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@Hotin
Zitat:Das ist meiner Ansicht nach eine interessante Antwort. Warum glaubst Du, beginnt bei Dir das Grübeln,
damit Du Gefühle nicht fühlen musst?
Von welchen Gefühlen sprichst Du da?
Das Grübeln ist eine Form von Realität ablehnen. Der Gedanke, z. B. dass jemand, den ich liebe, gestorben ist, geht natürlich in meinen Kopf, jemand hat es mir gesagt, also weiß ich dann, dass derjenige gestorben ist. Aber dann kann es passieren, dass ich diesen Gedanken, dieses Wissen um den Tod des Menschen, nicht tiefer lasse, also in mein „Herz“, in meine Seele, da, wo ich fühle. Ich lehne dann die Realität ab. Und das mache ich natürlich nicht bewusst, sondern das ist ein Schutzmechanismus.
Welche Gefühle das sind, hängt von der Situation ab. Aber oft ist es bei mir ein schlimmes Gefühl von Ohnmacht und Verzweiflung.
Zitat:Womit bitte stellst Du denn dann Akzeptanz her, wenn nicht mit Deinen Gedanken?
Damit, die Gefühle zuzulassen, die der Gedanke, das Wissen um z. B. den Tod eines geliebten Menschen, eigentlich auslösen würde, wenn ich das Fühlen sofort voll zulassen würde. (Treffen tut es mich natürlich schon, wenn ich z. B. vom Tod eines geliebten Menschen erfahre, aber "das volle Programm" an Gefühlen ist in dem Moment einfach zu viel.