzeptieren einer aktuellen Situation um überhaupt in der Lage zu sein Strategien zu entwickeln und was auch wichtig ist, damit man aufhört sich zu be- und verurteilen.
In dem Du so gegen dich arbeitest, bewirkst Du das Gegenteil. Es kommt zu einer Blockade.

Weiter ist es wichtig sich seine Energie aufzuteilen und die Aufgaben in kleine, überwindbare (niederschwellige Etappen einzuteilen.
Dann gibt es noch so etwas wie einen Energie und Ressourcenhaushalt. Und dann kann man auch mit kognitiver Re-programmierung die Mechanismen nach und nach umprogrammieren.

Das alles lernt man eigentlich in einer guten Therapie, bzw. in einer Traumatherapie.

x 1 #9


Sonja77
Zitat von LunaW92:
Ich habe in meiner traumatischen Kindheit gelernt , egal wie sehr man sich anstrengt,es bringt nichts .Ich mache keine Fehler ,ich bin ein Fehler und ...

Als erstes möchte ich dir mit auf deinen Weg geben,vergleiche dich niemals mit anderen egal ob mit deinem Mann oder anderen Personen…das bringt eher das es dir dann noch schlechter geht und du dich noch schwächer und kränker fühlst…denn meistens vergleicht man sich mit denen denen es besser geht,die gesünder sind,die alles besser machen und schaffen……und selten mit denen die es weniger gut packen als man selbst und das ist nie eine gute Idee und zieht einem nur sehr runter auch kann man Psychisch gesunde Menschen nicht mit Psychisch kranken Menschen vergleichen
nicht mal Menschen die alle Traumahintergrund haben sind gleich oder reagieren gleich

zweitens solltes du nicht dauernd über deine Grenzen gehen,ab und zu muss man es machen das stimmt..aber es sollte nicht zu oft passieren denn Grenzen zu wahren ist wichtig auch bei sich selbst

ich bin mir absolut sicher das du dein bestes gibst und es immer und immer wieder versuchst…Mach jeden Tag einen kleinen Schritt,nur einen einzigen und du wirst sehen nach einem Monat hast du eine enorme Strecke hinter dich gebracht ohne über deine Grenzen zu gehen…
versuche einen geregelten Rhythmus und Tagesablauf herzustellen das ist wichtig mit einigermaßen geregelten Uhrzeiten für die Dinge…das bringt Ordnung im Äußeren und im inneren

ich selber bin eine Schwerst traumatisierte Person meine ersten 29 Lebensjahre waren eine einzige Traumatische Geschichte auf verschiedenen Ebenen
und doch bin ich wie dein Mann,ich brauche Stress ich brauche Bewegung ich brauche Herausforderung ich muss immer etwas tun und machen und bin eigentlich unermüdlich…..so ist jeder anders

ich wünsche dir für deine Weg nur das Allerbeste 🍀🍀und vorallem viel Kraft Geduld selbstliebe und pass gut auf dich auf

x 3 #10


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