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Caro89
Gast

Hallo ihr lieben,
ich bin neu hier. Ich habe schon lange Depressionen und Magersucht. Ich habe gelernt damit umzugehen, jedoch wird es seit einigen Monaten im Bezug auf die Essstörung immer schwieriger und ich merke, wie ich immer mehr in alte Muster verfalle. Mein Mann setzt mich ziemlich unter Druck und das macht mir sehr zu schaffen. Er möchte mich dazu drängen, wieder eine stationäre Therapie zu machen. Dass es nichts bringt, wenn ich es nicht aus eigenem antrieb mache, interessiert ihn nicht. Wir streiten sehr oft und die Ehe leidet sehr darunter. Ich habe Angst dass er irgendwann den Gedanken hat, sich trennen zu wollen. Hat jemand vielleicht Erfahrung mit dem Thema und Tipps, was ich tun könnte?
Ich möchte ihn nicht verlieren, genauso wenig lasse ich mich zu irgendwas drängen.
Danke schon mal und viele Grüße,
Caro

16.05.2022 #1


63 Antworten ↓
silverleaf

silverleaf
Mitglied

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Hallo Caro,

erstmal: Es tut mir total leid, dass es Dir gerade so besch*** geht!

Ich kann Deine Situation gut nachempfinden und verstehe den Konflikt, in dem steckst, sehr gut.
Was eine mögliche Lösung angeht, habe ich leider auch noch keine Lösung geholfen, die immer hilft.
Bei einigen Dingen bin ich ambivalent.
Ich bin pro Klinik, allerdings sehe ich reine Essstörung-Stationen manchmal zum Teil kritisch. Wenn man das Basis-Wissen hat, schon einmal auf einer solchen Station war und das Handwerkszeug und Wissen bekommen hat, ist es auch möglich, die Essstörung auf anderen Stationen mitbehandeln zu lassen, wo es aber nicht den ganzen Tag nur um dieses eine Thema geht, sondern die anderen/ ursächlichen Probleme im Vordergrund stehen.

Zunächst: Mir hat es geholfen, mein Verhältnis zum Fresubin zu verändern.
Es nicht als "Strafe" o.ä. für "schlechtes" Essverhalten zu sehen (was ja leider in Kliniken manchmal passiert: Du hast nicht aufgegessen: Jetzt musst Du Fresubin trinken!, passiert, ist leider nicht hilfreich. Auch wenn es anders gemeint ist, wird es ja leider manchmal so kommuniziert, ist mir auch schon passiert, und trotz all meiner Therapieerfahrung konnte ich auf solche Aussagen nicht anders als mit Aversion reagieren),
ich sehe es inzwischen als eine freundliche Unterstützung, ein "Trostpflaster" für den Körper.
Als ein Hilfsmittel, das mir Stress nehmen kann, wenn es mit dem Essen mal nicht so klappt.

Ich glaube, dass Du auf jeden Fall ambulante Therapie machen solltest. Ich glaube, dass es möglich ist, einen ambulanten Therapeuten zu finden, der einen auch mit stärkerem Untergewicht nimmt. Ich kenne Leute, die das geschafft haben, solange man dem Therapeuten klarmachen kann:

Ich bin in recovery, zwar untergewichtig, aber in recovery, trotz des Rückfalls.

Du hast ja durch die Klinik bereits ein Basis-Wissen zum Thema Essstörung.

Ohne therapeutische Unterstützung könnte das Thema meiner Meinung nach zu einer echten Zerreiß-Probe für die Beziehung werden, wenn es schlecht läuft. Bestimmte Dinge brauchen professionelle Unterstützung, das kann ein Partner nicht leisten.

Klinik ist meiner Meinung nach trotz aller problematischen Aspekte eine gute Idee.
Ich kann sehr gut verstehen, was Du mit den Mitpatienten meinst, das kann echt schwierig und symptomverstärkend sein, wenn man nicht aufpasst, aber: Mir hat es geholfen, auf Stationen zu sein, auf denen nicht vordringlich Essstörungen behandelt werden, sondern andere/ursächliche Erkrankungen im Vordergrund standen, die die Ursachen des Problems stärker in den Fokus gerückt haben als das Symptom. Gerade wenn die Esstötung schon einmal intensiv behandelt und das entsprechende Wissen bereits vermittelt wurde.

