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Sonnenzauber

Sonnenzauber
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Meine Mutter ist jemand die jeden um Rat fragt was sie tun soll. Früher war ich furchtlos hab mir meinen Weg hart erarbeitet. Jetzt bin ich ratlos und hilflos.
Ich habe kein Geld mehr, musste meine Arbeit kündigen, meine Zahngesundheit hat gelitten. Haue mir Ibuprofen und Tavor wie Smarties rein. Und habe Angst wenn sich meine Mutter nur ein paar mehr KM von mir entfernt. Ihr könnte ja was passieren. Gefühlt bin ich wieder 4 Jahre alt wurde im Kindergarten abgegeben und man lässt mich weinend zurück. Ich hab jede Therapie jede Klinik
Jedes Medikament über die Jahre hin mitgenommen. Und manchmal frage ich mich was ist aus der starken Frau geworden die sich so lange von der toxischen Mutter distanzieren konnte?

17.06.2024 x 4 #1


71 Antworten ↓
blue1979

blue1979
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@Sommerliebe Vielleicht helfen Dir praktische Hilfen im Alltag durch ambulante psychiatrische Pflege (kommen zu Dir nach Hause), Betreutes Wohnen wo eine Betreuerin auch zu Dir nach Hause kommt oder wenn Du Pflegegrad hast eine Alltagsbegleiterin (und über Entlastungsbeitrag oder ab Pflegegrad 2 über Verhinderungspflege abrechnen lassen)?
Therapien sind auch gut aber eine Thera kommt nicht nach Hause und das bemängele ich da diese nicht wissen was zu Hause wirklich los ist (nur von Erzählungen...).

Damit kannst du dich Stück für Stück von der Anwesendheit deiner Mutter lösen und natürlich bleibt das Thema Allein sein weiterhin dein Thema aber es verteilt sich dann einwenig auf andere Bezugspersonen (für eine zeitlang).

Ich habe meinen Vater paar jahrelang auch täglich bei mir zu Hause gehabt damit ich nicht allein sein muss -bis ich verstanden habe das es eine sehr dysfunktionale Beziehung ist, hat es sehr sehr lange gedauert (und einige Symptome verschwanden danach wie Reizdarm, Herzangst usw.)
Auch mit Therapie hat es Jahre gedauert bis ich diese ganzen Muster zwischen Eltern und mir verstanden habe aber innerlich bin ich immer noch nicht frei von den ganzen Gefühlen wie Pflichtsgefühl versus Selbstwirksamkeit und Selbständigkeit und Angst vor Allein sein (ja wie ein Kleinkind- als würde mein Gehirn parallel Teile meiner Kindheit abspulen).

Ich sehe es als Chance zum Wachstum aber ich brauche dafür ein Helfernetz (Ärzte, Gruppen, Nachbarn, Alltagsbegleiter- kann auch Klinik /Theras sein) die mir (hoffe ich) ein positives Sicherheitsgefühl geben quasi als fehlende Co Regulation meiner Eltern. Zumindest für eine gewisse Zeit ..

16.06.2024 11:12 • #27


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Erlernte Hilflosigkeit und toxische Mutter

x 3


U

Ulli-Online
Gast

Zitat von Sommerliebe:
Die Alternative ist ne geschlossene und glaube mir ich war auf vielen da geht man kränker raus als rein.

In den geschlossenen Bereich kommst du, wenn die Gefahr besteht, dass du dir selber oder anderen Schaden zufügen könntest.
Das Schlimme am geschlossenen Bereich ist die Tatsache, dass ALLE Patienten dort schwerwiegende Probleme haben, schwerwiegende Erkrankungen haben, weshalb sie vor sich selbst geschützt werden müssen.
DAS ist schlimm....sich inmitten solch kranker Menschen zu befinden und man selber dazugehört.
Ansonsten fand ich es dort nicht schlimm.
Außer dass man eben Menschen begegnen kann, denen es noch dreckiger geht, als einem selbst.

Zitat von Sommerliebe:
die Medikamente sind schuld wenn ich mir was antun will

Bei deinen Medikamenten ist das durchaus MÖGLICH. Es gibt die so genannten paradoxen Wirkungen / Reaktionen.
Suizidale Gedanken stehen öfter mal auf dem Beipackzettel als Nebenwirkung.

7-8 mg Tavor am Tag (wenn es denn stimmt)......da denke mal lieber über einen Entzug nach,
denn was nicht hilft, kann man dann auch weglassen. Aber das Thema hatten wir meine ich schon.

17.06.2024 08:54 • #64


Zum Beitrag im Thema ↓


kritisches_Auge
Ich verstehe nicht ganz wie du das meinst, meinst du, dass du dich früher von deiner ratsuchenden Mutter distanzieren konntest, dann nicht mehr und dass du dich hilflos fühltest?

#2


P
Zitat von Rosenzauber:
Und manchmal frage ich mich was ist aus der starken Frau geworden die sich so lange von der toxischen Mutter distanzieren konnte?


