Ich finde langsam aber sicher die Auflösung meiner paradoxen Frage. Ich kann mich glücklich schätzen, meinen eigenen Weg zu gehen. Jedes Wesen geht letztlich seinen ganz eigenen Weg und alle Wesen sind in diesem Punkt gleich.
Bei mir selbst ist genügend Selbstverbundenheit im Spiel, da muss ich gar nicht weiter graben. Nach einem Aha-Erlebnis, hab ich erkannt, dass ich täglich viele schöne Begegnungen habe im Leben, so dass ich mich echt glücklich schätzen kann.
Mir war gar nicht bewusst, wie viel Nähe existiert zwischen mir und den Mitmenschen. Aus dem isolierten Zustand meiner Kindheit heraus, hatte ich ziemlich Schwierigkeiten im Umgang mit Mitmenschen. Das sieht mittlerweile so komplett anders aus und ohne direkt angesprochen zu werden, weiss ich, dass mich Menschen mögen, gerne die Zeit mit mir verbringen.
Das was ist, hat so gar nix mit den ursprünglichen Sehnsüchten zu tun. Die Gegenwart ist so viel gewaltiger als meine 'hilflosen' Versuche, Bindungen herzustellen. Ich muss letztlich gar nix, wie es mein Motto aussagt. Ich kann der sein, der ich bin und habe dadurch sehr tiefe Verbindungen zu den Menschen, mit denen ich zu tun habe. Die Tiefe entsteht ohne Worte, es sind Gesten, ein Lächeln, ein witzige Bemerkung und allem unterliegt eine gewisse Leichtigkeit des Seins ohne oberflächlich zu sein.
Ich bin ein Beziehungs-Junkie und mag meine Mitmenschen, weil ich gelernt habe, mich selbst zu mögen. Ich verbringe mit allen eine gute Zeit, bin engagiert und cool....

Wenn das nicht Glück ist, was dann sonst!
