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Das Attentat von Hanau hat sich am 19.2. zum zweiten Mal gejährt. Ich kannte keinen der Betroffenen und doch trifft es mich. Ihr wisst ja von meiner Erfahrung mit Gewalt und davon, dass ich Probleme mit Männergruppen habe. Ich spüre bei mir einen Verlust von Lebensfreude und Angst.
• • 23.02.2022#1
6 Antworten ↓
Schlaflose Mitglied
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Zitat von Frittensauce:
Ihr wisst ja von meiner Erfahrung mit Gewalt und davon, dass ich Probleme mit Männergruppen habe.
In Hanau war das aber doch ein Einzeltäter, und noch dazu psychisch krank.
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Das Attentat von Hanau Verlust von Lebensfreude
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Frittensauce Mitglied
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Ja. Ich weiß, aber es hat trotzdem mein Gefühl von Unsicherheit verstärkt. Ich habe viel darüber gelesen. Ich weiß, dass es ein psychisch kranker Einzeltäter war. Meine Freunde und ich sind früher oft in Shisha-Bars gewesen, was sich gut angefühlt hat. Shisha-Bars und Restaurants. Ich bin dann Opfer von Gewalt geworden. An der Stelle, wo ein Restaurant in der Nähe ist und etwas weiter weg eine Shisha-Bar. Wenn wir an der Stelle vorbei gingen auf dem Weg zum Restaurant ist mir ganz anders geworden. Wir gehen jetzt nicht mehr zu Shisha-Bar, weil das nicht mehr unser Interesse ist. Sie hatte auch zwischenzeitlich wegen Corona geschlossen - glaube ich. Ich bin eigentlich froh darüber. Meine Angst vor dem Weg zum Restaurant und vor Freizeitspaß ist noch nicht weg. Ich spüre einen Verlust an Lebenfreude. Ich habe keine Lust mehr auf Freizeit. Ich habe viel über das Attentat in Hanau gelesen, das auch in der Freizeit der Opfer stattfand. Sogar in der Freizeit ist man nicht sicher. Dann kriege ich eine Gedankenspirale. Er triggert meine Angst vor Männergruppen. Dieser Jahrestag war nicht gut für mich. Zu viel darüber in der Zeitung.
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#3
Perle Mitglied
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Bist Du eigentlich in Therapie oder in einer Selbsthilfegruppe? Deine Gewalterfahrung scheint mir ein traumatisches Erlebnis zu sein. Daraus kommt man nur schwer alleine wieder heraus.
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#4
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Frittensauce Mitglied
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Ja, Therapie. Ich komme jetzt gerade nicht raus aus den negativen Gedanken. Seit Stunden. Ich bin eigentlich bei der Arbeit. Homeoffice. Wird bestimmt bald besser.
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#5
Luna70 Corona-Moderator
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Die ganze Berichterstattung über den Jahrestag haben wohl auf dich als Trigger gewirkt und eine frühere Gewalterfahrung wieder nach vorne geholt.
Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass deine starke Reaktion gerade nachvollziehbar ist und dass du damit nicht alleine bist, dass man das in der Psychologie kennt.