Es gibt ja viele Patienten, die mehrere Erkrankungen haben und je nach dem, was gerade im Vordergrund steht, zwischen den Stationen wechseln. Und die Stationen, auf denen die Essstörung mitbehandelt wird, auch wenn andere Erkrankungen im Vordergrund stehen, haben mir sehr geholfen. Da gab es dann trotzdem therapeutische Begleitung beim Essen, aber es drehte sich nicht alles darum, und dadurch, dass viele Patienten auch nicht nur auf dieses Thema fixiert waren, fiel es mir auch leichter, mich zu entspannen.

Und: Ich kenne viele, denen es hilft, Klinik eher in Intervallen zu machen. Kürzer, dafür wiederholt, das lässt sich leichter mit der Arbeit vereinbaren.

Zusammengefasst:

- Du solltest Dir ambulant Hilfe suchen, ansonsten belastet das Thema Deine Beziehung zu sehr. Ambulante Therapeuten nehmen auch untergewichtige Patienten auf.
- Die Einstellung zum Fresubin positiv verändern
- Klinik als Möglichkeit nicht ausschießen: Auf Stationen, die nicht allein Essstörungen behandeln, ist das "Klima" unter den Patienten anders, nicht so stressbeladen in Bezug auf das Thema Essen

Soweit erstmal. Ich drücke Dir alle Daumen, dass es bald besser wird!

LG Silver

15.05.2022 20:08 • x 9 #45


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A


Ehe leidet unter Essstörung

x 3


DieSonne

DieSonne
Mitglied

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Themen:
6
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Eine Magersucht hat meistens etwas mit Angst vor Kontrollverlust zu tun. Das eigene Gewicht ist dann das das Einzige, welches man selbst beeinflussen kann. Wo kein anderer Einfluss drauf hat.
Also liebe Carola. Weißt du noch, wann es angefangen hat? Was der Auslöser damals war? Hat dein Mann dich in näherer Zukunft bemängelt, weshalb du rückfällig geworden bist? Fühlst du dich aktuell bevormundet? Da könnte man vielleicht ansetzen mit einer ambulanten Therapie.

Ich frage dich das alles, weil ich wärend meiner ersten Therapie (stationär) auch dort reingerutscht bin. Obwohl ich wegen Angstzustände dort war bin ich anders krank wieder rausgegangen. Bei mir lag es daran, dass mir alles dort vorgeschrieben wurde. Auch hinterher neuer Wohnort, anderes Umfeld etc. Auch wenn es für mich gut war, dass es getan wurde, wurde mir komplett die Kontrolle genommen. Und das hatte sich auf mein Essverhalten übertragen.

Es kann aber auch sein, dass du andere Probleme hast, die du durch dein Essverhalten wegblendest. Wenn du dir also ein Problem selbst erschaffen, welches dann offensichtlich wird, dann kannst du deine eigentlichen Probleme verdrängen. Es leichter kontinuierlich ans Essen und Kalorien zu denken als an die eigentlichen Probleme und Sorgen.

Auf jeden Fall gebe ich sämtlichen Vorrednern recht. Du musst etwas tun. Sei es stationär oder ambulant. Durch dein Schreiben merke ich, dass du es alleine nicht mehr schaffen wirst. Dafür rechtfertigen du dein Verhalten zu sehr, bzw. nimmst die gut gemeinten Ratschläge gar nicht an.

Wie du anfangs geschrieben hast. Es ist eine Sucht geworden. Wie beim Alk.. Auch die schaffen es in den seltensten Fällen alleine.

Oberstes Gebot dafür ist allerdings Einsicht. Und da bist du leider noch nicht.

16.05.2022 11:08 • x 5 #50


Zum Beitrag im Thema ↓


E
Warum möchtest du denn keine stationäre Therapie machen? Bist du in ambulanter Behandlung?

x 1 #2


Lina60
Da ich weder weiss, wie schlecht es Dir geht und wie viel seelische Energie Du ins Alleine-Klarkommen mit den Krankheiten investieren musst, noch wie stark Dich Dein Mann wegen eigener Hilflosigkeit und Sorge um Dich unter Druck setzt, kann ich nur schreiben,

dass keinem von Euch geholfen ist, wenn Ihr die Konflikte in ehelichen Spannungen austragt. Das kommt mir wie ein Teufelskreis vor: je mehr Dein Mann interveniert, desto weniger bist Du bereit Dir aus eigener Motivation helfen zu lassen. Du fühlst Dich dann verständlicherweise bevormundet und wirst ev. ein stückweit handelsunfähig.