Die hast du vermutlich in einer immer kleiner gewordenen Komfortzone eingesperrt.
Wenn du dich wieder stark oder zumindest stärker fühlen möchtest, musst du Dinge tun, die dich so fühlen lassen. Dazu musst du deine Komfortzone verlassen. Das macht sehr unangenehme Gefühle, aber nur dadurch erfährst du Wachstum. Dies wird dich immer stärker fühlen lassen.
Gehe in kleinen Schritten, damit du merkst, dass das gute Gefühl des Erfolges die zuvor erlebten nicht schönen Gefühle lohnenswert macht diesen Schritt immer wieder zu gehen. So kommst du Stück für Stück in deine alte Kraft.

x 1 #3


U
Zitat von Rosenzauber:
von der toxischen Mutter distanzieren konnte

Deine Mutter ist nicht toxisch, wenn du dir Gedanken machst und Sorge hast, dass ihr etwas passieren könnte...sobald sie nicht mehr in deine Nähe ist.
Aus deinen anderen Beiträge verstehe ich es eher so, dass du (wegen der Angst) von deiner Mutter sogar abhängig bist.
Nennst du sie deswegen *toxisch* ?

#4


Sonnenzauber
Ja ich bin abhängig weil ich Angst habe ohne sie. Und sie schläft ja seit einem
Jahr bei mir in der Küche auf dem
Boden. Geht einkaufen und kocht für mich und auf der anderen Seite kritisiert sie mich. Ich müsste sie nach Hause schicken und in eine Klinik gehen.

x 3 #5


U
Was bedeutet das jemand toxisch ist?
Du bezeichnest Personen als toxisch, wenn sie einen negativen Einfluss auf ihre Mitmenschen ausüben. Du fühlst dich schlecht, falsch und minderwertig, wenn du mit ihnen zu tun hast. „Toxisch“ bedeutet so viel wie „giftig“. Der Duden definiert es zusätzlich noch als „sehr bösartig, gefährlich, zermürbend und schädlich“.

Was würde denn passieren, wenn deine Mutter mal nicht bei dir übernachtet...was könnte geschehen?

#6


Sonnenzauber
@Kentucky
Trigger

dann würde ich mir vor Angst was antun.

#7


Windy
Verständlich wenn deine Mutter dann so reagiert, da du sie damit sehr unter Druck setzt und es von ihr abhängig machst, ob du dir was antust oder nicht. Deine Mutter möchte wahrscheinlich, daß du in eine Klinik gehst, damit es dir besser geht und daß sie auch mal wieder ein eigenes Leben hat.

x 2 #8


Sonnenzauber
@Windy ja weil sie seit 15 Monaten hier lebt. Ohne ihr Leben. Aber sie würde sowieso so reagieren weil das ihre Art ist. Sie ist auch sehr einsam und will auch viel Kontrolle über mich hat sie selbst gesagt. Viele Dinge wie dass ich keine Tabletten mehr nehmen soll. Dass sie meine Persönlichkeit verändern.

x 2 #9


Sonnenzauber
Sie ist in der Tat extrem toxisch aber das versteht keiner. Wir Kinder waren immer die Zielscheibe für ihren Frust und ihre Aggressionen. Verbal gesehen. Zuckerbrot und Peitsche.

x 3 #10


kritisches_Auge
Aber wie erklärst du es dir, dass du früher wohl nicht abhängig warst, deinen Weg machtest und es dann wurdest?

#11


Sonnenzauber
@kritisches_auge weil ich auf einmal Angst alleine hatte. Und das Bedürfnis dass andere für mich da sind.

#12


U
Zitat von Rosenzauber:
@Kentucky

Trigger

Davor, dir etwas anzutun hast du demnach keine Angst?

#13


kritisches_Auge
Und es gab keinen Grund dafür auf einmal nicht mehr allein sein zu wollen?

#14


U
@kritisches_auge es geht wohl mehr um nicht alleine sein KÖNNEN. Das ist ein Unterschied.
Hatte auch eine Phase, in der ich das nicht konnte, alleine zuhause bleiben.
Ich musste meinen Mann dann begleiten, wenn er mal aushäusig wohin musste. Alleine bleiben war mir nicht möglich....oder nur unter extremer Anspannung.

#15


kritisches_Auge
Ja, bei mir war das auch der Fall.
Als der Augerich an eine andere Schule versetzt wurde war ich von Montag bis Freitag mit m einem vierjährigen Sohn allein und meine Mutter musste kommen.
Sie schlief dann in der Küche auf einem Liegestuhl.

Später zogen wir um und dann kam meine Mutter nur noch zu Besuch, wenn ich sie auch manchmal anflehte nicht nach Hause zu fahren, einmal versteckte ich sogar ihre Fahrkarte.

Ich hatte immer Angst vor langen Autofahrten, nach den Ferien betrug die Autofahrt nach Hause 800 km, i ch hatte fürchterliche Angst und als meine Mutter sich bereit erklärte mit uns nach Hause zu fahren, legte sie sich.

#16


Sonnenzauber
@kritisches_auge Angst panische Angst den nächsten Moment nicht zu überleben wenn keiner da ist.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

U
@Rosenzauber was hast du eigentlich an Medi´s ? Ist nichts angstlösendes dabei?

#18


Sonnenzauber
@Kentucky Escitalopram, Mirtazapin, Quetiapin und Tavor

#19


U
Zitat von Rosenzauber:
@Kentucky Escitalopram, Mirtazapin, Quetiapin und Tavor

Da sie dir ja anscheinend kaum helfen, wäre vielleicht mal ein Medi-Wechsel angezeigt.

Besprich das mal mit deinem Doc. So kann es ja nicht weitergehen...zumindest ist es ja keine Dauerlösung.

#20


A


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