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201630.11




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Hallo Ihr Lieben.

​Mein Name ist Eric und ich bin 22 Jahre alt.
​Ich war über die Jahre immer ein stummer Leser und wollte mich jetzt gern miteinbringen um mich mit anderen Betroffenen austauschen zu können.
​Ich bin Ende 2012 sehr stark an Angst erkrankt.
​Ich habe es nach 1.5 Jahren soweit in den Griff bekommen das ich wieder nahezu beschwerdefrei leben konnte. Etwas das ich damals nicht für möglich gehalten hätte.
​Eine abgebrochene Verhaltenstherapie und ein Kuraufenthalt (der mir wieder mehr in die Selbstständigkeit verholfen hat) und viel Arbeit an mir selbst und Unterstützung von Familie und Freunden haben mich zurück ins Leben geholt. Die weitaus grösste Unterstüzung war meine Mutter. Sie selbst war 2x stark Angst erkrankt und das Krankheitsbild war 1 zu 1 gleich. Sie musste auch nach 10 Jahren einen Rückfall aufarbeiten und lebt seitdem 17 Jahre beschwerdefrei. Nun wieder zu mir. Ich habe dann 2,5 Jahre nahezu beschwerdefrei leben können. Bis auf ein paar schlechte Stunden und Tage (damit konnte ich umgehen).
​Ich konnte eine 2 jährige Ausbildung abschließen und alles tun was ich davor auch getan habe. Nun seit Mitte September nachdem ich die dritte Panikattacke in kurzer Folge in der S Bahn hatte (Schwindel, Herzrasen, Ohnmachtsgefühl, zittern, das Gefühl verrückt zu werden, Unwirklichkeitsempfindung) hat sich alles wieder zu einem chronischen Zustand manifestiert. Ich bin am verzweifeln. Seit Mitte September geht gar nichts mehr so richtig.
​Ich kann nichtmal mehr eine Station Bus allein fahren oder einen Weg von 10 Minuten zurücklegen. Alles was ich über die Erkrankung gelernt habe ist wie weg. Ich bin noch immer wie gelähmt. Momentan habe ich sehr starke Angst wie es weitergehen soll. Ich habe vor einem Monat meine neue Ausbildung abbrechen müssen weil ich nicht mehr das Haus verlassen konnte. Meine schlimmsten Symtome die dauerhaft vorhanden sind sind Unwirklichkeitsgefühl, lästiger Dauerschwindel und Herzrasen. Das Herzrasen tritt mehrmals täglich auf und belastet mich mit am meisten. Dazu kommt ein diffuser Druck im Hinterkopf.

​Meine Frage an Euch: Gibt es Betroffene oder Exbetroffene die mir Mut zusprechen können und vielleicht schnell aus einem Rückfall herausgefunden haben? Das Problem ist man weiss ja alles aber man ist wie gelämt und bekommt einfach nichts mehr gebacken. Ich möchte nicht wieder 2 Jahre oder mehr verschenken um wieder gesund zu werden um danach wieder krank zu werden. Eine Endlosschleife dessen ist meine grösste Sorge.
​Leider schreiben sehr wenige etwas postives. Falls sich jemand ein Herz fassen kann würde ich mich wirklich riesig freuen.

Lieben Gruss
Eric.

Auf das Thema antworten


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  26.12.2016 00:30  
Hallo Eric,

Ja, ich bin eine ehemalige Betroffene, und ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst.
Ich hatte auch eine Angststörung (aber keine Panikattacken) die ich überwunden habe, Rückfälle sind nicht unüblich, aber aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen dass sie weniger schlimm sind da man irgendwann doch auf seine eigenen Füsse zurückfällt. Und in der Regel dauert es auch weniger lang, bis es sich halt normalisiert und kein Rückfall mehr kommt...wohl aber die Angst davor, wenn man weiss man ist in einer Situation die es auslösen könnte.

Mein Problem ist dass ich mitunter wieder starke Angstgefühle habe im Moment, und nicht einschätzen kann wie"gesunde" reagieren, sprich wieviel Angst normal ist und wie lang, und ab wann es sich halt um ein "krankhaftes" Zeichen von Angst handelt.

Meld dich doch mal und berichte wie es dir jetzt gerade geht.

Alles Liebe,

Wonderwoman



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  26.12.2016 00:53  
Hallo ihr lieben!
Kannst du diese "Angstgefühle" vielleicht beschreiben? Ich leide selbst, was die Gründe dafür sind kann ich mir denken. Doch was genau mit mir ist kann ich nicht beschreiben. Ich fühle mich manchmal erschöpft, zeitweise geht es mir besser.. dann gibt es wieder fasen in denen ich Tränen überschwemmt aufwache. Außerdem fühle ich mich Fortgehend unglücklich mit meinem wohnzustand und Lebenssituation und sehe keine Besserung in naher Zeit.
Ist das alles die Psyche? Ich fühle mich so hilflos und zugleich so gefangen im Alltag, in der Welt in der alles zu funktionieren scheint...



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  26.12.2016 01:01  
Hallo Iume!
Die Angstgefühle von denen ich schrieb äussern sich unterschiedlich... im Bauchraum, mir wird schlecht und ich bekomme Brechreiz, manchmal habe ich einfach nur Angst zu weinen, wenn die völlige Hoffnungslosigkeit und Machtlosigkeit kommt...manchmal ist es einfach Angst, als würde ich einer "realen" Angstsituation gegenüber stehen...
Ich habe die Erfahrung gemacht dass Letztere immer weniger auftreten und in längeren Abständen, wenn ich mich der Angst stelle.
Die Lösung meiner Probleme habe ich aber leider nicht da ich den Grund nicht beeinflussen kann, somit weiss ich dass diese Gefühle immer wieder kommen werden...ob es nun wieder eine Angststörung ist oder nicht...

Wenn du etwas bewirken kannst um deine angstauslösende Situation zu lindern oder gar das Problem zu lösen, dann würde ich dir genau das raten...

Ich erkenne mich 100 % in deiner Beschreibung wieder, bloss ist es bei mir nicht die Wohnsituation...Vielleicht magst du dass wir uns über PN austauschen?

Alles Liebe

Wonderwoman

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