Mir kommt dazu die Möglichkeit eines Mediatoren oder Coaches in den Sinn. Diese Helfer können oft eine zerfahrene Diskussion zwischen "Streitparteien" sozusagen schlichten, so dass ein konstruktiver Dialog wieder möglich wird.

x 2 #3


C
Zitat von Coru:
Warum möchtest du denn keine stationäre Therapie machen? Bist du in ambulanter Behandlung?


Weil ich arbeiten muss und nicht aus meinem Alltag raus möchte. Mir hat es nie gut getan nur mit "kranken" zusammen zu sein. Das war immer wie ein Konkurrenzkampf, wer wiegt am wenigsten usw. Ich mache auch keine ambulante Therapie, soweit ich weiß, braucht man dafür einen bestimmten bmi, den habe ich nicht.

#4


E
Was erwartest du denn von deinem Mann? Dass er seelenruhig dabei zusieht wie du dich scheibchenweise umbringst und dabei noch Verständnis zeigt? Ist vielleicht etwas viel verlangt oder? Und wenn wir mal ehrlich sind hast du NICHT gelernt mit deiner Depression und der Essstörung umzugehen sonst wäre die Situation ja jetzt nicht wie sie ist sondern du hättest ein gesundes Essverhalten und würdest nicht in alte Muster zurück fallen ohne Gegensteuern (zu können). Ambulante Therapie geht nicht weil BMI zu schlecht ( ich vermute mal du redest nicht davon dass er zu hoch ist sondern zu niedrig) dir geht es objektiv betrachtet körperlich und psychisch alles andere als gut stationär willst du nicht weil bringt nichts du willst weiter arbeiten etc. Was glaubst denn du wie lange du in deinem Physischen und Psychischen Zustand noch weiter arbeiten kannst? Das hat sich doch eh bald erledigt wenn du nicht bereit bist in Therapie zu gehen denn, auch wenn dir die Stimme im Kopf erzählen mag dass das ja alles gar nicht so dramatisch ist, würde ich anhand deines Beitrags mal vermuten dass es momentan 5 vor 12 ist. In einem Punkt gebe ich dir recht man kann niemandem helfen der noch nicht bereit ist sich helfen zu lassen daher wünsche ich dir dass du bald Hilfe annehmen kannst und das dein Mann auch so lange "durchhält"

x 5 #5


C
Zitat von Emelieerdbeer:
Was erwartest du denn von deinem Mann? Dass er seelenruhig dabei zusieht wie du dich scheibchenweise umbringst und dabei noch Verständnis zeigt? Ist ...


Dass er ein bisschen Verständnis zeigt, wenn ich sage ich möchte das nicht aus den genannten Gründen, fände ich schon angebracht. Man sollte sich schon ernst nehmen in einer Ehe.

Ich bin schon sehr erfahren und die letzten Jahre hatte ich es gut im Griff, ich habe sehr wohl einiges dazu gelernt. Dass Rückfälle immer möglich sind, steht außer Frage. Das ist ja letzlich wie bei einem Alk., der auch sein lebenlang aufpassen muss.

Ich weiß genau was ich tun müsste um wieder etwas zuzunehmen, nur fällts mir schwer das auch umzusetzen. Da muss man sich vielleicht auch einfach ein bisschen Zeit geben. Dafür brauche ich aber keine Klinik, die mir vorschreibt was ich zu essen habe und sonst mit fresubin, etc droht.

#6


E
Es tut mir leid, ich empfinde dich als sehr klammernd bzgl. der Krankheit. Du willst dir nicht helfen lassen. Du siehst externe Hilfe nicht als helfend an, sondern als Angriff.

Du erwartest Verständnis von deinem Mann, siehst aber nicht das du diesbezüglich deinen eigenen Film fährst und du kein Verständnis für deinen Mann hast.

Ich würde dies nicht mitmachen. Ich würde dir ein Zeitfenster geben, passiert in diesem nichts, würde ich gehen.

Ich würde mich nie Co-Abhängig einer Krankheit machen und dafür seelisch vor die Hunde gehen.

x 7 #7


E
Ich kann schon verstehen, dass du dir vielleicht Verständnis für deine Situation wünscht. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es unglaublich schwer ist bei sowas einfach daneben zu stehen und einfach zu warten. Ich könnt verstehen, wenn er geht.

Du solltest wirklich überlegen was du machen kannst. Du wärst nicht dir erste mit Magersucht die nachts einfach einschläft und nicht mehr aufwacht. Dein Partner hat sicher auch Angst.

Kannst du dich selber dazu motivieren zu essen? Du kannst dir Zuhause ja aussuchen, was du essen möchtest.

x 4 #8


kritisches_Auge
Deine Aussage, dass du immer mehr in alte Muster verfällst ist mir zu schwammig, wenn ich mehr dazu sagen sollte, erkläre das bitte genauer.
Gut verstehen kann ich, dass du nicht in einer Klinik willst, mir ginge es genauso wie dir, ich denke eher an eine ambulante Therapie.

Dass du mehr in alte Muster verfällst, hat seine Gründe, kannst du dir vorstellen, was dich stört, dir wehtut oder dich nervt?

x 2 #9


C
Zitat von Coru:
Ich kann schon verstehen, dass du dir vielleicht Verständnis für deine Situation wünscht. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es unglaublich schwer ...


Ja ich esse, meist einmal am tag, halt sehr einseitig. Und auch das führt dann oft zu Spannungen. Wobei es ja immer noch besser ist, als gar nichts. Dass ich mich bemühe und auch das für mich Überwindung ist, sieht er nicht.

#10


C
Zitat von kritisches_Auge:
Deine Aussage, dass du immer mehr in alte Muster verfällst ist mir zu schwammig, wenn ich mehr dazu sagen sollte, erkläre das bitte genauer. Gut ...

Ich wiege mich wieder mehrfach täglich, ich wiege mein Essen ab, ich verbiete mir bestimmte Lebensmittel und esse sehr einseitig, meist nur einmal am tag, ich habe einen ausgeprägten bewegungsdrang, das Gewicht geht weiter runter, ich sage teilweise Verabredungen ab aus der Angst, dass ich was essen muss, Kreislaufprobleme etc

Den Auslöser dafür kann ich nicht wirklich benennen. Eigentlich hat sich nichts gravierendes in meinem Leben verändert. Vielleicht ist es auch einfach stressbedingt.

Auf was ambulantes würde ich mich ja einlassen, dafür wird aber meist ein bestimmter bmi vorausgesetzt

#11


S
Zitat von Caro89:
Dass er ein bisschen Verständnis zeigt, wenn ich sage ich möchte das nicht aus den genannten Gründen, fände ich schon angebracht. Man sollte sich schon ernst nehmen in einer Ehe.


Dein Mann nimmt doch Deine Krankheit ernst.
Deswegen sorgt er sich ja auch.

Er ist frustriert. Ich sehe keine Einsicht bei Dir, die Essstörung muss behandelt werden, optimal waere stationär.

Dass Du Deinen Job vorziehst kann ich nachvollziehen, das ist aber nur aus Angst.

x 3 #12


C
Zitat von portugal:
Dein Mann nimmt doch Deine Krankheit ernst. Deswegen sorgt er sich ja auch. Er ist frustriert. Ich sehe keine Einsicht bei Dir, die Essstörung muss ...

Ich meinte damit, dass er auch meine Gründe ernst nimmt, weshalb was stationäres für mich nicht in Frage kommt.

#13


G
Zitat von Caro89:
Ich meinte damit, dass er auch meine Gründe ernst nimmt, weshalb was stationäres für mich nicht in Frage kommt.

Nicht böse sein, aber wie soll er das denn ernst nehmen?
Du vermittelst schon hier zum Teil das Gefühl, dass du dir nicht helfen lassen möchtest.
Das spüren hier Personen, die dich (vermutlich) nicht persönlich kennen.
Was glaubst du, was dein Mann dann erst denkt?
Der merkt doch auch, dass du genau genommen nach Ausflüchten suchst, um keine Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Das wird ihn vermutlich nerven, keine Frage. Aber noch mehr wird er sich um dich sorgen, was ja auch mehr als verständlich ist.

Lass dir bitte helfen - in erster Linie dir zu Liebe, aber auch eurer Ehe Liebe! 😃
Erkundige dich bei ambulanten Möglichkeiten, schildere deine Situation. Vielleicht kann dir dort wer weiterhelfen.

x 5 #14


Islandfan
Ich sage mal so, eine Krankheit richtet sich nicht nach den Umständen. Du musst dir helfen lassen wollen. Wäre nicht eine Tagesklinik was für dich? Ich war letztes Jahr in einer psychosomatischen und da waren auch Frauen mit Essstörungen. Das schöne ist, du bist da von mmontags bis freitags tagsüber, aber über Nacht und am Wochenende zuhause.
Ich habe nicht direkt eine Essstörung, aber teilweise Probleme mit dem Essen. Wenn wir uns mit Freunden treffen, dann kann es sein, dass ich kaum einen Bissen herunterbekomme. Anfangs war es mir peinlich, wenn ich das Essen, das andere liebevoll zubereitet haben, nicht richtig angerührt habe. Und dann habe ich all meinen Mut zusammen genommen und gesagt "Ich shcätze es sehr, wie viel Mühe ihr euch immer gebt und es schmeckt auch sehr gut. Aber ich habe ein psychisches Problem mit dem Essen, wenn es mir nicht gut geht oder ich angespannt bin, denn dann ist mein Magen dicht. Also wenn ich manchmal nichts richtig essen kann, dann liegt es nicht am Essen!" Und alle hatten Verständnis und wenn wir uns jetzt treffen, dann sagen sie immer "Iss nur so viel, wie du selbst kannst." Bei guten Freunden ist Offenheit sehr wichtig.

x 2 #15


Icefalki
Wichtig bei allem ist die Krankheitseinsicht.

Du bist Magersüchtig, ein anderer Alk., ein anderer geht vor lauter Angst nicht mehr nach draussen.

Therapieerfahrene Menschen werten jeden Rückfall dahingehend, dass sie wissen, dass nun wieder Hilfe oder Veränderung, oder Klinik, oder Ambulanz angesagt ist.

Da gibt es nicht den Ehemann, der gerade nervt. Nö, da weiss man einfach, Mist, ich muss aufpassen. Und wer das ignoriert, oder immer noch nicht gelernt hat, dass man selbstkritisch unterwegs sein sollte, dessen Therapie hat nicht gegriffen.

Rückfälle sind zwar nervig, aber mit Erfahrung steuerst du sofort dagegen an und unternimmst alles, dass du dich wieder stabilisieren kannst.

Da gibt es keine Schuldzuweisungen, sondern Handeln. Hier im Forum auch mal die Frage an Gleichgesinnte, um evtl. noch bissle effektiver handeln zu können. Aber nicht über den Partner meckern wollen, der sich sorgt.

x 3 #16


Mariebelle
Ich habe eine Essstoerung. Mit viel Disziplin u Vorbereitung halte ich mein Gewicht.
Meine Ehe litt darunter nie.Er steht immer zu mir u kocht auch Gerichte,die ich essen kann.

x 2 #17

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C
Zitat von Islandfan:
Ich sage mal so, eine Krankheit richtet sich nicht nach den Umständen. Du musst dir helfen lassen wollen. Wäre nicht eine Tagesklinik was für ...

Bei ner tagesklinik ist es aber auch so, dass ich nicht arbeiten gehen kann. Und dass man nur von Leuten mit Problemen umgeben ist. Mich hat das immer runtergezogen.
Meine Familie/Freunde wissen davon, trotzdem stoße ich eher auf Unverständnis.
Irgendwie erscheint mir gerade alles so kompliziert und ich weiß überhaupt nicht was ich tun soll, in meinem Kopf herrscht einfach nur Chaos.

#18


Mariebelle
Soweit ich weiss,laesst sich eine Essstoerung nicht heilen.
Aber es laesst sich lindern.
Wichtig ist,dass du Sachen zuhause hast ,die du essen kannst.
Dafuer wuensche ich dir alles Gute.

x 1 #19


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Das Wort Rückfall setzt voraus, dass es doch einen Vorwärtstrend gab. Wenn dem so ist, weiß man ja, wie man sich verhalten hat, um wieder vorwärts zu kommen.

Ich kann nicht herauslesen, dass hier gelernt wurde mit der Essstörung umzugehen, eher hat sich ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten etabliert.
Sowas geht auf Dauer nicht gut und die Folgen werden jetzt im Beziehungsstress deutlich.

x 3 #20


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